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Hilfe - Reha. abgelehnt

Dieses Thema im Forum "Rente und Rehabilitation" wurde erstellt von Manuela79, 25. April 2015.

  1. Manuela79

    Manuela79 Aktives Mitglied

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    Hallo Ihr Lieben,
    ich befinde mich in einem schweren psychischen Tief. Ich hab vor 6 Wochen einen Reha. Antrag gestellt mit der großen Hoffnung auf Bewilligung ohne Probleme. Dieser wurde leider von der DRV abgelehnt
    :mad::mad::mad::mad:. Die Begründung war die 4 Jahre sind noch nicht um und die Erkrankung sei nicht so schlimm das eine vorzeitige Reha. notwendig ist. Vor 2,5 Jahren war ich in Bad Aibling in der Reha. Damals lautete die Diagnose nur Fibro. sonst nicht. Inzwischen habe ich die gesicherte Diagnose seronegative chron. Polyarthritis, mittelgradige Depressionen und Morbus Crohn. Es geht mir physisch und psychisch wesentlich schlechter als zum Ende der letztet Reha. Reicht dies nicht aus?
    Mein Tag besteht fast nur noch aus Arbeiten und Schlafen. Ich arbeite trotz Krankheit 50 - 60 Wochenstunden. Ich muss dieses Pensum einhalten. Die Arbeit muss gemacht werden. Unerledigte Arbeit beunruhigt mich enorm. Ich kann dann nicht mehr schlafen. Wenn die Arbeit nicht pünktlich fertig ist, kündigen die Mandanten bei unserer Firma. Dann verliere ich evt. meine Arbeit. Ich kann die Kredite der Wohnung nicht mehr tilgen,...Ich glaube es war falsch von mir das ich im Reha. Antrag angegeben hab das ich soviel arbeite. Vielleicht denken die Leute dort die Frau hat keine Reha. nötig wenn man soviel Stunden arbeiten kann.
    Dieser Bescheid hat mir den Boden unter den Füße weggezogen. Allmählich habe ich keine Kraft mehr zum kämpfen. Weshalb muss man immer um so vieles streiten? Ich werde Einspruch dagegen einlegen- das ist sicher. Bin sogar am überlegen ob ich die Sache nicht an einen Rechtsanwalt abgebe. Ich kann nicht mehr.
    Ich hab mal gehört das man unter Umständen auch alle 2 Jahre zur Reha. darf? Kennt das Jemand oder hab ich dies falsch verstanden?
    Vielleicht hat mir Jemand einen hilfreichen Tipp. Wie bereits gesagt ich hab keine Kraft mehr. Seit der Bescheid kam, liege ich fast nur auf dem Sofa. Tagsüber schlafe ich viel und Nachts bin ich wach. Ich hatte diese Woche nicht mal mehr Energie zum kochen. Dies gibt es eigentlich nie bei mir. Spiele sogar mit dem Gedanken mich in die Psychiatrie einweißen zu lassen.
    Danke fürs lesen. Entschuldigung falls ich etwas durcheinander geschrieben hab. Ich bin so erschöpft.

    Danke
    Tiger1279
     
  2. roco

    roco Guest

    sorry, du wirst mich hassen...

    aber in den augen der DRV bist du selber schuld, das es dir so schlecht geht...

    arbeite, wie der durchschnitt der bevölkerung und dir geht es besser... niemand kann 11/2 mal soviel arbeiten wie "normal" und erwarten, das er sich wohlfühlt...

    was du brauchst ist ein totaler zusammenbruch, nicht mehr arbeiten können... krankschreibung möglichst mit klinikaufenthalt ... und dann von dort ein entlassbericht mit dringender reha-empfehlung...

    oder eine längere krankschreibung (so 3/4 monate) und dann ne reha von der krankenkasse...

    lerne, an dich zu denken... wenn du umkippst zahlt niemand deine rechnungen...

    tut mir leid :o

    ps: wenn du nach der reha weitermachst wie bisher, statt umzusetzen, was man dir da "beibringt" ... dann brauchst du alle nase lang ne reha... das zahlt niemand...
     
    #2 25. April 2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25. April 2015
  3. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Tiger!
    Leider muß ich Roco da Recht geben, das kann einfach nicht gut gehen und klar sieht die RV das so, wenn jemand trotz Krankheit soviel arbeiten kann, dann ist in deren Augen das Problem nicht so groß

    Deine letzte Reha war also wegen Fibro, war das eine psychosomatische Reha oder eine rheum. Reha?
    Mit den neuen Diagnosen müßte dir auch jetzt schon eine Reha zustehen, allerdings eben nicht die gleiche Fachrichtung, wie beim letzten Mal.
    Wenn Du also beim letzten Mal in einer psychosomatischen Reha warst, dann sollte es jetzt mit der Rheumadiagnose z.B. eine rheumatische Reha sein.

    Auf der anderen Seite kannst Du dich vom Arzt jeder Zeit in eine psychosomatische Klinik einweisen lassen, das läuft dann als Krankenhausaufenthalt und über die KK.
    Wenn es dir im Moment so schlecht geht, dann wäre das eine Alternative, genauso könntest Du einen Akutaufenthalt in einer Rheumaklinik machen, auch über die KK.
     
  4. Manuela79

    Manuela79 Aktives Mitglied

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    Hallo Rocco,
    ich hasse Dich nicht für Deinen Beitrag. Es war ehrlich und direkt, Ich mag dies sogar.
    Nach der letzten Reha. hab ich mir vorgenommen weniger zu Arbeiten. Das Resultat war zwei Mandanten Abgänge, die Arbeit hat sich gestapelt und ich musste alles mühevoll aufarbeiten. Wenn ich nicht da bin, mir macht Keiner was. Alles muss ich selbst büßen.
    Dies kann auch nicht geändert werden. Wir bekommen kein gutes Personal am Arbeitsmarkt. Wie gesagt wirtschaftliche Dinge zwingen mich so viel zu arbeiten. Ich kann sonst die Wohnung nicht halten. Ich bekomme nur ein niedriges Grundgehalt, der Rest ist leistungsbezogene Bezahlung. Da muss man ran.

    LG
    Tiger1279
     
  5. Manuela79

    Manuela79 Aktives Mitglied

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    Hallo Josie,
    ich war damals in einer rheumatischen Reha. wegen der Fibro. Ich wollte dieses Mal in eine Fachklinik für Krankheiten des Verdauungssystem. Dies ist zur Zeit die größte Baustelle.

    LG
    Tiger1279
     
  6. oktobersonne

    oktobersonne Mitglied

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    Hallo Tiger!
    Ich glaube, daß du dir zu viele Gedanken über die Ablehnung machst. Es ist ein Formblatt, wenn die 4 Jahre noch nicht rum sind. Einspruch einlegen! Nochmal einen Facharzt bescheinigen lassen, das du die Reha wegen einer akuten Baustelle brauchst. Dann klappt das schon.
    Die Argumente der anderen stimmen natürlich. Aber, das weißt du ja selbst.
    Teilerwerbsminderung ist für dich auch finanziell keine Lösung, oder?

    Ich fahr jetzt nach Bad Aibling. Wie ist es da denn so?

    LG
    Oktobersonne
     
  7. Rotkaeppchen

    Rotkaeppchen Aktives Mitglied

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    Das glaube ich nicht. Es gibt gesetzliche Bestimmungen, die soetwas regeln. In diesem Fall ist das § 10 SGB VI. Dort heißt es, dass der Rentenversicherungsträger die Medizinische Rehabilitation trägt, wenn folgenden persönlichen Voraussetzungen vorliegen:
    • Die Erwerbsfähigkeit ist wegen Krankheit oder körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung erheblich gefährdet oder gemindert und
    • voraussichtlich kann eine Minderung der Erwerbsfähigkeit abgewendet werden oder
    • die Erwerbsfähigkeit kann gebessert oder wiederhergestellt werden oder
    • der Arbeitsplatz kann erhalten werden.
    Wer, aus welchen Gründen auch immer, 50-60 Stunden pro Woche arbeiten kann, erfüllt diese Kriterien nicht. Finanzielle Aspekte zählen in dem Fall leider nicht.

    Weiterhin gilt: Zwischen 2 bezuschussten Rehamaßnahmen - egal ob ambulant oder stationär - muss in der Regel ein Zeitraum von 4 Jahren liegen.
    Ausnahmen macht die Krankenkasse nur bei medizinisch dringender Erforderlichkeit. Dies muss mit Arztberichten oder einem Gutachten des behandelnden Arztes bei der Krankenkasse begründet werden.
    Der Rentenversicherungsträger genehmigt Medizinische Rehamaßnahmen vor Ablauf der 4-Jahres-Frist, wenn vorzeitige Leistungen aus gesundheitlichen Gründen dringend erforderlich sind, weil ansonsten mit einer weiteren Minderung der Leistungsfähigkeit zu rechnen ist.

    Und auch da ist meines Erachtens das Arbeitspensum kontraproduktiv.

    Ich befürchte, Tiger1279, du wirst dich irgendwann entscheiden müssen. Deine Gesundheit oder dein Arbeitsplatz. Ja, ich weiß, die Kredite für deine Wohnung ... Nur, von deiner schönen Wohnung hast du nichts, wenn du tot bist. Entschuldigung, dass ich das so hart formuliere, aber letzten Endes ist es doch so.
     
  8. Bernstein

    Bernstein Aktives Mitglied

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    Hallo liebe Tiger,

    du bist so verzweifelt und das kann ich sehr gut verstehen. Irgendwann kommt man aber an einen Punkt, wo man sich entscheiden muss, was für einen
    wichtig und gut ist.

    Natürlich ist Arbeit wichtig und auch richtig, dass man sich dort einsetzt, aber wenn es über deine körperliche und psychische Grenze geht, musst du handeln.

    Die Idee mit der Einweisung in eine psychatrische Klinik finde ich eigentlich gut. Denn dort kommst du zur Ruhe - die du ja ganz dringend brauchst und
    kannst wieder neue Kraft und und neuen Elan sammeln.

    Ich wünsche dir die richtige Entscheidung - alles Gute für dich!

    LG Bernstein:)
     
  9. kukana

    kukana Moderatorin

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    @tiger

    Ist das denn deine eigenen Firma, weil du soviel Zeit dort verbringst? Wenn nicht, dann hast du doch sicherlich einen Arbeitsvertrag gemacht, es gibt auch Höchstgrenzen was die Arbeitszeiten angeht. Das muss also nicht immer an dir hängen bleiben, dein Arbeitgeber muss gucken wie er dich entlasten kann,es nutzt doch nichts wenn du irgendwann dort umkippst.

    ... Vertragsfreiheit hat Grenzen. So legt das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) eine Höchstarbeitszeit von acht Stunden täglich fest, die vorübergehend auf bis zu zehn Stunden erhöht werden kann. Allerdings muss diese Mehrarbeit wieder ausgeglichen werden, sodass es langfristig bei einer durchschnittlichen Arbeitszeit von maximal 8 Stunden täglich bleibt. Da der Samstag arbeitsrechtlich als Werktag gilt, sind so pro Woche regelmäßig bis zu 48 Arbeitsstunden möglich...

    Davon abgesehen sieht die DRV wohl auch nicht dass du wirklich BEdarf hast an der Reha wenn deine Ausfallzeiten gering sind und du trotz Erkrankung so viel arbeitest. Da wirst du kämpfen müssen.

    Die Alternative könnte auch eine Einweisung in ein Rheuma Krankenhaus sein, die Zeit dort kann durchaus so lange werden wie eine REha wäre. Aber danch solltest du dich entscheiden: Arbeit oder Gesundheit.

    Kukana
     
    #9 25. April 2015
    Zuletzt bearbeitet: 25. April 2015
  10. lady d.

    lady d. Mitglied

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    Hallo liebe Tiger1279,

    kann Dich soo gut verstehen. Denn in so einer Spirale war ich vor ein paar Jahren auch. Ich bin nie länger krank gewesen und habe mich über Jahre zur Arbeit geschleppt, über viele Beschwerden hinweg gesetzt. Und mir ging es schlechter und schlechter. Ganz zu schweigen von Hobbys oder sozialen Kontakten.

    Ich mußte im Job als Krankenschwester was ändern, oder was ganz anderes machen. Berufliche Reha wurde zuerst abgelehnt. Dann nahm alles seinen Lauf....

    Letztendlich passiert immer erst was, wenn Du länger krank bist bzw. gar nicht mehr arbeiten kannst. Denn dann werden KK und Rentvers. und Arbeitsagentur munter.

    Kannst Du Dich irgendwo beraten lassen? Bzw. stat. Aufenthalt in der Psychiatrie ist auch ganz hilfreich.

    Schönes WE, LG lady
     
  11. bise

    bise Neues Mitglied

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    @ tiger 1979
    glaubst/hoffst du, dass eine 3 wöchige reha deine probleme lösen kann?
    man spürt beim lesen deines betrages, du läufst derzeit im hamsterrad. das solltest du mal überdenken und evt. ändern.
    du stehst unter druck. der muss weg.

    hier im forum kann dir wahrscheinlich niemand einen dir tatsächl. nützlichen rat geben bzw. dir den entscheidenden denkanstoss verpassen. niemand kennt deine ganz persönl. lage wie: alter, quali, job, regionale arbeitsplatzsituation, vermögensverhältnisse incl. belastungen, familiäre abhängigkeiten. alles faktoren, die bei einer änderungsentscheidung durchaus eine rolle spielen können und müssen. sei realistisch bei deinen überlegungen!!!!

    du musst alles aufarbeiten, nacharbeiten? dein arbeitsplatz finanziert sich durch deinen geleisteten einsatz? das erzeugt druck. könntest du es ändern?

    niedriger grundlohn und leistungsbezogene provision - klingt verlockend und für gesunde arbeitnehmer anfänglich auch überzeugend. da kann man/frau verdienen, wenn man sich kräftig anstrengt.
    stimmt die provisionsbasis bei dir tatsächlich?
    arbeitnehmer können dabei leicht "über den tisch gezogen werden". der arbeitnehmer trägt zu 100 % das unternehmerische risiko - wie hoch ist seine maximale gewinnbeteiligung? - 100 %? - das geht nicht - doch 70 % bis 75 % sollten es schon sein. rechne mal nach.
    wenn letzteres bei dir zutreffen sollte, wäre mein vorschlag, um mal luft zu bekommen, nehm dir 3 wochen urlaub, benutze die zeit für eine reha massnahme in einer klinik. die kosten sind verhandlungssache, du müsstest sie selber stemmen können, wenn dein zeitl. beruflicher einsatz adäquat entlohnt wurde.

    wenn kunden abspringen, wenn du nicht tätig bist, zeigt das, dass du in einer schlüsselposition arbeitest. auch das sollte angemessen entlohnt werden.
    während des urlaubs/reha schalte ab; bist nicht erreichbar für die firma (es sei denn ....)

    viel erfolg beim überlegen und späterem verhandeln,

    bise,
    die sich immer über die ratschläge ändert von leuten, die von den situationen null ahnung haben.
     
  12. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    liebe tiger1279,

    ich denke schon, dass du nützliches aus den postings / ratschlägen der user ziehen kannst.
    es ist auch mein eindruck, es wäre gut, wenn du mehrere gänge runter schalten würdest,
    wenn du zusammenklappst ist nämlich komplett ende. deine situation hast du für mich ausreichend geschildert, und als alleinstehende ist das alles für dich vielleicht noch belastender.
    mein persönlicher ratschlag ist auch nicht anders als der von den anderen bis einschliesslich posting 10. versuch doch mal den gedanken an einen anderen job als neue chance zu betrachten. es kann nicht schaden sich mal über alternativen zu informieren, aber du musst wohl erst wieder in eine bessere gesundheitliche lage dafür kommen.

    wenn du der entscheidung der drv widersprechen willst, sollte auch meiner meinung nach die betonung auf den neuen diagnosen liegen, das wurde hier ja auch schon angesprochen, ich schliesse mich nur an.

    achte auf dich, bitte, und alles gute, marie
     
  13. Tessi11

    Tessi11 Neues Mitglied

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    Liebe Tiger1279,

    ich kann dich sooo gut verstehen...bis vor ein paar Wochen (es sind genau 5!) habe ich genau wie du in diesem "Hamsterrad" gesteckt, habe nur noch funktioniert und meine "Freizeit" mit Schmerzen, Schlaflosigkeit und Frustration verbracht.
    Als ich meine Ärztin aufsuchte, war klar, entweder Auszeit oder weiter machen bis zum umfallen.
    Ich habe 4 Wochen gebraucht, um überhaupt klar zu kommen, es war die reinste Achterbahnfahrt in meinem Kopf. Endlich habe ich mich auch dazu durchgerungen, eine Reha zu beantragen (Fibro / Spondylathrose).
    Wie alle anderen hier auch schon geschrieben haben, ist es ganz wichtig, das du Ruhe findest, um wirklich klar zu bekommen, wie du dein weiteres Leben gestalten kannst (umdenken?!?).

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft um die Entscheidung für dich zu treffen, die richtig ist.

    Herzliche Grüsse,
    Tessi11
     
  14. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Hallo Tiger,
    es wurde in vorherigen Beiträgen vorgeschlagen, in die Psychiatrie zu gehen. Ich denke auch, dass du mal von der psychischen Seite auf dein Befinden und das Hamsterrad schauen solltest.
    Allerdings geht man da normalerweise in eine psychosomatische Klinik und nicht in die Psychiatrie. (Psychiatrie ist gut, wenn man jetzt sofort augenblicklich Hilfe braucht - dann müssen die einen aufnehmen). Wenn man in eine psychosomatische Klinik möchte, gibt es Wartezeiten, man muss sich anmelden, Fragebögen ausfüllen usw. Dabei muss man aufpassen - es gibt Kliniken, da braucht man vorab das Einverständnis der Krankenkasse und es gibt welche, da genügt die Einweisung durch den Hausarzt.
    Vorteil der psychosomatischen Klinik ist, dass man eher mit Patienten zusammen ist, die es aus irgendeinem Grund "aus der Kurve getragen " hat, die aber sonst ein normales Leben führen können. In der Psychiatrie trifft man Patienten, die schwerwiegendere psychische Erkrankungen haben, das kann auch ziemlich belastend sein.

    LG
    Lächeln
     
  15. Manuela79

    Manuela79 Aktives Mitglied

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    Hallo Ihr Lieben,
    ihr rührt mich grad fast zu Tränen. Vielen Dank Euch allen für die vielen Ratschläge und für das Mitgefühl. Dies tut so gut.
    Ich werde am Montag gleich sehen, das ich beim Hausarzt einen Termin bekomme. Ich werde mit ihm bereden wie es nun weiter geht. Ich werde ihn ansprechen wegen der Einweisung in eine Akutklinik.
    Manche von Euch denken sicher wenn man so viele Stunden arbeiten kann dann ist man nicht krank. Dem muss ich zutiefst wider sprechen. Ich bin auf der Landwirtschaft groß geworden. Dies hieß arbeiten von früh bis spät, von Montag - Sonntag, kein Urlaub, Krankheit gibt es nicht,... Von daher ruht mein enormes pflichtbewusst sein. Ich kenne zur Zeit nur noch arbeiten und schlafen. Nach der Arbeit unternehme ich selten noch was. Ich bin viel zu müde dazu. Nachts kann ich nicht mehr schlafen, da mir meine offen Fälle durch den Kopf gehen. Aufgrund meines Fleißes, trotz den Krankheiten zu arbeiten, fühle ich mich enorm benachteiligt weil die Reha. nicht genehmigt worden ist. Es gibt schon monatelang keine Tag an dem ich gut aus dem Bett gekommen bin. Die letzten 6 Monate war ich sogar 4 Wochen krank geschrieben. Ich konnte nicht mehr. Der Crohn hat mich in den Wahnsinn getrieben. Dazu noch das Rheuma.
    Ich musste um meine jetzige Position in der Firma hart kämpfen. Dies hat Mut, Kraft, Durchsetzungsvermögen,.. erfordert. Ich habe es geschafft und all das aus eigener Kraft. Es ist so ich arbeite bei uns in der Kanzlei vom Grundsatz her selbstständig. Ich hab meine eigenen Mandate. Wenn die Arbeit nicht fertig ist, dann beschweren sich die Leute beim mir. Nicht beim Chef. Ich bin für die Leute die Chefin.
    Ich will den Job ja wirklich nur noch 2 Jahre lang machen, dann sind Kredite bezahlt. Ich habe mir eine Wohnung ausgebaut, hab dies recht kurzfristig finanziert da ich Angst vor der Zukunft habe. Ich muss schauen das die Schulden weg kommen, solange ich noch arbeiten kann.
    Wie Ihr sagt. Ich bin gefangen in einem Hamsterrad. Es dreht sich und das immer schneller. Ich weiß drei Wochen Reha. sind kurz. Es ist mir auch bewusst das mich dies nicht alleine heilen kann. Bei der letzten Reha. ging es mir fast 2 Jahre lang recht gut. Es hat mir damals so gut getan.

    LG
    Tiger1279

    P.S. Was ich der DRV wünsche schreibe ich besser nicht. Ich bin so wütend auf diesen Laden.
     
  16. Manuela79

    Manuela79 Aktives Mitglied

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    @Oktobersonne: Bad Aibling ist perfekt. Ich hatte eine ganz tolle Zeit dort. Ich konnte mich super erholen.
    Ich wünsche Dir alles Gute. Wenn ich den Crohn nicht am Hals hätte würde ich sofort wieder nach Bad Aibling fahren.
     
  17. roco

    roco Guest

    na tiger, ich glaube nicht, das die leute hier denken, du wärst nicht krank, weil du schftest wie ein ochs...

    ich denke, jeder kann irgendwie nachvollziehen, das du dir ein stück sicherheit erarbeiten willst.

    fakt ist aber, das du nicht nur an deine sicherheit/arbeit denken darfst, wenn du noch bissl was von deiner wohnung haben willst.

    und wir alle wissen, das die DRV (wie fast alle behörden) sparen will, wo sie kann..

    da ist ein antrag von wem, der 50/60 stunden arbeit "schafft" (wie intressiert die nicht) eben nicht dringlich, du bräuchtest ja nur weniger tun ... und immerhin bringst du durch soviel arbeit ja auch so viel beiträge...

    nötig sehen sie rehas nur bei leuten, die ´"ihre" beiträge nicht mehr zahlen können oder nur, wenn sie ne reha kriegen...

    ich wünsche dir, das du irgendwie nun zu deiner pause kommst, sei es mit ner reha nach widerspruch oder in einer akut-klinik ... und das du damit dann "deine" 2 jahre dann schaffst und dann wirklich ein wenig kürzer trittst... für dich...

    lg
     
  18. Sanni

    Sanni Neues Mitglied

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    Hallo tiger,

    kann dich gut verstehen. Möchte dir aber aus eigener Erfahrung raten, nicht den Zusammenbruch abzuwarten. Dies habe ich so gemacht. Seitdem komme ich leider nicht mehr aif die Füße. Ich finde schon, dass die Psychatrie in dieser Situation richtig ist. Es gibt ja verschiedene stationen. Und du schreibst ja auch von Depressionen. In der Psychiatrie kannst du auch länger bleiben und zur ruhe kommen und da neue Perspektiven finden.
    Ich wünsch dir ganz viel kraft.
     
  19. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

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    Hallo Tiger,

    ich kenne Deine Lage gut. Auch ich arbeite ca. 10 Stunden am Tag mit sehr viel Druck.
    Es geht im Moment nicht anders. Bzw. alles andere bedeutete von meinen Träumen und Wünschen Abstand zu nehmen. Also habe ich entschieden mein Leben ein klein wenig anders zu sehen.
    Wenn "Otto Normalverbraucher" 8 Stunden arbeitet und dann 2 Stunden Freizeit hat, die er z.B. in einem Sportclub oder beim Schachspielen verbringt (waren jetzt doofe Beispiele), bedeutet das für mich: ich arbeite auch 8 Stunden, und die restlichen 2 richte ich mir "arbeitsmässig" so ein, dass sie ein wenig anders aussehen.
    Z.B. die Tätigkeit wechseln. Bzw. ich denke Du führst auch Gespräche. Relaxe dabei ein wenig. Geniesse den Tätigkeitswechsel, den Kontakt. Sieh das ganze nicht als "Arbeit" sondern als kleine Pause, wo Du zwar Dein Wissen einsetzt, aber eben anders...
    Ich weiß nicht ob ich erklärt habe, was ich meine: ich habe meine Einstellung verändert. D.h. ich arbeite zwar genauso viel wie früher aber mit mehr Freude, mit dem Bewußtsein ich tue, was ich wirklich gerne mache. Ich nehme mir ganz bewußt etwas Fertiges und schau es mir an, sage mir: Uau!!! Das hast Du aber gut gemacht!!! Solche Momente sind ca. 1 Minute lang und ändern über Stunden das Gefühl!
    Abends esse ich was Kleines, kochen tue ich nur Sa Abend und Sonntag.
    Und dann gehe ich ins Bett, Wecker läutet um 5,30. Oft bin ich in der Nacht ein, zwei Stunden wach. Mir hilft Magnesiumcitrat sehr gut etwas mehr zu schlafen. Und ich gehe dann manchmal nachts an den Computer. Schaue über das was ich schon gemacht habe, und sag mir: ok, jetzt gehe ich mal wieder ins Bett. Morgen mach ich das und das (oft schreibe ich mir das auch noch auf). Und dann schlafe ich wieder!

    Sicher, wenn Du die Möglichkeit hast eine Reha durchzusetzen, freut mich das. Und sicher wäre eine ganze Ecke langsamer zu treten super. Aber auch wenn Du nur 5 Stunden arbeitest und so angespannt bist... wird Den Chron spinnen und Du wirst genauso schlecht dran sein...
    Die Einstellung ändern ist das wesentliche... Sozusagen die Brille wechseln. Nicht: die und die Fälle sind noch offen, sondern: die und die Fälle habe ich super geschafft. Ich bin sehr gut in meinem Job. Die offenen Fälle... die kriege ich Ruhe auch noch hin!
    Evtl. kann Dir ein Psychologe da helfen, auch ohne Psychiatrie, Einstellung zu ändern.

    Auch zur Reha: das war kein Urteil... das war nur ein Routineschreiben. Ein Versuch Dich davon abzubringen, damit die weniger Geld ausgeben müssen. Du hast einen HA... Lass Dir helfen!!!

    Kati
    P.S. Im Zuge meiner veränderten Denkweise habe ich auch eine Nachbarin die alle 14 Tage meine Wohnung sauer macht. Das ist super, weil ich damit sehr entlastet bin. Da ich nur spät Abends und am WE zu Hause bin, reicht alle 14 Tage. Und die dadurch gewonnene freie Zeit ist auch super! Finanziell ist es kaum der Rede wert.
     
  20. oktobersonne

    oktobersonne Mitglied

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    Armer tiger!

    Das ganze hört sich ja auch nach einem Burn out an. Such dir erstmal eine Akutklinik.
    Wenn dein Chron das schlimmste Problem ist, kann das ja auch ein Stresspronlem sein.
    Psychosomatisch oder auf Burn out speziallisierte Kliniken kann dir deine Ärztin sicher empfehlen. Mach trotzdem einen Einspruch. Die Reha kannst du sicherlich im Anschluss gut gebrauchen.
    Ich habe auch immer wieder versucht nach einer Akuterkrankung so weiter zu machen wie vorher. Erst nach dem 3. Hilferuf meines Körpers habe ich kapiert, daß das nicht geht.
    Sei vorsichtig und geh achtsam mit dir um.
    Ich drück dich mal und wünsch dir gute Einsichten.:pftroest:
    OS