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Hilfe chronische Sehnenscheidenentzündung

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Nelchen, 13. Oktober 2009.

  1. Nelchen

    Nelchen Neues Mitglied

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    13. Oktober 2009
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    Hallo Ihr Lieben,

    langsam weiß niemand mehr weiter: habe seid einem 3/4 Jahr chronische Sehnenscheidenentzündung an beiden Handgelenken. Das Gewebe ist hart und geschwollen. Ich kann die Hände gar nicht mehr nach hinten biegen. Im linken Bein habe ich genau die selbe Problematik.
    Ich war beim Rheumatologen und habe Cortison bekommen, welches kaum geholfen hat. Die Blutwerte sind gut, die komischen Sehnenscheiden entzündungen schreiten aber fort und keiner weiß, was es ist.
    Habt Ihr irgendetwas gehört oder Erfahrungen damit???
    Würde mich so über Hilfe freuen!

    Nele
     
  2. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Nelchen,

    vielleicht hilft Dir das ja weiter:

    >>
    Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk

    Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis): Akute oder chronische Entzündung des Sehnengleitgewebes, häufig zusammen mit einer Entzündung der Sehnen (Tendinitis) auftretend. Betroffen sind meist Unterarm und Handgelenk. Die Ursache liegt oft in Über- und Fehlbelastungen, z. B. durch monotone Bewegungen, falsche Sporttechnik oder unzureichende Ergonomie am Arbeitsplatz. Entsteht die Erkrankung durch Arbeiten mit der Computermaus, spricht der Arzt von einem Mausarm. Für einige Risikogruppen gilt er als Berufskrankheit. Mit konservativer Therapie (z. B. Schonung, Kühlung, Schmerzmitteln, Antibiotika) lässt sich eine Sehnenscheidenentzündung gut behandeln; sie kehrt jedoch wieder, wenn die Auslöser unberücksichtigt bleiben.

    ...

    Therapie. Kurzzeitige Kühlung des entzündeten Areals sowie eine Ruhigstellung (Schiene, evtl. sogar Gips) des Gelenks dämpfen den akuten Schmerz. Schmerzmittel (NSAR wie Diclofenac, z.B. Voltaren®) lindern ebenfalls die Beschwerden und hemmen die Entzündung. Sie finden auch in Salbenform Verwendung (z.B. Diclac® Schmerzgel). Bei starken Schmerzen hilft oft eine (einmalige) Injektion von Kortisonpräparaten in den Bereich der Sehnenscheide. Für die Behandlung ist mit einer mehrwöchigen Ruhigstellung zu rechnen. Um anschließend keinen Rückfall zu provozieren, ist es entscheidend, die ursächliche Belastung entweder auf Dauer zu vermeiden oder nur schrittweise über einen Zeitraum von 3–4 Wochen wieder aufzubauen. Es empfiehlt sich auch, auf die Schlafstellung der betroffenen Hand zu achten – eine ungünstige Stellung in starker Beugehaltung macht manchmal eine Erholung der Sehnenscheiden unmöglich.
    Ist die Erkrankung bereits chronisch geworden, hilft Wärme meist besser als Kälte. In diesem Fall sind oft auch spezielle Massagen wirksam. Versuche mit der extrakorporalen Stoßwellentherapie zeigen ebenfalls ermutigende Ergebnisse; sie ist aber nur an wenigen Orten verfügbar. Wegen der möglichen Beteiligung von Bakterien am Entzündungsgeschehen empfehlen manche Ärzte eine antibiotische Therapie. Hierfür ist allerdings eine Behandlungsdauer von ein bis drei Monaten erforderlich. In besonders schweren Fällen lässt sich eine chronische Sehnenscheidenentzündung auch operativ behandeln. Dabei spaltet der Arzt die verengte Stelle der Sehnenscheide und schafft damit Entlastung.
    Jede dieser Maßnahmen bringt langfristig nur Besserung, wenn gleichzeitig die Ursache der Erkrankung beseitigt wird. Dies lässt sich bei PC-Arbeit z.B. durch andere Arbeitsgeräte oder längere Pausen, durch ein Polster vor der Tastatur, eine größere PC-Maus oder durch einen Wechsel der „Maushand“ erreichen. Bei Musikern und Sportlern helfen oft bessere Techniken, lockeres Warmspielen und längere Aufwärmübungen der Hände vor dem eigentlichen Spiel. Gezielte Übungen zur Stärkung der Arm- und Rückenmuskulatur tragen ebenfalls dazu bei, ein Wiederauftreten der Beschwerden zu verhindern. Was im Einzelfall angebracht ist, sollte mit der Physiotherapeutin oder dem Orthopäden gründlich diskutiert und ausprobiert werden.
    Es ist wichtig, die Therapie weniger auf die meist problemlose Beseitigung der Schmerzen als vielmehr auf die Verhinderung von Rückfällen zu konzentrieren. Letzteres ist schwierig, erfordert Ideen, Geduld zum Ausprobieren von Strategien und sorgfältige Selbstbeobachtung. Aber dieser Weg lohnt sich, weil sonst im Extremfall, z.B. bei Schreibkräften oder Berufsmusikern, Berufsunfähigkeit droht.



    Falls die Beschwerden trotz dieser Maßnahmen nicht abklingen oder nach kurzer Zeit wiederkehren, ist eine Operation in Betracht zu ziehen, jedoch frühestens nach einem Jahr konsequenter, konservativer Therapie. Bei der am häufigsten durchgeführten Operation nach Wilhelm kerbt der Arzt die betroffenen Sehnen nahe ihrem Ansatz ein und unterbricht oder verödet die schmerzleitenden Nervenfasern rund um den Sehnenansatz. Eine Variante stellt die minimal-invasive Tenomyotomie dar.
    Die Erkrankung heilt fast immer folgenlos. Bis zum vollständigen Abklingen der Beschwerden vergehen aber manchmal mehrere Monate.

    Pflanzenheilkunde. Bei starken Schmerzzuständen von Sehnen-, Bändern- und Muskelansätzen soll die Einnahme von Johanniskraut (z.B. Helarium® 425) helfen, das normalerweise bei vorübergehenden depressiven Verstimmungen verordnet wird. Weitere häufig eingesetzte Phytopharmaka sind Präparate mit Arnika (z.B. arnica-loges® Gel oder Hyzum N® Tinktur) oder Kombinationspräparate aus ätherischen Ölen wie Bergamotte-, Lavendel-, Orangen- und Zitronenöl zum Einreiben (z.B. enthalten in Pin-Alcol® Lösung); ihre Wirkung ist jedoch schwächer als die der synthetischen Schmerzmittel.
    Akupunktur. Der Tennisellenbogen gehört zu den Indikationen, für die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Behandlung mit Akupunktur empfiehlt.
    Homöopathie. Die Homöopathie empfiehlt u.a. Acidum fluoricum oder Bryonia zur Linderung der Beschwerden.
    Enzymtherapie (Näheres). Siehe Pharma-Info Enzympräparate bei Sportverletzungen.


    Wer zu Tennis- oder Golferellenbogen neigt tut gut daran, sich eine Epicondylitisbandage zuzulegen. Prophylaktisch in Arbeit und Sport bei riskanten Bewegungsabläufen getragen, schützt sie in begrenztem Umfang oft vor einem erneuten Auftreten der Erkrankung. Bei Risikosportarten wie Tennis, Squash, Golf oder Wurfsport sind neben einer korrekten Technik insbesondere ein langsamer Trainingsaufbau und eine ausreichende Aufwärmphase vorbeugend wirksam. Tennisspieler profitieren manchmal davon, ihren gewohnten Schläger gegen einen flexibleren und weniger kopflastigen auszutauschen.

    (Quelle und Quelle 1)

    Ansonsten würde ich ausprobieren, ob mir Kälte oder Wärme gut tut und mir Orthesen verschreiben lassen.

    Gute Besserung und viele Grüße
    Colana