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Hilfe!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von sunnystarcat, 4. März 2004.

  1. sunnystarcat

    sunnystarcat Guest

    Hallo!

    War schon lang nicht mehr hier:( . Habe Bescheid von der Bfa für meine Reha, die wollen mich jetzt in eine Psychosomatische Klinik stecken. Hab bis jetzt nur negatives über die Klinik selber und überhaupt über die Bahandlung in psychosomatischen Kliniken gehört. Ich soll in die Bliestalklinik nach Blieskastel geschickt werden. Jeder sagt mir Fibro ist keine Psychosomatische Erkrankung, aber die Bfa ist da anderer Meinung, hab jetzt total die Panik. Kann nicht mehr schlafen, nach dem Essen ist mir total schlecht und ich bin nur noch am weinen. Schick jetzt zwar ein Schreiben wegen Umstellung an die Bfa, aber der Sachbearbeiter da macht mir nur wenig Hoffnung und beruft sich darauf das der Medizinische Dienst schon weiss was er tut. Hat jemand ne Idee wie ich da wieder raus komme. Antwortet bitte schnell.


    Vielen lieben Dank im voraus
    sunnystarcat
     
  2. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Hallöle,

    also hier kann dir nur dein Hausarzt raushelfen, bzw. der dich fortlaufend behandelnde Arzt. Wenn du z.B. so unter dieser Entscheidung leidest, muss er in der Lage sein, dies mit einem entsprechenden Krankschreibungs-Attest auch zum Ausdruck zu bringen: keine Reha in Psychoklinik weil - - -

    Du musst die Reha nicht annehmen ! ! ! Es gibt keine grundverfassungsrechtliche Begründung, einen demokratisch lebenden freien Staatsbürger in der BRD zu irgendwas zu zwingen !

    Allerdings kann dir dann passieren, daß sie "irgendwann" mal bei einer anderen Reha dann sagen: nööö !! Allerdings sehr selten, denn es darf einem Kranken nicht verweigert werden, wiederherstellungsrechtliche Maßnahmen in der Gesundheit durchzuführen.

    Also - entscheide DICH was du willst :)

    Pumpkin ( die kennt das und lebt noch )
     
  3. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Hallo sunnystarcat,

    Du sollest auf jeden Fall schriftlich Widerspruch einlegen. Wenn Du bei einem Rheumatologen (sonst natürlich von Deinem Hausarzt) in Behandlung bist, solltest Du in vorab bitten, dir eine Erklärung auszustellen, dass Du in einer Rheumaklinik zu betreuen bist. Es sollte auch aufgeführt werden, dass Fibro eine Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis ist.
    In der Zwischenzeit solltest Du Kontakt zur Psychoklinik aufnehmen und Ihnen sagen, dass man noch keinen Termin festsetzen soll, da Du Widerspruch eingelegt hättest.

    Der Widerspruch ist schriftlich aber formfrei abzugeben (es brauch nur oben das Wort Widerspruch zu stehen). Wenn im Bescheid eine Rechstbehelfsbelehrung angegeben ist, hast Du in der Regel einen Monat Zeit - Du solltest aber dennoch Zeitnah das Verfahren anleihern. Dazu kannst du auch erstmal nur Widerspruch einlegen und angeben, dass Du den WS innerhalb der nächsten Tage genauer begründest. Ich würde den Widerspruch per FAX und mit der Post versenden (bei Postversandt mit Hinweis: vorab per Fax).

    Ich wünsche Dir viel Glück und viel Erfolg

    Birgit
     
  4. shirana

    shirana Auf den Hund gekommen *g*

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    Hallo sunnystarcat,

    Mal von vorne:

    Ist diese Klinik eine psychosomatische mit Schmerztherapie? oder Schmerzkompetenz?

    Wenn nein, kannst du deinen Ablehnung so begründen, das eine reine psychosomatische Reha für Fibro ( auch chr. Schmerzstörung) für nicht rentabel ist.

    Wenn schon psychsomatisch, dann bitte auch mit Schmerzkompetenz.
    Da wäre u.a. folgende Kliniken:
    die Schön-kliniken ( BAd Bramstedt, chiemsee) , Bad Heringsdorf ( bei Rügen) und da gibt es noch mehr.

    Etwas anders wäre nicht wirklich erfolgsversprechend.

    Zum anderen, fühl dich bitte nicht auf die Psychoschiene verdammt. Zu einem Teil ist es mittlerweile wohl so, das die Fibro ansich ursächlich nicht zu behandeln ist.
    Das wichtigste dabei ist die Psychotherapeutische Behandlung, eine Verhaltenstherapie, um aus evtl. Teufelskreisen der SChmerzwahrnehung rauszukommen.

    Ich war selber in einer Psychosomatischen medizinischen Klinik. Und habe am Anfang genauso reagiert wie du.
    Mittlerweile bin ich froh, diesen Schritt gewagt zu haben.
    In der Klinik konnten die mir wegen den Schmerzen nicht helfen, das geht auch nicht, da müsste schon jemand kommen und die Hand auflegen und heilen können....tinneff....geht also nicht....
    aber sie haben mir einen Weg gezeigt, damit besser umzugehen, meine Ziele wiederzufinden, aus Depriphasen rauszukommen, wo man zwangsläufig landet, wenn man dauernd unter SChmerzen zu leiden hat.
    Ich habe neue Perspektiven aufgezeigt bekommen.
    Wir hatte auch eine reine Fibrogruppe auf der Schmerzstation, wo wir gelernt haben, wohldosierten Sport und auch Freizeitgestaltung zu machen.
    Gruppentherapien haben uns aufgezeigt, wie andere damit umgehen und daraus gelernt und uns auch ausgeteauscht.

    Neue Hobbies wurden entdeckt oder wiederentdeckt. Sehr viele Entspannungstechniken wurden uns beigebracht.
    Und selbst die Einzelgespräche beim Therapeuten waren nicht schlecht, man konnte sich so richtig mal auskotzen( sorry , stimmt aber).
    Anhand von SChmerztagebücher wurde herausgefunden, was verstärkt mein Schmerz, wie lange, und was hilft mir , ausser den Medis.
    Denn Medis alleine helfen den Fibros nicht, man muss auch herausfinden, was es da noch anderes gibt. Hilft mir im Moment Bewegung oder lieber Ruhe usw.....

    Wegen Medis hat man auch in der KLinik die Chance , evtl. ein anderes Medis auszuprobieren. hab ich auch getan, ich konnte es aber leider nicht vertragen, daher bin ich wieder zu mienen alten medis gewechselt.


    Ich hoffe ich konnte dir ein wenig den Schrecken einer Psychosomatischen Klinik nehmen.
    Aber du solltest auf jeden Fall darauf achten, das es eine mit Schmerzkompetens ist. GANZ WICHTIG!!!!!

    Wenn es zur Kur kommt, musst du damit rechnen, das die mind. Dauer einer psych. Klinik 6 Wochen dauert. Sonst sieht man einfach kein Erfolg. Hört sich viel an, ich selber wollte sogar auf 8-10 Wochen verlängern, weil es mir gut getan hat und ich dort sehr viel gelernt habe und es gerne noch vertiefen wollte. hab ich aber nicht bekommen, weil ich gute Fortschritte im Bereich Schmerzverhalten gezeigt habe.

    Also gehe zu deinem Arzt, erzähle ihm davon, eine solche Kur ist nicht verkehrt, besonders wenn man schon fast alles an Medis ausprobiert hat.
    Er soll dich beim Widerspruch utnerstützen und mit reinschreiben, welche Kliniken in Frage kämen.

    Hier schonmal ein Link der SChönklinikenSchön Klink

    hier die klinik in heringsdorf
    heringsdorf

    die Rhön klinikrhönklink

    Und nu setz dich erst mal relaxt zurück, entspann dich ( sonst gibt es wieder mehr schmerzen) und lies dir das in ruhe durch.
    Und glaub mir , sooooooooooooooooooo schlecht ist die idee wirklich nicht !

    lieben gruss kiki
     
  5. anika

    anika Neues Mitglied

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    Psychosomatisch Klinik

    Hallo,

    also ich war auch schon mal in einer psychsomatischen Klinik und das hat mir gerade in der Auseinandersetzung mit meiner Erkrankung sehr! geholfen, dadurch, daß ich jetzt meine Krankheit akzeptiert habe, geht es mir auch gesundheitlich viel besser und ich habe nicht mehr so viel Schmerzen wie früher. Also vielleicht siehst du es auch als Chance und läßt die Vorurteile mal etwas beiseite ( auch wenn es sicher nicht leicht ist)

    ich wünsche dir alles Gute

    anika
     
  6. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Fibromyalgie

    Hi sunnystarcat
    Eine sehr schwierige Sache. Aber grundsätzlich wird Fibromyalgie mit "das andere Rheuma" umschrieben und die Diagnosen sind meist in der Begründung sehr umstritten.
    Eine kompetenten Fachklinik wäre m.E. diese:

    Interdisziplinäres Zentrum für Rheumatologie,
    Wirbelsäulenleiden und Neuromuskuläre Erkrankungen
    Akutkrankenhaus und Rehabilitationsklinik

    Hebelweg 4
    79415 Bad Bellingen
    Tel. (0 76 35) 3 00
    Fax (0 76 35) 3 01 77
    E-Mail: info@badbellingen.mediclin.de

    Sie haben in ihrem Behandlungsmöglichkeiten vorrangig Rheumatische Erkrankungen stehen und auch Fibromyalgie. Daraus kann man dann ableiten, daß sie Fibro für eine Form der Rheumatischen Erkrankung halten. Das kommt auch so zum Ausdruck.
    Meistens wird die Diagnose gestellt, weil man mit der Beurteilung eindeutig rheumatischer Beschwerden nicht weiter kommt.
    Es gibt bisher keinen Labornachweis für die Diagnose Fribromyalgie. Allerdings entsprechen viele Beschwerden eher denen einer rheumatischen Erkrankung.
    Wenn dem so ist müßte man eine Bitte um eine Kur in eine Kureinrichtung mit zumindest beteiligter oder sogar überwiegender Rheumatischer Indikation schreiben.
    Eine Krankschrift in dieser Richtung, z.B. wegen Wirbelsäulenbeschwerden mit dem Verweis auf eine entsprechende Rehabilitation wäre auch eine Möglichkeit.
    Hats Du schon einen Termin für Deine Kur?

    Ja und die andre Problematik ist die psychsische Seite der Fibromyalgie. Man kann die Enstehung der Schmerzen nicht ableiten und vermutet in der Psyche bestimmte Ansatzpunkte, die eine Fibromyalgie auslösen könnten. Neben körperlichen werden also auch psychische Faktoren benannt, die ursächlich an der Fibro beteiligt sind.

    Allerding möchte ich auf Veröffentlichungen der Rheumaliga zu Rehakuren bei Fibro verweisen.
    "Die durchführende Reha-klink muß mit dem Krankheitsbild gut vertraut sein. In der Mehrzahl der Fälle haben sich psychosomatische Kliniken als wenig erfolgreich erwiesen. Bei der Komplexität des Krankheitsbildes und der gewünschten Spezialität der Reha-Stätte ist eine vollstationäre Maßnahme einer teilstationären vorzuziehen."
    Hier wäre die Möglichkeit auf die Spezialitätsanforderung an die Einrichtung und die erwiesenermaßen weniger geeignete Kur in einer Psychosomatische Klinik zu verweisen.

    Allerdings würde ich das mit meinem Hausarzt nocheinmal absprechen.

    Wenn sich aber verstärkt Probleme aus der Krankheit ergeben haben, die sich äußerst negativ auf das gesamte Leben und die Krankheitsbewältigung auswirken, würde ich den Befürwortern solcher Kur folgen.
    Allerdings als Ansatzpunkt einer beginnenden Behandlung. Man muß bei dieser ganzen Geschichte irgendwie zur Ruhe kommen, abschalten können um sich zu konzentrieren.
    Auf keinen Fall bedeuten diese psychischen Probleme, daß man "in irgendeiner Form" verrückt ist. Es ist schwer zu erklären...mal so
    "es gibt Krankheiten, die sich in bestimmten Beschwerdebildern darstellen. Oft kann man sie zuordnen und nachweisen woher sie kommen und wie sie ausgebrochen sind. Dann gibt es Beschwerdebilder, die genau diesen ähneln, aber man kann nicht sagen woher sie kommen. Aber es tut allen gleich weh." Die einen Patienten sind aber genauso normal wie die Anderen."

    Im Moment bin ich mit meinem ganzen Krams auch ein bissl genervt. Ich weis allerdings was ich habe(naja fast), wie es heißt und daß es einen nicht gerade aufbaut. Ich glaube ich würd sogar auch so eine Kur machen.

    Egal ob und welche Kur, dränge auf eine SOZIALANAMNESE , heißt eine Einschätzung wo Du stehst und wie sich die Krankheuit auswirkt auch bezogen auf eine berufliche Tätigkeit.

    Ich wünsch Dir viel Erfolg "merre"


    Ja wenn Du noch spezielle Fragen hast, schickst ne PN "merre"
     
    #6 4. März 2004
    Zuletzt bearbeitet: 4. März 2004
  7. sunnystarcat

    sunnystarcat Guest

    vielen dank an alle!

    Hallo ihr lieben!

    Danke das ihr alle so schnelll zeit gefunden habt mir zu antworten und mir Tips zu geben. Es ist alles noch ziemlich schwer und ich find es einfach nicht fair, denn ich habe der Bfa Unterlagen einer geeigneten Klinik, mit der sie auch einen Versorgungsvertrag hat mitgeschickt. Ich hoffe das ich die Chance bekomme. Werde jetzt gleich mal den Widerspruch schreiben und wenn die ärztliche Begründung morgen da ist alles der Bfa zukommen.
    Also noch mal vielen lieben Dank für eure Hilfe!
    Ich wünsche euch so viele Schmerzfreie Tage wie möglich!

    Eure Sunnystarcat
     
  8. nilfrosch

    nilfrosch Registrierter Benutzer

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    blieskastel

    Ich selber war im November in Blieskastel. Dort ist Fibromyalgie sehr bekannt und es gibt sehr gute Therapeuten dort. Das Haus selber ist nicht sehr schön aber dafür die Betreung.Es gibt dort auch Schmerzgruppen die sehr gut sind und die Psychotherapeutin ist dort sogar in der Forschung mit Fibropatienten. Es gibt am morgen auch eine Fibroschwimmgruppe in sehr warmen Wasser und mann kann auch die Therapien absagen. Die Schwestern sind jeder Zeit zu erreichen und auch deine Ärzte haben immer Zeit für dich und ich glaube auch das Fibro uns alle etwas sehr mitnimmt und die Psyche auch sehr leidet du darfst mich jeder Zeit anrufen wenn du noch fragen hast. Tel. 07031/386266 Euch allen noch einen guten Abend und eine Schmerzarme Nacht Angela
     
  9. VerenaHH

    VerenaHH KrankeSchwester

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    Therapie

    Hallöchen;

    na so schlimm klingt das doch gar nicht.
    Ich denke man kann eine Therapie die auch die Psyche mit einbezieht, wenn man krank ist, immer brauchen. Die scheinen sich ja mit Fibro auszukennen und das wäre schon mal einer der wichtigsten Punkte.

    Du solltest Dich auf jeden Fall nicht jetzt schon mit Vorstellungen belasten, die dann vielleicht gar nicht eintreffen. Wenn es Dir dort doch gefällt und Du Dich gut aufgehoben fühlst, war der ganze Stress umsonst. ;)

    Gruss