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Hilflosigkeit

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von gabriele müller, 12. April 2003.

  1. Hallo Forianer!
    Nach langen Untersuchungen und endlosen Arztbesuchen ist bei mir die Fibromyalgie diaknostiziert worden.
    Mehrfach war ich krankgeschrieben und die Krankenkasse hat mich aufgefordert zum med. Dienst zu gehen. Man hat mir einen Psychologen vorgesetzt der das alles auf pychische ebene abschieben will. Soviel ich weiß, ist die Fibromyalgie ursächlich nicht in der Psyche zu suchen, sondern sie spielt aufgrund der Schmerzsymptomatik eher sekundär eine Rolle.
    Der Psychologe meinte, wenn ich die Hausarbeit schaffe ,dann könne ich auch arbeiten gehen. Er hat mir überwiegend Fragen gestellt, ob ich Probleme auf der Arbeit, in der Familie und so weiter habe. Er ist zu dem Ergebnis gekommen, daß ich in eine psychosomatische Rehaklinik soll.
    Ich fühle mich hier mißverstanden. Für mich heißt das, entweder gehe ich in diese Klinik oder ich gehe weiter arbeiten. Ich muß dazu sagen, daß ich seit 15 in einem Krankenhaus 70 % sechs Tage die Woche arbeite und ich merke, ich kann diese Tätigkeit nicht mehr ausüben, sie verursacht doch sehr starke Schmerzen schon nach ein, zwei Stunden Arbeit.
    Ich weiß einfach nicht mehr, wie ich weiter vorgehen soll, vielleicht kann mir jemand helfen.
    Vielen Dank
    Gaby
     
  2. baba

    baba Guest

    Hallo Gaby

    Ich kann verstehen dass du fertig bist, weil dich niemand verstehen will.
    Mein TIp, suche dir einen guten(!) Rheumatologen, der auch Fibro behandelt, geh zu ihm, schildere deine Lage ud vor allem (!) lass dich nicht abspeisen. }:-((
    Die Fibro hat bei vielen Ärzten leider immer noch nicht den Stellen wert die sie haben sollte, mach dich schlau über deine Erkrankung und biete den Ärzten auch mal die Stirn. Leider kommen ir Rheumapatienten oft anders gar nicht weiter.:-o

    Und, sollte dieser Rheumatologe dich in eine Klinik einweisen wollen, dann mach das ruhig, dort kannst du dich einmal erholen, von Stress des alltäglichen Lebens und der Krankheit. Gehe aber in eine Rheumaklinik, die kenne sich oft besser aus.:-I

    Was deine Psyche betrifft, sei da bitte nicht so verhärtet. Unser Psyche spielt eine größere Rolle als wir manchmal glauben wollen. Das soll dich jetzt nicht in die Schiene " psychisch Krank" schieben, sondern soll nur deutlich machen wie klein manchmal die Grenze sein kann und wieviel es bringt, verstanden zu werden und sich zu erholen.
    Geht es der Seele besser, dann kommt man auch viel leichter mit der Erkrankung klar.;-)

    So ich hoffe ich konnte dir etwas helfen......

    wünsche noch ein schönes und schmwerzfreies/-armes Wochenende

    lg baba
     
  3. Mni

    Mni Guest

    Hallo Gaby,
    ich finde, das hat Baba schön gesagt, ich brauche mich dem nur noch anzuschließen! liebe Grüße von Mni
     
  4. Peti

    Peti Guest

    ich kann dem auch nur zustimmen.die seele trägt einen großen teil zu unserer krankheit bei.ich bin auch gerade im lernprozess und versuche (bzw. werde) meine denkweise komplet zu ändern.ich habe über jahre viel zu viel in mich hineingefressen und viel durchgemacht nach dem tode meines vater.ich weiß das meine seele krank ist.....aber ich weiß ich schaffe es das meine seele wieder lachen kann.und wenn ich dann meine schweren körperlichen aktivitäten bye bye sage bin ich auf den rechten weg......ich möchte wieder richtig glücklich sein und schaffe es...wo ein wille ist...ist ein weg.eure peti:)
     
  5. Hallo Gaby
    Ja Baba hat recht, dieses "es schlägt einem etwas auf den Magen" gibt es auch für Rheuma. Rheuma ist einer der größten Irrtümer des Immunsystems des Körpers, eine Autoimmunerkrankung. Die Fibromyalgie sind eigentlich Muskelschmerzen verschiedenen Areale, druckempfindliche Punkte und Gebiete in Kombination mit anderen Symtomen. Das Problem ist, daß der Patient sie mehr spürt, wie der Arzt sie erkennen oder nachweisen kann. Kommt es dort zu den bekannten Mißverständnissen (oder sag einfach mal der Arzt versteht sein Handwerk nicht) kann sich die Krankheit in den Symptomen verschlimmern.
    Zu der Kur in einer Psychosomatischen Klinik, es gibt eigentlich kaum Kliniken die nur dieses behandeln, ich kenne eine sehr gute Klinik der LVA Dresden an der Ostsee, die ist auch für Orthopädie zuständig. Man weis in diesen Einrichtungen schon, daß es Zusammenhänge zwischen Psyche und Rheuma gibt.
    Also geh ruhig in solch eine Klinik, oder wenn weist welche, schreibs rein ich frag dann mal nach.
    Meist kriegen die aschneller raus wie manch Arzt, was man hat. Und die Ruhe und das "Sich um nichts kümmern müssen" ist etwas ganz wichtiges.
    Also in Ruhe abwarten und wünsch gute Besserung Helmut "merre"
     
  6. Birte

    Birte Guest

    Hallo Gaby,

    zur Psychosomatik haben die anderen ja schon einiges geschrieben, dem ich mich nur anschließen kann.

    Zum Problem mit Deiner Arbeit kann ich Dir nur raten, Dich weiterhin krank schreiben zu lassen, und parallel dazu das Arbeitsamt aufzusuchen. Dort gibt es eine spezielle Beratung für Leute, die aus gesundheitlichen Gründen ihren Beruf wechseln müssen. Vielleicht kannst Du darüber eine Umschulung bekommen.

    Die Aussage des Psychologen, dass Du, wenn Du die Hausarbeit schaffst, auch arbeiten gehen kannst, ist natürlich unmöglich. Ein ähnlicher Spruch ist "Wenn Sie zum Arzt gehen konnten, können Sie auch zur Arbeit kommen.".

    Solltest Du aufgrund dieser Untersuchung irgend einen Bescheid bekommen, der dazu führt, dass Du nicht weiter krankgeschrieben werden sollst, obwohl Du solche Schmerzen hast, würde ich Dir raten, sofort Widerspruch einzulegen.

    Und auf jeden Fall solltest Du möglichst schnell einen kompetenten Rheumatologen finden, der - falls nötig - in der Lage ist, ein Gegengutachten zu erstellen.

    Ich hoffe, ich konnte Dir ein bisschen weiterhelfen und wünsche Dir alles Gute!

    Liebe Grüße,

    Birte
     
  7. Hallo alle,

    erst einmal einen ganz lieben Dank für Eure Einträge, ich find das so lieb von Euch, ganz ehrlich.
    Also ich war heute bei meinem Hausarzt und er hat mich bis nächste Woche noch krankgeschrieben. Ich ahbe ihm die Situation mit dem Medizinischen Dienst geschildert und er ist der Meinung, ich sollte eine Fibromyalgieklinik besuchen in Kombination mit Psychotherapie, was ich derselben Meinung bin. Der Psychologe bei dem ich am Freitag war hat Bad Dürkeim und eine psychosomatische Klinik in Wiesbaden aufgeschrieben, ich ahb mal nachgesehen, das eine ist eine reine psychosomatische Klinik in Verbindung mit Psychiatrie, ich ahbe auch die Krankenkasse informiert, daß ich mich hier mißverstanden fühle. Mein Hausarzt meint, wir könnten versuchen mit der Krankenkasse einen Kompromiß einzugehen, was aber schwierig ist, also die Kombination wie eben erwähnt.Sollte es wirklich dazu kommen, daß die Krankenkasse mich auffordert in solch eine Klinik wie in Wiesbaden zu gehen, habe ich da direkt die Möglichkeit Widerspruch einzulegen oder kann das nur in Zusammenarbeit eines Rheumathologen gehen. Ich ahbe ja den Befund eines Rheumathologen, daß ich Fibromyalgie habe.
    Ich bin eigentlich eine sehr stabile Frau, wenn auch sehr feinfühlig, ich denke, daß sind wir alle Fibromyalgiepatienten und ich ahbe wirklich den Eindruck, daß man uns nur zu leicht in eine gewisse Schublade schiebt.
    Ich weiß sehr gut, daß die Psyche eine Rolle spielt, eine sehr große sogar, ich merke es ja selbst sehr deutlich an dem Druck, unter dem ich bei meiner Vorarbeiterin stehe, aber ich finde, die Psyche ist sekundär bei dieser Erkrankung, ich bin immer mit Schmerzen arbeiten gegangen, habe selten einen Krankenschein gemacht und irgendwann merkte ich selbst, oweh hier fängt mein Körper an zu streiken und da war es schon zu spät, es kam eigentlich Schlag auf Schlag bei mir.
    Sollte ich gegen meine Vorarbeiterin verlieren, werde ich meine Arbeit kündigen, soviel steht fest, denn dann hat sie mich in der Hand und fordert die eltzten Reserven aus mir heraus, was ich ja schon in den letzten Wochen zu spüren bekam. Ob ich diese Tätigkeit auf Dauer wirklich weiterführen kann, weiß ich nicht, ich weiß nur eines, mir fehlen die Patienten im Krankenahsu und ohne Arbeit möcht ich nicht existieren, nur ich kann nicht mit dem Bus fahren und einen Führerschein ahbe ich auch nicht. Durch die busfahrten werden meine Gesichtsschmerzen nur noch unerträglicher, ich bin schon sehr eingeschränkt, aber was sag ich da, es ist generell sehr schwer mit der Arbeitsuche heutzutage.
    Aber einen großen Trost habe ich und zwar daß ich hier bei Euch bin, daß es ganz liebe Menschen gibt, die einem schnell helfen möchten und sei es mit einem schnellen Eintrag, dafür möcht ich Euch gerne danken.
    Alles Liebe
    Eure
    Gaby