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Hoher ANA-Wert

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Nicole, 3. Februar 2003.

  1. Nicole

    Nicole Guest

    Mein ANA-Wert liegt bei 1.1000 ist doch wohl ziemlich hoch. Habe jedoch keinen RHeuma-Faktor im Blut. Werde deshalb auch nicht behandelt. Ansonsten gehts mir bis auf Nacken- und RÜckenschmerzen eigentlich ganz gut. Wenn aber ANA`s Antikörper gegen meine eigenen Zellen sind, bedeutet das doch das sich mein Körper nun selbst zerstört, oder??? Ich werde nicht behandelt und jeder Arzt sieht zu??? Wer kann mich mal aufklären?
     
  2. Manuela

    Manuela Guest

    Hi Nicole,
    habe dir etwas aus dem Forum kopiert.
    .34. Antinukleäre Antikörper
    früher auch antinukleäre Faktoren (ANF) genannt. Unter antinukleären Antikörpern (ANA, nukleär von lat. nucleus = Kern) versteht man Eiweißstoffe, die der Körper im Zusammenhang mit einer gestörten Funktion des Immunsystems gegen die Zellkerne (nucleus) seiner eigenen Zellen produziert. Niedrige Werte für antinukleäre Antikörper finden sich manchmal auch im Blut von Gesunden. Hohe Werte müssen vor allem an eine Erkrankung aus der Gruppe der ---> Kollagenosen (---> systemischer Lupus erythematodes, ---> Mischkollagenose, undifferenzierte Kollagenosen) denken lassen, weiterihn an eine -à Sklerodermie und das damit verwandte -à CREST-Syndrom sowie seltenere Erkrankungen wie das -à Jo-1-Antikörper-Syndrom. Antinukleäre Antikörper findet man häufiger auch bei der ---> chronischen Polyarthritis (rheumatoiden Arthritis), vor allem wenn sie eine starke "autoimmune" Prägung aufweist und schon Überlappungstendenzen zu den Kollagenosen zeigt, weiterhin bei einigen -à Vaskulitiden, die sich allerdings eher durch -à ANCA´s (-à antineutrophile cytoplasmatische Antikörper) kennzeichnen.Außerhalb der Rheumatologie gehen andere Autoimmunerkrankungen auch mit dem Nachweis von antinukleären Antikörpern einher, z.B. Autoimmunerkrankungen der Leber (Autoimmunhepatitis, "lupoide Hepatitis").

    Im Bereich der Gastroenterologie sieht man ANA´s außerdem bei entzündlichen Darmerkrankungen, insbesondere dem M. Crohn. In der Endokrinologie findet man ANA´s vor allem im Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse ("Autoimmunthyreopathien").

    Nicht so bekannt ist, dass es auch bei einer Reihe von Infektionskrankheiten zur Entwicklung von ANA´s kommen kann. Besonders zu nennen sind Infektionen mit sogenannten lymphotropen Erregern, insbesondere mit -à Epstein-Barr-Virus (EBV), -à humanem Herpes-Virus 6 (HHV-6) und -à Cytomegalie-Virus (CMV), weiterhin auch bei chronischer -à Hepatitis B und C. Dies macht dann die Abgrenzung zu Autoimmunhepatitiden manchmal etwas schwierig.



    Hoffe ich konnte ein bißchen helfen.

    Düsi
     
  3. Nicole

    Nicole Guest

    Danke für diese Nachricht, aber genau das hatte ich mir auch schon ausgedruckt. Allerdings verstehe ich trotzdem nicht diese Bedeutung bzw. geht aus diesen Texten nicht hervor, was diese Antikörper nun für mich bedeuten. Was stellen Sie mit meinem Körper an? Wie kann man diese Antikörper behandeln?
     
  4. Manuela

    Manuela Guest

    Hi Nicole,
    was diese Antikörper genau anstellen weiß ich auch nicht.
    Aber wenn du noch mehr darüber lesen willst,
    mußt du auf www.google.de
    und dann Antinukleare Antikörper angeben.
    Hier findest du jede menge Infos.
    Weil diese Antikörper nicht für ein Ding stehen.
    Da gibt es seitenweise Info.
    Hoffe ich konnte helfen.
    Solltest du da auch nichts finden frage deinen Doc.
    Und laß dir eine Überweisung zum Rheumadoc geben.

    Liebe Grüßle Düsi
     
  5. Hallo Nicole,
    bei einer rheumatischen Erkrankung werden hohe ANAs als Marker für eine erhöhte
    Krankheitsaktivität angesehen. Mit der Wirkung der ANAs gehen Zellzerstörung in den Gelenken einher. Letzen Juni waren meine ANAs auf 1:10000 gestiegen und mir ging es miserabel. Damals hatte ich 1 1/2 Jahre Remicade bekommen. Seit August bekomme ich Kineret und die ANAs sind jetzt erst auf 1:1000 gefallen. Das ist ja immer noch zu hoch, obwohl es mir jetzt ganz gut geht. Wenn ich richtig informiert bin, ist der Normwert unter 1:90. Ich denke, du sollstest dir so schnell wie möglich einen Termin bei einem internistischen Rheumatologen geben lassen. Hohe ANAs gibt es auch bei Kollagenosen und du hast ja Beschwerden. Der Rheumafaktor ist öfters am Anfang einer rheumatischen Erkrankung negativ, das sagt nichts aus.
    Hoffentlich konnte ich die ein bischen helfen.
    Liebe Grüsse
    Renate
     
  6. Ursula

    Ursula Guest

    Hallo Nicole,
    keine Panik. Ich habe auch Lupus und einen ANA-Werte von 1: 2560. Den habe ich jetzt seit über 1 Jahr, vorher hatte ich 1:1230 (mind 4 Jahre lang). Ich therapiere mit 2,5 mg Cortison, sonst nichts. Vor ein paar Wochen hatte ich erstmals Probleme, aber jetzt ist es wieder einigermaßen (im Winter ist es immer schlechter als im Sommer). Du wirst wahrscheinlich nie Normalwerte, also unter 1:80 bekommen (die Werte steigen immer im Verdopplungsschritt), da sie ja Parameter des Lupus sind. Einzig ein hoher ANA-Wert hat nichts zu sagen, außer engere Kontrollen. Erst wenn der C3-Wert sinkt und die Senkung steigt und es die schlecht geht ist handlungsbedarf. Ich selbst gehe im Moment alle 3 Monate zu Kontrolle (Uni). Bei einem Wert von 1230 ging ich halbjährlich. Ich hoffe, ich konnte Dich ein wenig beruhigen.
    Ulla
     
  7. Nicole

    Nicole Guest

    Hallo zusammen!

    Ich bin ja bei einem Rheumatologen in Behandlung. Dies ist auch der einzige für den ganzen Kreis. Er behandelt mich aber in dem Sinne nicht, denn er sagt ohne Rheumafaktor kann er nicht behandeln. Das einzige was passiert ist die Blutkontrolle alle 6 Monate. Ich habe jetzt seit einem Jahr starke Rücken- aber vor allem Nackenschmerzen und durchgehend Schwindel. Das wird aber alles mit Überlastung durch mein Kind abgetan. Der Schwindel wird von allen Seiten auf psychisch geschoben. Ist nur seltsam, wenn die SChmerzen mal für ein paar Tage weg sind, ist auch der SChwindel verschwunden. Kann einem echt jegliche Lebensfreude nehmen. Dadurch bin ich depressiv und das passt dann ja wieder zur Psyche. Ist schon echt frustrierend.
     
  8. Makapru

    Makapru Guest

    Hallo Nicole,

    zu dem hohen ANA-Wert ist ja schon alles gesagt worden. Was Deinen "Schwindel" im Zusammenhang mit Schulter und Rückenschmerzen anbetrifft, können Vespannungen die Ursache sein. Es gibt ja so einen schönen Spruch, DU trägst die Last auf Deinen Schultern. Da ist eine ganze Menge dran. Durch die psychische Belastung ziehst Du die Schultern hoch, dadurch kommt es zu Verspannungen und Schmerzen und auch zu Schwindelanfällen. Achte mal drauf, ob Du in Streßsituationen mit hochgezogenen Schultern da stehst. Den Tipp habe ich von einem Masseur und bei mir war es wirklich so. Je mehr Stress ich hatte, desto verspannter war ich und dadurch auch der "Drehwurm"
     
  9. Kitty

    Kitty Guest

    Leben mit hohen ANA`s ist möglich!

    Auch ich weiss seit ca. einem Jahr, dass ich erhöhte ANA Werte habe und lebe damit, ohne Diagnose und Behandlung.
    In diesem Falle kann man sich mit alternativen Behandlungsmethoden helfen lassen. WIe wär es mit Akupunktur, Massage, einer Reiki Behandlung? Versuche auf deinen Körper zu hören, was er dir sagt, akzeptiere seine Grenzen und versuche damit zu leben, ohne dich ständig verrückt zu machen- denn das ändert nichts und macht es nur schlimmer.

    Es geht weiter...( auch mit ANAS :))

    Kitty
     
  10. monsti

    monsti Guest

    Hallo Nicole,

    solange Du nicht heftige Beschwerden hast bzw. noch andere, für eine bestimmte Diagnose relevante Befunde hinzukommen, solltest Du Dir über einen erhöhten ANA-Wert keine großen Gedanken machen.

    Wie Düsi schon geschrieben hat, gibt es etliche Gründe für erhöhte ANAs, u.a. z.B. das Pfeiffersche Drüsenfieber.

    Liebe Grüße aus dem Tiroler Schneechaos von
    Monsti (die auch erhöhte ANAs hat)