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Hashimoto/Morbus Basedow

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Sunflower, 12. Mai 2006.

  1. Sunflower

    Sunflower Neues Mitglied

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    Hallo ihr Lieben!

    Ich wende mich an all' jene, die sich mit Hashimoto und/oder Morbus Basedow auskennen. Ich habe sowohl zu dem Einen als auch zu dem Anderen ein paar Fragen:

    Soweit ich das verstanden habe, bildet der Körper bestimmte Antikörper, wenn man MB oder Hashimoto hat. Ich frage mich nur, ob man Hashimoto bzw. Morbus Basedow völlig ausschließen kann, wenn die dementsprechenden Blutwerte negativ waren. Sollte man eurer Meinung nach am Ball bleiben, wenn man auf der einen Seite Symptome der Über-, auf der anderen Seite aber welche der Unterfunktion hat, das aber auch schon mal gewechselt hat und man dazu noch eine Spondarthritis hat? Können solche Symptome vielleicht aber auch bei dauerhafter Einnahme von Kortison vorkommen?

    Für potenzielle Antworten bedanke ich mich schon jetzt recht herzlich.
    Liebe Grüße!
     
  2. adina

    adina Mitglied

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    Hallo sunflower,

    neben cP , wurde neben anderen "Kleinigkeiten" 1995 bei mir MB diagnostiziert.
    Dazu muß ich sagen,daß ca. 8-10 Jahre bis zur Diagnose vergingen.
    In all den Jahren hätte man mich am liebsten öfters als 1 mal in die
    Psychiatrie verfrachtet.
    Trotzdem im Nachinein betrachtet alle Symptome Lehrbuchmäßig waren.
    Später hieß es bei allen "Wehwehchen", das liegt an der Schilddrüse.
    Die Antikörper sind mir in all den Jahren erhalten geblieben.
    Ich kenne aber auch Fälle,bei denen Antikörper nicht bei jedem Test
    nachweisbar sind.
    Ich denke einfach mal,du solltest auch noch andere Untersuchungen
    durchführen lassen.
    Auch die Symptome müssen nicht immer Lehrbuchmäßig sein.Egal,ob
    gerade Unter- o. Überfunkt.,Beschwerdemäßig läuft bei mir immer alles
    durcheinander.
    Viele Antworten bekommst auf jeden Fall hier:
    http://www.ht-mb.de/forum

    Und seeeehr interressant ist auch das Buch:Leben mit Morbus Basedow
    von Brakebusch.
    Das gbt es auch für Hashis:Leben mit Hashimoto-Thyreoditis

    Das hilft dir vielleicht erst einmal etwas weiter.
    Kann es natürlich noch ein anderes mal ausführlicher versuchen,muß
    jetzt aber erst einmal in meinem Bett vorbeischauen ;)

    LG adina :)
     
    #2 13. Mai 2006
    Zuletzt bearbeitet: 13. Mai 2006
  3. gisipb

    gisipb Neues Mitglied

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    Hallo sunflower,

    http://rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=7805

    bite lese mal hier nach:

    Ich habe auch eine Schilddrüsenüberfunktion gehabt mit kaltem Knoten
    OP war März 06.
    Hatte Puls 190 und der Doc im KH hat mich mit Beta Blocker nach hause geschickt.
    Bei der Blutuntersuchung meinte er sie stehen fast bei einer Unterfunktion sie müssen bald was tun.

    http://www.forum-schilddruese.de/

    Ich hoffe ich konnte Dir helfen.
    LG Gisi

    www.lupus-rheuma.de Forum
     
  4. KayC

    KayC Stehauffrauchen

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    Hallo,

    Gisi hat ja eben schon einen Beitrag von mir zitiert.

    Grundsätzlich ist es laut meinem Endo, möglich, dass manche Menschen eben eine "Bereitschaft" zu Autoimmunerkrankungen haben. Obwohl ich nach wie vor immer noch davon überzeugt bin, daß die äusseren Umstände (wie oben zitiert) ganz gewaltigen Einfluß haben. Die Erkrankungen brachen bei mir fast immer nach Schicksalsschlägen oder Erkrankungen dazu.

    Am Ball bleiben sicherlich. Also alle 3 Monate die Werte wie TSH und fT3 und fT4 messen lassen. Aber auch andere Erkrankungen machen Symptome wie Über und Unterfunktion.

    Ich persönlich hatte jahrelang erst M. Basedow (dann einige Jahre Ruhe), dann jetzt seit 2 Jahren Hashimoto. Die Antikörper für beide Erkrankungen sind bei mir in rauhen Mengen vorhanden. Man sieht es aber auch in Ultraschallaufnahmen der SD und in Kontrastmitteluntersuchungen bei mir. Am Anfang einer solchen Erkrankung (z.B. als bei mir der Hashi ausbrach, hatte ich erst eine Überfunktion, dann erst kam die Unterfunktion) kann es sein, dass die Werte wie TSH verrückt spielen. Das muß dann eben beobachtet werden, dass kann auch ein Arzt nicht erraten.

    Nicht jede Unterfunktion läuft auf Hashi oder Basedow raus. Es gibt auch noch andere Erkrankungen. Allerdings ist eine Autoimmunerkrankung der SD, wenn nach mehrmaligem Messen keine Antikörper gefunden werde, recht unwahrscheinlich. Ich sag jetzt mal nicht unmöglich, denn ich bin kein Arzt.

    Kortison beeinflußt die Werte der SD kaum, so meine Erfahrung. In hohen Dosen vielleicht die Entzündung, die sich bei Hashimoto in der SD abspielt.

    Warst Du schon beim Endokrinologen?

    Lieben Gruß
    Katharina
     
  5. KayC

    KayC Stehauffrauchen

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  6. Sunflower

    Sunflower Neues Mitglied

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    Lieben Dank schon einmal! Werde ich mir gleich durchlesen!

    Das Komische ist auch, dass meine Mama vor Jahren mal Schilddrüsen-Medikamente genommen hat, weil ein Szinti (ich hoffe, das wird überhaupt so geschrieben!) positiv war. Ein Allgemeinmediziner hat das Ganze dann abgesetzt, weil sie angeblich nichts an der Schilddrüse hätte. Doch sie hat noch heute Schilddrüsen-Symptome.

    Nein, war ich noch nicht. Habe aber mal vor Jahren ein Ultraschall vom Internisten gemacht bekommen.

    @adina: Ich hoffe, du hast noch gut geschlafen ;) .

    Liebe Grüße!
     
    #6 13. Mai 2006
    Zuletzt bearbeitet: 13. Mai 2006
  7. gisipb

    gisipb Neues Mitglied

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    Hallo Sunflower und Kay,

    ja genau der TRAK Wert wurde bei mir auch noch nicht untersucht,
    es werden die Werte nur alle 3 Wochen untersucht.
    Und ich bin in eine Depri gefallen nach der OP.
    Die Werte sollen okay sein, doch ich fühle mich einfach ko.
    Jetzt komme ich zur REHA, möchte in die www.sonnenklink.de
    ob es klappt weiß ich noch nicht.

    Wenn eine OP gemacht wird bitte nur von Erfahrenen Doc machen lassen
    bei mir wurde eín Fehler gemacht es wurde die Nebenschilddrüse = Epithelkörperchen mitentfernt.

    Okay man soll 4 davon haben, doch es hätte nicht sein müssen,
    jetzt muß ich immer Calzium nehmen Hormone und Vitamin D.

    [​IMG]

    http://idw-online.de/pages/de/news?print=1&id=129608

    Wenn Chirurgen bei einer Schilddrüsen-OP in der hinteren Kapsel kleine rehbraune Strukturen erkennen, müssen sie höllisch aufpassen. Was wie kleine Linsen aussieht, sind die Nebenschilddrüsen. Ohne sie muss der Patient unter Umständen lebenslang mit Kalzium und Vitamin D behandelt werden. Andernfalls drohen Krämpfe und Kribbelparästhesien sowie Verkalkungen in der Augenlinse und im zentralen Nervensystem.

    http://www.medi-learn.de/medizinstudium/onlinezeitung/archiv/277/index.shtml

    Werte sollen einsame Spitze sein findet ihr auch?
    TSH 2.56, 2.5 Calzium, T3 2.24, T4 1.89

    Wo im Raum PB ist der nächste Endr.?
    Soll nach der REHA eine OP haben weil ich eine chronische Kehlkopfentzündung habe, in welche Klinik sollte ich gehen?

    Weil vor der OP keine Logodädie geht meint der HNO das würde nichts bringen.

    Was wird da gemacht?
    Geht es auch mit Vereisen, mag keine Vollnakose?

    Mein HNO hat mir ein Hörgerät verschrieben,
    einmal zum Doc ständig finden sie was Neues.

    LG Gisi
     
  8. Sunflower

    Sunflower Neues Mitglied

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    @gisip

    Oh je! Dann wünsche ich dir alles Gute! Auf dass das mit der Reha klappt (das wird es bestimmt!)!

    Leider kann ich dir auch nicht helfen! Aber vielleicht Katharina ;) (oder jemand andres :) )!?

    Ach, gisip, habe auch einen ziemlich hohen Ruhe-Puls (kann bei mir aber auch medikamentös bedingt sein.)

    Liebe Grüße!
     
  9. pumuckl

    pumuckl (Sym)Badisches Mädel

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    @gisipb

    es muss nicht sein, dass du zeitlebens Kalzium einnehmen musst.

    Bin auch ein Hashi.
    Bei mir wurde 1990 wegen eines kalten Knotens die SD subtotal entfernt, d.h. ein kleiner Rest blieb stehen. Und genau dort bildete sich erneut ein kalter Knoten, der dann 2001 entfernt wurde. Da von der SD nicht mehr viel da war, war die OP auch nicht so einfach, kurzum, es wurde "aus Versehen" eine der 4 Nebenschilddrüsen entfernt und überflüssigerweise hat man auch noch den Nerv eines Stimmbandes gekappt.

    Danach war ich 1 Jahr in logopädischer Behandlung, aber der Nerv des Stimmbandes bleibt gelähmt. Jedoch haben die restlichen 3 Nebenschilddrüsen die Arbeit für die vierte übernommen und mein Kalziumhaushalt hat sich normalisiert, ich musste nur ca. 3 Monate Kalzium einnehmen.

    Ich wünsche dir, dass sich das bei dir auch noch einpendelt!

    Was bezgl. deiner Kehlkopfentzündung im OP gemacht werden soll, kann ich mir nicht vorstellen. Ist es sicher, dass es "nur" eine Kehlkopfentzündung ist? Bei mir hieß es damals, der Ary-Knorpel sei verkippt und man wolle ihn in einer OP wieder aufrichten. Aber das hatte sich wie gesagt, als gelähmter Nerv heraus gestellt bei einer Laryngoskopie.

    Viele Grüße
    pumuckl
     
  10. gisipb

    gisipb Neues Mitglied

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    Hallo Pumukel,

    Kehlkopfentzündung in der Form der chronischen Laryngitis

    Kehlkopfentzündung in der Form einer akuten Kehlkopfentzündung

    [​IMG]

    http://www.hno-bc.de/hno/hals/Hals%20Heiserkeit.htm

    http://www.biologie.de/biowiki/Endokrinologe
    Der HNO hat gesagt 12 J. Kehlkopfentzündung es ist jetzt chronisch.

    Er hat mir Bilder gezeigt und meinte an den beiden Stimmbändern ist alles angeschwollen und das muß erst weggemacht werden dann gibt es eine Logopädische Behandlung, so hätte es keinen Zweck.

    Wollen wir hoffen das sich alles einpendelt und ich nicht lange mehr Kalzium nehmen muß.
    Hast Du auch Vitamin D genommen?

    Nicht so schön das sie Dir ein Stimmband noch gekappt haben
    und hast Du deine richtige Stimme jetzt wieder zurück bekommen
    oder immernoch eine brummige Stimme?

    Alles liebe Gisi aus PB = gisipb
    www.lupus-rheuma.de Forum
     
  11. Sunflower

    Sunflower Neues Mitglied

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    Oh sorry, gisipb, dann hab' ich ja das "b" vergessen.
     
  12. pumuckl

    pumuckl (Sym)Badisches Mädel

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    Hallo Gisi,

    du hast so schöne Bilder von den Stimmlippen eingefügt. :D
    Bei mir ist es so, dass das gelähmte Stimmband fast in der Mitte steht, somit hat das gesunde Stimmband Kontakt mit dem "Lahmen" :D und ich kann sprechen, allerdings brumme ich oft oder spreche mit heiserer Stimme, so als hätte ich die ganze Nacht durchgemacht mit Alkohol, Nikotin und Schreien. Der Spott bleibt natürlich nicht aus. :p Manchmal merkt man auch "fast" nichts.

    Da das Stimmband in der Mitte steht, öffnet es auch nicht beim Atmen, was wiederum zur Folge hat, dass ich sehr schnell in Luftnot gerate. :(

    Vitamin D musste ich nicht einnehmen.

    Ich wünsche dir, dass deine chronische Kehlkopfentzündung nach der OP beseitigt ist.

    Liebe Grüße aus BW
    pumuckl
     
  13. Sunflower

    Sunflower Neues Mitglied

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    Ich wollte nur noch etwas zu dem Geschriebenen Katharinas sagen:

    Ja, nach mehrmaligen Messungen ist das klar.

    Ansonsten alles Liebe @all!
     
  14. gisipb

    gisipb Neues Mitglied

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    Die Nebenschilddrüsen

    Hallo ihr Lieben,

    [​IMG]

    Die Nebenschildrüsen: Unentbehrliche Kalzium-Regulatoren


    Sie sind kaum größer als ein Reiskorn, und kaum jemand kennt sie. Die meisten Menschen haben vier davon, manche auch sechs oder acht.

    Chirurgen fürchten die Glandulae parathyroideae, die Nebenschilddrüsen, weil sie so klein und oft schlecht zu finden sind. Müssen sie entfernt werden, etwa bei Schilddrüsenkrebs, versuchen die Operateure, wenigstens einen der Winzlinge im Muskelgewebe von Hals, Unterarm oder Bein einzupflanzen - in der Hoffnung, dass die Drüse dort weiter ihr Hormon produziert. Denn die unscheinbaren Knöttelchen sind die Exklusivproduzenten des Hormons Parathormon, das für die Regulierung des Kalzium- und Phosphathaushalts unentbehrlich ist. In Abstimmung mit dem in der Schilddrüse hergestellten Calcitonin justiert das Parathormon den hochsensiblen Kalziumwert im Blut - eine knifflige Feinabstimmung, zu der Vitamin D benötigt wird.

    Platzen die kleinen Drüsen, droht Schlimmes: Sind sie zu freigebig mit dem Parathormon, gelangt zu viel Kalzium ins Blut. Es bilden sich Steine in Niere und Galle, Osteoporose schwächt die Knochen, die Magenschleimhaut schmerzt. Fehlen sie dagegen, können Muskelkrämpfe die Folge sein - bis hin zum Tod. Patienten, denen die kleinen Helden ersatzlos entnommen wurden, müssen lebenslang Vitamin D und Kalzium einnehmen. Sie erhalten sogar einen Notfallausweis.

    Das Parathormon selbst zu verabreichen hat sich übrigens nicht bewährt - die genaue Dosierung zum richtigen Zeitpunkt zu bestimmen ist viel zu aufwendig.

    http://www.stern.de/wissenschaft/gesund_leben/koerperhelden/530183.html?eid=547415

    LG Gisi

    www.lupus-rheuma.de Forum
     
  15. gisipb

    gisipb Neues Mitglied

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    Stimmbänder OP = chronische Kehlkopfentzündung

    Hallo Ihr Lieben,

    ich werde erst meine REHA machen und dann die nächste OP.
    Den 2 OP in kurzer Zeit am Kopf werde ich nicht aushalten.

    Hat jemand schonmal so eine OP gehabt bitte melden?

    Sie sind verantwortlich für das Geschrei eines Babys oder die Arie eines Opernsängers: die Stimmlippen. Die Fähigkeit Laute zu erzeugen, die wir Sprache nennen, verdanken wir diesem schwingenden Muskel- und Bindegewebe.

    A-HAAAA! Wenn Sie das Fettgedruckte laut gelesen haben, hat in Ihrem Hals ein kleines Wunder stattgefunden. Genauer gesagt: in Ihrem Kehlkopf. Hier arbeiten die Stimmlippen. Wie ein dünner Vorhang sehen sie aus, der zu zwei Dritteln aus Muskel- und Bindegewebe besteht und zu einem Drittel im vorderen Teil aus elastischen Bindegewebsfasern: den Stimmbändern.

    Bei jedem Atemzug öffnen sich die Stimmlippen, und die Stimmritze, Glottis genannt, wird sichtbar. Beim Sprechen oder Singen bewegen sich die Stimmlippen aufeinander zu, bis die Stimmritze fast geschlossen ist. In dieser Position sind die Stimmlippen gespannt, und die aus der Lunge strömende Luft bläst gegen sie. Der Effekt: Die Stimmlippen geraten in Schwingung, wobei sie sich in kurzer Folge öffnen und schließen.

    Und zwar viele Male in jeder Sekunde. Der Luftstrom wird entweder stärker oder schwächer durch die Stimmritze gepresst, dabei entsteht ein Ton. Wie hoch oder tief dieser Laut ist, hängt von der Spannung der Stimmbänder ab, diese wiederum von ihrer Länge und Masse. All das beeinflusst die Zahl der Schwingungen pro Sekunde. Wenn die Stimmlippen wachsen, länger und dicker werden, ändert sich der Ton der Stimme. Genau das passiert in der Pubertät. Die Stimme von Jungen sinkt um etwa eine Oktave, die von Mädchen um eine Terz. Dass wir willentlich mit hoher oder tiefer Stimme sprechen können, verdanken wir den inneren Muskeln in unserem Kehlkopf. Bei tiefen Tönen sind die Stimmlippen zum Beispiel lang und wenig gespannt, bei hohen hingegen kurz und gespannt. Das beansprucht die Muskeln besonders.

    Sind die Stimmlippen entzündet, wird unsere Stimme heiser: Sie schwingen unregelmäßig, die Stimmritze schließt nicht vollständig, sodass ein Strömungsgeräusch entsteht - kein Klang. Überbeanspruchung nehmen die Stimmlippen besonders übel. Schreikinder, Schwerhörige und Sänger entwickeln deshalb manchmal gutartige, stecknadelgroße Bindegewebsknötchen. Mediziner nennen sie auch Hühneraugen.

    [​IMG]

    Wenn ich die OP hatte bekomme ich Logopädie, meine Stimme ist wie Alf aus dem TV, werde auch oft mit Herr am Telefon angesprochen,
    ich finde das nicht zum lachen.

    Lg Gisi

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