Hat jemand Kiefergelenkarthrose?

Dieses Thema im Forum "Nichtentzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Adolina, 27. September 2017.

  1. Tusch

    Tusch Registrierter Benutzer

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    Moin
    Ich Reihe mich mal ein
    Ich habe eine Arthrose im rechten Kiefergelenk
    Das linke sieht relativ gut aus.
    Auch ich trage eine Aufbissschiene. Ich habe lange gesucht, bis ich die Richtige hatte. Diese wurde mit einer Vermessung des Kiefergelenks, genau an meinen Kiefer angepasst.
    Das musste ich zwar selber bezahlen (130,—Euro) hat sich aber gelohnt. Ich habe zwar immer wieder das Problem, dass ich mir die Unterlippe aufbeiße (daran arbeiten ich mit meiner Zahnärztin) und sich diese Stelle leicht entzündet (Olumiant wirkt auch hier:p).das ist aber lange nicht so schlimm, wie die ständigen Schmerzen im Kiefer, die gerne auch mal eine Migräne auslösen.
    Ich habe regelmäßig CMD Therapie und mache meine „Kiefer Entspannungsübungen“
    Außerdem meditiere ich täglich, was mir hilft, allgemein ruhiger zu sein und nachts weniger zu knirschen.
    Wenn doch Schmerzen da sind (kommt vor) dann nehme ich Novosulminsulfon, das geht am besten.

    Die Psyche (wie hier schon geschrieben wurde) ist immer wichtig. Ausgeglichen und entspannt zu sein hilft immer. Die bestehenden Arthrosen können damit leider nicht rückgängig gemacht werden (das wäre ein Wunder :angel3:, naja die gibt’s ja vielleicht), aber es hilft sicher, ein fortschreiten der Arthrose aufzuhalten und erleichtert das Leben.

    LG
    Tusch
     
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  2. Norbi

    Norbi Neues Mitglied

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    Hallo Adolina & Tusch

    Bei mir war das ein langer Weg und ist es noch immer.
    Ich hatte mir einige ältere Kronen und Brücken austauschen lassen, dann fingen die Probleme an,
    ständig Schmerzen im rechten Kiefergelenk, Mirgräne-Aura, hab mich ständig in Lippe und Backe gebissen beim Kauen.
    Meine Zahnärztin war ratlos und da ich immer wieder Probleme an einer Brücke im Frontzahnbereich hatte, verlangte ich das diese Brücke entfernt wird,
    dann sagte sie mir sie könne mir nicht mehr helfen und meinte ich solle mich an einen CMD Spezialisten wenden,
    was ich dann tat, und ein Schmerzvoller und sehr sehr kostenintensiver Weg begann.
    Von dem CMD Spezialisten in Mannheim wurde ich zu einem Speziellen Bewegungs-CT nach Frankfurt geschickt,
    dort wurde erkannt das ich keinerlei Spielraum mehr zwischen meinem rechten Kiefergelenk war und schon Knochenschädigungen, links war etwar besser.
    Dann begann die Behandlung, erstmal wurden alle neuen Brücken und Kronen entfernt,
    da diese wie es den anschein hatte viel zu niedrig waren und sich dadruch das Kiefergelenk zu stark Kompremiert hatte.
    Dann bekam ich neue höhere Provisorische Kronen und dazu eine Dekompressionsschiene die mir die Kiefergelenke auseinander ziehen sollte.
    Das war sehr unangehm und Schmerzhaft. Diese Schiene musste ich 1 Jahr tragen Tag und Nacht.
    Tagsüber ging das nicht immer da man mit diesem Teil kaum Sprechen konnte.
    Dann wurden bei mir rechts oben und unten je 2 Implantate eingesetzt, da die hinteren Zähne fehlte.
    Ich sollte dadurch eine größere Kaufläche rechts bekommen
    Nach weiteren 6 Monten, bekam ich dann meine entgültigen Kronen und Brücken und die Zähne auf die Implantante.
    Die Kieferschmerzen würden mittlerweile weniger auch das reiben in den Gelenken.
    Zur Nacht bekam ich eine Schiene mit Führung so das sich das Kiefer nicht nach recht oder Links verschieben konnte in Schlaf.
    Diese habe ich auch Tagsüber getragen wenn es schlimmer wurde.
    Jetzt sind mittlerweile mehr als 4 Jahre vergangen, mit den Kiefergelenken habe ich weniger Probleme, ausser mal hin und wieder ein Knacken,
    mit was ich immer noch Probleme habe ist einen "Normalen" Biss zu finden, das heisst mein Kiefer ist immer in bewegung und sucht die alte
    Position die es mal vor Jahren hatte, und das ist nervig und tut den Gelenken nicht grad gut.
    Und 1 Zahn im Frontzahnbereich spinnt weiterhin.
    Da ich selber in Heilbronn wohne und der Zahnarzt in Mannheim ist pendel ich schon seit mehr als 4 Jahren hin und her, aber die Fahrten werden weniger,
    das zeigt das es laaannngggggssssaaaammmm besser wird.
    Die Schiene die ich noch Nachts tragen soll, vertrag ich im Moment nicht, finde sie zu Dick und die Führung stört mich.
    Habe am 24.07 wieder einen Termin, dann frage ich ob ich eine dünne weiche Schiene bekommen kann.

    Was habt ihr für eine Schiene eine Weiche oder eine Harte mit Führung?

    Grüße Norbi:wavey:
     
  3. Tusch

    Tusch Registrierter Benutzer

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    Moin Norbi
    Ich habe eine harte Schiene ohne Führung für den Unterkiefer.
    Sie ist auch sehr dick und deswegen beiße ich mir immer auf die Unterlippe.
    Aber dafür sucht meine Zahnärztin im Moment nach einer Lösung.
    Sie ist sehr genau und lässt sich Zeit, was ich in Ordnung finde.
    Kostet ja schließlich alles Geld.

    Schön das es bei dir laaaannngggsammm besser wird.

    Bei mir fingen die Probleme nach einem Implantat im linken Oberkiefer an.
    Da der Oberkiefer nicht genug Masse für ein Implantat hatte, wurde ein Sinuslift gemacht, für den aus dem Unterkiefer Knochenmaterial raus gehobelt wurde. Beim sinuslift wird die Haut zur Kieferhöhle angehoben und das Knochenmaterial eingefügt. Seit dem ist der Bereich der Kieferhöhle bei Wind und Kälte sehr empfindlich, ich habe oft Probleme mit der Nasennebenhöhle links in Verbindung mit Nervenschmerzen.
    Der Biss stimmt, nachdem die Krone drauf war, nicht und es wurde dann viel dran rum geschraubt So richtig gut ist es nie geworden.
    Außer diesem einen Zahn habe ich noch alle, also keine Brücken, jedoch einige Kronen.
    Im Moment komme ich gut klar. Hätte ich das Theater vorher gewusst, hätte ich dies Implantat nicht machen lassen. Hinterher ist man immer schlauer.

    Einen schönen Sonntagabend
    Tusch
     
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  4. Norbi

    Norbi Neues Mitglied

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    Oh ja Tusch, da kann ich mit dir mit Fühlen.
    Dieser Sinuslift wurde bei mir auch gemacht allerdings wurde bei mir Knochenersatzmaterial zusätzlich verwendet. Hatte keinerlei Probleme danach,
    nur wenn ich ein Eis esse und ich komme mit dem Kalten Eis in die Nähe der Implantate am Gaumenbereich, dann fährt es mir voll in die Nebenhöhle das es sehr schmerzt.
    Bei mir wurden auch die Implantatszähne viel zu breit in richtung Backe modeliert, so das ich mir ständig das Backenfleisch eingeklemmt habe.
    Habe zwar immer wieder drauf hingewiesen, aber keiner wollte da was machen.
    Vor ca. 2 Monaten habe ich dann in der Praxis gesagt sie sollen doch mal endlich die Zähne schmäler machen, da mein Backenfleisch schon ganz Wund war,
    das wurde dann auch gemacht, und seither ist es besser.
    Ja auch ich hätte diese Behandlung mit den 4 Implantanten und den neuen Kronen nicht so machen lassen wenn ich damals so schlau gewesen wäre wie heute.
    Habe da schon einen 5 stelligen Betrag in höhe eines Mittelklasse Autos in der Praxis gelassen.

    Gruß Norbi
     
  5. Tusch

    Tusch Registrierter Benutzer

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    Moin
    Dann kennst du das ja auch.
    Ich musste als Kind nie auf meine Zahnpflege achten. War damals noch gar nicht so aktuell.
    Deswegen hatten die Zähne Karies und im Erwachsenenalter habe ich dann dagegen an gekämpft.
    Ich habe bei meinen Kindern sehr viel Wert auf die Zahnpflege gelegt und das hat sich ausgezahlt.
    Außerdem habe ich den „Trend“ der Zahnspangen nicht mit gemacht. Es lagen keine wesentlichen Kieferfehlbildungen vor und nur für perfekt ausgerichtete Zähne wollte ich die Mäuse nicht quälen.
    Bis heute haben sie schöne gesunde Zähne. Meine kleine Zaubermaus putzt mit ihren 1,5 Jahren schon begeistert die Zähne. Ist zum dahin schmelzen :p
    Sicher gibt es auch Menschen, die einfach Pech mit dem Material haben.

    Komm gut in die Woche
    Tusch
     
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