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Hochdosis Cortison Stoßtherapie

Dieses Thema im Forum "Cortison / Glukokortikoide" wurde erstellt von pinkblue_sky, 8. Mai 2016.

  1. pinkblue_sky

    pinkblue_sky Mitglied

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    Hallo zusammen,

    da ich seit dreieinhalb Jahren mit unklaren Symptomen rumrenne und zum Schluss Schwäche, Taubheitsgefühle, Lähmungen usw hatte, hat man mir im Krankenhaus eine Hochdosis-Kortison-Therapie gegeben. 3 Tage 500 mg Predni in die Vene und jetzt ausschleichen...

    Ich habe schon sehr stark wunde Hautstellen bekommen, aber bewusst nichts über Nebenwirkungen gelesen...Mein Körper reagiert darauf wie eine Lokomotive, auch wenn ich das Gefühl habe, irgendwie neben mir zu stehen und Arme und Beine gar nicht mehr zu mir gehören. Dennoch sind meine körperlichen Probleme rückläufig...

    Ich bin entlassen ohne Diagnose, weil man nichts gefunden hat. Auch bisher im Liquor nicht. Nur eine Vernarbung am Sehnerv, die diesen wohl geschädigt hat...

    Hat jemand ERfahrung mit so einer Stoßtherapie ? Welche diagnostische Aussagekraft hätte diese für mich? Und kann es sein, dass da was in meinem Körper rumspinnt, ohne dass es Entzündungszeichen macht? Ich habe immer irgendwelche Antikörper-Titer erhöht, aber unter dem Cut off, so dass es für eine Diagnose nie recht...(In dem Fall waren es die GAD AK. Ich leide unter stark erhöhtem Muskeltonus in einigen Körperregionen)..

    Ich habe auch Angst, dass nach dem Ausschleichen mein Leben wieder aus den Fugen läuft. Ich habe ein chronisches Erschöpfungssyndrom und gelte als 50% Leistungsgemindert dadruch. Außerdem bin ich arbeitsunfähig geschrieben durch die Reha-Klinik...Jetzt normalisiert sich alles gerade, aber ich hätte gerne dauerhaft mein altes Leben wieder...
     
  2. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Bekanntes Mitglied

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    Ich persönlich würde sehr hoffen, dass niemand eine Cortisonstoßtherapie über ein paar Monate durchführt....das könnte nämlich erhebliche Probleme verursachen :vb_cool:
     
    #2 8. Mai 2016
    Zuletzt bearbeitet: 8. Mai 2016
  3. pinkblue_sky

    pinkblue_sky Mitglied

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    He Ihr Zwei,

    bitte bite nicht zanken...Der Stoß ging ja nur über drei Tage. Das Ausschleichen über 2 Wochen. Ich hoffe, mein Körper packt das...;-)
     
  4. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Bekanntes Mitglied

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    @pinkblue_sky

    Mein Beitrag war rein inhaltlich gedacht - für die, die verstehen wollen.
    Ein Steroidstoß sollte nur kurz dauern. ;)
     
  5. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    ich bin jetzt etwas überrascht, denn für mich war die bemerkung ganz klar bezogen auf die mögliche wirkung, nicht dauer, einer stosstherapie.


    pinkblue_sky, gute besserung für dich, marie
     
    #5 9. Mai 2016
    Zuletzt bearbeitet: 9. Mai 2016
  6. Mara1963

    Mara1963 Bekanntes Mitglied

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    Ich finde ein Forum ist doch dazu da, dass man sich austauscht und da dürfen unterschiedliche Leute auch unterschiedlicher Meinung sein.

    Ich finde eine Stoßtherapie gut, mir hat das schon geholfen. Ich finde das besser als eine Erhaltungsdosis, da diese die körpereigene Cortisolproduktion mit der Zeit lahm legt. Da will dann der Körper sein eigenes Cortisol nicht mehr in der nötigen Menge produzieren, da er ja von außen jeden Morgen eine bestimmte Dosis bekommt.

    Das ist meine Sicht.

    Von eine Stosstherapie war ich auch ganz schnell abdosiert, da gabs danach für 3 Tage 10 mg Prednisolon, dann 3 Tage 5 mg und dann nichts mehr. Mir persönlich ist das gut bekommen.

    Später mal hatte ich 5 mg als Erhaltungsdosis für ein halbes Jahr und da krebse ich nun immer nochdarauf rum mir das abzudosieren, ich bin grad bei 2,5 mg. Und das ist eine anstrengende langwierige Sache. Das werde ich jedenfalls nicht mehr so gedankenlos machen, Erfahrung macht klug.

    Mara
     
  7. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Bekanntes Mitglied

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    Danke, Marie2,

    für die Erklärung!
    So hatte ich das in der Tat nicht verstanden; falls es so gemeint war, umso besser.

    Welchen Zweck ich mit einem Beitrag verfolge, dürfte ich - das nur der Vollständigkeit halber - alleine wissen.
     
  8. pinkblue_sky

    pinkblue_sky Mitglied

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    Mein Ausschleichschema ist irgendwie ganz anders...
    3 Tage 100 mg, dann 3 Tage 75, dann 3 Tage 50, dann 3 Tage 25, 3 Tage 10 dann raus...
    Ich fühle mich irgendwie wie vom Körper abgeschnitten und schwerfällig wie ne Tonne...
    Leider fängt auch mein linkes Ellbogengelenk wieder an zu schmerzen. Ergebnis vom MRT: Ganglion im Sulcus mit Weichteilödem und moderate Enthesiopathie (also Tennisarm...?).
    Vor der Schubtherapie kam ich mit meinem Körper allerdings auch nicht mehr klar...Zog mein linkes Bein hinterher. Schmerzen im Rücken, Brustbein, Unterarme...Taubheitsgefühle in den Händen...

    Und das bei "keiner Diagnose". Am ehesten Rheuma steht im Befund.
     
  9. pinkblue_sky

    pinkblue_sky Mitglied

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    So, nun war ich heute wieder in der Neurologie Ambulanz. Ich musste berichten, wie es mit dem Kortison geklappt hat. Es hat mir super gut geholfen. Bis auf das chronische Erschöpfungssyndrom hat es ca. 80% meiner Probleme reduziert. Aber bei allen Untersuchungen war nichts rausgekommen. Der Liquor, ANA, Entzündungswerte, alles o.B. Ein paar Antikörper wurden gemacht, eher aus dem neurologischen Bereich. Aber die ganze Rheumatologie Schiene habe ich ja durch. Und MS ist es auch nicht. Eine Gliose macht noch keinen Mai...Und warum habe ich unter Kortison keine Gangstörung mehr...warum gehen die Lähmungen der Arme weg, warum ist der Muskeltonus sofort entspannt...Jetzt soll ich nach dem Ausschleich-Schema doch nochmal für drei Monate 5 mg Prednisolon nehmen. Trotz dass ich ohne Befund bin. Einfach weil es gut wirkt.
    Nun stehe ich vor der Grundsatzentscheidung. Da ich seit Neuestem alleinerziehend bin, muss ich natürlich funktioneren. Andererseits hatte ich ja jetzt ne Riesendosis. Und es gibt keine Diagnose.. Natürlich tippen die Neurologen auf Rheuma. Sie finden ja nichts wegweisendes in ihrem Bereich außer chronisch-neurogener Schädigung...Was würdet ihr tun? Ich bin am Freitag mit 10 mg problemlos aus Prednisolon rausgeganen...Jetzt wieder mit mg einsteigen?
     
  10. pinkblue_sky

    pinkblue_sky Mitglied

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    Liebe Kati,

    oh ja, das ist ja das Problem. Das Cortisol ist ab mittags schon abgekippt VOR der Cortison Therapie. Deswegen habe ich die letzten Tage mit was Homöopathischem und Kälbernebennierenextrakt gearbeitet. Allerdings war ich eh schon an der Cortisol-Grenze, wo man evtl. Cortison substituiert...Morgens war der Wert noch ok. Dann war er unter Norm
    Mein Ausschleich-Schema war 3x 100, 3x 75, 3x 50 3x 25 3x20, 3x10 und raus...
    Ich komme klar ohne...schleiche parallel sogar noch mein Antidepressivum aus, weil es internistisch und neurologisch nicht mehr vertretbar ist.
    Mein Neurologie verschreibt lieber Celestamine 0,2. Das ist ein Hydrocortison, aber das vertrage ich nicht so gut wie das Predni...
    Was meinst du? Hast du einen Rat? Wäre enorm dankbar...
     
  11. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hat denn die Cortisolgrenze dein Arzt untersucht, oder wer hat das jetzt festgestellt ? Es gibt da eine etwas seltenere Erkrankung Namens Morbus Addison, meinst du, dass du das haben könntest ? Ich denke aber, wenn das der Fall sein sollte bei dir, dann solltest du da nicht mit irgendwelchen homöopathischen Dingen selber rumprobieren. So etwas gehört doch in Fachliche Betreuung und Behandlung! Mir ist ein Fall von einer Person bekannt, kenne sie persönlich, aber eher "flüchtig", also keine enge Freundschaft, aber schon persönlich getroffen., die Morbus Addison hat und die macht das alles zusammen mit einem Arzt, Behandlung und so weiter.