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Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von ivele, 14. August 2008.

  1. ivele

    ivele Aktives Mitglied

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    hab da was Interessantes zum Thema Osteoporose in einem
    Medizin-Newsletter gefunden,
    vielleicht ist es auch für Einige ganz interessant,
    liebe Grüße ivele :)

    Osteoporose und Ernährung: viel Säure, wenig Knochen
    Ernährung kann durchaus eine Rolle in der Prophylaxe der Osteoporose spielen. Gesichert sind unter anderem die Rolle einer ausreichenden Proteinzufuhr sowie die Bedeutung des Säure-Basen-Haushalts für den Knochenstoffwechsel.
    Zum Thema Ernährung und Osteoporose gibt es nicht nur durch Studiendaten gut gesicherte Fakten, es grassieren auch hartnäckige Gerüchte, die sich zum Teil in klarem Gegensatz zur Datenlage befinden. So zum Beispiel die Meinung, dass eine proteinreiche Kost das Osteoporoserisiko erhöhe. Wahr ist vielmehr das Gegenteil, wie Univ.-Prof. Dr. Peter Burckhardt vom Département de Médecin Interne des Centre Hospitalier Universitaire in Lausanne ausführt: „Man liest solche Sachen bisweilen in der Laienpresse. Diese Überlegungen gehen von Tierexperimenten aus, es gibt jedoch keine Daten aus der Humanmedizin, die das belegen. In der Ernährungsforschung sind Daten aus dem Tierexperiment nicht so einfach auf den Menschen übertragbar.“ Tatsächlich zeigen nämlich Studiendaten eine Reduktion des Frakturrisikos bei proteinreicher Kost. In einer 1999 publizierten Arbeit betrug das Risiko bei Patientinnen mit hohem Proteinkonsum nur rund 40% des Wertes, der bei proteinarmer Ernährung gefunden wurde (Munger, Am J Clin Nutr 1999; 69: 147–152). Prof. Burckhardt: „Der Proteinmangel erhöht das Frakturrisiko. Im Falle eines Mangels reduziert die Proteinsupplementierung dieses Risiko, verbessert die Knochendichte und vermindert das Sturzrisiko.“ Proteine wirken über eine Verbesserung der Kalziumabsorption, erhöhte Produktion von Wachstumshormon und einen positiven Einfluss auf die Kollagensynthese.

    Westliche Ernährung produziert Säure

    Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Säure-Basen-Gleichgewicht. Die westliche Ernährung produziert pro Tag im Körper 50–100mEq Säure. Dennoch muss der pH-Wert des Plasmas in engen Grenzen konstant bleiben. Das wird einerseits durch Säureausscheidung über Lungen und Nieren, andererseits aber auch über alkalische Puffersubstanzen erreicht. Und diese kommen aus dem Knochen. Der Knochen fungiert also als „riesengroße Ionenaustauschsäule voller alkalischer Puffer“, wobei Prof. Burckhardt noch ergänzt, dass es „eine mit Zellen bedeckte Säule ist. Der Ionenaustausch ist an die Zellfunktion gebunden.“ Damit hat der pH-Wert direkten Einfluss auf den Knochenumbau. Bei niedrigerem pH, also im sauren Milieu, sind die Osteoklasten aktiviert, bei hohem pH die Osteoblasten. Damit hat die häufig genannte „Übersäuerung“ tatsächlich einen direkten Einfluss auf den Knochen.

    Die Auswirkung, die einzelne Nahrungsmittel auf das Säure-Basen-Gleichgewicht im Organismus haben, lässt sich einigermaßen exakt angeben. Sie wird berechnet als NEAP (Net Endogenous Acid Production). Diese beruht auf der ansäuernden Wirkung der Proteine und der alkalisierenden Wirkung von Kalium schwacher organischer Säuren. Eine weitere aussagekräftige Kennzahl für die Säurebelastung nennt sich PRAL (Potential Renal Acid Load).

    Dass eine niedrige Säurebildung (NEAP) mit hoher Knochendichte assoziiert ist, konnte bereits in Studien gezeigt werden (New et al, AJCN 2005; 81). Auch Daten aus Interventionsstudien liegen zu diesem Thema bereits vor. So gelang es durch Neutralisieren der azidogenen westlichen Kost mit Kaliumzitrat, die Knochendichte bei osteopenischen postmenopausalen Frauen zu verbessern (Jehle et al, J Am Soc Nephrol 2006; 17: 3213–3222).

    Keine aussagenkräftigen Daten gibt es bislang zu den Phytoöstrogenen, von denen ebenfalls immer wieder eine protektive Wirkung auf den Knochen behauptet wird. Einschlägige chinesische Studien seien, so Prof. Burckhardt, wenig aussagekräftig und mit methodischen Mängeln behaftet. Darüber hinaus gäbe es bislang keine klinische Endpunktstudie, die einen günstigen Effekt von Phytoöstrogenen auf die Frakturrate nachweist. Phytoöstrogene können daher gegenwärtig nicht zur Prävention osteoporotischer Frakturen empfohlen werden.
    Autor:
    Reno Barth
    Quelle des Artikels Osteoporose und Ernährung: viel Säure, wenig Knochen:
    Gemeinsame Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Endokrinologie und Stoffwechsel und der Österreichischen Gesellschaft zur Erforschung des Knochens und Mineralstoffwechsels, „Endokrinologie – Osteoporose 2008“, 15.–17. Mai 2008, St. Wolfgang

    uff,ich glaub ,es ist gelungen...:p
     
  2. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

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    Weserbergland
    Huhu,

    Danke ivele, sehr informativ.
    Schönes Wochenende wünscht Dir Elke.