Hilfe! Meine Freundin hat Mischkollagenose und niemand hilft ihr

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Phillip88, 15. Januar 2019.

  1. Dittmarsche

    Dittmarsche Guest

    wirklich bar jeder Ironie (ich stimme überein, dass es eine gewagte Aussage ist): lässt Du Dich zu einer Aussage hinreißen, wie so der Grundtenor Deiner umfangreichen Erfahrungen lautet? Mich interessiert es aus völlig anderem Blickwinkel, nämlich dem, wie groß die Rolle der Psyche ist, speziell bei Kollagenosen, breiter: bei Autoimmunerkrankungen. Ich meine dabei nicht allein als Ursache, sondern auch als Symptom und auch als Folge/Begleitphänomen.

    Gibt es Studien?
     
  2. O-häsin

    O-häsin Bekanntes Mitglied

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    O.k., dass alles nach hinten losgehen kann, ist ja eine Binsenwahrheit. Was dabei passieren kann, ist allein Spekulation und *edit: meist eigene Interpretation*, kein Grund also, etwas nicht zu wagen, weil... weil eben ALLES nach hintern losgehen kann.

    Auch zu psychologisieren, nutzt ebenfalls nichts, denn wir wissen nicht mehr, als das, was zu lesen ist. Dennoch kann dies ein wichtiger Faktor, damit könnte man sogar richtig liegen. Denn es gibt ein krankhaft bedingtes Ablehnen von Behandlungen. Das müßte erst dingfest belegt sein, ehe man jemanden evtl. zur Behandlung zwingen kann. Denn als Oberstes gilt: der Patient ist der Souverän.

    Es kann hier so vieles sein oder nicht sein. Wir wissen es schlichtweg nicht. Und Philipp scheint bereit ausgestiegen zu sein. So erübrigt sich für mich an dieser Stelle auch eine weitere Diskussion wegen Nichtwissen.
     
    #42 27. Januar 2019
    Zuletzt bearbeitet: 27. Januar 2019
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  3. Mara1963

    Mara1963 Guest

    @Phillip88 ,
    falls du hier noch mitliest wäre es bestimmt eine gute Idee du würdest deine Freundin diesen Thread lesen lassen ;-).
     
  4. Savi

    Savi Registrierter Benutzer

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    Also ich habe viel mit Lupis und Leuten mit Mischkollagenosen zu tun. Psychisch auffälliger, heißt nicht paranoid oder so etwas, aber die Reaktionen bei Stress, Aufregung usw. sind stärker und besonders körperlich mehr spürbar. Das habe ich gemeint. Und ich bekomme aus den Gruppen sehr wohl mit, wie Ärzte mit den Leuten umgehen. Das zweifeln an den Beschwerden hatte nicht nur ich, ca. Die Hälfte der Gruppenmitglieder hat es auf die eine oder andere Art erlebt. Wir haben gerade einen Lupus Fall, die merkt dass sie nach Monaten wieder in einen Schub kommt, sie hat wieder dieselben Beschwerden auch mit Ekzembildungen und typischen Schmerzen. Die Ärztin, die sie sich nach der klinischen Diagnose ausgesucht hat, bezweifelt es, da der Lupus ja ausgeheilt sei und hat ihr empfohlen zum Hautarzt zu gehen und nach einem halben Jahr wieder zu ihr. Das stresst ungemein, und ja da fühlt man sich nicht mehr ernstgenommen.
     
  5. Mayarmoto

    Mayarmoto Mitglied

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    Zur Widerstandsfähigkeit in schweren Sitationen gibt es ganze Forschungsreihen, Stichwort: Resilienz.
     
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  6. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Guest

    Dittmarsche,

    ja, ich lasse mich hinreißen.
    Mir sind schon viele Menschen mit Kollagenosen (und anderen autoimmunen Erkrankungen) begegnet - nicht zuletzt ich selbst - und ich würde das mehr oder weniger ausgeprägte Mitbetroffensein der psychischen Verfassung weder allein als Ursache noch allein als Symptom oder Folge sehen, sondern in der Tat als Begleitphänomen. Ist eigentlich ja auch eine Binsenweisheit....klar macht eine solche Erkrankung etwas mit Einem (z. B. den Diagnoseschock) oder unsere Verfassung macht etwas mit ihr (z. B. Schübe triggern).
    Meine Erfahrung ist die, dass eine derartige Erkrankung in der Regel nicht zur Ruhe kommt, wenn die Seele nicht halbwegs ausgeglichen ist (danke, Mayarmoto, für das Stichwort Resilienz, das auch nach meinem Dafürhalten eine große Rolle spielt und sehr unterschiedlich ausgeprägt ist).
    Hat alles keinen Anspruch auf alleinige Wirklichkeit, beruht aber auf langjähriger Kenntnis vieler einschlägig erkrankter Menschen und ihres Kontextes.

    Und ja, es gibt dazu Studien, wie sich die Erkrankung auf die Psyche (oder meinetwegen umgekehrt) auswirkt.

    Ich wehre mich einzig gegen die Aussage, dass eine Therapie der Autoimmunerkrankung alle psychischen Probleme, die damit, davor oder danach auftreten, löst.
    Ziemlich oft kommt es nach meiner Erfahrung auch zu durchaus schwer wiegenden psychischen Einschränkungen bis hin zu umschriebenen Krankheitsbildern - und die verschwinden keineswegs durch eine Basistherapie welcher Art auch immer.
    Das kann in Ausnahmefällen der Fall sein, wenn sie rein organischer Genese sind - wie z. B. schizophrene Symptome im Rahmen einer ZNS-Vaskulitis.

    Nun aber genug im off des Themas ;)
     
    #46 27. Januar 2019
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27. Januar 2019
    Mara1963, Dittmarsche und teamplayer gefällt das.
  7. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Guest

    Gerne ;)
     
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