Götter in weiß??????

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von aggie_s, 11. Februar 2011.

  1. tina71

    tina71 Registrierter Benutzer

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    Hallo

    @ all
    Toller Beitrag, Greisin, du triffst genau den Punkt !! Man könnte das System optimieren - für Patienten und für Ärzte. Man muss andererseits aber auch sehen, dass wir in Deutschland nach wie vor ein gutes Gesundheitssystem haben. Von Ausnahmen abgesehen bekommt jeder hier eine ( gute ) Behandlung, insbesondere, wenn es um LEBENSBEDROHLICHE Erkrankungen geht. Das ist nicht überall so. Und man darf auch nicht vergessen, es gibt sie tatsächlich, die Hypochonder, die von Arzt zu Arzt zu laufen - vielleicht schmeissen Mediziner bei unklaren Werten dann pauschal alle in einen Topf ?! Ich bin manchmal überrascht, wie so ein Leitfaden für ( angehende ) Ärzte aussieht, da steht dann explizit drin, nach Wahrscheinlichkeit behandeln ( bei xy Symptomen kommen Differentialdiagnostisch Möglichkeit a,b,c in Betracht - welche ist am wahrscheinlichsten ? Danach wird behandelt bzw. weitere Diagnostik betrieben).
    Und wenn man dann selbst nachliest, heisst es " nicht damit beschäftigen, sonst haben sie alles, was sie da lesen" :mad: als wäre man blöd... !!!
    Na, ich wünsche allen ein schönes Wochenende, liebe Grüße, Tina
     
  2. Geli07

    Geli07 Registrierter Benutzer

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    Götter in weis??????

    Hallo,:mad:
    wir sollten dei netten Geschichten sammeln, son eine Art Narrenheft machen und irgendwo auslegen,Lach. Ich bin nur so gemein, weil ich bei meinem Hausarzt was erlebt habe,wo ich mir aber dabei denke,der wusste einfach nicht wie man einen Patienten losbekommt, bei dem er nicht mehr weiter weis.
    Vor einem 3/4 Jahr sagte mir mein Schmerztherapeut,mein Arzt solle mir eien Überweisung geben in die Krinelogie um die Schülddrüse (habe seit 25 Jahren unterfunktion)zu untersuchen zu lassen. Das letzte mal als man dieses tat war genau damals wo sie feststellten das ich eine Unterfunktion hatte. Ich rief von zu Hause aus an,Sprechstundenhilfe meinte,ich solle vorbeikommen. Sie bat mich höfflich in ein Zimmer um mich danach fertigzumachen. Ich bekam keinen Überweisungsschein. Ich nach Hause. Dann rief mein Mann an,verlangte den Artzt udn sagte ihm das ich einen Überweisungsschein brauche. KOmischerweise bekam ich den dann noch am selben Tag. Es stellte sich heraus das ich hashimoto habe. Nunja,beim nächsten Besuch bei meinem Arzt konnte man es förmlich riechen wie unangenehm es ihm war,das er den Ü-Schein zuerst verweigerte.Dabei hätte er es schon wissen sollen.Ich war nämlich zuerst ebi ihm als ich in drei Tagen 5kilo verlor dann noch weiter 10. Weil schwitzte udn schwitze.Alles lief nur so raus.Ich war schon total ausgetrocknet. Es verging nun zäh ein Jahr. Nach diesem Vorfall kam amn nur noch per Termin an den Arzt ran und Akkutkranke. Der Rest durfte sich mit den anderen Ärtzen aus der Praxis begnügen.Der eine kurz vor der Rente,die andere noch gar kein Arzt sondern in Weiterbildung.die dritte erst vom KH in die Praxis gewechselt. Ich hatte dann das Gefühl man will mich nicht mehr und Privatpatienten,denen wurde der rote Teppich ausgelegt. Dann kam die Chance im Leben meines Arztes mich los zu werden. Mein Mann (chronisch Krank) holte das ganze Jahr durch mich seine Medis ging aber nie einmal im vierteljahr zur Untersuchung. Diesen Montag gin ich hin bezahlte meien 10 Euro,holte meine Rezepte. da sagte mir schon die Sprechstundenhilfe(bekannt für ihr keifen) aber in einem sehr unverschämten Ton vor Patienten.Mein Mann solle gefälligst in dei Praxis kommen. Nur Rezepte,da müsse der Arzt ja noch draufzahlen.Ich sagte ihr das ich es weiterleite. Donnerstag diese Woche.Mein sagte Ich solle ihm seine Rezepte holen.Zu sagen ist,das der Arzt neben der Sprechstundenhilfe stand udn hinter mir 6 Patienten. Machte sie mcih sowas von fertig udn der Arzt grinste nur ohne sie in die schranken zu weisen. Ich schämte mich in Grund und Boden. Freitamorgen ging ich hin sprach mit einer anderen Sprechstundenhilfe,die mir noch von meinem letzten Hausarzt(der in rente ist) bekannt ist und klärte sie über alles auf und sagte das sie bis ende nächster Woche meien Papiere fertig machen soll.
    Sie meinte ich solle mir das nochmal überlegen.Ich sagte ihr, dass das Geschäftschädigend und die PAtienten ihren Teil sich denken würden.Ich kann meinen Mann mit 45 Jahren nicht zum Arzt tragen.Bevor ich ging sagte ich nochmal ausdrücklich das ich am Freitag meien Papiere hole.Ich ahbe so etwas noch nie erlebt.Ich habe meine Fachärzte seit 25 Jahren. 2 Meiner Hausärzte gingen in Rente.

    Sind wir den Ärzten unbequem?
    Bringen wir denen zu wenig Geld ein?
    Geht es dem Arzt von heute nur noch um das Geld?
    Gäbe uns Patienten nicht, würde es den Arzt oder die Sprechstundenhilfe gar nicht geben.

    Ich wünsche allen hier ein wunderschönes Wochenende.
    Bis es am Montag wieder heist: "Auf zum neuen Wahnsinn.":mad:

    Lg
    Geli
     
  3. tina71

    tina71 Registrierter Benutzer

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    Liebe Bise,

    keifende und unfreundliche Sprechstundenhilfen kenne ich auch. Bei meinem Hausarzt sitzt auch so ein Drachen. Ich bleibe immer ganz ruhig und sage ihr, dass ich so nicht angesprochen werden möchte und auch nicht so behandelt werden möchte. Es ist absolut nicht akzeptabel, so mit Menschen umzugehen - und mit Kranken schon gar nicht. Bei meiner Mutter war das kaum auszuhalten, Krebs im Endstadium und oft weinend aus der Praxis. Da habe ich einen Termin vereinbart und ganz offen und direkt mit dem Arzt gesprochen, ob es einen Grund gibt, dass meine Mutter so behandelt wird - er meinte, sie sei ja auch ein "schwieriger Patient" ( weil sie keine Generika vertragen hat - deshalb "schwierig" ? Frechheit, sie hatte starke Allergien auf einige der Zusatzstoffe ). Es wurde nach diesem Gespräch besser, aber nach wie vor erlebe ich diese Frau dort als sehr unangenehm auch anderen Patienten gegenüber.
    Mit einer Sache allerdings hat deine Sprechstundenhilfe Recht : will man ein gutes Verhältnis zu seinem Arzt / Ärztin, sollte man sich dort einmal im Quartal ( oder wie man die Termine vereinbart ) blicken lassen. Nur so kann dieser seine etwas über 30 Euro abrechnen, die er pro Patient und pro Quartal bekommt. Wer jemals selbständig war, weiß, dass man davon nicht reich wird.... !! Einige Rechnungen in diesem Thread, die hier auf "Stundensatz" rechnen, hinken.... Miete, Angestellte, Nebenkosten, Versicherungen etc. etc.
    Ich wünsche Dir und Deinem Mann gute Besserung !
    Liebe Grüße, Tina :)
     
  4. roco

    roco Guest

    ahja... und wer legt das bitte fest? wer ist ein hypochonder?

    ich war 6 jahre lang einer... :mad:

    und letztendlich musste ich die lösung finden... aber da entschuldigt sich dann auch keiner... im gegenteil, es hätte beim letztenmal durchaus lebensbedrohlich werden können und in der notaufnahme feixte man sich einen ab, das man mich auf die neuro stecken wollte, weil is ja alles psychisch... und um zu sehen, wie denn der neue neurologe "mit mir fertig wird"

    es war reines glück, das mir der darm in der nacht nicht geplatzt ist. meine psychichen bauchkrämpfe und durchfälle sind ein eingewchsener darm mit passagestörungen. weil der darm eben auch noch geknickt ist...

    und ich bin kein einzelfall, wenn schon information, dann auch richtig. unser gutes gesundheitssystem kannst du seit jahren in die tonne drücken. denn der patient muss sagen, was er hat und was getan werden sollte... wenn er glück hat steigt der arzt drauf ein. 10.000-e tote jedes jahr, weil falsch oder garnicht diagnostiziert oder behandelt wird.

    der simulant von zimmer 107 ist gestorben...

    na nu übertreibt er aber wirklich...

    :mad::mad::mad:
     
  5. roco

    roco Guest

  6. Gitta

    Gitta Registrierter Benutzer

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    Bärlin :-)
    roco,
    ja es gibt schlimme Schicksale.
    Du hast ja auch lange genug gekämpft.
    Aber es gibt auch eingebildete Kranke.
    Ein Bekannter hat einen Schnupfen.Das weiss und sieht jeder.Bei ihm wird das aber schnell zur Lungenentzündung,die aber schnell weggeht.
    Hat er mal Magengrummeln,ist es gleich ein Magengeschwür.
    Da gibt es schon Unterschiede.Nur,die eingebildeten Kranken sind die,
    die dazu beitragen,das wir es so schwer haben.Eine Ärztin sagte vorige
    Woche zu mir:bei ihnen habe ich Angst etwas zu übersehen.
    Andere kommen wegen einem Schnitt im Finger 3x hintereinander.......
     
  7. roco

    roco Guest

    stimmt, und ich bin wegen "ein bissl bauchkneifen und mal durchfall" von arzt zu arzt gerannt... und nur, weil mir mal ein pups verquer hängt...

    ich habe dieses simulant/hypochonder sein am eignen leib gespürt... deutschland hat 80 millionen einwohner... da werd ich nicht die einzige sein...

    und warum rennen viele immer und immer wieder? weil kaum noch der patient ernst genommen wird, wie denn auch in 3 minuten? weil ärzte den patienten nicht mehr zuhören, und weil gespart werden muss... soll doch der nächste weitersuchen...

    ich denke eher, das die mehrzahl unzufrieden ist oder nach zweit- und drittmeinungen ausschau hält... und du zb. mit deiner ärztin glück hast...;)

    nicht bös sein, aber bei sprüchen mit hypochondern und so geht mir eben der hut hoch...
     
  8. tina71

    tina71 Registrierter Benutzer

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    Huhu Roco,

    du must dich doch nicht angesprochen fühlen !! Das kennen doch hier viele, es dauert oft sehr lange bis zu einer Diagnose... zum Teil liegt es oft daran, dass Ärzte häufig in Schubladen denken und meine Erfahrung ist generell, dass bei Frauen gern erstmal Vieles auf die Psyche geschoben wird.
    Aber es gibt nunmal auch "eingebildete Kranke" - Gitta hat das gut beschrieben. Ich hatte eine Schwiegermutter, die bei jedem kleinen Wehwehchen einen Riesenaufruhr gemacht hat und sehr viele Ärzte unterhalten hat - immer vermutete sie das Schlimmste. Das ging soweit, dass wir einen Streit hatten, weil ihr Sohn ( immerhin schon 42 Jahre alt zu dem Zeitpunkt ) 37,8 Grad erhöhte Temperatur hatte und sie wütend wurde, dass ich ihn nicht ins Krankenhaus gebracht habe.... ( unser Kind hatte Verdacht auf Mumps ) .... das gibt es auch !! Und deshalb ist es für Ärzte sicher manchmal nicht leicht, wenn keine organischen Veränderungen, keine Werte im Blut und keine anderen "Beweise" vorliegen, zu unterscheiden, denn es gibt tatsächlich Menschen, die somatisieren und nicht akzeptieren, dass nichts organisches vorliegt. Ohne hier jemandem nahetreten zu wollen, nicht bei allen liegt eine organische, rheumatische oder sonstwie körperliche Erkrankung zu Grunde. Inwieweit das bei Einzelnen zutrifft, ist schwer herauszufinden.
    Ich dachte ja auch jahrelang, ich stelle mich einfach zu sehr an und muss mich mehr in den "Allerwertesten" treten..... bis endlich mal nach den richtigen Laborwerten geforscht wurde. Dann gings allerdings ganz schnell. Es ist ein weites Feld und Rheuma ( mit den ganzen Untergruppen ) macht so viele ( auch unspezifische ) Symptome - man kann es den Ärzten gar nicht so übel nehmen, wenn es bis zur Diagnose dauert !
    Dass 1/4 der Diagnosen in den Hausarztpraxen falsch ist, liegt meiner Meinung nach an zu viel Routine und zu wenig Zeit und zu wenig Geld. Die "kennen" ihre Patienten meist schon zu lange, um an etwas "ernsthaftes" zu glauben.
    Ich wünsche uns allen einen schönen Sonntag, liebe Grüße,
    Tina
     
  9. roco

    roco Guest

    sorry...:o

    die "aufklärung" meiner simulanzius ist noch zu frisch...

    und die bauchspiegelung, die aufklärung brachte habe ich mir ergoogelt und erkämpft. dabei gehört das, neben magen(2)- und darmspiegelungen(3) zum standartprogramm bei länger anhaltenden unklaren bauchschmerzen...

    wenn ich weiter soviel lese brauch ich nur noch nen doc für pillen und überweisungen... den rest mach ich dann selbst...

    obwohl man manche pillen auch durch grünpflanzen ersetzen könnte:D
     
  10. tina71

    tina71 Registrierter Benutzer

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    ich kann deinen Ärger verstehen, roco, mir ging es genauso. Ich musste meinen Arzt auch direkt auf Lupus anstupsen... er hatte keine Ahnung, welche Blutuntersuchung notwendig waren und hat mich auch nicht an einen int. Rheumatologen verwiesen ( ist selbst rheumatologischer Orthopäde ). Das habe ich selbst in die Wege geleitet. Insofern MUSS man immer in Frage stellen, was ein Arzt so macht.
    Grüße von Tina
     
  11. Marietta_OWL

    Marietta_OWL Registrierter Benutzer

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    Genauso ist es. Ich frage mich, was haben die in ihrem jahrelangen Studium gelernt und schimpfen sich dann noch Fachärzte. Egal ob es Orthopäden, Rheumatologen, Professoren einer Rheumaklinik ... sind. Da wissen wir Patienten meist mehr über die Krankheiten als die sognannten Fachärzte. Und wie Du schon schreibst mit Deinem Lupus, meist rasten die Ärzte dann noch vollkommen aus, wenn man als Patient schriftliche Infos (Ausdrücke aus dem Internet oder Büchern) mitbringt, was die gleichen Syntome belegt. Der Patient weiß mehr als der Arzt!!!
     
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