Hallo zusammen ... / Verdacht auf FMS

*Hummel*

Neues Mitglied
:)

Bin w, über 40 und habe derzeit den Verdacht auf FMS (Fibromyalgie-Syndrom).

Ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin und FMS (wenn ich es denn habe) zu den Rheuma-Erkrankungen gehört.

Da werd ich mich noch reinklicken müssen.... man liest sich! :-))

LG

Hummel
 
MTX und Antibiotika

Hallo zusammen,
bin ja nun schon ein alter "Rheumavogel" und auch lange im Chat und Forum.
Wer hat schon mal Antibiotika zusammen mit MTX genommen? Laut Beipackzettel soll man das nicht tun. Hausarzt sagt - spricht nichts dagegen. Habe vermutlich eine Blasenentzündung vom langen Draussenhocken am Abend, und da wird es hier doch sehr kühl.
Grüße - Dohle
 
Antibiotika

guten Abend,

ich habe mal einen Beitrag von hier vom Bereich Medikamente/Methotrexat kopiert:

[FONT=&quot]Sehr gefährlich ist die gleichzeitige Einnahme von Medikamenten, die ebenso wie Methotrexat in den Folsäurestoffwechsel eingreifen. Das in der Praxis bedeutsamste Medikament aus dieser Medikamentengruppe ist das Antibiotikum Trimethoprim/Sulfamethoxacol (enthalten z.B. in Bactrim oder Eusaprim). Wenn dieses Medikament z.B. wegen eines harmlosen Harnwegsinfektes verschrieben wird und dann zusammen mit Methotrexat eingenommen wird, kann es innerhalb von kürzester Zeit zu lebensgefährlichen Blutbildveränderungen oder anderen Komplikationen kommen. Deshalb müssen alle anderen behandelnden Ärzte (z.B. Gynäkologen, Urologen, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, auch Zahnärzte!) unbedingt darüber informiert werden, daß man Methotrexat bekommt.[/FONT]
[FONT=&quot]Wichtig: Für andere Antibiotika gilt diese sogenannte Arzneimittelinteraktion nicht. Sie können (unter Beachtung der üblichen Einnahmevorschriften und individuellen Einschränkungen) in der Regel ohne Probleme zusammen mit Methotrexat eingenommen werden.[/FONT]
[FONT=&quot]Immer dann, wenn die Gabe von Antibiotika nötig ist, sollte mit dem Arzt unter Hinzuziehung des behandelnden Rheumatologen abgesprochen werden, ob u.U. eine Behandlungspause mit Methotrexat gemacht werden sollte. Bei schweren Infekten muß im Regelfall eine Methotrexat-Pause gemacht werden.

Ich habe leider schon öfter einen schweren Harnweginfekt gehabt und musste Antibiotika nehmen. Ich habe meinen Arzt informiert, dass ich Metex nehme und habe dann das entsprechende Antibiotika bekommen.
Lieben Gruß und schönen Abend.
Magdalena[/FONT]
 
Danke

Hallo "Ihrs",
danke Euch für Eure Nachrichten. Hat mir schon geholfen.
Bin zur Zeit etwas daneben. Dass ich Frau Google hätte fragen können, darauf hätte ich kommen müssen.
Totaler Sockenschuss!
Nochmal danke, meine Lieben - Dohle
 
Hallo Hummel

und erst ein Mal herzliches Willkommen auf R-O.

Bin w, über 40 und habe derzeit den Verdacht auf FMS (Fibromyalgie-Syndrom).

Ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin und FMS (wenn ich es denn habe) zu den Rheuma-Erkrankungen gehört.

Fibromylaige ist eine sog Ausschluss-Diagnose mit gut über 140 versch Symptomen. Hier wird alles rein gepackt, was woanders

nicht passt - um es mal ganz hart auszudrücken. Es sollten u. a. bluttechnische sowie körperliche Untersuchungen laufen, ggf röntgentechnische und neurologische Untersuchungen.

Es gibt einige Erkrankungen, die ausgeschlossen sein sollten:

Polymyalgia Rheumatica
Eosinophilie-Myalgie -Syndrom
Kollagenosen (z.B. Lupus erythe matodes, Poly- u Dermatomyositis )
div. Muskelerkrankungen
Chronic-fatigue-Syndrom
Pseudomyasthenia gravis
Multiple Sklerose
Hashimoto Thyreoiditis bzw Schilddrüse ausschließen
Rheumatoide Arthritis
Borreliose, Chlamydien, Strepptokokken, Staphylokokken, Yersenien
Vit-B12- und B6-Mangel usw
Eisen-, Magnesium und evtl auch Carnitinmangel
Lipid- und Glykogenspeicher-Erkrankungen
(Das habe ich mir vor einiger Zeit alles zusammen gestellt und aufgelistet)

Ansonsten lässt sich die Fibro nur schlecht therapieren. Eine gute Therapie sollte auf mehreren Säulen aufgebaut sein:

Physische Therapie wie z. B. Wassergymnastik in mind 32° warmen Wasser, Lymphdrüsen-Massage, Nordic Walking, Rad fahren usw.
Entspannungs-Methoden erlernen - hier hat sich Thai Qi und Qi Qong bei fast allen rheumatischen Erkrankungen als sehr positiv herauskristallisiert, weitere sind Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training
Gesprächstherapie - auch die Seele leidet darunter, vor allem, wenn sie unter Stress steht - das mag die Fibro überhaupt nicht

Info-Link

Leider lässt sich die Fibro nur sehr schlecht mit Medikamenten therapieren.

Du selbst kannst auch Deine Ernährung der rheumatischen Erkankung anpassen:

nach Möglichkeit kein Schweinefleisch und Sonnenblumen-Öl: beides kann Schübe auslöse
ebenso sog rotes Fleisch - davon so wenig wie möglich
wenig Alkohol - hier musst Du schaun, ob Du Rotwein verträgst
leider macht ab und an auch die Schokolade Probleme

Im Augenblick wird die sogenannte Mediterrane Ernährung bevorzugt von den Fachärzten:

helles Fleisch wie Geflügel, Fisch
viel Gemüse
mäßiges Obst
Kartoffeln
Getreide-Vollkornprodukte
gutes Öl wie Raps-, Walnuss-, Olivenöl
viel trinken (es sei denn, Du hast Nierenprobleme - dann zählt das, was der Doc anordnet)

Baue Dir auch genügend Entspannungsmomente in den Alltag ein - also nicht eine Wohnung oder ein Haus an einem Tag putzen,
sondern jeden Tag 1 Zimmer - das reicht ;). Such Dir ein Hobby, was Dich ablenkt und Dir gut tut, falls Du nicht schon eines hat.
Das ist immer ganz viel wert, vor allem an Tagen, wo man sich dann nicht so dolle fühlt und für die Seele etwas tun möchte.

Du selbst kannst zur Diagnostik auch noch etwas beitragen, indem Du auflistet, was Dir alles aufgefallen ist:

Müdigkeit, Energie- und Kraftlosigkeit
trockene Haut sowie Hautrötungen oder Hautveränderungen
trockene Schleimhäute
juckende Augen, Sandgefühl
kalte Hände, Füße, Nasenspitze usw.
Werden Gelenke dick? Schmerzen diese, wenn ja, was für ein Schmerz ist das: dumpf, spitz, ziehend, feurig, unterschwellig, pochend
Muskelbeschwerden, -schmerzen, muskelkaterähnliche Schmerzen - nur schlimmer usw
Probleme beim Treppenlaufen
Probleme beim Aufstehen nach längerem Sitzen
Probleme beim Fensterputzen, Haare waschen, Hochrecken, Bücken - um etwas aufzuheben, Flaschen/Gläser öffnen usw
Probleme beim längeren Stehen
Probleme beim längeren Laufen usw.

All das kann Deinem Doc bei seiner Diagnostik helfen.

Ich wünsche Dir einen schnellen Therapiebeginn und dass es Dir bald wieder besser geht.
 
Hallo, bin neu hier. Wirklich toll und ausführlich geschrieben. Doch Folsäure sollte auch bei Fibromyalgie mit kontrolliert werden. Kann ich nur empfehlen
 
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