Grundschullehramt studieren - Fragen zur Verbeamtung und privaten Krankenversicherung

Dieses Thema im Forum "Krankenkassen und Pflegeversicherung" wurde erstellt von sportskanoneLB98, 30. August 2020.

  1. sportskanoneLB98

    sportskanoneLB98 Mitglied

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    Hallo,
    ich absolviere von September 2020 bis August 2021 das Berufspratikum meiner Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin. Danach möchte ich Grundschullehramt mit den Schwerpunkten Deutsch und Sport studieren. Ich muss jedoch hier in B-W noch den Deltatest machen, damit ich an einer Pädagogischen Hochschule hier mit Fachhochschulreife studieren darf. Ansonsten könnte ich auch in Brandenburg oder Niedersachsen an einer Universität studieren.
    Ich bin aktuell bei der AOK Baden-Württemberg versichert, aber durch meine Eltern beihilfeberechtigt. Leider habe ich für mein FSJ von der privaten zur gesetzlichen Krankenkasse gewechselt, da wir nicht wussten, dass man über die Eltern auch während des FSJs versichert bleiben darf. Zurückwechseln konnte ich nicht mehr, aufgrund meiner kurz davor durchgeführten Hüft-OP.
    Ich habe einige chronische Erkrankungen, wie Hashimoto (+ Schilddrüsenunterfunktion), Rosacea, Raynau-Syndrom und Schuppenflechte. Aktuell bin ich noch in der Abklärung, ob ich an einer Psoriasis-Arthritis leide, da ich an Gelenkschmerzen leide. Ich hatte eine Triple-Osteotomie und eine suprakonyläre Umstellungsosteotomie links. Rechts muss ebenfalls spätestens nach dem Anerkennungsjahr ebenfalls eine suprakonyläre Umstellungsosteotomie durchgeführt werden. Durch die übersehene Fehlstellungen habe ich nun eine Bandscheibenvorwölbung und einen Vorfall erlitten, sowie leichte Arthrose in meiner LWS. Diese Auswirkungen verschlimmern sich jedoch nicht mehr, wenn meine Fehlstellungen komplett behoben worden sind.
    Die Schmerzen an sich legen mich nicht lahm, aber die Erschöpfung bringt mich manchmal echt an mein Limit. Trotz allem, habe ich in meiner kompletten Ausbildungszeit nur 3 Tage im Kindergarten gefehlt. Das schlimmste ist, dass ich von meiner Familie nicht ernst genommen werde.

    Nun meine Fragen:
    1) Kann man mit solchen Erkrankungen später überhaupt verbeamtet werden?
    2) Sollte ich alle Erkrankungen beim Amtsarzt erwähnen, obwohl die Rosacea und das Raynaud-Syndrom beispielsweise nicht therapiert werden und auch keine Probleme mehr bereiten?
    3) Erhöhen sich die Chancen, dass eine private Krankenversicherung mich aufnimmt, wenn ich verbeamtet bin?
    4) Meine Mutter meint, dass ich meine Gelenkschmerzen erst nach einer Verbeamtung weiter verfolgen soll. Aber wenn ich noch weitere 8 Jahre warte, können dann nicht langfristige Schäden entstehen? Die Schuppenflechte wird bereits behandelt und auch beim Rheumatologen bin ich derzeit eigentlich schon in diagnostischer Abklärung.
    5) Wenn ich nicht verbeamtet werden kann, macht es dann mehr Sinn als Quereinsteigerin in der Grundschule einzusteigen?
    6) Oder macht es mehr Sinn, Grundschullehramt zu studieren und sich gesetzlich zu versichern, obwohl man den kompletten Beitrag selbst zahlen muss?

    Sorry für die vielen Fragen, aber im Internet habe ich nichts konkretes dazu gefunden. Vielen dank für eure Mühe, sich den langen Text durchzulesen.

    Liebe Grüße, sportskanoneLB98
     
  2. Heike68

    Heike68 Registrierter Benutzer

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  3. stray cat

    stray cat Bekanntes Mitglied

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    Moin Sportskanone!

    Deine Fragen 1 + 3 hat Heike ja schon beantwortet.

    @ 2: ich bin sicher, dass Ehrlichkeit immer besser ist. Selbst wenn Du es evtl. kurzfristig bereuen würdest. Möglicherweise ist es Dein Traumberuf und vielleicht auch der wirklich richtige Job für Dich - für immer!
    Aber vielleicht eben auch nicht.

    @4: Ich kenne keine Gelenkschmerzen aus dem rheumatischen Formenkreis, deren Behandlung sich 8 Jahre aufschieben lassen. Nicht mal 8 h, um ganz genau zu sein.
    Ich wünsche Dir sehr, dass der Rheumadoc Dir ganz klar sagen kann, dass Du KEINE dieser Erkrankungen hast und Du die Ursache woanders findest! Und falls Du Psoriasis Arthritis hättest, würden 8 unbehandelte Jahre mit Sicherheit viele Schäden verursachen, die Schmerzen Dich aber vermutlich vorher an die Grenzen der psychischen Belastbarkeit treiben.

    Alles Gute! cat
     
    #3 30. August 2020
    Zuletzt bearbeitet: 30. August 2020
  4. sumsemann

    sumsemann Registrierter Benutzer

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    Ich würde mir überlegen, ob ich wirklich Sport als Studienfach wählen würde bei Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung. Ich bin selber Grundschullehrerin und weiß, wie anspruchsvoll das Studium und später der Unterricht ist. Da musst du wirklich topfit und belastbar sein.
     
  5. Lolobs

    Lolobs Aktives Mitglied

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    Da kann ich dir nur zustimmen. Habe auch Sport studiert, als ich noch gesund war und das bedeutet viele Stunden Sport praktisch pro Tag und mit dem Rheuma war ich im Sportunterricht so stark eingeschränkt das ich immer improvisieren musste. Da ich nicht so vor und mitmachen konnte wie es nötig gewesen wäre.
     
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  6. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Den Rat oder die Gedanken und Empfehlungen deiner Mutter kann ich nicht verstehen und finde sie nicht gut.

    Ich bin Mutter von drei Kindern, alle drei sind erwachsen, das älteste ist jetzt 36 Jahre alt, sowas wie deine Mutter dir da empfiehlt würde ich meinen Kindern niemals empfehlen oder raten.

    Falls du jetzt doch eine entzündlich rheumatische Erkrankung wie zum Beispiel PSA hast und das erst in etwa 8 Jahren weiter abklären lässt, da könnten dann, wenn es so sein sollte ja schon etliche nicht wieder gut -zumachende bleibende Schäden entstanden sein. Die Aussage deiner Mutter verstehe ich absolut nicht, macht die sich denn gar keine Gedanken um deine Gesundheit? Zählt für deine Mutter nur der Beruf der Erfolg damit ihres Kindes? Oh man, das darf doch nicht wahr sein, ich als Mutter von drei mittlerweile erwachsenen Kindern kann dir nur raten das alles zeitnah abklären zu lassen.
     
    #6 31. August 2020
    Zuletzt bearbeitet: 31. August 2020
  7. sportskanoneLB98

    sportskanoneLB98 Mitglied

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    @Lagune: Eigentlich ist meine Mutter nicht so. Sie ist sogar mit zu meinem ersten Rheumatologentermin gekommen. Ich bin mir sicher, dass sie ihren Vorschlag nicht durchdacht hat. Wenn jetzt irgendwas herauskommen sollte, wird sie mich unterstützen, wo sie kann. Das weiß ich! Aber sie ist jemand, der Erkrankungen erst zu 100% ernst nimmt, wenn sie diagnostiziert wurden. Bei ihr ist es dasselbe...

    @sumsemann und Lolobs: Danke für eure Antworten. Ja, die Zweifel hatte bzw. habe ich auch. Ich hatte Sport als Leistungsfach in der schule, was sehr anspruchsvoll war. Aber da hatte ich nur Probleme mit meiner Hüfte, keine Müdigkeit und andere Gelenkschmerzen. Aber als Erzieherin zu arbeiten, ist doch auf Dauer mit Rheuma auch nicht möglich oder? Außer natürlich, man arbeitet in der Beratung oder ähnliches, doch das will ich nur sehr ungern.

    @stray cat: Ja, da hast du recht. Dann werde ich meine Probleme auf jeden Fall abklären lassen, zumal sie bereits seit ca. 4 Jahren oder länger bestehen.

    Zum Thema Beruf:
    Ich weiß, dass ich in Sachkunde nicht reinkommen werde, da ich einen doppelt so guten Abischnitt brauche, wie ich ihn habe. Kunst und Musik, Mathe und Religion schließe ich eigentlich von vorne herein aus. Sport und Sachkunde sind deshalb die einzigen Fächer zu Deutsch, die ich als ich Hauptfach wählen würde.
    Was ich zu 100% weiß, ist, dass ich auf jeden Fall noch eine zweite Ausbildung oder ein Studium absolvieren möchte. Ich kann mir nicht vorstellen, bis zu meiner Rente in diesem Beruf zu arbeiten. Als Alternative könnte ich mir auch die Ausbildung zur "Pflegefachfrau mit Schwerpunkt Kinder" oder "Notfallsanitäterin" vorstellen, da auch mein medizinisches Interesse enorm ist. Ich hatte auch bereits eine Ausbildungsstelle zum Krankenpfleger, habe mich aber für die Fachhochschulreife entschieden. Aber die beiden Berufe sind wahrscheinlich von den Voraussetzungen nicht viel besser als Erzieherin, oder?
    Falls hier Erzieher, Notfallsanitäter, Pflegefachfrauen bzw. -männer oder Grundschullehrer mit Schwerpunkt Sport unterwegs sind, könnt ihr natürlich gerne von euren Erfahrungen berichten. Aber auch über andere Meinungen würde ich mich freuen.

    Ich werde jetzt erstmal meine Ausbildung beenden und dann weiter schauen.
     
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  8. Ducky

    Ducky Registrierter Benutzer

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    Hallo Sportskanone,

    du kannst als Erzieher auch in behindertenbereiche.
    Bei uns wohne psychisch beeinträchtigte und wir haben Erzieher als Betreuer.
    Häuser der Jugend gehen auch etc
     
  9. allina

    allina Bekanntes Mitglied

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    Hallo Sportskanone,

    die Berufsalternativen zu Grundschullehrerin sind meines Erachtens bei Gelenkschmerzen auch nicht gerade sehr geeignet. Ich glaube, dass Notfallsanitäter, Pflegefachfrau etc. auch sehr ihre Gelenke beanspruchen müssen.

    Und darf ich fragen warum Mathe, Kunst und Musik auf Gundschulniveau ausscheiden?
     
  10. sportskanoneLB98

    sportskanoneLB98 Mitglied

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    @allina: Ja, das dachte ich mir schon. Mathe macht mir überhaupt keinen Spaß und ich habe deshalb das allgemeine Abitur abgebrochen. Durch eine Bekannte weiß ich allerdings, dass man Mathe als Grundfach schafft, auch wenn man Probleme damit hat. Musik geht auch nicht, da ich ziemlich unmusikalisch bin. Es reicht zwar für den Kindergarten, aber wenn ich Musik als Hauptfach unterrichte, habe ich täglich Musik, was ich nicht möchte. Und Kunst würde mir zwar Spaß machen, aber zum einen muss man eine Mappe erstellen bevor man sich bewirbt an der Uni (das wäre nicht so problematisch) und zum anderen kann ich nicht auf Druck kreativ sein. Ich müsste jeden Tag etwas "produzieren", dafür habe ich jedoch zu wenig Leidenschaft. Als Nebenfächer sind die Fächer gut, aber als Hauptfächer sind sie nichts für mich. Und Religion scheidet aus, da ich selbst nicht wirklich an Gott glaube und so dieses Fach nicht aus Überzeugung unterrichten kann.
     
  11. allina

    allina Bekanntes Mitglied

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    Wie wäre es mit Ethik als Alternative zu Religion?
     
  12. sportskanoneLB98

    sportskanoneLB98 Mitglied

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    @allina: Das würde mich zwar interessieren, aber in den Unis bzw. Hochschulen, wo ich studieren kann, gibt es dieses Fach nicht.

    @Ducky: Ich habe bereits ein Praktikum mit Jugendlichen und mit Behinderten gemacht. Auch mit psychisch Erkrankten habe ich Erfahrungen, zwar nicht beruflich, aber privat. Die Praktika haben mir zwar Spaß gemacht, aber mich nicht voll erfüllt. Ich könnte mit diesen Gruppen nicht lange arbeiten, das weiß ich.
    Ich möchte auf jeden Fall mit Kindern arbeiten, weshalb ich auch Grundschullehramt studieren oder Kinderkrankenschwster werden möchte.
     
  13. Lolobs

    Lolobs Aktives Mitglied

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    Oder Sozialpädagogik als Alternative?
    Als Grundschullehrerin sind die Fächer ziemlich egal und eigentlich nur für die Bewerbung wichtig. Mathe zum Beispiel hat viel bessere Einstellungschancen als Deutsch. Und Religion und später Ethik als Studium hat ja auch eine Chance und ist nicht so Gelenkbelastend.
    Denke das mit Rheuma ein Studium definitiv möglich ist. Aber hast du mal ein Praktikum gemacht? für mich war es als die Gelenkbeschwerden stark wurden schon eine ganz schön starke Herausforderung mit vielen Fehlzeiten und das ist im System Schule schon ganz schön schwierig. Und bevor andere Erkrankungen dazu gekommen sind, hat meine Hausärztin da eigentlich schon gesagt, dass 50 Prozent das höchste ist wOmit ich rechnen kann.
    deswegen die Idee mit Sozialpädagogik, da gibt es viele Bereiche, wo man flexibler ist und auch besser auf Probleme eingehen kann und mal Zeiten schieben kann, aber mehr als bei Erziehern machen kann.
     
  14. stray cat

    stray cat Bekanntes Mitglied

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    Liebe Sportskanone,

    ich glaube, dass Dein Plan, erst die Diagnose zu finden und dann Deine 2. Ausbildung anzupeilen gut ist.

    Aber sicher sind Gedankenspiele sehr schön und auch sinnvoll!
    Also werfe ich mal in unseren Gedankentopf, dass neben der Kinderkrankenschwester auch Hebamme ein sehr schöner und wichtiger Beruf ist. Beide mit sehr hohem Anspruch an das Verantwortungsniveau, beide im medizinischen Bereich und beide profitieren von Engagement und Menschenliebe. Zu Kindern und zu den Eltern.
    Und wenn Du irgendwann Lust bekommen solltest, die Welt zu erobern, mit beiden Berufen fändest Du in der Welt eine Anstellung und würdest außerdem unendlich viel dazulernen.

    Herzliche Grüße, cat
     
  15. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Sportskanone!
    Davon kann ich dir nur abraten, ich kann zwar den Gedankengang deiner Mutter nachvollziehen, aber im Fall von einer entz. Rheumaerkrankung wäre es fatal, 8J Zeit verstreichen zu lassen, bevor eine adequate Therapie, selbstverständlich nach Diagnosestellung, begonnen wird.

    Ich kann dir nur von mir berichten, ich bin Krankenschwester und habe massive Bandscheibenprobleme, wurde 2x operiert und hatte aber schon vor den Bandscheibenprobleme immer massive Rücken und ISG-Probleme gehabt. Außerdem hatte ich in jungen Jahren eine sehr ausgeprägte Schuppenflechte, die hat sich gebessert und ich habe nur ab und zu auf dem Kopf noch Stellen.
    Aufgrund der Bandscheibenproblematik und der fehlenden Psoriasis Hautstellen wurde eine PsA immer negiert, es hat immer geheißen, daß alles mit den Bandscheiben und dem Beruf zusammenhängt.

    Um das ganze abzukürzen, nachdem nach den Bandscheiben-Op's weiterhin massive Rückenprobleme da waren und ich eine Psoriasis pustulosa (an den Fingerkuppe) entwickelt habe, wurde ein Knochenszintigramm gemacht und siehe da es ist doch eine Spondylarthritis mit peripherer Gelenkbeteiligung, eine Psorisis Arthritis.
    Das Problem jetzt, die moderne Rheumatherapie kann neue Gelenkentzündungen in Schach halten, aber die Gelenke, die schon geschädigt sind, an denen kann nichts mehr verbessert werden, deshalb mein Rat, du solltest jetzt den eingeschlagenen Weg weiterverfolgen, also Diagnosestellung vorantreiben und dann, falls eine Rheumadiagnose rauskommt, eine entsprechende Therapie, je früher umso besser.

    Du schreibst, daß Du schon Praktikas gemacht hast, im Krankenhaus auch? Leider ist der Beruf körperlich doch sehr anstrengend, wenn Du in die Pädiatrie gehst, dann sind die Patienten zumindest nicht so schwer, wie in der Erwachsenenpflege, aber da solltest Du zumindest dran denken, wenn es um die Berufswahl geht

    Das sehe ich genauso, ich weiß nur vom Schwiegersohn, der sich beim Fußball eine Schulterverletzung zugezogen hat, wo Einschränkungen geblieben sind, dem wurde damals von einem Sportstudium komplett abgeraten und es steht ja nicht nur Rheuma im "Raum", Du hattest auch schon Hüft-Op's und selbst wenn die Op erfolgreich verlaufen ist, sollte man operierte Gelenke nicht überstrapazieren, was in einem Sportstudiumg schnell mal der Fall ist, um nicht eine verfrühte Arthrose im operierten Gelenk zu provozieren.
     
  16. sportskanoneLB98

    sportskanoneLB98 Mitglied

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    @Lolobs: Ja, ich habe bereits ein Praktikum in der Grundschule gemacht. Und auch im Hort habe ich schon gearbeitet. Das Beibringen von Wissen auf eine pädagogische Art und Weise fand ich sehr spannend und hat mir viel Spaß gemacht. Das Problem ist, wenn ich Mathe als Hauptfach nehme, studiere ich dieses Fach mit normalen Mathematikstudenten. Ich lerne genau das, was sie lernen. Also ist das Niveau höher als das Matheabitur. Und von Studenten weiß ich, dass viele beim Grundfach Mathematik bereits Nachhilfe nehmen müssen, da sie es sonst nicht schaffen.

    @josie16: Ja, ich habe ein Praktikum auf der inneren Station in einem Krankenhaus gemacht. Dort musste ich beispielsweise einem beinamputierten Mann vom Rollstuhl ins Bett helfen und ihn umlagern. Jedoch hatte ich damals noch keine OP, sondern nur links leichte Schmerzen. Mein Operateur hat mir leider damals auch schon vom Sportstudium abgeraten. Das Praktikum war allerdings auch nur 2 Wochen lang und deshalb kann ich den Beruf des Krankenpflegers kaum beurteilen. Ich werde dann wahrscheinlich eine Ausbildung in diesem Beruf vergessen können, da ich auch Rückenschmerzen und Bandscheibenprobleme habe. Meine Gesundheit riskieren will ich natürlich nicht.

    @stray cat: Diesen Beruf habe ich mir auch angeschaut. Ich bin mir aber wegen den Zukunftsaussichten nicht sicher. Ich weiß, dass Hebammen gebraucht werden, aber viele sind unzufrieden. Sollte man sich nicht selbstständig machen oder wird man auch im Krankenhaus als Hebamme gebraucht?

    @alle: Hat schon mal jemand von dem Beruf Physician Assistant gehört? Das ist ein Bachelorstudiengang und hat sich im Ausland bereits durchgesetzt. Das ist ein Arztasisstent, der von Arzt deligierte Aufgaben, wie Wunden nähen, Anamnesegepräche,. ..erledigt oder sogar im OP assistieren darf. Man steht sozusagen zwischen Pfleger, Arzt und Patient. Man hat weniger anstrengende Arbeiten wie in der Pflege, aber auch weniger Verantwortung wie ein Arzt. Und man verdient mehr als ein Pfleger.
    Da aber der Beruf in Deutschland noch nicht lange existiert, wollte ich hier mal nachfragen, ob jemand das studiert und welche Erfahrungen jemand damit gemacht hat.
     
  17. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Sportskanone, ich möchte dir den Beruf keinesfalls ausreden, wo wir doch dringend Pflegekräfte brauche, aber Du solltest dir auf alle Fälle Gedanken darüber machen, es wäre schade, wenn Du die Ausbildungszeit "überstehst" und dann aber feststellen mußt, daß es für dich körperlich nicht machbar ist. Wie gesagt, die Alternative Pädiatrie kann ich mir besser vorstellen, aus den oben genannten Gründen.
    Leider kenne ich es aus der Praxis nicht, da bin ich schon zu lange draußen, es hört sich aber interessant an.Vielleicht meldet sich noch jemand, der einen Einsatz schon aus der Praxis kennt, allerdings könnte ich mir schon vorstellen, daß Du viele Wege zurückzulegen hast.
     
  18. Maine Coonchen

    Maine Coonchen Registrierter Benutzer

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    Liebe Sportskanone,
    aus meiner Sicht beende erstmal deine Ausbildung. In der Zeit solltest du erstens die Abklärung auf PSA in Angriff nehmen, da bisher keine gesicherten Diagnose und wenn dann vorhanden die Ausprägung der Erkrankung bei dir noch nicht gesichert ist. Vielleicht hast du Glück und bist an einer leichten gut threrapierbaren Form erkrankt ohne große Begleiterkrankungen.
    Und zum zweiten bist du mir bei deiner beruflichen Weiterbildung zu sprunghaft. Grundschullehrer müssen des Öfteren auch andere Fächer vertreten und ich frage dich wieso du Geundschullehrerin werden möchtest und dich bei der Fächerwahl so einschränkst. Du schreibst Mathe etc. sind keine Fächer für dich und du legst deinen Fokus nur auf die 2 genannten Fächer, da frage ich mich wieso dann Grundschullehrerin? Genau so vielfältig sind deine Alternativen von Rettungssanitäter, welches eine schwere und belastende Tätigkeit ist und für mich als Laiin es schwierig erscheint mit erkrankten Hüften zum Beispiel eine schwere Person auf eine Liege zu transportieren und das dauerhaft dein Berufsleben lang. Genau so dein Pflegegedanke, der auch dann auf Kinder eingeschränkt ist.
    Und was mir auffällt ist der große Wunsch in der PKV versichert zu sein? Beeinflusst dieses eventuell deinen Berufswunsch? Sei mir nicht böse, aber so empfinde ich es und ich bin halt ein offener und ehrlicher Mensch.

    Deshalb kann ich dir nur den den Rat geben, überstürze nichts, beachte deine körperlichen Einschränkungen und suche dir danach einen Beruf den du länger ausüben kannst.
     
  19. kleine Eule

    kleine Eule Registrierter Benutzer

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    Hallo Sportskanone,

    vielleicht wäre Sonderpädagogik für Dich eine Alternative? Da brauchst Du in vielen Bundesländern nur noch ein Hauptfach zusätzlich. Wenn Du Dich für Medizin interessierst, ist das keine schlechte Grundvoraussetzung in diesem Bereich.

    Studium halte ich definitiv für sinnvoller als Quereinstieg. Wenn ich so sehe, wie das hier mit dem Quereinstieg läuft ...

    Auch ohne Verbeamtung ist im Schuldienst eine sichere unbefristete Anstellung drin. In bestimmten Punkten hat das durchaus auch Vorteile, z.B. Reha über DRV oder vereinfachter Bundeslandwechsel. Es muss nicht immer die Verbeamtung und PKV sein.

    Eine Berufswahl würde ich nicht an der Frage der Krankenversicherung oder der Möglichkeit der Verbeamtung festmachen, sondern an eigenen Interessen und Talenten. Alles andere findet sich.
     
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  20. sportskanoneLB98

    sportskanoneLB98 Mitglied

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    @Maine Coonchen: Vielen Dank für deine offene und ehrliche Meinung.
    Ich weiß, dass meine Berufswünsche sehr sprunghaft sind. Ich habe drei Leidenschaften, zum einen mit Kindern zu arbeiten und ihnen etwas beizubringen. Da finde ich Grundschullehramt sehr passend. Dabei kann ich dies mit meiner zweiten Leidenschaft, dem Sport, verbinden. Ich unterrichte die Kinder gerne auch in anderen Fächern, aber ich habe keine Lust mich durch ein Hauptfach im Studium zu quälen, nur um Grundschullehrer zu sein. Das kann natürlich sein, dass dieser Studiengang mit einer solchen Einstellung nicht zu 100% passend für mich ist. Auf der anderen Seite liebe ich die Medizin. Ich hatte ja bereits einen Ausbildungsplatz als Krankenpfleger, aber stattdessen die Fachhochschulreife gemacht. Auch in der Freizeit beschäftige ich mich total gerne mit Medizin. Dass Notfallsanitäterin und Krankenpflegerin nicht vorteilhaft für meine Gesundheit ist, ist mir bewusst. Eine Alternative wäre der "Physician Assistent". Ansonsten fällt mir keine ein.
    Zudem waren meine Gelenkschmerzen und die Erschöpfung zu Beginn meiner Ausbildung noch nicht so schlimm. Und währenddessen habe ich festgestellt, dass ich den Beruf zwar sehr mag, ihn jedoch nicht mein Leben lang praktizieren möchte. Deshalb suche ich nach Alternativen.
    Bezüglich der privaten Krankenversicherung kann ich das nicht bestätigen. Ich war bereits privat versichert und Beihilfe berechtigt. Ich sehe mehr Nachteile als Vorteile im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung. Man hat zwar kürzere Wartezeiten beim Facharzt, aber viel mehr Bürokratie, man muss alles vorauszahlen und sehr oft Widerspruch einlegen. Außerdem komme ich mit meinen Vorerkrankungen sowieso nur mit geringer Wahrscheinlichkeit rein. Ein Vorteil sehe ich allerdings darin, als Grundschullehrer verbeamtet werden zu können. Doch auch da ist die Wahrscheinlichkeit gering. Trotzdem würde ich Grundschullehramt studieren und eventuell später als angestellter Lehrer arbeiten da ich meinen Berufswunsch davon definitiv nicht abhängig mache.
    Aber ich weiß, dass ich erstmal meine Ausbildung beende und meine Gelenkschmerzen abklären lasse. Und dann schaue ich, wie ich mich beruflich neu orientiere.

    @kleine Eule: Ja, das habe ich mir auch überlegt. Aber ich habe bereits ebenfalls mit behinderten Kindern gearbeitet. Diese waren teils mehrfachbehindert, die meisten hatten eine schwere geistige Behinderung. Das ist zwar interessant, aber ich weiß nicht, ob ich das bis zur Rente psychisch durchhalten würde (das hat jedoch private Gründe).
     
    #20 31. August 2020
    Zuletzt bearbeitet: 31. August 2020
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