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Habe ich denn nun Rheuma?!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Nicole., 17. Dezember 2005.

  1. Nicole.

    Nicole. Guest

    Hallo! Ich weiß, Ihr werdet diese Frage auch nicht beantworten können. Aber sicher werdet Ihr mir sagen können, ob es sinnvoll ist, diesen Weg weiter zu gehen. Also:
    Im Mai waren alle Gelenke geschwollen, Schmerzen ohne Ende, Rheumafaktor war knapp über 40 (wohl nicht so hoch?), Blutsenkkung zu hoch, konnte mich letztendlich gar nicht mehr bewegen, bin mit Krankenwagen in Krankenhaus gekommen. Diagnose Reaktive Artritis. Habe über 2 Monate Cortison genommen, alle Werte sind gesunken. War dann wieder im Sept. beim Arzt wg. Rückenschmerzen (hatte vor zwei Jahren Bandscheibenvorfall). Der wollte dann lieber einmal vom Rheumatologen abchecken lassen, ob Rheuma vorliegt. Erster Besuch: alles Beschrieben - ja, wird wohl Rheuma sein, zweiter Besuch: Röntgen, nein kein Rheuma! Ich fühlte mich sehr abgekanzelt und habe erst einmal resigniert.
    Die ganze Zeit habe ich in den Zehen und Fingern Schmerzen, als wenn ich mir diese verstaucht habe. Ein stechender Schmerz. Wenn ich Nachts aufstehe, dann laufe ich erst einmal wie auf runden Fußsohlen. Dann wurde es wieder mehr, die Fußknöchel und Handgelenke schmerzten, eben wie vertreten, stechend. Seit ein paar Tagen sind auch meine Knie und Ellenbogen dran. Ich also wieder zum Doc. Rheumafaktor auf 39, Blutsenkung zu hoch. Er geht nicht von Rheuma aus, weil der Wert einfach nicht so hoch ist. Hat mich jedoch für Dienstag in die Praxis bestellt, wg. Blutsenkung.

    Nun meine Frage: Kennt Ihr diese Anzeichen? Sollte ich weiter nach Rheumaanzeichen suchen lassen? Achso, habe auch bereits einen Termin beim internistischen Rheumatologen. Darf am 04.05. antreten. Ha ha

    Liebe Grüße, Nicole
     
  2. Lilly

    Lilly offline

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    liebe nicole,

    du beschreibst deine schmerzen so, wie auch ich sie in einem schub empfinde :( .
    bei dir wurde schon mal die diagnose *reaktive arthirtis* gestellt. das blöde bei dieser diagnose ist, dass *arhtritis* nicht von alleine besser wird, sondern behandelt werden sollte. die erkrankung verläuft meist in schüben. dh. phasen mit schmerzen werden von phasen der schmerzfreiheit abgelöst. die intervalle zwischen diesen phasen kann immer kürzer werden, auch dann in dauerbeschwerden übergehen. diese schmerz- entzündungschübe können deine gelenke dauerhaft schädigen und sie funktionunfähig machen. du siehst, dass du unbedingt in internistische rheumatologische behandlung gehörst!
    die höhe des rheumafaktors ist nicht bestimment, er ist pos., dass reicht. es heist nicht, je höher der RF um so schlimmer die entzündung.....(meiner zb. war in einer hoch akuten phase bei 18,- normalwerte bei meinem labor sind <14, blutsenkung und crp - stark erhöht)

    im rö können erst spätschäden dargestellt werden, für die abklärung einer früharthritis ist eine mrt sinnvoller. meine hände zeigen schon optisch zeichen von arthritis und im rö kann nur eine gelenksnahe osteoporose gesehen werden,- der hinweis auf eine früharthritis (habe seit ca. 1998 beschwerden, diagnose seit 2002) es kommt auch immer darauf an, wie aggressiv deine erkrankung verläuft.

    hier ein bericht von do L (der betreiber des forums) zu polyarthritis:

    http://www.rheuma-online.de/krankheitsbilder/chronische-polyarthritis.html

    vielleicht ist es möglich, früher einen termin beim rheumadoc zu bekommen. falls nicht, würde ich mich an eine klinik wenden.
     
  3. Tini2763

    Tini2763 Oberlausitzerin

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    Hallo Nicole

    erstmal willkommen bei RO. :) Und dann - die Frage, die du stellst, kann dir keiner beantworten. Aber. Ich hab solche Probleme auch. (Wie setze ich mich bloß durch - ist mein thread.)

    Du wirst in den nächsten Wochen und Monaten immer wieder: "Ja-nein-vielleicht-oder doch nicht??" zu hören kriegen. Immer, wenn du dann verunsichert bist, lies hier http://www.rheuma-online.de/krankheitsbilder.html
    und du hast dann evtl. genug Kraft und "Bockigkeit", dich durchzusetzen.

    Ich kann dir sagen, dass das höchst unangenehm ist, aber es ist halt notwendig. (Du hast doch schon eine positive Diagnose - was wollen die denn mehr?!?)

    Also bleib dran und lass dich nicht verusnichern. Und wenn doch - komm hierher quatschen oder in den Chat. Das hilft, um dir Mut zu holen. :D
     
  4. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Nicole,

    zunächst einmal sei herzlich willkommen!

    Du schreibst, man habe zunächst eine "reaktive" Arthritis diagnostiziert. Hatte man Dir damals auch gesagt, um welche vorherige Infektion es sich handelte? Mich wundert auch die alleinige Behandlung mittels Cortison ...

    Ja, bitte bleib unbedingt am Ball und lass Dich nicht abspeisen! Entzündlich-rheumatische Erkrankungen beginnen oft nicht lehrbuchgemäß, und stets sollten Anamnese und das klinische Bild für die weitere Strategie ausschlaggebend sein.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  5. Nicole.

    Nicole. Guest

    Beschwerden bei Infekt?

    Hallo und vielen Dank für Eure schnelle Antwort.
    Irgendwie habe ich ja doch gehofft, Ihr schreibt "NEIN, das hört sich aber gar nicht nach Rheuma an!" Schade eigentlich. Aber nun denn. Nun weiß ich aber, daß ich wirklich weiter suchen muß, auch wenn der Rheumatologe anderer Meinung ist. Meinem Hausarzt vertraue ich wohl. Der wird wohl weiter verfolgen, was die Ursache ist. Wenn ich auch glaube, daß er von Rheuma noch nicht so überzeugt ist. Aber dafür hat er mich ja sofort an den internistischen Rheumaarzt überwiesen. Das da 5 Monate Wartezeiten sind, das ist unglücklich. Nun habe ich aber herausgefunden, daß hier in Schleswig-Holstein eine Rheumaklinik in Bad Bramstedt ist. Kennt einer von Euch die?

    Was mich aber noch viel mehr interessiert: Ist es Rheumatpisch, daß man, wenn man einen Infekt durchlebt, mehr Schmerzen hat? So hat mich das Wochenende ein Magen/Darm-Infekt niedergestreckt und ich hatte starke Schmerzen in den Knien und Rücken. Gehen und sitzen war wirklich ein Problem. Im Liegen auch ordentlich Schmerzen, aber auszuhalten. Heut geht´s vom Bauch her wieder gut und auch von den Gelenken ist´s besser.

    Ach, ich hatte noch mehr Fragen. Aber ... vergessen. Schlägt Rheuma vielleicht auch aufs Gehirn? ;o)

    Viele Grüße, Nicole
     
  6. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    ....definitiv ja!! *lach*

    liebe nicole,
    reaktive arthritis? aufgrund welcher tests? was lag vor?
    ansonsten erinnert mich dein anfangszustand an meinen, der bis zur
    kompletten bewegungslosigkeit führte.
    (ich habe ra )
    du hast einen rf und eine erhöhte blutsenkung. weisst du etwas
    über dein crp? wenn du das verfahren abkürzen möchtest kannst du
    den anti ccp bei dir testen lassen. u.u. musst du ihn selber bezahlen,
    liegt zwischen 35 und 65 euro. du kannst hier:

    http://rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=16507&page=1&pp=15

    nachlesen über anti ccp. in dem beitrag ist auch eine tabelle, bei welchen krankheiten der anti ccp vorkommt und der rheumafaktor.

    alles gute dir, liebe nicole [​IMG]
    marie
     
    #6 19. Dezember 2005
    Zuletzt bearbeitet: 10. April 2015
  7. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

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    Hallo,
    ich kann Dir aus eigener Erfahrung auch Maries Tipp mit dem CCP - Test empfehlen. Zum Glück hast Du noch keine röntgenologischen Veränderungen! Dazu soll es ja auch möglichst nicht erst kommen! Mehr als die normale Röntgenaufnahme zeigt auch die Szintigraphie.

    Immerhin liegt Dein RF schon etwas über der Norm, das kann im Laufe der jahre schlimmer werden. Deine Beschwerden erinnern mich an meine Anfangszeit. Ich habe seropositive RA. Als bei mir die Blutsenkung und RF endlich in Ordnung waren, zeigte nur noch der CCP an, dass das Rheuma noch nicht unter Kontrolle ist.

    Alles Gute wünscht Dir Susanne