Habt ihr Erfahrungen mit Heilpraktikern und Homöopathie?

Dieses Thema im Forum "Naturheilkunde, Komplementär- u. Alternativmedizin" wurde erstellt von Juanu, 16. März 2021.

  1. Juanu

    Juanu Neues Mitglied

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    Hier meine allererste Frage an die Runde :)

    Ganz kurz eine Zusammenfassung meiner Situation: wie es aussieht habe ich eine langsam aber sicher fortschreitende Polyathritis in Verbindung mit Morbus Crohn. Ich war früher als Masseurin tätig, werde diesen Beruf wohl nicht mehr ausüben können. Die Untersuchungen wegen Morbus Crohn sind noch nicht ganz durch, aber es weist bisher alles darauf hin. Jeder Tag ist derzeit eine neue Herausforderung für mich und jedes Symptom das auftaucht eine sich aufbäumende, drohende Gefahr.

    Ich versuche das mal psychisch zu verarbeiten und mache mich auf die Suche nach komplementär medizinischen Methoden oder besser gesagt nach einem Arzt oder Ärztin mit Zusatzausbildungen und Erfahrung (bei uns in Österreich gibt es keine Heilpraktiker wie in Deutschland). Was sind da die Kriterien, die ich beachten sollte?

    Habt ihr da eigene Erfahrungen gemacht? Wie läuft das ab mit Heilpraktikern oder Homöopathen? Ich kenne die Homöopathie nur für den üblichen Hausgebrauch, aber nicht als Therapie bei chronischer Erkrankung. Eure Meinung ist mir sehr wichtig!
     
  2. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

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    Hallo Juanu,

    oben rechts ist die Suche - gib mal Erfahrungsbericht ein. Da findest du diverse Beiträge. Ich war nie offen für sowas habe dann aber einen Versuch gewagt und finde die noch jungen Ergebnisse super. Mein Erfahrungsbericht ist auch dort über die Suche zu finden.

    Grüße
    Kira
     
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  3. Catwoman55

    Catwoman55 Bekanntes Mitglied

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    Ich habe es versucht mit meiner Freundin und früherer Arbeitskollegin, die jetzt Heilpraktikerin ist. Ich habe für mich bemerkt, dass es nur in kleinen Bereichen ein für mich gangbarer Weg ist. Keinesfalls eine Alternative zur Evidence based medicine (oder früher auch Schulmedizin genannt). Was mich vor allem störte war, dass ich sehr viele Tabletten und s.c. Injektionen (gut, die nur temporär für 10-15 W) bekam. Nach wenigen Tagen bekam ich diese Medikamente (die z.T. grosse Kapseln waren) nicht mehr herunter. Die s.c (subkutanen - also unter die Haut) Injektionen gingen für mich schon von daher nicht, dass ich zu dieser Zeit MTX s.c. bekam und überhaupt nicht klar kam damit. Ich war schon auf dem Weg zur Spritzenphobie, dann noch zusätzlich auch einmal pro Woche ein weiteres Medikament s.c. injizieren hab' ich nicht mehr auf die Reihe gebracht. NW hatte ich zudem, die für mich auch nicht tragbar waren. Auch Kurkuma und Fischöl (Omega 3) war dabei.
    Also merke:
    komplementärmedizinische, pflanzliche sowie homöopathische Heilmittel können ebenso unerwünschte Nebenwirkungen verursachen. Das vergessen leider viele!

    Nun habe ich meine komplementärmedizinischen Medikamente auf ein Weihrauchgel zum Einreiben reduziert und bin happy damit. Ich bin grundsätzlich aufgeschlossen dafür aber halt wirklich mit einem(r) guten, erfahrenen und seriösen Therapeuten*in, die weiss wo ihre Grenzen liegen. Ich würde evtl hier nochmals einen Versuch starten habe aber in meiner Nähe keine()n Komplementärmediziner*in gefunden, der/die meiner kritischen Betrachtungsweise standgehalten hätte.
    Aber ich kann nur von mir sprechen.
     
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  4. Aida2

    Aida2 Bekanntes Mitglied

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    Hallo liebe @Juanu,
    das ist immer ein schwieriges Thema....
    Genau wie du habe ich nach der Diagnose erstmal nach alternativen Heilmethoden gesucht... Grundsätzlich bin ich dafür sehr offen und vertraue viel auf die Selbstheilungskräfte des Körpers und die Natur. Aber ich wäge für mich genau ab, was für mich vertretbar ist und was nicht.

    Ich habe eine sehr nette Ernährungs- Beraterin gefunden, die mich bei einer Entgiftung /Reinigung unterstützt und bei der Ernährungsumstellung beraten hat. Ebenso empfahl sie sehr wirksame gängige Nahrungsergänzungsmittel. Das alles tut mir sehr gut und vor allem habe ich das Gefühl, meinem Körper zu helfen.
    Das Rauchen konnte ich ebenfalls durch Akupunktur aufgeben.

    Da ich aber eben eine Autoimmunkrankheit habe, bin ich natürlich nicht geheilt und erwarte das auch nicht.
    Die Grenze war dann bei mir, als sie noch meinen Hormonhaushalt per Speicheltest (229 €) testen und dann ggfs. in Ordnung bringen wollte. Das würde ich einem Laien niemals anvertrauen, zumal ich auch an der Schilddrüse operiert bin und L-thyroxin einnehme. Der Speicheltest ist zudem sehr umstritten.
    Ich denke also, dass jeder seine eigenen Erfahrungen machen und Grenzen setzen muss....
    Eine gesunde Skepsis ist auch in diesem Bereich auf jeden Fall angebracht.

    Dir alles Gute und liebe Grüße
     
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  5. schnurrie

    schnurrie Registrierter Benutzer

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    Wie ist das in Österreich geregelt?

    Ich war eine ganze Zeitlang bei einem Allgemeinmediziner in Behandlung der eine zusätzliche Ausbildung zum Homöopathen gemacht hatte.
    Ich hatte bei meiner Krankenkasse angerufen und habe eine Liste bekommen von Ärzten mit Kassenzulassung incl. Zusatzausbildung.

    Vieles wurde dann von meiner Krankenkasse auch bezahlt. Aber für mich blieb auch noch einen ganzen Batzen übrig, was ich selber zahlen musste. Darum habe ich irgendwann die Reißleine gezogen und die Sache beendet.

    Hat es geholfen? Nebenwirkungen vom MTX konnte ich erheblich reduzieren. Zu dieser Zeit hatte ich auch einen Schub nach dem nächsten. Teilweise war da Akupunktur ganz hilfreich. Die Globuli die ich bekommen habe, hatten jetzt nicht den mega Erfolg.
    Auch bei mir wollte der Mann in meine Hormone eingreifen. Da habe ich ganz laut STOP gesagt.
     
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  6. kipferl

    kipferl Neues Mitglied

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    Hallo Juanu,
    also zuerst möchte ich dir und deinen Liebsten einmal alles Gute und viel Kraft wünschen. Mit solchen Diagnosen (egal welche schwere oder chronische Krankheit es auch ist) ist es oft nicht leicht umzugehen, auch für diejenigen, die dich unterstützen und an deiner Seite stehen.
    Ich habe schon ein paar sehr gute Erfahrungen mit Homöopathie gemacht. Meine Ärztin war zwar per se keine Heilpraktikerin, weil sie auch anfänglich eine normale medizinische Ausbildung zur Ärztin gemacht hat, hat sich dann aber auf verschiedenste alternative/komplementäre Methoden und Therapien spezialisiert. Sie bietet grundsätzlich von chinesischer Medizin über Akkupunktur bis hin zur Homöopathie verschiedenste Behandlungsmethoden an und bei ihr fühle ich mich auch nicht wie in einer sterilen Arztpraxis, dennoch hat sie mir stets eine sehr kompetente und professionelle Beratung gegeben.
    Grundsätzlich denke ich ist wahrscheinlich eine gute Zusammenarbeit aus alternativen Methoden und der konventionellen Behandlung sinnvoll. Lass dir auf jeden Fall einmal alle Behandlungswege und Therapien erklären, also den klassischen/schulmedizinischen und einen oder mehrere Alternativen. Ich habe schon öfter gesehen, dass homööopathische Mittel vor allem in der Zusammenarbeit die Nebenwirkungen anderer Medikamente aufheben und den Körper aufbauen, vielleicht findest du auch eine/n homöopathisch arbeitenden Arzt/Ärztin, die für eine solche Zusammenarbeit offen ist und mit dir gemeinsam einen idealen Behandlungsweg ausarbeitet.
     
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  7. stray cat

    stray cat Bekanntes Mitglied

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    moin @kipferl,
    würdest Du Dich bitte mal vorstellen, also zumindest Deine Erkrankungen und Basismedikation?
    Wir unterhalten uns gerne mit Menschen, die in unser Boot gehören und Du verrätst nicht, ob Du im selben sitzt.
     
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  8. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

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    Hatte ich auch schon drum gebeten.....
     
  9. stray cat

    stray cat Bekanntes Mitglied

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    ich weiß, PiRi, da darauf aber keine Antwort kam...
     
  10. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

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    Eben..... Haben wir beide Recht?
     
  11. Aida2

    Aida2 Bekanntes Mitglied

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    Da sind wir zu dritt...
    Bin ja wirklich aufgeschlossen für alternative Behandlung, aber das war mir suspect....

    Liebe Grüße
     
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  12. Juanu

    Juanu Neues Mitglied

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    Vielen Dank euch für die Unterstützung und die lieben Wünsche, ich weiß es sehr zu schätzen, dass ihr euch da die Zeit dafür nehmt!

    Soweit ich darüber ein wenig nachgelesen habe, gibt es schon gute Erfolge mit begleitenden Therapien aus der Komplementärmedizin. Danke @Kira73 für deinen Erfahrungsbericht, es ist ja ganz schön aufwändig, was du da alles machst. Ob ich das auch könnte? Ich kann es nicht sagen, denn bei mir ist das Rheuma noch nicht ganz so ausgeprägt und langfristig im Gange (wie ich das bei dir verstanden habe). Werde jedenfalls bei dir mitlesen!

    Danke dir herzlich @Aida2 :herz:
    Ich denke auch, dass man die Grenzen einer Methode schon auch erkennen muss.

    @schnurrie ich muss mich erst genauer informieren, was die Kasse übernehmen würde. Denn da gab es einige Änderungen in den vergangenen Jahren. Jedenfalls ist eine z.B. Physiotherapie auf KK zwar möglich, aber sehr kurze Intervalle und der Erholungs/Entspannungsaspekt dabei gleich null. Dinge wie eine homöopathische Anamnese ging noch nie auf Krankenschein soweit ich das weiß. Wobei ich das schon selber berappen kann, nur insgesamt muss ich sehr aufpassen mit dem Geld, da ich leider keinen finanziellen Rückhalt habe, also gerade mal die Basis Kosten bewältige. Darf ich fragen, welche Globuli da bei dir nicht gegriffen haben? Über Methotrexat muss ich mich erst genauer einlesen. Welche Nebenwirkungen waren denn bei dir spürbar?

    @kipferl ich denke, ich werde mich wirklich genauer mit der Materie beschäftigen, ich habe erst am letzten WoE einen Artikel über die Anwendung von Globuli bei Lungenkrebspatienten gelesen. Was ja nochmal ein Stück was anderes ist.

    Ich habe den Eindruck, die Welt steht derzeit Kopf, meine und insgesamt. Ist es das was mich so erschöpft? Ich nehme jetzt mal stark an, dass ihr das auch kennt. Ich war beim Internisten wegen dem Morbus Crohn, wenigstens bin ich auch da im Anfangsstadium und die ständige Müdigkeit geht wohl damit einher. Ich habe einen nächsten Termin für eine ausführliche Ernährungsberatung, die mir von den Kosten teilweise erstattet wird.

    Ich lass euch wissen, wie es bei mir weitergeht. Hoffe, es interessiert euch und nochmals freue ich mich, dass ihr hier für mich da seid!
     
  13. allina

    allina Bekanntes Mitglied

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    Juanu, ich habe mit Komplementärmedizin sehr schlechte, mittelmäßige, aber auch eine sehr gute Erfahrung gemacht. Das ist wahrscheinlich von so vielen Faktoren abhängig, dass man sich darüber kein grundsätzliches Urteil bilden kann.

    Allerdings zu einem Heilpraktiker würde ich nie gehen, deren Ausbildung ist mir zu dünn.

    Aber das soll jeder so machen, wie er möchte.
     
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  14. kipferl

    kipferl Neues Mitglied

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    Hallo,
    tut mir wirklich Leid, dass ich darauf erst jetzt darauf reagiere (die Frage im anderen Thread habe ich überlesen – sorry). Ich war etwas unsicher wie viel ich über die Erkrankung schreiben soll. Deshalb habe ich einmal ein bisschen neutralere Themen (über die ich gerne rede) genommen um hier Fuß zu fassen.
    Ich kenne mich noch nicht so sehr aus damit und muss auch gleich vorweg nehmen, dass ich nicht selbst betroffen bin, aber mein Vater hat nun vor ein paar Wochen die Diagnose einer Form von rheumatoiden Artrithis bekommen. Er ist einer von jenen Menschen, die immer erst zum Arzt gehen, wenn sie keinen anderen Ausweg sehen, Schmerzen lässt er sich ohnehin nie anmerken, oder bezeichnet er eben als normal. Ich bin bereits ausgezogen und gerade über der Lockdown-Zeit habe ich nicht mehr so viel laufend mitbekommen, deshalb war das für mich erstmal eine Überraschung zu hören. Ich kenne mich in medizinischen Belangen nicht besonders viel aus.

    Als meine Mutter noch gelebt hat waren wir als Kinder und Jugendliche immer bei unserer homöopathischen Ärztin, das habe ich nun meinem Vater auch vorgeschlagen (eben in Kombination mit den Therapien, die er sonst noch empfohlen/verschrieben bekommt). Ich habe also in letzter Zeit immer wieder einmal online über rheumatoider Arthritis nachgelesen und bin so über das Forum gestoßen und dacht mir ich melde mich einmal an und schaue mir den Austausch an, vielleicht bekomme ich gute Anregungen, wie ich meinen Vater unterstützen kann und lerne noch etwas mehr darüber (Rheuma ist doch irgendwie ein sehr allgemeiner Begriff, wo viele verschiedene Arten an Erkrankungen hineinfallen, soweit ich mich bis jetzt schon erkundigt habe, oder?). Ich dachte auch es würden eher ältere Menschen daran erkranken (meine Urgroßmutter hatte es glaube ich ganz stark, aber daran erinnere ich mich nur noch wage) und nun hat mein Vater, der in meinen Augen noch eher jünger ist (56) diese Erkrankung, mit teils so großen Schmerzen in den Gelenken, dass er freiwillig zum Arzt geht? Das war ein bisschen ein Schock für mich und ich weiß noch immer nicht recht, wie das nun auf längere Sicht weitergeht…Bei meiner Mutter, die an Krebs verstorben ist, ging es damals wirklich schnell und ich habe es auch erst vergleichsweise spät erfahren, dass sie doch schwerer krank ist, als sie am Anfang zugegeben hatte…

    Nun ja wie dem auch sei, ich freu mich dieses Forum gefunden zu haben und es tut mir Leid, dass ich am Anfang noch nicht so viel von mir und meiner Geschichte preisgegeben hatte – hoffe ihr verzeiht mir das nochmal

    @Juanu: Ja bei meiner Mutter war es damals Brustkrebs, den sie anfangs rein alternativmedizinisch behandeln wollte, was ja auch zeitweise gut funktioniert hatte und ihr persönlich einfach gut getan und geholfen hat, aber die konventionellen Methoden kamen dann erst zu spät dazu – deshalb meine Meinung mit einer guten Kombination
     
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  15. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Ach, na da hat deine Mutter aber sehr Glück gehabt. Meine Mutter bekam vor einigen Jahren Brustkrebs, eine sehr bösartige und schnell wachsende und streuende Form (hab die Bezeichnung vergessen, müsste ich sie erst wieder fragen). Meine Mutter ist jetzt Ende 80.
    Hätte sie da Zeit verstreichen lassen und erst alternativ per Heilpraktiker oder homöopathisch rumprobiert, dann wäre sie nicht mehr am Leben.
    Was meiner Mutter half, war in ihrem Fall die sofortige Amputation der betroffenen Brust.
     
  16. Juanu

    Juanu Neues Mitglied

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    Ich denke, eine gute Kombination ist insgesamt erstrebenswert. Dinge ändern sich, weshalb man dabei auch flexibel sein sollte - so denke ich darüber. Vertrauen in die Kompetenz eines Therapeuten/in ist nötig, weshalb es für mich keinen Unterschied macht, welche Richtung jemand vertritt. Erfahrungswerte und Integrität (in steter Erinnerung an den Hippokratischen Eid) bilden für mich die Voraussetzung. Ich habe selbst schon einiges erlebt und auch mir, wollte man nur das Geld aus der Tasche ziehen, mit irgendwelchen Weisheiten, die keine waren. Diese Art von Umgang gibt es aber in sehr vielen Bereichen. Ich finde, jetzt trennt sich der Weizen von der Spreu. Ein echt anstrengender Prozess. :redface:

    Um mich richtig aufgehoben zu fühlen, brauche ich eine gewisse Art der professionellen Zuwendung. Das Gespräch auf Augenhöhe. So stelle ich mir das bei einem kompetenten Heilpraktiker oder Arzt/in mit Zusatzausbildungen vor. Mein Instinkt ist dabei ganz gut ausgeprägt. Momentan zögere ich noch, jemanden betreffend Begleitung mit Homöopathie zu konsultieren.

    Jedenfalls habe ich einen tollen Ernährungsberater. Das gute an der Technologie ist, dass man sich via Video Konferenz mit Menschen aus aller Welt austauschen kann. Also er lebt in Südamerika mit Bosnischer Herkunft. Seit einigen Tagen gestalte ich den Transit, was nicht so einfach ist, wegen der Umstellung der Gewohnheiten. Aber ich spüre Veränderung und dass es der richtige Weg ist.
     
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  17. tilia

    tilia Bekanntes Mitglied

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    Es gibt ja eine ganze Menge an Angeboten, die verschiedene Heilpraktiker (HP) machen:
    So wie ich es gehört habe, würde jeder verantwortungsbewusste HP bei Krebs mindestens zu einer OP bei einem Schulmediziner (Chirurgen) raten. Man muss sich ja nicht nur zwischen Entweder/Oder entscheiden, oft begleiten HP auch bei schweren Erkrankungen, indem sie dafür sorgen, dass z.B. bei einer Chemo die Nebenwirkungen gelindert werden, dass der Mensch danach schneller wieder auf die Beine kommt. Oder dass für weitere auftretende "Befindlichkeiten" wie z.B. Schlafstörungen Alternativen zu weiteren Tabletten gefunden werden.
    HP arbeiten z.B. als Homöopathen, wenn sie zusätzlich zur HP-Ausbildung eine zweijährige Homöopathie-Ausbildung absolviert haben. Wem Homöopathie nicht so liegt, der kann zu einem HP mit Pflanzenheilkunde-Ausbildung gehen oder zu einem körperlich arbeitenden Osteopathen o.ä.
    Aus meiner Sicht lohnt es sich, das breit gefächerte Angebot anzuschauen, ob es für die individuellen Bedürfnisse hilfreich sein kann. Eine kompetente und zugewandte Behandlung kann die Lebensqualität sehr positiv beeinflussen...
    Optimal wäre die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und HP, jeder könnte zum Wohl des Patienten etwas beitragen. In Einzelfällen gibt es das schon...
     
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  18. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Für mich gibt es da einen gravierenden Unterschied nämlich in der Ausbildung Heilpraktiker und Arzt mit naturheilkundlicher Zusatzausbildung. Das nur mal so nebenbei.
     
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  19. tilia

    tilia Bekanntes Mitglied

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    Das ist tatsächlich ein großer Unterschied...in mehrfacher Hinsicht;)
     
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  20. kipferl

    kipferl Neues Mitglied

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    Ja ich finde auch, dass genau eine solche Zusammenarbeit extrem wertvoll ist, dazu braucht es aber zwei Seiten (Ärzte und Komplementärmediziner) die sich gegenseitig vertrauen, beziehungsweise ihre Grenzen kennen und auch die Stärken der jeweils anderen Disziplin anerkennen. Das ist recht selten zu finden denke ich, was extrem schade ist, weil ich auch glaube, dass Patienten davon am meisten profitieren können.

    Genau das weiß ich auch zu schätzen und das war meist ein Punkt, der mich bei meinem klassischen Hausarzt gestört hat, da hatte ich leider oft das Gefühl wie eine Nummer behandelt zu werden. Der hat dann meist nur die vorherrschenden Symptome gesehen und nicht das Gesamtbild. Das ist mit ein Grund warum ich nach wie vor gerne zu meiner homöopathischen Ärztin gehe. Ihre Anamnese bezieht deutlich mehr Faktoren ein, da fühlt man sich schon automatisch mehr wahrgenommen. Ich gebe dir aber recht, dass das mitunter eine längere Suche sein kann. Ich denke aber sie lohnt sich. Viele homöopathische Ärzte oder Heilpraktiker haben aber auch Hotlines oder mittlerweile auch Webseiten oder gar Social Media Kanäle - ich finde solche Dinge spiegeln ja schon sehr oft wider wer dahinter steht. Du kannst dich auch ersteinmal so über die Personen erkundigen, die für dich aufgrund von Anfahrtsweg und Angebot passend wären und dann erst ein Erstgespräch ausmachen. Und dann kannst du immer noch sagen, dass es für dich nicht passt, bis du jemanden gefunden hast dem du für eine längerfristige Begleitung und Behandlung vertraust. Ich verstehe, dass du da gerne jemand hättest, zu dem du eine Verbindung hast und momentan noch zögerst.
     
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