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HILFE- EILT - Chefprobleme

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Nixe, 31. Januar 2006.

  1. Nixe

    Nixe Neues Mitglied

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    Moin :)

    meine Große (18) und ich sitzen gerade beisammen und sammeln möglichst viele
    gute Gründe, warum ihr Regionalchef sie nach der Ausbildung übernehmen sollte. Diese soll sie ihm nämlich morgen vortragen.

    Zur Info:
    Es handelt sich um die Sorte Chef, die eigentlich gar keine Azubis übernehmen
    will, und nur Gründe sucht, um eine Übernahme abzulehnen :mad:
    Also diese tollen motivierenden Chefs, die argumentieren, sie könnten ja auch im Heer der ARbeitslosen eine hochqualifizierte Kraft finden, die alles kann und alle Arbeit weit unter dem normalen Tarif macht. Und selbst wenn die Gründe gut genug sind, muss eine eigene Projektarbeit gemacht werden, die "Blut und Tränen" (Zitat) kosten wird. Und wahrscheinlich kann die ohnehin nicht gut genug werden, um bei ihm zu bestehen.

    Ich habe echt überlegt, ob sie sich das überhaupt antun soll. Immerhin macht
    sie schon ein Jahr Vertretung für ihre Kollegen und ist für ihre Arbeit von der
    Hauptstelle auch schon mehrfach gelobt worden.

    Zudem steht jetzt noch die Abschlußarbeit an, die auch viel Einsatz erfordert,
    neben der normalen Tätigkeit. Und jetzt noch dieses Zusatzprojekt dazu!

    Die anderen Mitarbeiter möchten das beide Azubis bleiben. Der Regionalchef
    selber, der aber die Entscheidung fällt, hat keine Ahnung von dem, was sie
    leisten (oder er will es nicht sehen). Muss man sich wirklich vor so einem
    Menschen so erniedrigen und um die Übernahme betteln?

    Ich brauche dringend mal eure Meinungen.

    Liebe Grüße von Nixe, gerade auf 180 ..
     
  2. KerstinB.

    KerstinB. Mitglied

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    Hallo Nixe!

    Das ist echt schwierig! Was macht Deine Tochter denn für eine Ausbildung (habe ich es vielleicht überlesen?)?
    Ich denke, dass wichtigste ist, dass sie sich erstmal klar wird, ob sie dort überhaupt bleiben will. Wenn ja, dann sollte sie ihm morgen auch sagen, dass sie schon seit einem Jahr die Vertretung von einer Kollegin übernommen hat und das sie dafür ja auch schon gelobt worden ist. Sie sollte auch sagen, dass sie gerne dort arbeitet und gut mit den Kollegen klar kommt. Dort schon richtig eingearbeitet ist und nicht erst wieder neu eingearbeitet werden muss - sparrt Zeit. TEamfähig in einem guten Team.
    Mehr fällt mir auf die Schnelle jetzt auch nicht ein.
    Wichtig empfinde ich auf jeden Fall, wie schon geschrieben, dass sie sich erstmal überlegen sollte, ob sie wirklich dort bleiben will.
     
  3. Nixe

    Nixe Neues Mitglied

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    Sie lernt Industriekauffrau. Bei der heutigen Lage auf dem Arbeitsmarkt weiss man ja nie, ob und wie schnell man - gerade als Berufsanfänger - eine neue
    Stelle findet. Zudem sind die Kollegen alle sehr nett und sie kommt mit ihnen
    gut aus.

    Gruß Nixe
     
  4. Ruth

    Ruth Bekanntes Mitglied

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    hallo, nixe!

    wenn ich es richtig verstanden habe, hat deine tochter im arbeitsalltag nicht viel mit diesem regionalchef zu tun? sondern mehr mit den kollegen, mit denen sie sich gut versteht und die sie ihrerseits auch schätzen? wenn es so ist, würde ich wohl in den sauren apfel beissen - grad bei der heutigen arbeitsmarktlage - und mich darum bemühen, die übernahme zu schaffen. ich drück ihr feste die daumen, dass allles wunschgemäss läuft. ansonsten schliesse ich mich kerstins beitrag an.
    viele grüsse von ruth
     
  5. KerstinB.

    KerstinB. Mitglied

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    HAllo Nixe!

    Dann sollte sie echt versuchen dort zu bleiben. Anderseitig kann man ja immer noch schauen.
    Leider ist mir nicht noch mehr eingefallen, was sie ihm noch sagen könnte.
    Ich drücke Deiner Tochter auf jeden Fall alle Daumen morgen. Hoffentlich kann sie ihn überzeugen. Kannst ja mal berichten wie es gelaufen ist.
     
  6. Nixe

    Nixe Neues Mitglied

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    Hm, der Chef ist schon immer im Büro. Sie arbeitet aber derzeit nur ganz selten einmal für ihn, sondern arbeitet als Sachbearbeiterin mit (übernimmt auch deren
    Urlaubsvertretungen etc.).

    Wir haben viel gegrübelt und sie hat beschlossen, die Zusatz-
    arbeit nicht zu machen. Sie bietet ihm dann an, die Abschlussarbeit als Grundlage für seine Beurteilung zu nehmen. Das ist ja auch eine richtige dicke
    Präsentation in der sie eine Neuorganisation eines Betriebsablaufes vorschlagen
    und genau darstellen muss.

    Mal gucken was dabei herauskommt .....
     
  7. Gerhard

    Gerhard Badener - in memoriam 08.07.2010 †

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    Hoy Nixe
    Ja da ist guter Rat Feuer.Es scheint das die Profit Ideologie überall um sich zu greifen.Es gibt große Firmen die viel Profit machen die keine Lehrlinge mehr ausbilden "zu teuer" .Ich kann mir nicht vorstellen das in solchen Betrieben in den Oberen Intelligenzetagen keiner sitzt der nicht merkt das da am eigenen Ast gesägt wird?????oder führen sie vielleicht schon insgeheim im Schilde sich ins Ausland abzusetzten und dafür auch noch von der EU Geld zu kassieren.Mir Kommt es vor wie eine ansteckende Krankheit die in diesem Land um sich greift und das sich davon sogar einige drum reissen angesteckt zu werden (warum auch immer) Ich wünsch deiner Tochter auf jedenfall viel Glück für morgen und das der Chef die Fakten sieht und nicht nur Kohle blink blink.Eine Erfahrung hab ich gemacht es gibt auch Chefs denen sind Mitarbeiter die sich wehren eigentlich lieber wie nur Mitläufer die von allem zu beeinflussen sind ;) ;) ;)
    Gruß Gerhard (Daumendrück ganz fescht)
     
    #7 31. Januar 2006
    Zuletzt bearbeitet: 31. Januar 2006
  8. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    hallo nixe und nixntochter,

    morgen ist nun schon heute, ihr schlaft hoffentlich schon und grübelt wenigstens in dieser zeit nicht mehr über dieses thema. schwierig, ja wirklich schwierig. aber grundsätzlich denke ich, sollte man sich doch ein stück menschenwürde bewahren und nicht den "angebotenen hintern"des vorgesetzen nutzen ....., nur um unbedingt dort den job zu kriegen. klar bei 5.000 000 arbeitslosen im rücken, denkt man erst, das man jeden bückling machen sollte, aber wie schon gesagt, etwas eigene würde sollte man sich bewahren. meine tochter beendet jetzt im sommer auch ihre ausbildung, wird von ihrem chef nicht übernommen und muss sehen, wo sie dann beruflich unterkommt. sie ist fast 700km weg von zu hause, hat sich aber eine art eigenen egoismus während der ausbildungszeit angeeignet, das ich denke, sie wird ihren weg finden ..... hoffe ich.
    ich will damit sagen, so, wie ihr euch entschieden habt, also verzicht auf das reinkriechen in den .... naja, so würde ich es auch machen ... und natürlich unabhängig davon schon mal die fühler ausfahren, wo sie andere möglichkeiten hätte.
    ich drück euch die daumen
     
  9. Mni

    Mni Aktives Mitglied

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    Hallo NIxe,

    Kann Euch nur meine guten Gedanken schicken--es ist schwierig--hoffe, es wird gut für Deine Tochter-so oder so....

    Grußvon Mni
     
  10. Nixe

    Nixe Neues Mitglied

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    danke

    Danke für eure lieben Antworten und Tipps.

    Sie hat jetzt noch ein paar Tage mehr Zeit, sich aufs Gespräch vorzubereiten,
    denn der Chef war heute nicht da. Keine Ahnung, ob er das gestern vergessen
    hatte oder ob seine Auswärtstermine so plötzlich kamen. Jedenfalls war sie eher
    entäuscht als erleichtert, weil sie sich irgendwie auch darauf gefreut hatte,
    dass er mal Zeit für sie hatte und sie sich alles notiert hatte und wir uns so viele
    GEdanken über mögliche Situationen und Argumente gemacht hatten.

    Morgen ist erstmal Berufsschule und Freitag hat sie Urlaub, daher wird sie erst
    am Montag wieder in der Firma sein. Mal gucken ob der Chef da Zeit hat :confused:

    ich werde weiter berichten

    Nixe
     
  11. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    Das ist Chefart.

    Hallo Nixe,
    das ist ein Chef, wie es heute wieder ganz viele gibt. Mein Sohn hat einen Chef, der letzte Woche noch dachte, das mein Sohn noch 1 Lehrjahr vor sich hat.
    Im Mai sind Prüfugen.:eek:
    Heute kam mein Junge recht schockiert von der Arbeit, sein Chef ist von der Zentrale einfach versetzt worden. Irgendwie freut es mich, das es auch Chefs, die undankbar sind, von jetzt auf gleich treffen kann. Anderseits, kann ich diese Unmenschlichkeit einiger Konzerne nicht wirklich ab.
    Ich wünsche deiner Tochter alles Gute.
    Liebe Grüße
    Gitta
     
  12. KerstinB.

    KerstinB. Mitglied

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    Hallo Nixe!

    Ich kann die Enttäuschung Deiner Tochter gut verstehen.
    So habt Ihr aber noch einen Moment länger Zeit Euch darauf vorzubereiten. Vielleicht fällt Euch ja noch ein wichtiger Punkt ein.
    Dann drücke ich Montag nochmal die Daumen.