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Guter Naturarzt für Rheumaerkrankungen

Dieses Thema im Forum "Arzt- und Klinik/Reha-Suche" wurde erstellt von mariha, 27. August 2015.

  1. mariha

    mariha Neues Mitglied

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    Hallo ihr alle

    Ich habe folgende Frage: Kennt jemand einen guten Naturarzt der bei Rheumabeschwerden Abhilfe schaffen kann? In der Schweiz oder in Baden Württemberg? .... da man ja des MTX oder andere Basismedikamente vermutlich das ganze Leben lang nehmen muss wäre eine "natürliche" Unterstützung doch gut, so müsste man e.v nur noch die halb so hohe Dosis spritzen :rolleyes: ???

    P.s: Ich habe RA

    Liebe Grüsse Mariha:)
     
  2. Sinela

    Sinela Bekanntes Mitglied

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    Hallo!

    Ich gehe zu einer antdrophosophischen Ärztin in Stuttgart-Möhringen; sie heißt Dr. Albrecht. Ich kann sie nur empfehlen. Sie nimmt sich sehr viel Zeit, kennt sich gut aus mit RA. Die genaue Adresse schicke ich Dir gerne per PN, weil ich nicht weiß, ob ich sie hier reinschreiben darf.

    LG, Inge
     
  3. kal-el

    kal-el Neues Mitglied

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    nö.....

    ....klar ist es nie verkehrt, auf Vitaminspiegel etc.. zu achten,
    aber so, wie Du Dir das vorstellst, funktioniert das nicht, da das MTX eines der Immunsysteme ausschaltet und Dein Körper auf die Art auf die üblichen Behandlungsmethoden kaum mehr passend reagiert.
    Wenn, dann muß man das bluttechnisch überwachen, also gucken, was genau das MTX macht und was da bei Dir passiert und dann das, was der Ganzheitliche vorhat, daran anpassen.
    Bei Behandlungen mit Immunsuppressiva ist alles anders. Ein seriöser ganzheitlicher weiß das.
     
  4. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo Mariha,

    in der Gegend, in der du sucht kenne ich keinen Arzt für Naturheilkunde.

    Aber ich möchte dir sagen, das du da dann genau hinguckst, wenn du bei einem bist, denn auch naturheilkundliche oder heilpflanzliche Mittel können Nebenwirkungen und auch Wechselwirkungen mit Medikamenten haben.

    Außerdem beachte das du dort keine Therapien oder Mittel bekommst, die dein Immunsystem stärken und anheizen, denn deine Erkrankung ist eine Autoimmunerkrankung. Ganz vereinfacht gesagt, dein Immunsystem ackert eh schon viel zu stark, treibst du es dann noch mehr an, dann kann sich deine Erkrankung sehr verschlechtern.

    Von anthroposophischen "Ärzten" halte ich nichts, da ich auch nichts von Rudolf Steiner halte, beides ist miteinander und ineinander immer irgendwie verknüpft! Ein Angehöriger von mir hat durch intensiven Kontakt vor Jahren nun eine Postraumatische Störung, ich finde das schrecklich und traurig. Aber nicht jeder Naturheikundliche Arzt ist ein Anthroposophe, ich würde aber darauf achten.
     
    #4 29. August 2015
    Zuletzt bearbeitet: 29. August 2015
  5. anurju

    anurju anurju

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    Hallo,

    ich habe sehr gute Erfahrung mit "weltoffenen" anthroposophischen Ärzten gemacht - es gibt da sicher solche und solche... Die, die mich behandelt haben, waren Schulmediziner mit Blick über den Tellerrand - und da kann man bei Rheuma schon unterstützend viel machen...
    Ich habe überhaupt nichts von Rudolf Steiner gemerkt oder zu hören bekommen - ein sehr netter Umgang miteinander war spürbar, aber ansonsten kein "dogmatischer Hintergrund".
    Mich hat man in der Paracelsus-Klinik in Bad Liebenzell nach einem sehr schweren Schub toll wieder aufgepäppelt. Aber: man muss schon offen für diese alternativen Therapien sein - z.B. Kunsttherapie, Eurythmie, Fußbäder, Rhythmische Massagen. Dort wird der Körper ganzheitlich behandelt und das schließt auch intensive Anamnese und die Frage nach den Ursachen für die Erkrankung mit ein.
    Die Medikamente von dort helfen mir jetzt noch - insbesondere die tollen Öle und Cremes...

    Es gibt einige anthroposophisch orientierte Kliniken in Deutschland - http://www.anthro-kliniken.de/deutschland.html - ob Bad Liebenzell oder Stuttgart... das wüsste ich jetzt nicht - aber ich ahne, dass du eher ambulante Hilfe suchst - dieser Tipp ist also eher für den Notfall gedacht ;-).

    Liebe Grüße von anurju
     
  6. klee46

    klee46 Mitglied

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    Hallo Mariha,

    in BW gibt es Ärzte, die rheumatische Erkrankungen anthroposophisch behandelt und Schulmediziner sind.
    Wenn es dich interessiert, kann ich dir gerne die Adressen schicken.

    Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht - kann mich anurju nur anschliessen.

    klee46
     
  7. Clara07

    Clara07 Aktives Mitglied

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    Schulmedin kontra Naturmedizin?

    Naturarzt und Anthrophosophische Heilkunst sind himmelweite Unterschiede. Es geht um Karma, Planetensphären, Engelhierarchie... nicht darum in diesem Leben glücklich und arbeitsfähig zu werden. Ein Arzt, der das behauptet, ist kein Anthroposoph. Darum sagen sie lieber nix.;)

    Hallo Mariha,

    in deiner Region kann ich dir jetzt keinen Arzt namentlich benennen.
    In meiner Region, eigentlich in der ganzen Bundesrepublik, gibt es kaum Ärzte, die Naturheilkundliches ausschließen. Manche haben sich zusätzlich zum Studium dafür weiterbilden lassen. Gerade in der Rheumatologie ist die Physiotherapie und gesunde Lebensführung Standard. Im Grunde ist es Volkswissen, sich bei Schnupfen, leichtem Fieber, Magengrimmen, Muskelschmerzen... selbst naturheilkundlich zu behandeln. Darauf bauen die Kassenärzte. Wenn ich mir unsicher bin, schau ich im Internet nach. Ich frage allerdings immer Hausarzt oder Internisten, ob es sinnvoll ist, das auch anzuwenden. Sie nicken es ab. In zwei Rehas (Bad Liebenwerda) habe ich die für mich spezifischen "naturheilkundlichen" Sachen gelernt. Das passiert in jeder Rheuma-Reha.

    Der Streit zwischen Schulmedizinern (die an der Uni studierten) und Naturheilkundlern (die Unstudierten, Heilkundigen, Frauen, Bader, Jahrmarktsschreier, Hexenkünstler) tobte im 19. Jahrhundert. Rudolf Virchow (1821 - 1902) war ein Verfechter der Schulmedizin. Es ging darum das Heilen wissenschaftlich zu machen. Es ging um Erkenntnisse, Hygiene, weniger Kinder- und Müttersterblichkeit, Operationen, Rehabilitation .... Letztendlich studierten dann auch die Militärärzte bei Professoren der Charité. Die Hebammen erhielten eine ordentliche Ausbildung. Die Heilpraktiker mussten eine staatlich anerkannte Prüfung ablegen.

    Manchmal schlug das Pendel zu sehr in die eine oder andere Richtung aus. So diagnostizierte die Charité Otto von Bismarck mit einer unheilbaren, zum Tode führenden Krankheit. Familie von Bismarck hatte einen äußerst begabten jungen Arzt aus München kennengelernt. Auf die dringenden Bitten Otto von Bismarcks schlug dieser Doktor, Ernst Schweninger (1850 - 1924), eine Erfolg versprechende Stellung in München aus und folgte Bismarck nach Berlin. Bismarck verschaffte ihm einen Posten an der Charité, wodurch Neid und Feindschaft vorprogrammiert waren.

    Schweninger war nicht nur ein ausgezeichneter Wissenschaftler, Arzt, Medizinhistoriker, er ging auch mit offenen Sinnen durch die Welt. Er erkannte bei Bismarck wie auch bei vielen anderen seiner zahlenden (und nicht zahlenden) Patienten, dass Krankheiten durch eine andere Lebensführung gelindert wurden oder überhaupt nur daran lagen. Er prüfte, was an Erkenntnissen der "Naturheilkundlchen" helfen konnte, machte Bäder, Diäten, Einreibungen, Wickel, Bewegung, Gymnastik als Heilmethode gesellschaftsfähig. Er zog darin gut Ausgebildete mit ein, lernte von ihnen und schulte sie. Ernst Schweninger, als berühmte Persönlichkeit, verknüpfte die Naturheilkunde Ende des 19. Jahrhunderts wieder mit der Schulmedizin.

    Sein Schüler, der Arzt Georg Groddeck (1866 - 1934), führte Schweningers Schul- und Naturheilkundliche Medizin weiter und verknüpfte diese mit der neu entwickelten Psychiatrie. In enger Zusammenarbeit mit Freud und seinen Schülern entwickelte Georg Groddeck die Psychosomatik.

    Heute können wir auf Erkenntnisse aufbauen, die den Menschen als physisches, seelisches, geistiges Wesen in seinem Umfeld ansehen. Apparatemedizin beweist geradezu, dass es so ist. Man muss sich nur einmal die Hirnforschung vor Augen führen.

    Unser Problem ist, wie ich es empfinde, immer noch das selbe wie 1800. Es sind die Raffkes und Erfolgssüchtigen, die verhindern, dass Menschen sich gegenseitig helfen. Es ist Verzweiflung, die kranke Menschen solchen Marktschreiern folgen lässt.

    Liebe Grüße
    Clara

    PS: Ich musste es schreiben. Ihr kennt mich doch. ;)
     
    #7 30. August 2015
    Zuletzt bearbeitet: 30. August 2015
  8. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @Clara07

    Du darfst schreiben, was Du willst ;)

    Wenn ich es richtig verstanden habe, möchte Mariha (ist sie eigentlich noch da??) einen "Naturarzt" finden, der ihr ermöglicht, MTX (das sie offenbar nicht grundsätzlich in Frage stellt) zu reduzieren.
    Hm, durchaus legitim.

    Was ich dazu sagen kann: wenn die Hälfte MTX wirklich reicht (das ist manchmal der Fall, deutlich öfter nicht.....), kann man die auch mit Schulmedizinern erreichen.
    Womit ich natürlich nichts gegen den prinzipiellen Wunsch nach "Naturmedizin" gesagt haben will - auch wenn ich den Begriff etwas anders verstehe als das vermutlich Mariha tut.

    Allerbeste Grüße, Frau Meier