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HLA-B27 - Ab wann sollte ein Arzt testen?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Rob-ben, 5. Januar 2009.

  1. Rob-ben

    Rob-ben Neues Mitglied

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    Hallo.

    Ich habe vor wenigen Wochen die Diagnose Morbus Bechterew von meinen behandelnden Ärzten bekommen.

    Im Verlauf verschiedener Gespräche mit den Ärzten erwähnte ich, dass ich verschiedene Symptome bereits 5 Jahre zuvor hatte, und zwar bei meiner Dienstzeit bei der Bundeswehr. Meine Hausärztin deutete daraufhin an, dass man damals schon auf die Idee hätte kommen können, einen Test auf HLA-B27 zu veranlassen.

    Das beschäftigt mich, gerade weil meine Leiden damals konsequent von allen Truppenärzten als Simulieren abgetan wurden (man meinte, ich würde mich nur vor der Grundausbildung drücken wollen).

    Nun meine konkrete Frage dazu: Gibt es genaue Richtlinien/Symptome bei denen ein Arzt einen Verdacht auf Morbus Bechterew bekommen sollte? Oder andersrum gefragt: Hätten meine Leiden damals (Fersensporn rechts, wenige Wochen später auch links, akute, andauernde LWS-Schmerzen, Ischiasbeschwerden) bereits dazu führen müssen, dass man genauer hinsieht?

    Ich frage hier deshalb, weil meine Hausärztin zzt. sehr bemüht ist, mich nach besten Kräften zu behandeln und deswegen wohl nicht ganz unvoreingenommen ist bei dieser BW-Geschichte.

    Vielen Dank im Voraus,
    Rob-Ben
     
  2. Daria

    Daria Gesperrter Benutzer

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    Hätte..Was bringt dir das jetzt noch? Sei froh, dass du jetzt eine gesicherte Diagnose hast. Nicht falsch verstehen, aber du solltest nach vorn sehen und nicht zurück blicken!
     
  3. mwoebke

    mwoebke Neues Mitglied

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    Hallo Rob-Ben,

    da jetzt Deine Diagnose gestellt ist wirst Du ja mit Medikamenten versorgt.
    Im Rahmen der regelmäßigen Blutuntersuchungen kann man dann auch nach den HLA B 27 suchen.Aber wenn er positiv ist oder nicht ist völlig egal.

    Wichtig ist das Du jetzt richtig behandelt wirst.

    LG

    Michael
     
  4. Rob-ben

    Rob-ben Neues Mitglied

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    Vielen Dank schon einmal für die bisherigen Antworten.

    Natürlich bin ich froh, dass ich jetzt eine gesicherte Diagnose habe und vor allem, dass ich jetzt auch eine entsprechende Behandlung erfahre. Meine Frage, wann man aus ärzticher Sicht stutzig werden sollte, stelle ich aber nicht ohne Grund. Es geht nicht darum, dass ich mich ärgere und sagen kann "hätten die damals mal alles richtig gemacht". Nein, es geht um mehr: Sollte sich tatsächlich herausstellen, dass eine Diagnose damals bereits hätte estellt werden können, so kann ich bei den entsprechenden Stellen eine sog. Wehrdienstbeschädigung beantragen. Natürlich wäre es aber unsinnig in eine bereits verlorene Schlacht zu ziehen. Deswegen ist es ungeheuer wichtig, herauszufinden, was die medizinische Lehre hier sagt. Denn nur wenn gewiss ist, dass unter den damaligen Umständen (meine "Gesundheitsakte" mit allen BEschwerden, Symptomen und Arztbesuchen existiert noch) definitiv jemand an Bechterew hätte denken müssen, ist es realistisch, eine WB zuerkannt zu bekommen.
     
  5. mwoebke

    mwoebke Neues Mitglied

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    Hallo Rob Ben,

    man hätte schon mal einen Blutuntersuchung diesbezüglich vornehmen können und wenn der HLA B27 positiv gewesen währe müsste ein Arzt auf die Diagnose kommen. Nur nicht alle positiven bekommen auch ein Bechterew.

    Der Truppenarzt hätte Dich auf jedem Fall zu einem Facharzt überweisen müssen.
    Und dann glaube ich hätte man Dich ausgemustert.
    So kenne ich es aus meiner Dienstzeit.

    LG

    Michael
     
  6. waschbär

    waschbär Neues Mitglied

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    Hallo Rob-ben,

    meines Erachtens wird es schwer-unmöglich werden wird den damals behandelnden Ärzten eine Fehldiagnose bzw. ein Versäumnis vorzuwerfen.

    Es ist nicht ungewöhnlich dass es viele Jahre dauert, bis die Diagnose "MB" gestellt wird.

    http://www.bechterew.com/diagnose.htm

    Es gibt sehr, sehr viele - auch junge - Menschen mit Rückenschmerzen, die jeweils unterschiedliche Ursachen haben können.

    Erschwert wird die Diagnose eines M. Bechterew unter anderem dadurch, dass es sehr viele gesunde Menschen gibt, bei denen der HLAB 27 nachweisbar ist. Bzw Patienten mit sogenannten "funktionellen" Rückenschmerzen (ohne MB oder eine nachweisbare Ursache der Rückenschmerzen). Und die Zahl dieser ist zweifelsohne sehr viel größer als die Zahl der Patienten, die einen MB haben.

    Gruß waschbär

     
  7. Rob-ben

    Rob-ben Neues Mitglied

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    @ mwoebke:

    Man hat mich damals auch zu damals auch zu diversen Fachärzten überwiesen und sogar zu einer "orthopädischen Untersuchung" in das Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz. Fast alle Ärzte stellten damals bereits eine Rücken/Becken-Fehlstellung fest. Auch empfahlen die meisten dieser Ärzte mich zu entlassen, allerdings die endgültige Entscheidung darüber traf mein Truppenarzt. Der gab mir damals unmissverständlich zu verstehen, dass er nach wie vor meine Beschwerden für übertrieben hält. Deswegen wurde ich nur von verschiedenen Verrichtungen befreit, jedoch nicht entlassen. Ich bekam einen "ruhigen Posten" und somit war für mich auch alles nicht mehr weiter dramatisch (auch wenn ich weiterhin auch ohne Belastung immer mal Probleme hatte...)

    @ waschbär:

    Ich bin mir durchaus im Klaren, dass es sauschwer werden würde. Deswegen möchte ich mich ja bevor ich irgendetwas anfange, so gut wie möglich informieren. Ich erwähnte es bereits: Meine behandelnde Ärztin sagte mir, dass bei der Kombination
    Rückenfehlstellung
    + Knick/Senk/Spreizfuß
    + Fersensporn
    + LWS/Ischias-Beschwerden

    zumindest der Verdacht auf MB jedem Arzt hätte in den Sinn kommen müssen. Zwar ist HLAB27 kein 100%iger Nachweis für MB, aber es hätte den Verdacht wohl erheblich erhärtet.
    Ich gebe dir wie gesagt Recht, dass es schwierig wird, aber vielleicht nicht ganz aussichtslos. Denn hinzukommt, dass in der sog. Gesundheitsakte ja auch die "Diagnose: Simulant" mehrfach festgehalten ist.
     
  8. ursl53

    ursl53 Neues Mitglied

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    Hallo Rob-ben,
    die "Diagnose: Simulant" ist wieder ne andere Geschichte, da würde ich mich an Deiner Stelle mit Deinem jetzigen Wissensstand auch wehren! Laß Dich da aber gut beraten - und zwar von jemandem, der richtige Ahnung hat!

    Was den HLA-B27 betrifft, der wurde z.B. bei mir mehrmals bestimmt in der Zeit als ich noch keine Dieagnose hatte. Da ich aber HLA-B27 negativ bin, ist man ganz schnell wieder von dem Verdacht abgekommen. Also wenn es dumm läuft, wird andersrum auch kein Schuh daraus!

    Du schreibst, daß Deine Hausärztin der Meinung ist, daß man damals schon auf die Idee hätte kommen können, den HLA-B27 zu testen. Warum hat sie das in den letzten 5 Jahren nicht gemacht, um dich dann mit der entsprechenden Verdachtsdiagnose an einen internistischen Rheumatologen zu überweisen?

    Ich verstehe Deinen Zorn durchaus, aber hier kann man wohl schlecht den Fehler in der Bundeswehrzeit allein zu suchen. Offensichtlich haben danach auch noch einige Deine gesundheitlichen Probleme nicht richtig eingeschätzt.

    Vielleicht kannst Du diesbezüglich mehr Hilfe in einem Jura- oder Rechtsforum bekommen.

    Ursula
     
  9. Rob-ben

    Rob-ben Neues Mitglied

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    Hallo Ursula,

    du schreibst, meine Hausärztin hätte in den vergangenen fünf Jahren ja auch auf die Idee MB kommen können. Dazu muss ich natürlich folgendes zu meinen bisherigen Ausführungen ergänzen:

    In den vergangen Jahren hatte ich zwar einen Hausarzt, habe diesen aber kaum in Anspruch genommen, weil er einen schlechten Ruf genießt. Rückenprobleme habe ich immer mit ibuprofen behandelt. Erst mein Vater meinte, dass da was nicht stimmen würde, wenn ich immer wieder solche Probleme habe. Er empfahl mir die Ärztin, bei der ich jetzt bin und die hat schon beim ersten Besuch alle Hebel in Bewegung gesetzt um meine Probleme zu klären: MRTs, Röntgen, Punktionen, Rheumafaktor usw. Ich bin sehr zufrieden mit ihr, weil sie sich ernsthaft kümmert (muss dazu sagen, dass sie ne sehr junge Ärztin ist).

    Und ansonsten: ich bin nicht zornig. Ich habe schon damals gewusst, dass ich kein Simulant bin, auch wenn der eine Arzt mir das unbedingt einreden wollte. Ich habe nach dieser anfänglich schwierigen Zeit eine schöne und (auch wenn man es nicht glauben mag) lehrreiche Zeit bei der Bundeswehr gehbat, für die ich sogar dankbar bin. Mir geht es wirklich nur darum, ob der Truppenarzt damals wirklich so große Sch**** gebaut hat, wie es meine Ärztin meint. Wenn dem so ist, dann werde ich den Kampf auch aufnehmen, wenn mir jemand bescheinigt, dass er damals nicht zwingend falsch gehandelt hat, dann lass ich es auch.