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Guten Abend, auch ich bin neu hier.

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Halloween, 23. Dezember 2004.

  1. Halloween

    Halloween Guest

    Ich bin w., 41 und finde es wunderbar, wie nett Ihr hier miteinander umgeht. Ich habe das Gefühl, dass man hier gut aufgehoben ist.

    Ich habe auch gleich eine Frage: vor 4 Monaten habe ich einen ziemlichen Rheumaschub bekommen (alle Gelenke befallen), davor schon seit ca. 10 Jahren immer mal wieder ein Gelenk (Knie, Ellenbogen, kleiner Finger etc.). Habe mich dann aber noch 2 Monate damit rumgequält, bis ich zum Arzt ging, weil ich immer hoffte, es geht auch wieder weg.

    Das war aber ein Irrtum, und vor 4 Wochen wurden dann tatsächlich auch Rheumafaktoren im Blut nachgewiesen. Für mich schrecklich, weil ich immer ein beweglicher, aktiver Mensch war. Ich bin also seitdem bei einem Internisten in Behandlung, der mir sagte, es ist Weichteilrheumatismus.

    Seit dem nehme ich Azulfidine, und der Arzt gab mir auch gleich sehr hoch dosiertes Cortison (Prednisolon, 100 mg/Tag), das innerhalb von 12 Tagen aber wieder bis auf 10 mg "runtergeschlichen" wurde. Von 25 mg auf 10 mg ging es innerhalb von 2 Tagen. Als ich dann den 3. Tag 10 mg nahm, bekam ich abends eine ziemlich heftige Kopfschmerzattacke (das kenne ich kaum an mir), und morgens hatte ich ein dick geschwollenes und gerötetes Gesicht, und dieser rote Hautausschlag breitete sich innerhalb von 3 Tagen immer mehr aus. Es juckt und brennt heftig, sieht aus wie Masern und juckt wie Windpocken. Ich bin natürlich gleich zum Arzt, der sich aber keinen Reim drauf machen kann. Wir haben auf allergische Reaktion auf Azulfidine (Wirkstoff Sulfasalazin) getippt und das erstmal abgesetzt, obwohl der Arzt meinte, das ist unwahrscheinlich, weil allergische Reaktionen gleich am Anfang kommen würden und nicht erst nach 12 Tagen.

    Meine Frage nun: Kennt das jemand von Euch? Ich habe im Forum gelesen, das solch ein Hautausschlag auch bei zu schnellem Runterfahren von Cortison kommen kann. Ich habe also jetzt erst mal wieder 2 Tage 20 mg genommen, und der Arzt sagt, wir werden das mit dem weiteren Runterfahren dann langsamer machen, in 2,5-er Schritten.

    Es wäre toll, wenn jemand von Euch etwas dazu sagen kann, ich bin wirklich besorgt, weil es sich immer mehr ausbreitet und ich nachts kaum schlafen kann.

    Erst einmal viele Grüße
    von Halloween
     
  2. Neli

    Neli Optimistin

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    Hallo Halloween,

    gut, daß Du zu uns gestoßen bist.
    Du wirst hier viele Erfahrungen sammeln und vielleicht
    auch etwas Freude und Glück durch den Umgang mit Gleichgesinnten
    bzw. gleich Kranken haben.
    Soweit ich weiß, hat man bei Fibro keinen Rheumafaktor im Blut,
    und daß Du eine Basistherapie bekommst, das spricht auch dagegen.

    Ich würde Dir raten, sobald wie möglich einen internistischen Rheumatologen
    aufzusuchen, weil der einfach erfahrener mit diesen Krankheiten ist.

    Mein Mann bekam auch kurze Zeit Azufidine
    und bekam nach ca. 2 Wochen auch einen Ausschlag am ganzen
    Körper. Vielleicht hilft Dir vorübergehend ein Antiallergikum,
    das in der Apotheke freiverkäuflich ist, um den Juckreiz loszuwerden.

    Ich bin seit ca. 3 Jahren hier im Forum und es tut mir sehr gut,
    hier zu sein. Außerdem habe ich hier sehr viel gelernt, nicht nur
    in Bezug auf Krankheiten, sondern über Menschlichkeit, viel
    Herzlichkeit usw. Und die Computerfähigkeiten, die ich hier erworben
    habe, möchte ich auch erwähnen, da ich erst im Alter von 65 Jahren
    damit vertraut gemacht wurde.

    Ich wünsche Dir ein glückliches Weihnachtsfest
    und daß Du bald einen guten Arzt findest.

    Viele liebe Grüße
    Neli
     
  3. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Kortison

    Hi Hallowen
    Die von Dir beschriebenen Probleme können durchaus mit dem Kortison und auch mit einer zu schnellen Reduzierung zu tun haben. Einerseits kann es zu Wassereinlagerungen (z.B.rundliches Gesicht) kommen , aber auch zu allergischen Reaktionen.
    Eine Kortikoid- Therapie (Kortison) drosselt die körpereigene Kortisolbildung. Beim zu schnellen Absetzen (Ausschleichen) kann es schon einmal zu Stoffwechselstörungen kommen, die sich auch wie beschrieben äußern können.
    Das ist aber reduzierbar bzw. nach Absetzen regelt sich das wieder ein.
    Eine andere Möglichkeit wäre eine bei Sulfasalazin beschriebene Nesselsucht als mögliche Nebenwirkung.
    Also mit dem Arzt ablklären.
    Ja soweit erstmal und gute Besserung "merre"
     
  4. Halloween

    Halloween Guest

    Liebe Neli, liebe Merre,


    vielen Dank für Eure Antworten und Ratschläge. Ich denke, ich werde mir wirklich über kurz oder lang einen anderen Arzt suchen. Es war nur schon schwer, bei einem Rheumatologen in der Nähe von Hamburg bzw. Lüneburg überhaupt unter 4 Monaten einen Termin zu bekommen, deshalb dachte ich, ein Internist müsste sich damit ja auch auskennen.

    Herzlichen Dank noch einmal.
    Viele Grüße + einen guten Rutsch ins Jahr 2005
    Halloween
     
  5. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Auch von mir ein herzliches Willkommen,

    ich muss Neli rechtgeben. Das frühere Weichteilrheuma wird heute Fibro genannt. Hierbei werden weder Rheumafaktoren im Blut festgestellt, noch hilft Cortison.
    Wenn bei Dir das Cortison angeschlagen hat, ist das ein Zeichen dafür, dass Deine Beschwerden nicht bzw. nicht ausschließlich von einer Fibromyalgie herrühren (es gibt auch viele die unter einer sog. sek. Fibro leiden, d.h. eine Fibro hat sich auf eine bereits vorhandene rheumatische Erkrankung aufgesattelt (übrigens gibt es über 400 verschiedene Arten rheumatischer Erkrankungen).

    Die Begriffsbenutzung "Weihteilrheuma" zeigt, dass der betr. Arzt anscheinend nicht ganz auf den neusten Stand der Forschung ist (vorsichtig ausgedrückt).
    Auch ich würde Dir raten: Such einen internistischen Rheumatologen auf, es gibt hier zwar auch schwarze Schafte, aber vielleicht kann Dir hier im Forum ja jemand einen guten Rheumatologen enpfehlen.
    Wie wäre es z.B. mit der Rheumaambulanz der Medizinischen Hochschule in Hannover (ist für "normale" Rheumaerkrankungen eigentlich sehr gut - mit Lupus bzw. Verdacht auf Lupus würde ich allerdings woanders hingehen. Auch Prof. Kuipers im Rotekreuzkrankenhaus in Bremen ist sehr zu empfehlen.
     
  6. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Halloween,

    hier kommt auch noch ein Willkommensgrüßle aus Tirol! Schön, dass Du zu uns gefunden hast, jetzt hoffe ich, dass Du auch noch einen guten internistischen Rheumatologen findest.

    Was Du beschreibst, klingt ganz klar nach entzündlichem Rheuma. Mag sein, dass sich da auch noch ein sekundäres Fibromyalgie-Syndrom hinzugesellt hat, das haben leider viele von uns.

    Auch ich war vor vielen Jahren bei einem Internisten, der mich mit "irgendeine Art Weichteilrheuma" abspeiste, mich aber nicht an einen Rheumatologen überwies. Das passierte erst auf Initiative meines neuen Hausarztes, nachdem ich bei ihm mit gut 20 extrem schmerzhaften und deutlich geschwollenen Gelenken aufgetaucht war. Ich habe cP.

    Eine Überempfindlichkeits- bzw. allergische Reaktion ist leider bei jeder nur erdenklichen Substanz dieses Planeten möglich. Es ist aus der Ferne daher unmöglich zu sagen, ob es mit dem Cortison, mit Sulfasalazin, mit einer Immunreaktion, gewissen Speisen oder einem Pflegemittel zusammenhängt.

    Stell doch spezielle Fragen besser ins Forum "Rund um das Thema Rheuma" (oder so ähnlich). Da schauen i.d.R. mehr Leute rein und Du kannst in sehr kurzer Zeit mit Antworten rechnen.

    Einen fröhlichen Rutsch ins Neue Jahr und liebe Grüße!
    Monsti
     
  7. hexewl2

    hexewl2 Guest

    allergische reaktion

    hallo Helloween, ich kenne das mit den Allergien allzugut. Klingt danach das du so wie ich ein Spätreagierer bist auf Medikamente. Meine Ärzte das heißt ein HNO wo ich damals in Behandlung war der leider verstorben ist ziemlich jung hattte damals fest gestellt das ich erst nach ein paar Tagen auf Medikamente allergisch reagieren tue sozusagen ne Spätreaktion. Zumal es ja auch ne weile dauert bis der Wirkstoff von den Medikamenten im Körper angenommen wird. So hatte er mir es damals erklärt mein Tip wäre da ja jetzt Winter ist das du dich zum HNO oder Hautarzt bewegst die Allergietest durchführen und läßt dich auf sämtliche Rheumamedikamente samt Antibiotika testen am optimalsten wäre es wenn du sowas stationär machen läßt wie zum Beispiel in einer Uniklinik dich überweisen läßt da du da 24 Stunden unter Beobachtung bist und die handeln falls du auf irgendwas zu heftig reagieren tust. Haben die bei mir in meiner Jugendzeit in der Uniklinik Eppendorf in Hamburg gemacht ich musste da drei Tage hintereinander erscheinen da die auf alles mögliche getestet haben den großen Test allerdings auf sämtliche Medikamente habe ich allerdings verzichtet. Weißt du denn inzwischen schon an welchem Rheuma du leiden sollst? Das kann man beim Rhematologen speziell in Blutuntersuchungen fest stellen. Mein Rheumatologe hat mich erst mal sehr gründlich untersucht ich hatte das glück als es bei mir fest gestellt worden ist im Mai gerade einen Schub zu haben und seitdem ist auch der Rheumafaktor nachweislich erhöht bei mir. Ich denke aber, das ich schon seit meiner jugendzeit am lRheuma leide nur wer kommt schon da drauf da war das noch nicth so bekannt zu meiner Jugendzeit das es sowas wie Kinderrheuma oder Jungrheuma gibt. Die haben dann damalas bei mir auf alle möglichen Krankheiten getippt und sind so drauf gekommen das ich angeblich angeborene Gelenkfehlstellungen in Füße, Knie, Hüfte, Steißbein und Handgelenken haben soll. Durch Krankenhaus Boberg weil über einen ziemlich langen Zeitraum heftigste Schmerzen in den Handgelenken hattte sind die dann auf Rheuma gekommen weil ich mir in diesem Krankenhaus eine zweite Meinung wegen einer OP holen wollte ob die wirklich notwendig ist. Wie die hier im unsrem krankenhaus meinten. Die haben dann spezielle Untersuchungen gemacht bei mir und haben fest gestellt das meine Rheumawerte extrem erhöht sind sowie die Entzündungswerte im Blut. Die haben mich dann leztendlich weil die Schmerzen nicht besser wurden an einem Rheumatologen in Hamburg überwiesen und durch einen Arzt da der mit meinem Rheumatologen befreundet ist habe ich da auch innerhalb von drei Wochen einen Termin bekommen weil die eigentlich bis Januar Patientenaufnahmestopp hatten. Seit 14 Tagen geht es mir von Rheuma her besser weil ich MTX Corti und Morphium als Schmerzmittel bekomme.Lieben Gruß von hexewl2 ich hoff das ich auch mit meinem Beitrag dir ein wenig helfen konnte. WEnn du mehr fragen hast schicke mir doch eine Mail über die Benutzerliste bin unter hexewl2 im Forum regestriert.
     
  8. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hi halloween,

    auch von mir ein herzliches willkommen!
    wenn du magst, dann schau doch mal unter:
    Rheuma von A-Z
    nach, und zwar unter fibromyalgie.
    einen kurzen auszug kopier ich dir mal hier rein:

    .........................

    Frage: Was ist der Unterschied zwischen Weichteilrheuma und Fibromyalgie?

    Antwort: "Weichteilrheuma" oder "Weichteilrheumatismus" ist keine Diagnose,
    sondern ein Oberbegriff für eine ganze Reihe von rheumatischen Erkrankungen, die sich in erster Linie nicht an den Gelenken oder dem Gelenkknorpel ("Gelenkrheuma"), der Wirbelsäule ("Wirbelsäulenrheuma") oder anderen knöchernen ("harten") Strukturen abspielen, sondern an "weichen" Strukturen wie z.B. dem Unterhautfettgewebe, dem Kapsel-Band-Apparat,
    den Sehnen oder der Muskulatur. Die Rheumatologen halten den Begriff für ungünstig, da er nicht genau genug ist und zu viele Erkrankungen in einen gemeinsamen Topf wirft. Er ist, wenn überhaupt, lediglich geeignet, um große Gruppen von Erkrankungen zu klassifizieren, jedoch nicht, um Erkrankungen in diagnostischen Kategorien zu beschreiben.

    Auch beim "Weichteilrheuma" gibt es entzündliche und nicht-entzündliche Ursachen. So unterscheidet man die nicht-entzündliche Erkrankung des Unterhautfettgewebes (Pannikulose) von der entzündlichen Form (---> Pannikulitis), die entzündliche Erkrankung der Sehne (Tendinitis)
    von nicht-entzündlichen (Tendinosen) oder die entzündlichen Erkrankungen der Muskulatur (Myositis) von den nichtentzündlichen (Myopathie).
    Leider wird heute der Begriff "Weichteilrheuma" oft für das Krankheitsbild der ---> Fibromyalgie verwendet.

    Diese Verwendung des Begriffes ist deshalb nicht sinnvoll, weil die Fibromyalgie damit nicht genau genug von den anderen "weichteilrheumatischen Erkrankungen" abgegrenzt wird.
    ............................................

    lg marie
     
  9. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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    hallo halloween..

    dich möchte ich im neuen jahr auch noch recht herzlich hier willkommen heißen.
    bis vor 3 monaten war ich hier auch täglich im forum..aufgrund persönlicher veränderungen ist es nicht mehr so.

    aber dennoch kann ich es nicht lassen ab und an hier reinzuschnuppern.

    du hast ja bereits schon viele antworten erhalten....und die von marie hätte ich dir auch eingestellt.

    denn weichteilrheumatismus ist durchaus ein eigenständiges "krankheitsbild" ggü.der fibromyalgie....

    nur wird das heute selbst von den ärzten immer wieder "durcheinander" gewirbelt.

    wenn dir cortison geholfen hat,ist es sicherlich nicht nur eine "reine" fibro...aber die gibt es bei erkrankungen entz.herkunft auch gerne obendrauf. (sekundäre fibro).

    falls du für dich mal was schauen möchtest,wenn du eben keine gesicherte diagnose hast..und auch sonst die blutwerte fast normal sind...(was mich interessieren würde, welcher wert bei dir erhöht war?).
    vielleicht interessiert dich der link ja trotzdem:

    [​IMG]

    alles gute
    liebi