grüne Smoothies

Dieses Thema im Forum "Ernährung" wurde erstellt von Belita, 14. April 2015.

  1. Supersol

    Supersol Neues Mitglied

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    Hallo Ihr Lieben,

    habe selber die Erfahrung gemacht, dass mit Ernährung einiges in Griff zu bekommen ist.
    Über Jahre haben sich bei mir Symptome manifestiert, die immer schlimmer wurden. Entzündete Handgelenke, Schmerzen in der/den Schulter/n, die so schlimm wurden, dass ich zum Notarzt musste (lt. Orthopäde Impingement - lt. Notarzt "Frozen Shoulder"), immer öfter Hexenschuss, der auch immer schwieriger wieder in den Griff zu bekommen war. Teilweise von jetzt auf gleich steife Hand ... wobei die Schultern mit das schlimmste waren, weil diese Schmerzen so unerträglich waren).
    Zunächst kein Verdacht auf Rheuma - dann - nach dem 3. Besuch bei der Rheumatologin nach dem Bluttest ein Anruf von der Ärztin "beginnende rheumatische Erkrankung" ... oh Gott, wenn dass jetzt nur der Beginn sein soll ....

    Ich hatte schon mit dem weglassen von Weizen meinen täglichen Kopfschmerzen wegbekommen (schon das fand ich unglaublich) und habe mich dann intensiv mit dem Thema Rohkost und Säure-/Basenhaushalt beschäftigt.

    2 Wochen nach der Umstellung hatte ich keine Schmerzen mehr (konnte allerdings die ersten beiden Wochen außer grünem Smoothie fast nix mehr zu mir nehmen, weil ich solche Angst vor den Schmerzen hatte).

    Momentan ist es so, dass ich jeden Tag morgens mit Zeolith entgifte.
    Dann als erste Mahlzeit (frühestens nach 1/2 Stunde) ein halber Liter Smoothie, zum Frühstück später ein Salat (mit Leinöl - ohne tierische Produkte), zum Mittag hin oft noch Obst / Nüsse.
    Dann esse ich abends meist basisches glutenfreies (wen es interessiert, der kann gerne fragen) Brot mit Käse (auf den konnte ich bisher noch nicht verzichten) oder pflanzlichem Aufstrich. Oder ein gekochtes Gemüsegericht. Noch nicht alles optimiert, aber schon auf einem guten Weg denke ich.
    Momentan etwas vernachlässigt ist bei mir der tägliche Drink "Green Mix" (Weizengras, Gerstengras, Chlorella, Spirulina) mit Sango Koralle. Die Sango Koralle landet bei mir morgens im Smoothie.

    Ja - ich büchse auch mal aus und esse Pizza, Schokolade und trinke ein Glas Wein oder sonst schlechtes. Und wenn es zuviel wird, dann krieg ich dafür auch die Quittung.
    Und wenn ich mich gut ernähre (sprich keine Säurebildner oder sehr wenig), dann geht es mir phantastisch.
    Hexenschuss habe ich jetzt zum Beispiel überhaupt nicht mehr (habe dann zufällig im Buch von Dr. Bruker über Rheuma gelesen, dass Hexenschuss viele Ursachen haben kann und auch mit dem rheumatischen Komplex zu tun haben kann). Schultern auch nichts mehr. Entzündete Handgelenke auch nicht mehr.
    Außerdem - Migräneanfälle nur noch 1 x im Monat, Haut viel besser, wesentlich leistungsfähiger (war vorher immer gleich erschöpft), Zähne nicht mehr empfindlich (vermutlich durch die Sangokoralle). Ich kann das manchmal selbst nicht glauben und hätte das nie für möglich gehalten.

    Ich habe früher nie groß Salat gegessen, noch hätte ich gedacht, dass ich davon mal satt werden könnte. Der Geschmack ändert sich auf jeden Fall. Und auch das satt-Gefühl (früher fühlte ich mich satt, wenn ich überfressen war - ein Zustand den ich heute elend finde).

    Fakt ist: Der Mensch möchte sehr ungern an seinen Ernährungsgewohnheiten was ändern - das ist wie als wenn man mit dem Messer bedroht wird - unheimlich schwer (wars für mich auch - hätte ich nicht gemacht, wenn ich nicht gemusst hätte)
    Mir ist der Smoothie übrigens auch nicht bekommen am Anfang - unser Körper bzw. der Darm hat nicht mehr die richtigen Bakterien, um den ordentlich zu verdauen. Die müssen sich erst bilden und deswegen muss man langsam machen. Von Weizen und Zucker kriege ich auf jeden Fall sofort ne Blähwampe und Blähungen - habe ich bei den Rohkost und Gemüsesachen nicht. Und unsere Zähne können das Grünzeug nicht so aufschließen wie ein Hochleistungsmixer - deswegen hat auch der absolut seine Berechtigung (ist alles bekannt, kann man alles lesen) - eine günstige Hochleistungsmixervariante gibt es übrigens von Klarstein - den kaufen auch Studenten, die nicht so viel Geld haben. Die normalen (Viteamix, blendtec etc. kosten ja gleich 500 und aufwärts). Und diese Mixer machen aus dem Smoothie auch einen Genuss - eine richtige Creme. Habe vorher mit dem Thermomix meine Smoothies gemacht - das ist kein Vergleich.

    Ach ja - und Hunde sollen sehrwohl püriertes Obst und Salat fressen - damit wird der vorverdaute Mageninhalt des Beutetieres nachgestellt. Mein Hund z. B. hat noch nie Gras gefressen - der kriegt genug Chlorophyll über seine Ernährung (kriegt auch Green Power unters Futter). Denke das hängt damit zusammen. Ich glaube, Hunde, die Gras fressen wollen, machen das, weil sie einen Mangel haben.

    Ich finde es auf jeden Fall toll, dass doch auch einige hier schon bemerkt haben, dass man mit Ernährung viel beeinflussen kann und die möchte ich ermutigen, weiterzumachen. Ihr seid (meiner Meinung nach) auf dem richtigen Weg und das deckt sich mit meinen Erfahrungen.

    Meine Rheumatologin hat mich belächelt, als ich die medikamentöse Therapie abgelehnt habe und gesagt habe, ich möchte es erstmal über die Ernährung versuchen. Wir haben es dann so vereinbart, dass ich wieder komme, wenn ich es nicht in den Griff kriege und Schmerzen habe. Das war September 2016.

    Ja - Tabletten sind natürlich schick einfach (ich will damit nicht die treffen, die keine andere Wahl haben, es ist mir bewusst, dass das sicher nicht immer geht und ich weiß auch nicht, wo das klappt und wo nicht). Aber ich denke, einige könnten da viel bewegen (wenn sie es denn auch wirklich wollen - es gehört sehr viel Kraft dazu - wie gesagt).

    Ich habe über die letzen Monate erkannt, wie wenig wir doch Verantwortung für uns selbst übernehmen und Lösungen oft einfach durch Medikamente vom Arzt erwarten.
     
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  2. Mary68

    Mary68 Bekanntes Mitglied

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    Deinem Beitrag kann ich nur zustimmen. Ich versuche sich die Probleme etwas mit Ernährung eunzudämmen. So werde ich das auch weiterhin halten. Ich spüre auch, dass es meinem Körper gut tut wenn man manches nicht mehr isst. Heutzutage findet man auch genug Ersatz.
    V.G.
    Mary
     
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  3. Supersol

    Supersol Neues Mitglied

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    Ja - das stimmt. Und wenn es mal nicht so gelingt, dann ist es wichtig nicht zu sagen - ach, ich schaffe das eh nicht ... Ich sag mir mittlerweile: "Ok - hat jetzt nicht so geklappt - morgen versuche ich es wieder" ... und dann wird es mit der Zeit immer besser, dass man es schafft, Dinge umzustellen. Man muss mit sich selbst auch gnädig sein. (musste ich aber auch erst lernen).

    Ich habe mal in einer vegan-Zeitung von einem jungen Mann gelesen (lese ich nicht regelmäßig - hab ich mal im vorbeigehen mitgenommen), der hatte eine sehr schlimme Form des Rheumas, die sehr schnell voranschreitet. Er hat von sich selbst geschrieben, dass er lieber sterben wollte, als die Ernährung auf vegan umzustellen. Saß teilweise schon im Rollstuhl. Hat es dann aber doch geschafft. Ist nicht ganz gesund, aber spielt wieder Handball und erlernt jetzt den Beruf des Koches (auf veganer Basis). Vorher war an arbeiten nicht zu denken. Finde ich toll - hat aber ganz sicher jede Menge Kraft gekostet, das durchzuziehen.

    Ich selber bin auch stolz, dass ich soweit bin wie ich bin. Und froh - dass es mir so gut geht. Solche Schmerzen sind einfach keine Perspektive ....
    Deswegen möchte ich den Leuten, die das machen, Mut zusprechen :)
     
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  4. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Nichts gegen Ernährungsumtellungen, wenn dann trotzdem alle Substanzen, Nährstoffe, Mineralien und so weiter dem Körper zugeführt werden, die er benötigt. Bei reiner veganer Ernährung gilt es da einiges zu beachten und auszugleichen, so nach dem Motto einfach was weglassen geht da auf Dauer nicht gut und es entwickeln sich verschiedene Mangelzustände. Was entgiftest du denn, eine entzündlich rheumatische Erkrankung ist ja keine Vergiftung ? Welche rheumatische Erkrankung wurde denn bei dir diagnostiziert?

    Edit-Nachtrag:
    Du schreibst von wir, sorry, aber du kannst immer nur von dir berichten und nicht von wir übernehmen ! - keine Verantwortung für uns selbst!
     
    #64 27. November 2017
    Zuletzt bearbeitet: 27. November 2017
  5. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Lagune, "Entgiften" ist eben einfach en vogue ;)
     
  6. Kati

    Kati Registrierter Benutzer

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    Siehst Du Resi, zu anderen Zeiten war Gift en vogue...
    jede Zeit hat so ihre Methoden...

    Kati
     
  7. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Genau - z. B. Schlangengift gegen Rheuma; gerne genommen und wenig wirksam.
    Also muss das Gift wieder raus.....
     
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  8. Supersol

    Supersol Neues Mitglied

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    Natürlich muss man einiges beachten, wenn man auf reine vegane Ernährung umstellt. Man muss sich schon kümmern, wenn man das vorhat. Ich selber ernähre mich auch nicht ausschließlich vegan, versuche aber den Weg dahin einzuschlagen so nach und nach. Das alles ist ein Prozess und geht nicht von heute auf morgen und wenn man sich informiert, wächst man da immer mehr rein.

    Das Entgiften ist eine weitere Entlastung des Körpers. Gifte sind nie positiv und dass wir durch unsere Ernährung und unsere Umwelt unserem Körper ständig Gift zuführen ist glaube ich unbestritten. Ausweichen kann man dem nicht, aber ich denke etwas abfedern. Meiner Meinung nach hängen die entzündlichen Prozesse aber auch sehr stark mit dem Säure-Basen Verhältnis zusammen. Wir essen einfach fast nur saure Sachen und die begünstigen im Körper entzündliche Prozesse. Auch hier kann man im Internet viel zu finden. Nur auf tierische Produkte zu verzichten ist hier m. E. nicht die Lösung. Alles war sauer ist (leider das was wir am meisten zu uns nehmen wie Zucker, Weizen, Kohlensäure in Getränken bzw. alle Getränke außer Wasser und Kräutertee und auch tierische Produkte) sind leider sauer.

    Mit "wir übernehmen keine Verantwortung" meine ich das Groh der Gesellschaft - wir sind durch Ärzte und Pharma dazu erzogen, unsere Probleme in erster Linie mit Medikamenten zu lösen. Ist also für mich ein gesellschaftliches Thema.

    Diagnose war "Initiale rheumatoide Arthritis (ACPA pos)"

    Fakt ist, dass sich durch die Umstellung bei mir viele Dinge sehr stark geändert haben, so dass mein Leben wieder lebenswert ist. Wenn ich gewisse Dinge nicht mehr beachte, geht es mir wieder schlechter. Das ist meine persönliche Erfahrung und scheinbar merken ja hier auch andere, dass es Ihnen besser geht, wenn sie gewisse Dinge ändern.

    Das heißt nicht, dass ich dazu aufrufen möchte, das zu tun - das ist ja zum Glück jedem selber überlassen - der, der sich aus meiner oder anderen Aussagen was für sich herausziehen kann tut das - die anderen tun das nicht. Dafür sind wir freie Menschen.

    Homöopathie und andere alternative Methoden wurden auch belächelt und haben im Nachhinein doch einen anderen Stellenwert gewonnen. Mediziner lernen in ihrem Studium nichts über Ernährung (ist auch nicht im Interesse der Pharmazie) - das haben mir 2 Ärzte bestätigt. Insofern halte ich es so, dass ich den Dingen unvoreingenommen gegenübertrete und gucke, was dahintersteckt. Und meine Erfahrungen haben mir eben das bestätigt. Das ist das, was mir hilft - nicht mehr - nicht weniger.
     
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  9. elli.g.

    elli.g. Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    Die Sendung von NDR mediathek Ernährungs docs kann ich empfehlen. Diverse Krankheitsbilder werden mit Ernährung positiv beeinflusst. Motiviert dadurch habe ich es geschafft 6 Kilo abzunehmen, was meinem Knie gutgetan hat. In einer Sendun g wird auch Rheuma besprochen und grüne Smoothies empfohlen. Aber soviel Löwenzahn mag ich nicht essen. Aber wenn der Leidensdruck gross genug ist, wer weiss ...
    Gruss Elli
     
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