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Herzinfarkt und Rheuma

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Rheumaqueen, 14. Juni 2014.

  1. Rheumaqueen

    Rheumaqueen Neues Mitglied

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    Hallo Ihr lieben Mitfühlenden,

    ich hatte 2012 einen Vorderwandinfarkt und seit 4 Wochen ist nachgewiesen, was in den Gelenken seit 6 Monaten wütet und schmerzt.
    Erst seit meine Füße anschwollen und ich nur noch wie ein Storch vorwärts kam, dachte man an etwas mehr als normale Verschleisserscheinungen im Bewegungsapparat.
    Es folgten 6 Monate mit Cortison und wiederkehrenden Rheumaschüben.
    Jetzt versuche ich die rheumat. Arthritis mit MTX in Griff zu bekommen. Derzeit die 5. Spritze.
    Der Erfolg ist noch nicht erkennbar, außer das ich keine Schübe mehr hatte (Zufall ?), die Schmerzen in vielen kleinen Gelenken nicht besser, sondern wegen starker Schwellungen (wie Wassereinlagerungen) unbeweglicher geworden sind. Allerdings nehme ich auch kein Cortison und versuche auch die Schmerzmedikation sehr flach zu halten.
    Die Zusammenhänge Infarkt /Rheuma sind ein Thema, welches möglich ist, aber es gibt nichts genaues darüber.
    Hat jemand von Euch auch diese Krankheitsbilder und weiss mehr darüber ?

    :vb_confused: RheumaQ.....
     
    #1 14. Juni 2014
    Zuletzt bearbeitet: 14. Juni 2014
  2. Lusella

    Lusella Mitglied

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  3. Rheumaqueen

    Rheumaqueen Neues Mitglied

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    Danke für den Link !
     
  4. bri27

    bri27 PMR seit 2014

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    #Lusella

    Auch von mir vielen Dank für den Link. :top:

    LG bri27
     
  5. holzwurm

    holzwurm Mitglied

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    Hallo Rheumaqueen,

    ich habe 2 Herzinfarkte gehabt, eigentlich ohne Grund. Habe immer beste Blutwerte, habe nie geraucht, nie Alkohol getrunken. Bis zum 1. Infarkt hatte ich kein Übergewicht und habe noch viel Sport getrieben. Die Kardiologen waren ratlos und verdächtigten mein Rheuma als Auslöser. Ich habe PSA und spritze seit 4 Jahren Enbrel. Für`s Herz muss ich jede Menge Tabletten nehmen. Leider darf ich absolut kein Diclofenac oder Arcoxia nehmen, da beides die Gefäße verengen soll.
     
  6. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo, schaut auch bitte auf die startseite von ro,

    dort sind einige artikel zu dem thema!

    schönes we, marie
     
  7. Lusella

    Lusella Mitglied

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    Hallo,

    gern geschehen :).

    Der Hintergrund, weshalb ich mich dafür interessiere ist, dass ich schon als junge Frau ein auffälliges EKG hatte. Niemand konnte es sich erklären weshalb. Ich war damals allerdings nur beim HA nicht bei einem Kardiologen.

    Einmal musste ich, wegen einer anderen Sache, als Notfall ins Krankenhaus und da wurde es auch wieder festgestellt. Mir wurde bei der Entlassung dringend angeraten der Sache auf den Grund zu gehen. Das habe ich nicht wirklich gemacht. Ich hatte aber immer wieder Probleme mit Herzrhythmusstörungen. Dazu wurde allerdings gesagt, dass sie harmlos seien.

    Jetzt, als mir das Rheuma 2008 einen ganz schlimmen Schub bescherte, ging ich der Sache nach. Ich habe immer Sport gemacht und wurde immer schneller schlapp. Ich hatte einfach nicht mehr genug Luft. Ich hatte das Gefühl, wie ein Fisch auf dem Trockenen. Deshalb bin ich zum Kardiologen. Dort wurde im Echo eine Perikarditis festgestellt.

    Der Kardiologe bestätigte mir, dass das bei Rheumatikern vorkommt. Auch ein zweiter Kardiologe hat das bestätigt.
    Es wurde mir auch gesagt, dass das Herzinfarkt Risiko bei Rheumatikern erhöht sei. Und zwar kommt das vom Rheuma. Es kann zwar auch mit manchen Medikamenten zusammen hängen. Aber auch das Rheuma selbst kann diese Probleme machen.

    Deshalb würde ich jedem raten, einmal im Jahr zu einem Kardiologen zum Check zu gehen!

    Ich wünsche allen einen sonnigen Sonntag,
    Lusella
     
    #7 15. Juni 2014
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juni 2014
  8. took1211

    took1211 Guest

    Hallo Lusella,
    ich schließe mich deinem Rat an.
    Mir wurde bereits vor einigen Jahren von meiner damaligen Rheumatologin empfohlen,jährlich einmal bei einem Pneumologen und Kardiologen
    vorstellig zu werden.
    Diese regelmäßige Kontrolle nimmt ein wenig die Angst vor Schäden an Herz und Lunge.
    Mit den Überweisungen und Terminen hatte ich bisher keine Probleme.Natürlich sollte man die Terminisierung langfristig angehen.


    LG took
     
  9. Lusella

    Lusella Mitglied

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    Hallo took,

    gut, dass Du es sagst. Ich hatte nämlich vergessen zu schreiben, dass mir der Kardiologe geraten hat auch zum Lungenfacharzt zu gehen.

    Liebe Grüße
    Lusella
     
  10. schusti

    schusti Mitglied

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    Hallo lusella,
    Habe auch eine perikaditis. Wie lange hat es bei dir gedauert bis sie ausgeheilt ist und welche Medikamente hast du bekommen.
    LG
    Andrea
     
  11. Lusella

    Lusella Mitglied

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    Hallo Andrea,

    ich habe gar nichts bekommen. Der Kardiologe meinte, wenn die Basis stimmt, geht die Perikarditis zurück.
    Ich wurde nun, nach 2 Jahren, bei einem anderen Kardiologen untersucht ( Echo und EKG), das Wasser im Herzbeutel ist nur noch minimal vorhanden.
    Ich merke es auch daran, dass ich nicht mehr so schnell aus der Puste bin und die Schmerzen am Herz sind fast ganz weg.

    Mein Blutdruck ist allerdings immer sehr niedrig. Das war er immer schon und ich weiß nicht, ob das mit der Perikarditis zu tun hat? Ich denke eher nicht.

    Liebe Grüße
    Lusella
     
  12. schusti

    schusti Mitglied

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    Danke lusella für deine Antwort.
    Ja, natürlich die richtige Basis ist wichtig. Ich nehme MTX. Hatte neben der Perikaditis im März noch einen Pleuralerguss, also die Lunge.
    Seit dem habe ich Hochs und Tiefs. Ein wenig Wasser habe ich auch noch im Perikad und werde auch am Mittwoch noch mal ins MRT geschoben.
    Neben mtx muss ich noch Cortison 10 mg nehmen. Ohne das, flammt die Entzündung wieder auf.
    Habe zeitweise noch richtig starke schmerzen im ganzen Oberkörper, vor allem wenn ich zu viel tue.
    Treibe wie du super gerne Sport, natürlich derzeit nicht bzw. nur ganz wenig.
    Den ganzen Schlamassel habe ich mir selbst eingebrockt, denn ich habe im Oktober 2013 das mtx abgesetzt. Bis dahin hatte ich "nur" ra mit gelenkbeteigung, jetzt mit Organ Beteiligung!
    Hoffe, dir geht es derzeit gut.
    LG Andrea
    PS. Bin 44 Jahre jung :)
     
  13. Lusella

    Lusella Mitglied

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    Hallo Andrea,

    das ist ja echt Mist :mad:. Ich hoffe, dass Du nun bald wieder auf dem Damm bist.

    Ich musste meine Basis stark reduzieren. Momentan nehme ich nur noch 10 mg Leflunomid und 5 mg Prednisolon. Meine Leber- und Blutwerte haben nicht mehr mitgemacht.
    Muss aber sagen, dass es mir besser geht als mit dem MTX. Das habe ich überhaupt nicht vertragen. Es hat mir auch noch die Schuppenflechte schlimmer werden lassen. Meine Haut war wirklich gut. Sie ist unter MTX richtig aufgeblüht :eek:.

    Insgeheim hatte ich mir schon überlegt nur noch Prednisolon zu nehmen. Aber, bei Deinen Erfahrungen, werde ich doch etwas nachdenklich...

    Alles Gute,
    Lusella
     
  14. schusti

    schusti Mitglied

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    Hallo Lusella,

    ja, die Basis abzusetzen will gut überlegt sein. Bin da ein abschreckendes Beispiel für viele hier im Forum.
    Ich wollte schon mal ein eigenes Thema diesbezüglich erstellen, aber ich möchte auch niemandem Angst machen.
    Wenn du Leflunomid gut verträgst, setze lieber nicht ab, lass höchstens mal ne Woche aus oder dosier weniger!
    Ich vertrage MTX sehr gut. Habe es auch früher gut vertragen. Mir ging es nur so gut, dass ich dachte ich brauche es nicht mehr. Irrtum!
    Momentan geht es mir gut, mit 15 mg MTX und 10 mg Cortison. Sobald ich das Cortison drossel, fangen die Schmerzen im Rücken wieder an und das
    zeigt mir, dass der Herzbeutel wieder anfängt aufzuflammen. Das MTX braucht natürlich wieder seine Zeit, bis es richtig wirkt.
    Ob ich Biologicals bekomme, steht auch noch im Raum.
    Wie ich bei dir gesehen habe, braucht die Perikaditis so ihre Zeit, bis sie komplett verheilt ist.
    LG
    Andrea
     
  15. schusti

    schusti Mitglied

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    Hallo Rheumaqueen,

    entschuldige ich habe dein Thema etwas verlassen. Aber vielleicht hilft dir auch mein Krankheitsbild weiter.
    Ja, ich denke und weiß leider, dass Rheuma das Herz beeinflussen kann. Inwiefern ein Herzinfarkt durch das Rheuma verursacht wird, vermag ich nicht zu sagen.

    Weiterhin eine gute Besserung.

    Lg
     
  16. caliban

    caliban Gesperrter Benutzer

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    Meine Antwort ist jetzt nicht sehr präzise, aber ich habe vor einigen Monaten einen Beitrag über einen internationalen Rheumatologen Kongress in Skandinavien gelesen. Ich kann mich nicht mehr erinnern wo ich diesen Artikel gefunden habe, aber ich glaube es war auf einem britischen Rheumaforum. Jedenfalls wurde auf diesem Kongress eine Verbindung zwischen kardio- vaskulären Erkrankungen und Rheuma aufgezeigt. Offenbar steigt das Risiko eines Herzinfarktes oder eines Schlaganfalles, wenn man eine rheumatische Erkrankung hat. Ich meine mich zu erinnern, dass besonders AS erwähnt wurde.
     
  17. Doegi

    Doegi Der Alex
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