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Hilfe. Schmerzen - Suizidgedanken - Verzweiflung

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von ChristianM, 1. September 2010.

  1. ChristianM

    ChristianM Neues Mitglied

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    Hallo,

    seit das Wetter umgeschlagen hat habe ich furchtbare Schmerzen in den Händen. Das geht aber, wenn ich sie bewege. Schlimmer sind die Schmerzen an den Füßen. Die tun immer dann weh, wenn ich nicht laufe oder sitze, also i.d.R. liege. Kann mich nicht richtig konzentrieren, nehme Pracetamol, schon 4 heute. Die Schmerzen kommen immer wieder. Kann momentan nicht in diesem verdammten Forum lesen, weils mir sonst übel wird. Irgendwie schaltet mein Körper/Geist da ab. Bekomme richtige Kreislaufaussetzer. Bis vor ca. 2-3 Wochen war ich noch beschwerdefrei.

    Nehme, wie gesagt, Phlogenzym, Paracetamol. Versuche jetzt meine Nahrum umzustellen, weiß aber nicht, ob das was hilft. War vor ca. 1-2 Jahren beim Rheumatologen, der hat bei der Blutuntersuchung nichts gefunden. Sintigrafie ergab dann, dass ich in den Füßen tatsächlich rheuma-artige Entzündungen habe, es sei aber noch kein Rheuma. Den nächsten Termin beim Rheumatologen habe ich am 9.11. vorher gabs keinen :(

    Weiß nicht wie ich mit der Sache umgehen soll. Soll ich versuchen das Ganze zu bekämpfen? Eine Heilungsmöglichkeit gibt es ja offenbar nicht? Soll ich damit weiterleben? Das sind jetzt schon schlimme Schmerzen, mein rechtes Handgelenk kribbelt auch irgendwie schon leicht. Das wird noch schlimmer?

    Weiß grad nicht wo hin mit mir. Hab gestern schon paar Stunden geheult / war apathisch und momentan geht es mir wieder ziemlich mies. Bin völlig fertig. Will irgendwie nicht warhaben, dass das jetzt so bleibt/noch schlimmer wird...
     
  2. emina

    emina emina

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    :)Hey Christian...bitte nicht verzweifeln..ich weiss selber wie schlimm Schmerzen sind...die Hölle!:sniff:Wir alle hier im Forum wissen um dessen bescheid..was es heisst so ein Leben zu führen!...hast du keinen in der Nähe..Familienmitglieder usw.du darfst jetzt nicht alleine sein....rufe den Menschen an der Dir nahe ist....du hast bestimmt noch keinen Rheumatologen gefunden??....es gibt immer einen Weg...glaube mir!...auch wenn diese Zeilen für Dich jetzt..bla..bla..sind..du bist nicht alleine OK...schreibe hier mit uns..wir sind (meistens)..verstännissvolle Leser...Lieben Gruss Emina!
     
  3. Leona

    Leona Neues Mitglied

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    Hallo Christian!

    Deine momentane Verzweiflung verstehe ich sehr gut, mir ging es ähnlich als bei mir vor zwei Jahren Rheuma diagnostiziert wurde. Damals war ich 19 Jahre alt und dachte mir, dass das in meinen jungen Jahren doch nicht tatsächlich passieren kann. Zuerst bin ich in ein tiefes Loch gefallen doch dann habe ich den Kampf aufgenommen und bin, wie ich denke, auf einem guten Weg, denn ich weiss, dass es keine Krankheit gibt die unheilbar ist auch wenn Ärzte dir vielleicht etwas anderes erzählen.
    Wenn dein Termin beim Rheumatologen ergeben sollte, dass es tatsächlich Rheuma ist, wirst du Medikamente bekommen, die dir helfen werden die Krankheit in Zaum zu halten. Aber du kannst du ja auch mal über alternative Therapien und über Homöopathie informieren. Solche Dinge haben mir zum Beispiel sehr geholfen da die Schulmedizin bei mir versagt hat, sprich, dass ich eine ganze Palette an Medikamenten durch habe, die alle nicht halfen.
    Bevor sich eine Krankheit körperlich manifestiert, hat sie auch immer einen seelischen Hintergrund, vielleicht solltest du diesen mal hinterfragen, das würde dir sicher auch weiterhelfen.
    Auf jeden Fall darfst du dich jetzt nicht aufgeben. Ich wünsche dir viel Kraft!

    Liebe Grüße, Leona
     
  4. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Christian!
    Sei herzlich willkommen hier im Forum.
    Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann hast Du noch keine entgültige Diagnose, wobei ich die Aussage des Rheumatologen von damals:
    nicht nachvollziehen kann. Ist dein neuer Termin wieder bei diesem Rheumatologen?

     
  5. ChristianM

    ChristianM Neues Mitglied

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    Habe eigentlich alles was ich brauche. Freunde, eine einigermaßen gut undd treu sorgende Mutter :)

    Was mir Sorgen macht ist, dass ich nicht weiß, wie es weitergeht. Beruflich und natürlich auch finanziell. Stecke mit 28 noch mitten im Lehramtsstudium und bin nebenher noch tätig.

    Wie berufstätig werde ich denn in ein paar Jahren noch sein? Wieviele von euch sind noch berufstätig?

    Und: Wie macht ihr das mit der Konzentration? Wie konzentriert ihr euch, wenn ihr Schmerzen habt? Bin sowieso eher unkonzentriert, das macht es jetzt irgendwie noch schlimmer.

    Einen Rheumatologen habe ich, aber der hat beim letzten Mal nicht wirklich was gefunden. Besuch ist aber, wie gesagt, schon ca. 2 Jahre her.

    Gerade eben schon ein bisschen im Forum gelesen. Es dreht sich mir dabei immernoch leicht der Magen um.
     
  6. Leona

    Leona Neues Mitglied

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    Natürlich macht das lesen hier im Forum erstmal Angst, das ist klar aber lass dich davon nicht entmutigen.

    Mit der richtigen Medikation schaffst du es sicher dein Studium fortzuführen. Ich studiere derzeit auch und es gibt natürlich Tage, die schlechter sind als andere aber alles in allem ist es nicht unmöglich.
     
  7. Madita

    Madita Giraffenfan

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    Hallo Christian !

    Dann wird es Zeit das Du Dir schnellstens einen gescheiten Rheumatologen (einen internistischen) suchst. Und wie hier schon geschrieben: nicht abwimmeln lassen !!! Wenn Du es gar nicht aushalten kannst, dann lass Dich ins Krankenhaus einweisen.
    Du brauchst eine ordentliche Medikation, wie Leona schon geschrieben hat.

    Alles Gute wünscht
     
  8. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Christian!
    Mach dir jetzt mal nicht zuviele Sorgen, wenn der Rheumatologe dann eine Basistherapie anfängt, dann wird es dir bald wieder besser gehen und Du kannst zumindest deinen Lehrberuf ausüben.

    Es ist allerdings sehr wichtig, daß Du dir den Termin beim HA holst, damit deine Schmerzen adäquat behandelt werden, daß sich kein Schmerzgedächtnis entwickeln kann.

    Schmerzpatienten haben fast alle Probleme mit der Konzentration, deshalb ist es so wichtig, daß gegen die Schmerzen etwas unternommen wird.

    LG Josie
     
  9. Aquarell

    Aquarell Sharpie

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    Hallo Christian,

    kann dir denn dein Hausarzt nicht erstmal helfen und/oder dir einen früheren Termin beim Rheumatologen besorgen?

    Was mich ehrlich gesagt schockt ist deine Überschrift hier, von wegen Suizidgedanken. Wenn du wirklich unter solchen Gedanken leidest, es hier (in der Überschrift) auch verbalisieren kannst, solltest du auch schnellstens einen Psychologen aufsuchen oder dich in einer pyschiatrischen Ambulanz vorstellen.
     
  10. Barbara-

    Barbara- Neues Mitglied

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    Hallo Christian,
    ich kenne das Gefühl der Verzweiflung.Mittlerweile kann ich besser mit meiner Krankheit umgehen habe aber immer wieder das Gefühle das ich -wenn es so weitergeht das nicht packe.Erst letztens war ich so fertig das ich sogar bei meiner Hausärztin im Wartezimmer geweint habe und am nächsten Tag ging es weiter:sniff: ......und dann ging es wieder langsam aufwärts. Bei mir ist das ein auf und ein ab.
    Aber es geht immer weiter auch wenn es für dich kein Trost ist.
    Bleib stark.Du schaffst das.
    Glg. Bärbel

    Ps.: Ich kenne das auch mit dem wie du es beschreibst das wenn du in Bewegung bist das die Schmerzen etwas "leichter" sind.Vielleicht versuchst du die Stellen mit Tigerbalsam einzureiben.Mir hat es etwas geholfen wenigstes kurz.
     
  11. ChristianM

    ChristianM Neues Mitglied

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    Zunächst mal vielen Dank für eure Antworten!

    War sehr überrascht, wieviel da in kürzester Zeit kam! Habt mich etwas aufgebaut, auch wenn ich immer noch sehr niedergeschlagen bin. War heute morgen spazieren, hatte aber leider auch dabei Schmerzen. Hinterher ging es mir kurz besser. Mir hier im Forum Wissen anzulesen ist mir allerdings immer noch zu viel. Aber das Schreiben hilft schonmal.

    Ich beantworte eure Beiträge der Reihe nach, von oben nach unten.

    @emina: Danke für deine Antwort. Habe einen Rheumatologen, der konnte aber beim letzten Mal nichts festellen. Bluttests usw. Ein 'Ergebnis' bekam ich dann beim Radiologen, der hat festgestellt, dass kleinere Entzündungen. Den nächsten Termin habe ich am 9.11.

    @Leona: Welche alternativen Therapien haben dir denn besonders gut geholfen? Homöpathie? Akkupunktur? Kannst du genauer beschreiben wie du vorgehst?
    Der seelische Hintergrund ist wohl u.a. jahrelanger, immenser seelischer und körperlicher Stress, dem ich lange Zeit ausgesetzt war und der bis heute anhält. Ich hatte darauf leider keinen Einfluss...
    Eine Psychotherapie habe ich allerdings vor zu machen. Vielleicht findet man ja was, gibt sicher genug.
    Was studierst du denn und wie stellst du dir deine Zukunft vor? Kannst du die vorstellen unter dieser Belastung eine Familie zu gründen etc.?

    @josie16: Ja, der Termin ist wieder bei dem selben Rheumatologen. Was könnte denn an ihm auszusetzen sein? Die Blutwerte haben nichts ergeben und die Entzündungen in den Füßen waren ihm damals nicht genug für eine Diagnose. Meine Finger taten aber schon damals ziemlich brutal weh.

    Gott sei dank wache ich noch nicht nachts wegen der Schmerzen auf, sie stören aber gewaltig den Tag über. Seltsam ist auch, dass es jetzt die ganze Zeit nur sehr wenig, bzw. fast gar nicht weh getan hat, außer in den rechten Zeigefingergelenken (Mausfinger) und ein wenig auch in den anderen Fingergelenken. Spielt das Wetter hier eine Rolle?

    Paracetamol ist noch das Medikament, was mir am wenigsten Bauchschmerzen bereitet. Ibus finde ich viel viel schlimmer, was das Bauchweh angeht.

    Cortison habe ich damals schon vom Orthopäden bekommen, Prednihexal, jeweils 5mg / Tag. Das half etwas gegen die akuten Schmerzen, allerdings hat mich das Zeug ansonsten fertig gemacht. Habe damals psychisch ziemlich in den Seilen gehangen und habe ziemlich zugenommen. Das möchte ich eigentlich nicht nochmal erleben.

    @Madita: Ins Krankenhaus gehe ich sicher nicht, dafür habe ich zuviel um die Ohren.

    Wo finde ich einen internistischen Rheumatologen? In der Stadt, in der ich wohne, gibt es nur einen einzigen Rheumatologen und der ist - wie sollte es auch anders sein - völlig überlaufen. Eine Klinik in der Nähe nimmt schon gar keine neuen Patienten mehr auf und für dieses ganze Notfall- und Dringlichkeitsgedöns ist mein Fall wohl noch nicht gravierend genug. Es gibt Leute, wie sicher einige von euch, denen es wesentlich schlimmer geht, denen ich nicht die Termine wegnehmen will indem ich mich vordrängle. In meinem Fall gab es doch noch nicht mal eine richtige Diganose!

    @Aquarell: Zum Hausarzt müsste ich eigentlich, ja. Konnte mich bisher aber noch nicht aufraffen. Schmerzen sind zu eklig, fühle mich dem normalen Alltag momentan irgendwie nicht gewachsen.

    Naja, wenn man Suizideganken hat ist es ja ziemlich witzlos sich bei der Klinik vorzustellen und sich kassieren zu lassen. Außer, dass man dann dort an ein Bett gebunden wird, erreicht man da nämlich nichts. Einem Psychologen habe ich bereits vor einiger Zeit von meinem Problem erzählt, der hat mich dann darauf vorbereitet, dass die Krankheit alle Gelenke und meine inneren sowie äußeren Organe befallen kann. Das hat mit - in dem Sinne - nicht wirklich was geholfen. Mir wurde damals während des Termins übel und ich hab mich danach noch viel schlimmer gefühlt...

    @josie16: Was ist ein Schmerzgedächtnis? Ich habe diese bzw. ähnliche / schwächere Schmerzen schon seit ca. 2 Jahren. Ich nehme an, dass es für diese Nummer jetzt schon zu spät ist, oder?

    Bekomme ich überhaupt eine Basistherapie ohne Diagnose? Beim letzten Besuch hatte ich ja nicht mal die. Was, wenn es eine Art seronegatives Rheuma ist, dann lässt sich doch gar nichts festellen, oder? Wie wird das ggf. behandelt? Jedenfalls hat mir das Cortison schmerzmäßig geholfen.

    @Barbara-: Danke für deinen Zuspruch. Das mit dem Tigerbalsam werde ich vielleicht mal ausprobieren.

    @feldhase: Nicht mehr in die Zukunft planen zu können finde ich einen schrecklichen Gedanken. Keine Ahnung zu haben wies weitergeht. Furchbar. Deprimiert mich irgendwie noch mehr, tröstet mich leider gerade nicht :(

    Im Forum sollte ich mehr lesen, hab gestern schon ein bisschen und auch früher schon, aber - wie gesagt - dazu braucht es Kraft und die habe ich gerade leider nicht.

    Ja, ich habe Freunde, denen ich vertraue, aber was soll ich denen sagen? 'Aua, aua, es tut weh?' Das hören die sich nicht lange an und auf andere Leute im RL vollheulen hab ich grad keine Lust. Ertrag mich ja momentan kaum selbst... :(

    Hm... da ich auch öfter mal Dinge tun muss, die mir keinen Spaß machen - wer nicht - ist das nicht soo einfach. Wenn mir etwas sowieso schon keinen Spaß macht, ist es noch viel schwieriger mich darauf zu konzentrieren.
     
  12. DesperadoGirl

    DesperadoGirl Mitglied

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    Hallo,

    du hast ja jetzt schon viele konstruktive Vorschläge bekommen, aber zu allem kannst du dich nicht aufraffen oder hast zuviel andere wichtigere Dinge zu tun...hmmm....wenn ich solche Schmerzen hätte, wie du, wäre mir alles andere erst mal s.....egal. Wenn du wirklich Rheuma haben solltest, dann ist das bei dir offensichtlich behandlungsbedürftig und du brauchst eine Basistherapie. An die kommst du nunmal nur über einen Rheumatologen oder über eine Klinik. Ich würde mir eine Akuteinweisung besorgen und ab in die nächste Rheumaklinik zur Abklärung. Dafür müsstest du vermutlich nicht mal 2 Wochen "opfern". Wenn du auf Lehramt studierst hast du doch jetzt ohnehin Semesterferien oder liege ich da falsch? Ach so, weil du dich um deine berufliche Zukunft sorgst: wenn du verbeamtet werden möchtest ist es natürlich nicht so günstig, wenn du beim Amtsarzt mit einer diagnostizierten, chronischen Krankheit aufschlägst. Aber, das hast du dir sicher auch schon gedacht :rolleyes:. Wenn dir Paracetamol keine Erleichterung bringt und dir Ibu zu sehr auf den Magen schlägt...zur Überbrückung hat mir Piroxikam als Brausetablette damals sehr geholfen. Eine Dauerlösung ist das aber sicher nicht!
     
  13. stoppelhopser

    stoppelhopser Neues Mitglied

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    Hallo Christian,

    erst einmal auch von mir ein herzliches Willkommen.

    Klar ist es nicht einfach, tagein und tagaus mit Schmerzen zu leben, aber mit den richtigen Medikamenten muss das nicht so sein. Du hast hier sicherlich schon etwas gelesen, doch es ist oft so, dass sich hauptsächlich die melden, denen es nicht gut geht und die dann natürlich auch entsprechend Hilfe benötigen. Ich gehöre zu den leichteren Fällen und versuche natürlich auch anderen Mut zu machen. Ich habe seronegative PSA (PsoriasisArthritis) anfangs sogar ohne Schuppenflechte. Heute (2010) lebe ich ohne Medikamente, aber auch die habe ich mal genommen - Cortison, Basismedikamente (Sulfasalazin + MTX) und Schmerzmittel - dazu natürlich auch einen Magenschutz, damit es nicht so auf den Magen schlägt. Auch seronegative Erkrankungen können diagnostiziert werden. Wäre ja eigentlich auch viel zu einfach, wenn jeder nen Rheumafaktor hätte - wo läge dann die Herausforderung auch für den Arzt ;)

    Versuche dich aufzuraffen und gehe zum Hausarzt. Vielleicht ist er in der Lage, dir einen früheren Termin beim Rheumatologen zu organisieren. Es gibt immer mal den günstigen Fall, dass einer einen Termin absagen muss und du so an einen früheren Termin kommst.

    Alles Gute
    stoppel
     
  14. Gabi Kemnitz

    Gabi Kemnitz Neues Mitglied

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    Hallo,

    wie schon DesperadoGirl geschrieben hat, komme ich da nicht ganz mit. Entweder es geht Dir so schlecht wie Du schreibst und dann wirst Du alles tun - vor allem aber Dich aufraffen - damit es schnell besser wird, oder es ist noch nicht schlimm genug. Dazwischen gibt es nicht viele Möglichkeiten. Auch ich bin seronegativ und es hat drei Jahre gedauert bis ich eine Diagnose hatte, aber nur weil ich mich immer wieder aufgerafft habe, immer wieder versucht habe, eine Diagnose und damit eine Behandlung zu bekommen. Nach drei Jahren war es dann endlich so weit, nur war da schon viel kaputt gegangen was man nicht mehr rückgängig machen kann. Was nutzen Dich Deine Vorurteile und Ängste, wenn nachher all das eintrifft was Du Dir so ausmalst und vorstellst, nur weil Du nicht in die Gänge kommst.

    Also ab zum Doc, möglichst heute noch und wenn Du Bauchweh kriegst, kriegst Du auch ein Magenschutzmittel.
    Eine rheumatische Erkrankung ist kein Schnupfen. Manchmal muss man sich doch wundern wie wenig manche Menschen sich selbst wert sind.

    Liebe Grüße und alle guten Wünschen, vor allem Einsicht
    Gabi
    bibi, ro-lerin seit 06/2003
     
  15. Madita

    Madita Giraffenfan

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    Wenn es dann so ist, dann jammere in Deinem Kämmerlein und habe weiterhin Schmerzen.
     
  16. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Leider funktioniert das so nicht, denn auch wenn man diese Mittel spritzt schlagen sie auf den Magen und den Darm:cool:. Das hängt damit zusammen das diese Medis im ganzen Körper wirken, und nicht nur an der schmerzenden Stelle. Knackpunkt ist hier das Enzym COX 1, dass gehemmt wird und dadurch wiederum der Eigenschutz des Magen/Darm durch Schleimbildung ausgehebelt wird. In Folge dessen kam es zur Entwicklung der COX 2 Hemmer, die angeblich weniger schädlich sind für den Magen. Leider habe diese Probleme mit dem Herz-Kreislaufsystem verursacht und es sind wenn ich mich nicht irre nur noch 2 Coxibe verfügbar.
    Hilfreich sind bei der Verwendung von Ibuprofen und Co. diverse Magenmittel wie Omeprazol oder Pantoprazol. Dies können die Säuresekretion verringern und so den Magen vor einer "Selbstzerstörung" bewahren. Wobei Ibuprofen am magenfreundlichsten ist leider nur eine geringe entzündungshemmende Wirkung besitzt. Am besten ausprobieren.
    Ich selbst nehme Hydromorphon retardiert, Amben und für den Magen Pantoprazol.

    @christian
    Ich kann dir auch sehr nachfühlen, denn auch ich habe oft starke Schmerzen. Nach Jahren dieser chronischen Schmerzen habe ich mich aufgerappelt und habe mich einer Psychologin anvertraut, die sich mit Schmerzpatienten sehr gut auskennt. Sie hat es besser als der Schmerztherapeut verstanden wenn man abgestürzt ist und eigentlich nicht mehr leben wollte. Ich fand es total bedrückend als im schönsten Smmerwetter alle drausen waren, grillten ud Spaß hatten - ich jedoch lag im Bett und es ging mir mies:o. Doch sie hat es geschafft mich immer wieder herauszuholen aus dieser depressiven Stimmung. Ich bin mir auch dessen bewusst, dass ich immer wieder in diese Löcher fallen werde. Doch ich fühle mich besser, wenn ich weiß das ein Arzt zur Seite steht und mir hilft!
    Eventuell kannst du dir auch einen Schmerztherapeuten suchen der dir weiterhelfen kann.:rolleyes:
    Einfach ist es nicht mit einer chronischen Erkrankung zu leben. Ich habe davon 4 am Hals und dennoch liebe ich es auf der Welt zu sein und die Natur zu genießen! Also Kopf hoch Christian, es wird schon alles wieder werden!:top:

    LG
    Waldi
     
  17. ChristianM

    ChristianM Neues Mitglied

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    So, nach einem Gespräch mit einem guten Freund habe ich nun wieder etwas Hoffnung gefasst. Ich habe mir einen Termin bei einem scheinbar recht guten Akkupunktur-Arzt 'erheult' und werde mich für einen Tai-Chi bzw. Qigong-Kurs anmelden. Außerdem werde ich den Termin beim Rheumatologen am 9.11. wahrnehmen, vielleicht noch eine Klinik in Wiesbaden besuchen und ansonsten versuchen mich abzulenken und möglichst viel Energie in mein Studium zu investieren. Mit den übrigen Betätigungen, die alle viel Stress bringen, halte ich mich erst mal zurück. Im Forum hier lesen werde ich nur bedingt, da ich fürchte, mir sonst noch mehr Angst zu machen. Vielleicht will mir ja jemand Links mit positiven Threads hier reinposten : - ) Muss aber nicht sein.

    Wenn noch jemand ansonsten etwas schreiben will, kann er das natürlich weiterhin tun. Bin dankbar und melde mich unter Umständen auch wieder hier. Wenn ich gerade mal wieder nicht mehr können/wollen sollte oder wenns gerade sehr positiv läuft. Schreibe euch dann auch warum. Vielleicht hilfts ja jemandem von euch... Eben war es jedenfalls das Gespräch mit einem guten, verständnisvollen Freund, den ich um nichts in der Welt hergeben würde : - )

    Danke für euren Beistand. Auch für die direkten Worte.
     
  18. emina

    emina emina

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    :eek:Hey Christian,,,,Angst essen Seele auf..die Kopf in den Sand Strategie...oder ich nicht lesen was könnte usw...hm..setze Dich mit Deiner Krankheit auseinander:)..weglaufen geht nicht..klar.ist die Naturmedizin ein guter Begleiter..nur wenn die so greifen würde...ach was ein Himmel auf Erden..und es würde kein Rheuma mehr geben:rolleyes:,,ich wünsche Dir einen Weg zu finden..damit umzugehen...eine Gute Nacht Emina!
     
  19. Melanie_1972

    Melanie_1972 Neues Mitglied

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    Hallo

    so schlimm können die Schmerzen dann in meinen Augen gar nicht sein, dass man alles im Grunde verweigert. Ich nehme alles, alles was man man gibt, denn ich halte die Schmerzen nämlich wirklich kaum noch aus. Irgendwann wirst auch du an diesen Punkt kommen und dann gehst du in die Klinik usw.

    Ich habe keine Alternative mehr. Und ich melde mich freiwllig für Medikamenten Studien, die wir bekannt ist, die Hoffnung stirbt zuletzt

    LG

    Qi Gong und Akkupunktur sind alles zusätzliche Dinge, die in einer Rheumatherapie angewandt werden aber alleine reicht das bei weitem nicht.

    Wie oft hätte ich vom Balkon springen müssen? Ne ne da ist mir das Leben viel zu Schade für und nach schwarz kommt wieder weiß
     
  20. Madita

    Madita Giraffenfan

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    Hallo Melanie !

    Du schreibst die Worte die mein Mann gestern gebraucht hat, als er den Bericht von Christian las. Von mir wird jedenfalls kein Tipp mehr kommen.

    Liebe Grüsse von