Ich bin weiblich, 38 Jahre alt und bisher eine stille Mitleserin im Forum. Eigentlich hatte ich mit meinen Ärzten und Therapien bisher viel Glück. Jetzt stecke ich aber mit meiner undifferenzierten Kollagenose seit Anfang Juni "im Schub", bin ratlos und auch ängstlich. Ich versuche mich kurz zu fassen, würde mich aber freuen, wenn die eine oder andere mich etwas informieren bzw. auch beruhigen könnte.
Also im Januar 2010 bekam ich Gelenkschmerzen in Fingern und Füßen. ANA positiv, BSG erhöht, das klinische Bild wurde von einer erfahrenen Rheumatologin betrachtet und mit "entzündlich-rheumatische Systemerkrankung mit atypischem Verlauf" diagnostiziert. Kortisonstoßtherapie, dann auch MTX. Der Schub ging aber nicht vorbei, ich kam nicht unter 10mg Decortin, sodass ich zur Therapieumstellung in eine Rheumaklinik kam. Dort waren ANA negativ, alle Blutwerte o.k., sodass MTX abgesetzt wurde und ich mit 5 mg Decortin und Quensyl entlassen wurde.
Seitdem betreut mich ein Rheumatologe, vor 2 Jahren konnte Decortin auf 2,5 mg reduziert werden, ich stellte meine Ernährung um, Blutwerte gut, ANA erschienen wieder mit homogenem Fluoreszensmuster. Alles war gut, bis Anfang Juni ;(
Dann Schubbeginn mit Sonnenstich (dachte ich) und stärksten Kopfschmerzen. Es folgten Gelenkschmerzen in Fingern und Füßen und an den Sprunggelenken. Mein Rheumatologe ist klasse, ich durfte öfter kurzfristig erscheinen, Blutabnahmen, trotz Schub keine auffälligen Werte, auch keine ANAs. Kortison und Schonung half, aber wieder: Ich kann das Decortin nicht reduzieren. Letzte Woche endete der Versuch auf 5 mg zu kommen wieder mit erneuten Gelenkschmerzen, wieder hochsetzen der Dosis auf 10 mg. Nun - endlich - zu meinem Problem. Mit den 10 mg Decortin verschwinden die Gelenkschmerzen, aber das Schwellungsgefühl der Hände bleibt und es macht mich wahnsinnig. Die Familie sagt, die Hände sehen normal aus, aber ich fühle es anders. Außerdem schmerzen die Fingerbeeren, z.b. jetzt auch beim Tippen. Kennt das jemand? Ich weiß, es ist jetzt sehr heiß und da spannt die Haut und ist trocken. Trotzdem kann mich das nicht beruhigen. Ich will ehrlich sein: habe gegoogelt und bin auch Sklerodermie mit dem Anfangssymptom "Patienten berichten von Schwellungsgefühl in den Fingern" gestoßen und diese Bilder lassen mich seitdem nicht mehr los. Ich habe Angst, dass sich meine undifferenzierte Kollagenose jetzt ausdiffernziert und umwandelt. Hat das jemand schon mal erlebt? Mein Rheumatologe denkt eher an Lupus, meint das Gefühl in den Händen käme von Hitze und Decortin. Habt ihr das zur Zeit auch?
Jetzt ist der Text doch sehr lang geworden, habe halt noch keine Erfahrung in Foren, aber vielleicht bekomme ich ja doch ein paar Antworten. Würde mich freuen! Wünsche aber erst mal "Gute Nacht!"
Eulialia
Also im Januar 2010 bekam ich Gelenkschmerzen in Fingern und Füßen. ANA positiv, BSG erhöht, das klinische Bild wurde von einer erfahrenen Rheumatologin betrachtet und mit "entzündlich-rheumatische Systemerkrankung mit atypischem Verlauf" diagnostiziert. Kortisonstoßtherapie, dann auch MTX. Der Schub ging aber nicht vorbei, ich kam nicht unter 10mg Decortin, sodass ich zur Therapieumstellung in eine Rheumaklinik kam. Dort waren ANA negativ, alle Blutwerte o.k., sodass MTX abgesetzt wurde und ich mit 5 mg Decortin und Quensyl entlassen wurde.
Seitdem betreut mich ein Rheumatologe, vor 2 Jahren konnte Decortin auf 2,5 mg reduziert werden, ich stellte meine Ernährung um, Blutwerte gut, ANA erschienen wieder mit homogenem Fluoreszensmuster. Alles war gut, bis Anfang Juni ;(
Dann Schubbeginn mit Sonnenstich (dachte ich) und stärksten Kopfschmerzen. Es folgten Gelenkschmerzen in Fingern und Füßen und an den Sprunggelenken. Mein Rheumatologe ist klasse, ich durfte öfter kurzfristig erscheinen, Blutabnahmen, trotz Schub keine auffälligen Werte, auch keine ANAs. Kortison und Schonung half, aber wieder: Ich kann das Decortin nicht reduzieren. Letzte Woche endete der Versuch auf 5 mg zu kommen wieder mit erneuten Gelenkschmerzen, wieder hochsetzen der Dosis auf 10 mg. Nun - endlich - zu meinem Problem. Mit den 10 mg Decortin verschwinden die Gelenkschmerzen, aber das Schwellungsgefühl der Hände bleibt und es macht mich wahnsinnig. Die Familie sagt, die Hände sehen normal aus, aber ich fühle es anders. Außerdem schmerzen die Fingerbeeren, z.b. jetzt auch beim Tippen. Kennt das jemand? Ich weiß, es ist jetzt sehr heiß und da spannt die Haut und ist trocken. Trotzdem kann mich das nicht beruhigen. Ich will ehrlich sein: habe gegoogelt und bin auch Sklerodermie mit dem Anfangssymptom "Patienten berichten von Schwellungsgefühl in den Fingern" gestoßen und diese Bilder lassen mich seitdem nicht mehr los. Ich habe Angst, dass sich meine undifferenzierte Kollagenose jetzt ausdiffernziert und umwandelt. Hat das jemand schon mal erlebt? Mein Rheumatologe denkt eher an Lupus, meint das Gefühl in den Händen käme von Hitze und Decortin. Habt ihr das zur Zeit auch?
Jetzt ist der Text doch sehr lang geworden, habe halt noch keine Erfahrung in Foren, aber vielleicht bekomme ich ja doch ein paar Antworten. Würde mich freuen! Wünsche aber erst mal "Gute Nacht!"
Eulialia
