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Hilfe brauche Informationen!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Lehrer74, 18. Mai 2007.

  1. Lehrer74

    Lehrer74 Neues Mitglied

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    18. Mai 2007
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    Hallo an ALLEN!
    bin vor einem Monat verdonnert worden das Fach Rheumatologie zu unterrichten (da ein Lehrer ausgefallen ist), mein letzter Bezug zu diesem Fachebiet.. 1998? in Brasilien wo ich Physiotherapie studiert habe.
    Da ich kein theoretiker bin aber ehe der Praxis zugeneigt bin suche ich den Schülern direkt in Kontakt mit der Realität zu bringen.
    Ich versuche jetzt so gut wie möglich cP/otseoporose/M.Bechterew/ Fibromyalgie und Skelrodermie an handen Beispiele und Lebensläufe den Schülern beizubringen und baue auf diesen Infos die Physiotherapiebehandlung auf.
    Leider ist das was in Büchern steht selten "die Praxis", deshalb bin ich für jede nähere Information PhysiotherapieXPatient dankbar z.B. wie hat die Physiotherapie geholfen oder auch nicht? was tut gut oder nicht? was felhlt? was sollte ich als Physiotherapeut verbessern? welche Behandlung hat wann geholfen..usw
    Vielen Dank erstmal fürs lesen :)
     
  2. KatzeS

    KatzeS Neues Mitglied

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    Hallo,

    also ich habe seit 4 Jahren Spondarthritis und hatte ca. 3 Jahre lang Physiotherapie. Zu Beginn der Behandlung war ich 21, jetzt bin ich 25. Die Praxis, in der ich zuerst war, war meiner Meinung nach nicht sehr engagiert. Ich kannte mich zu dem Zeitpunkt noch gar nicht mit solchen Dingen aus, war noch nie zuvor bei einem Physiotherapeuten und wusste auch noch nicht viel über meine Erkrankung. Selten bekam ich Massagen, die mir gut taten, aber nur kurzfristig Besserung brachten. Man zeigte mir Dehnübungen, die ich bis heute täglich mache (habe aber manche Übungen woanders gelernt). Die meisten Sitzungen liefen aber so ab, dass ich mich hinlegen musste und dei Therapeutin meine Beinrückseiten dehnte, weil diese bei mir stark verkürzt sind (ich hoffe, man versteht, was ich meine :confused:). Jedenfalls denke ich im Nachhinein, dass das nicht sehr sinnvoll war, da ich das ja auch selber machen kann, aber ich kannte mich zu dem Zeitpunkt wie gesagt gar nicht aus.

    Dann habe ich mir von meinem Rheumatologen eine andere Praxis empfehlen lassen. Dort bekam ich auch gelegentlich Massagen und es wurden Dinge aus dem Bereich der Osteopathie angewendet. Das hat mir ganz gut getan, aber die Linderung der Schmerzen (überwiegend Verspannungen durch Fehlhaltung bzw. Schonhaltung und Skoliose) hielt nicht lange vor. Einen Tag später, manchmal auch nur einige Stunden später, war alles fast wieder wie vorher.

    Wegen eines Umzugs wechselte ich dann wieder die Praxis und dort bekam ich dann neben den Dehnübungen auch noch andere Übungen gezeigt, die ich zu Hause machen kann. Außerdem gab es wieder Massagen und Blockaden wurden gelockert. Unterstützend war es für mich ganz gut, aber irgendwann war auch dort der Punkt erreicht, wo ich nicht mehr weitergekommen bin, also keine weiteren Fortschritte kamen.

    Was ich beobachtet habe ist, dass ich bei manchen Therapeuten (ich war innerhalb der Praxen auch immer mal bei Verschiedenen, zum Beipiel wegen Urlaubsvertretung) den Eindruck hatte, dass sie so gut wie gar nichts über Rheuma wissen, sich aber nicht getraut haben nachzufragen. Außerdem hat mir ein Therapeut eindeutig nicht geglaubt, dass ich Rheuma habe, obwohl ja eindeutig die Diagnose auf der Überweisung vom Rheumatologen stand. Vielleicht wusste er nicht, dass die Krankheit auch jüngere Menschen betreffen kann.

    Was ich noch dazu sagen muss: ich mache sehr viel auch eigenständig zu Hause und unter anderem an der VHS (Dehnen, Wirbelsäulengymnastik, Yoga, Qi Gong, Feldenkrais, Radfahren, Inliner fahren und so weiter) und habe auch schon immer viel Sport gemacht. Ich habe neulich gelesen, dass vielen Menschen bei bestimmten Erkrankungen Yoga mehr hilft als Krankengymnastik und kann das für mich nur bestätigen.

    So, das waren meine Erfahrungen. Ich hoffe, dass das weiterhilft.

    Lg KatzeS
     
  3. Diana1970

    Diana1970 Ruhrpottgöre

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    hallo lehrer,
    ich bin mit meiner therapeutin überein gekommen,daß wir vor jeder behandlung absprechen,welche stellen arg sind und wie am besten behandelt werden.
    das läuft in der praxis mittlerweile dann so ab,daß sie mich fragt,was und wo sie heute denn machen soll :D
    ich persönlich schwöre auf triggerpunkt-therapie und die traktion der hws sind für mich unverzichtbar geworden,
    und helfen mir dauerhaft wunderbar :)
    leichtes passives durchbewegen der gelenke ist auch immer mal gut und angebracht.
    der schlingentisch hat mir vor dem rheuma bei problemen in der ws geholfen,heute schadet er mir mehr.
    gerätetraining in einer rheumaklinik - unter fachmännischer anleitung -führte bei mir zu einer schleimbeutelentzündung,das war also auch nichts.

    was mir am herzen liegen würde ist,wenn du deinen schülern nahe bringen kannst,daß jeder rheumatiker so individuell zu behandeln ist,wie seine beschwerden sind :)
    denn was dem einen gut tut,bekommt dem anderen nicht unbedingt ebenso gut ;)

    liebe grüße,
    diana

    ps: ich habe psa-spondarthritis mit darmbeteiligung.
    den darm erwähne ich deshalb,weil wir einmal die triggerpunkte in der lws versucht haben zu lösen,wodurch ich schwere krämpfe im darm bekam.
    das war aber nicht ihre schuld,wir wußten es ja beide nicht.
     
    #3 18. Mai 2007
    Zuletzt bearbeitet: 18. Mai 2007
  4. Katjes

    Katjes Bekanntes Mitglied

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    hallo lehrer,
    wir rheumatiker haben fast alle ein unterschiedliches beschwerde bild(bei fast 400 verschiedenen arten,auch kein wunder).will damit sagen,das man
    uns individuell behandeln sollte.
    optimal ist es wenn ein langzeit ziel festgesetzt wird,unter berücksichtigung der aktuellen beschwerden.also es kann nicht nach schema f behandelt werden,und diese behandlung erfordert einen regen austausch,zwischen therapeut und patient.
    meiner meinung nach ist man als patient,wenn ich in die therapie mit einbezogen werde,auch nicht so schnell therapie müde.
    die meisten von uns sind ja regelmäßig in behandlung,und das über jahre.....
    bin patientin mit 15 jähriger therapeuten erfahrung.mein kg ist osteopath und guckt bei jeder behandlung,nach meinen aktuellen beschwerden.
    er versucht immer wieder was neues,um mir zu helfen.und er dokumentiert
    jede kgsitzung,finde ich total gut.dann kann man immer wieder nachgucken, was wann wie lange geholfen hat.
    hoffe konnte etwas helfen.
    so long katjes
     
  5. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hallo,
    meine letzten Physio und Ergotherapien hatte ich nach einer kleinen Op am Finger. Vorsichtiges erwärmen und passives Strecken und Dehnen der Sehne war das einzige zu Anfang. Später kamen Greifübungen hinzu. Aber immer nur bis zum Schmerzpunkt, nie darüber hinweg.

    Wenn du dir die Bilder einmal ansiehst auf
    http://rheuma-online.de/community/bilder/rheuma-bilder

    dann sieht und versteht man wie vielfältig dieser Bereich ist. Für viele ist die Bewegung unter Wasser erträglich, dagegen tun Trockenübungen häufig weh. Wichtig ist auch dem patienten Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese daheim allein etwas mitarbeiten können an der Behandlung.

    Gruß Kuki * die heute insgesamt 4 km zuFuß gegangen ist und Fußweh hat
     
  6. Lehrer74

    Lehrer74 Neues Mitglied

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    Hey

    Vielen, vielen Dank! auch für den Hinweis PICS :))
     
  7. Lehrer74

    Lehrer74 Neues Mitglied

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    hallo..

    Hallo an ALLEN, da ich nicht weiss wie man hier auf die Einzelnen Antworten kann mache ich es halt hier an allen öffentlich..VIELEN DANK, das hilft mir sehr weiter. Aus euren Beiträge kann ich schon sehr viel herausnehmen und weiterleiten, das zumindest die zukünfte Therapeuten in diesem Fach etwas mehr Einblick bekommen :)
     
    #7 18. Mai 2007
    Zuletzt bearbeitet: 18. Mai 2007
  8. Lehrer74

    Lehrer74 Neues Mitglied

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    Hey Diana, vielen dank für deinen Beitrag, hätte ja nie gedacht das ich so schnell Antworten und Hilfe bekomme! suche die lieber bei Betroffenen als in Büchern :)