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gleich beleidigt in partnerschaft

Dieses Thema im Forum "Austausch für und mit Angehörigen" wurde erstellt von moni3, 19. Februar 2011.

  1. moni3

    moni3 Aktives Mitglied

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    hallo.hab da ne frage.gehts euch auch so.ich hab nen ganzen lieben freund.bin soo froh,dass der mich überhaupt nahm vor 3 jahren.es ict nicht ohne mit jemandem der krank ist.er hat aber weniger probleme wie ich.ich mit meiner cp bin oft so schnell angerührt,weis net das war ich früher nicht und ausserdem brauche ich extrem viel zuneigung von meinem freund.oft denke ich mir ich spinne.kennt ihr das auch?naja wahrscheinlich sind wir halt doch auch psychisch etwas weniger belastbar wie jemand der gesund ist.ich kann euch nur eine sagen ich liebe meinen freund über alles.aber es ist nicht einfach krank und beziehung.für beide nicht.man muss vieles lernen.ausserdem bin ich viel ängstlicher geworden wie früher.naja gehört zur cp.lg.moni
     
  2. Bundesliga

    Bundesliga Mitglied

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    Liebe Moni! (meine Namensvetterin)
    Ja du hast recht wir sind wahrscheinlich empfindler als "gesunde". Ich habe auch das Glück einen sehr verständlichvollen Man an meiner Seite zu haben. Aber es ist auch für unsere Männer schwer zu verstehen, sie leiden ja auch mit uns mit, und es ist ihnen nicht egal wie es uns geht.
    Dabei können sie wahrscheinlich auch manchmal schwer umgehen. Wir müssen uns bemühen auch und trotz unserer Schmerzen verständniss für sie zu haben.
    Ich wünsche Dir alles Liebe und wenig Schmerzen glg Moni
     
  3. tiger1809

    tiger1809 Gesperrter Benutzer

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    Hallo ihr beiden.

    Ich bin ja "nur" Angehöriger, weiß also über Rheuma aus eigener Erfahrung nur wenig. Wohl aber etwas über schwankende Stimmungen und gute und schlechte Tage. Natürlich ist es nicht immer leicht mit einem Rheumakranken umzugehen und die eigene Verfassung leidet auch hin und wieder darunter. Jeder verfügt eben nur über ein gewisses Kraftpotential und wenn das zur Neige geht wird man leicht dünnhäutig.

    Dann ist es eben schön wenn man seine Batterien bei seinem Partner wieder aufladen kann.

    Verständnis darf man ruhig erwarten und aber eben auch bieten. Aber das hat ja sowieso nicht nur etwas mit Rheuma zu tun, sondern gilt ganz allgemein finde ich.

    Eine schmerzarme Zeit wünscht

    Tiger


    .
     
  4. DarkMoon

    DarkMoon Neues Mitglied

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    hallo ihr lieben,
    ich muss jetzt mal meinen senf auch dazugeben, also ich bin nicht dünnhäutiger sonder eher dickhäutiger geworden. Ich habe durch Arbeit, Krankheit und Umfeld ein dickes Fell bekommen und kann als Frau bzw. Fräulein sehr gut Konter geben.
    Ich habe auch einen sehr liebenswerten Partner an meiner Seite manchmal ist er erstaunt über meinen Stimmungswechsel. Aber er bewundert mich umso, über Sachen die ich trotz Krankheit packe.

    Da wundert sich manch Einer.

    LG Chrissie.
     
  5. Snoopiefrau

    Snoopiefrau Bodos Fraule

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    ICh empfinde, dass mein Rheumi extrem dünnhäutiger geworden ist und sich schneller angegriffen fühlt als vor seiner Erkrankung.
    Es ist nicht immer leicht zu händeln! Leider weiß ich auch nicht, wie sich das ändern lässt.
    Gruß
    Snoopiefrau
     
  6. moni3

    moni3 Aktives Mitglied

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    hallo an alle

    danke für eure antworten.ja einfach ist es nicht.aber trotzdem bin ich der meinung es ist besser rheuma zu haben mit nem partner.wie rheuma zu haben und single zu sein.icjh kenne beides.klar musste ich als single niemanden sagen ne du heute kann ich nicht oder so.aber naja es war auch keiner da wenn ich was brauchte.aber klar die krankheit zerrt und daher is oft net einfach.aber egal beziehung heisst kämpfen egal ob man krank ist oder gesund.lg.moni
     
  7. Silberpfeil

    Silberpfeil Bekanntes Mitglied

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    Hallo an Alle,

    ich finde auch, dass einem chron. Krankheiten, irgendwie dünnhäutiger machen, viel empfindlicher und auch gereitzter . Ich war auch noch nie so nah am Wasser gebaut, wie jetzt....:sniff:

    ....und es ist immer schön zu lesen, wie Viele sich doch auf ihren Partner verlassen können--was das Zuhören, einfach nur anlehnen, oder auch mal Dampf ablassen.....betrifft...

    Für viele ist ein kranker Partner auch eine Qual, auch wenn es nie ausgesprochen wird( was ich selber nicht gut finde, man mus reden...)

    Und (ich bin ja so ein Sprüche-Fan) habe letztens gerade gelesen:

    Liebe mich dann, wenn du meinst ich hätte es nicht verdient.
    Denn gerade dann brauch ich diene Liebe am Nötigsten.

    Ich habe auch das Glück einen verständisvollen Ehemann zu haben, muss aber auch sagen, er ist auch nicht der Gesündeste....Wir müssen uns gegenseitig aufbauen---obwohl er doch der Stärkere ist:)...

    @ Tiger, ich finde es ganz toll, dass du dich auch hier als Angehöriger im Forum befindest.....:top:

    LG
     
  8. Louise1203

    Louise1203 Gesperrter Benutzer

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    Hallo,

    ich bin der "Gegenpart" von Tiger1809 und somit der "Kranke" Teil.

    Ich bin froh, dass ich meinen Mann habe und er mich so unterstützt. Klar bin ich dünnhäutiger geworden, mich wirft auch ziemlich schnell was aus der Bahn. Aber mein Mann ist immer für mich da und fängt mich auf.

    Das meine Erkrankung und den Folgen daraus nicht spurlos an ihm vorbei gehen, merke ich auch. Er braucht dann und wann, mal Zeit für sich um seinen "Akku" wieder aufzuladen. Es tut mir dann in der Seele weh und würde alles drum geben, dass es ihm wieder besser geht. Das Einzigste was ich dann tun kann, ist ihn in den Arm zu nehmen.

    Ich bin froh, dass wir über alles reden können. Ich kann mich auch bei ihm entschuldigen, wenn ich mal wieder, in meiner Dünnhäutigkeit, übers Ziel hinaus geschossen bin.....

    Diese besch....krankheit ist eine Belastung für jede Ehe. Uns hat es allerdings noch mehr zusammengeschweisst. Gemeinsam sind wir stark!!

    Liebe Grüsse

    Louise
     
  9. delphin

    delphin Aktives Mitglied

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    Ein liebes Hallo an Euch alle

    Auch ich kann ein Lied darüber singen, wie einen die Krankheit seelisch für zu schaffen macht.
    Eigentlich möchte man auch mit der Krankheit stark sein,es gibt Tage da gelingt es mir spielend, und dann wieder Tage , wo ich nah am Wasser gebaut habe und auch jedes Wort persönlich nehme.

    Wenn er mir dann sagt:Weißt Du auch das Deine Krankheit mein Leben verändert hat.Meißt antworte ich dann:Ich weiß es, aber ich wollte die Krankheit nicht haben.

    Aber weiß ich wirklich was in Ihm vorgeht ??:confused:
    Mein Mann ist Fernfahrer vom Beruf , er ließt meine Rheumazeitung um sich zu informieren,und Bild zu machen über Rheuma u.s.w.Er sieht oft nicht, wie es mir geht, wie soll er auch. Am Wochenende nehme ich oft mehr Schmerzmittel , damit ich schmerzfreier bin.Ich weiß, das er mit mir leidet, weil er mir beim Schmerz nicht helfen kann.
    Nur Mitleid hilft uns aber auch nicht weiter, verstehen ist besser, einfach mal anlehnen tut gut, für einen da sein,was für mich doch selten ist.
    Im März sind wir 37 Jahre verheiratet, ich habe für mich den Besten Mann der Welt gefunden.:top:Ich würde für Ihn genauso alles tun, wie er für mich.
    Dazu gehört auch den Menschen mit allen Macken und Fehlern so zu aktzeptieren wie er ist.

    Lg. der delphin
    Der zum Hochtzeitstag in die Sonne :a_smil08: fliegt.....
     
  10. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Hallöchen zusammen,

    natürlich belastet eine chronische Erkrankung, eine Schmerzerkrankung den Menschen und auch die Beziehung.

    Es ist wichtig, daß auf beiden Seiten ehrlich und offen geredet wird.
    Leider ist es jedoch auch so, daß der erkrankte Mensch Verständnis haben möchte, aber häufig wenig Verständnis für den gesunden, gesünderen, nicht betroffenen Partner aufgebracht wird. Letztlich sind aber beide Partner betroffen, der erkrankte wie auch der gesunde Partner.

    Als ich 1994 das erste Mal in der Rheumaklinik war, war ich entsetzt. Ich konnte, nein wollte "das da" nicht haben. Mein Leben war ohnehin schwierig, aber "das da" war ja noch schlimmer.
    Mein Mann hörte zwar "Es tut mir alles weh", aber das war es dann auch.

    Während meines ersten oder zweiten langen Aufenthaltes in der Rheumaklinik fragte ich, ob mich mein Mann einen Tag begleiten darf.
    Man hatte nichts dagegen, also trat mein Mann morgens um 7.30 Uhr zur Kältekammer an :cool:, dann ging es weiter über diverse Einzel- und Gruppengymnastiken etc.
    Ich selbst wusste ja auch noch nicht, wie ich mit "dem da" umgehen soll.
    Wir kamen mit vielen Patienten ins Gespräch.
    Am späten Nachmittag folgte der Vortrag in der Ergotherapie und spätestens zu dem Zeitpunkt saß mein Mann völlig betroffen im Raum, kämpfte mit den Tränen und konnte auch nicht fassen, daß ich "das da" habe.

    Als ich einige Zeit später heimkam, waren alle Wasserhähne ausgetauscht, es wurde eine Spülmaschine gekauft, das Bett wurde mit Stelzen erhöht etc.

    Damit wurde mir zwar körperlich einiges abgenommen, aber die psychische Belastung blieb. Ich war sehr oft sauer, daß ich wegen "dem da" nicht mehr Radfahren konnte und war noch böser, weil mein Mann das konnte.
    Er konnte auch gehen, sich frei bewegen, konnte so vieles tun, was ich nicht mehr konnte und das führte zu ganz erheblichen Problemen, weil ich bereits 1995 berentet wurde.


    Mitte der 90er war es sehr schwer, für mich als auch für meinen Mann, denn er "traute" sich ja kaum noch etwas zu tun, was ich nicht konnte, weil er wusste, wie sehr ich darunter litt.


    Es ist wichtig zu verstehen, daß sich auch das Leben des Partners verändert. Auch er wollte nicht, daß ich krank bin, auch er hat sich das Leben anders vorgestellt.


    Heute ist vieles anders. Natürlich habe ich auch wirklich schlechte Tage. Ich sage selten, daß es mir schlecht geht, weil ich heute nicht mehr denke, daß es mir schlecht geht.
    Mein Leben ist gut wie es ist, mal bin ich freier in meinen Tätigkeiten, mal eingeschränkter, aber das ist so. Für alle Phasen meines Leben habe ich mir Beschäftigungen gesucht und ich kann auch gepflegt auf der Couch sitzen und es so genießen, wie es dann eben ist.

    Wir fahren wieder Rad (ich mit Hilfsmotor), je nach körperlichen Befinden, mal 10 km, mal auch 17km. Mein Mann fährt Touren mit Gruppen, dann fährt er 70 oder 100km und genießt es.

    Wir machen Ausflüge und ich habe immer etwas zu lesen dabei. Wenn ich nicht mehr laufen kann, setze ich mich ins Cafe und mein Mann holt mich zwei Stunden später wieder ab. (das macht er freiwillig :cool::D)

    Wir gehen auch walken, mal eben nur 10 min, mal etwas länger. Mein Mann ist ja ohnehin den ganzen Tag unterwegs, dem reichen auch 10 min :D

    Mein Mann macht Urlaube mit seinen Männern, frei von Einschränkungen.

    Heute vergisst mein Mann machmal, daß ich krank bin. "warum jetzt nicht?" dann sage ich "Weil ich Rheuma habe?", "Stimmt!", schön, daß ihm das auch wieder einfällt *bg*


    Wichtig ist, daß jeder in der Beziehung auf seine Kosten kommt und auch das leben darf, was ihm wichtig ist.

    Dünnhäutig bin ich auch mal, aber häufig bin ich eine "Kratzbürste" *hüstel*, weil ich gelernt habe
    "Wenn ich nicht rede, hört man mich nicht. Wenn ich nicht sage, daß ich was haben will, bekomme ich es nicht. Wenn ich jetzt nicht lebe....dann ist es irgendwann zu spät".

    LG
    Sabinerin
     
  11. Katjes

    Katjes Bekanntes Mitglied

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    @sabinerin
    :top::top::top::top::top::top::top::top::top::top::top::top::top::top::top::top::top::top::top::top:

    genau wie du es beschreibst..................es ist ein entwicklungs-
    und lernprozess für alle beteiligten.

    liebe grüße
    katjes

     
  12. DarkMoon

    DarkMoon Neues Mitglied

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    hallo sabinerin,
    du hast den nagel auf den kopf getroffen und sprichst mir aus der seele.

    glg chrissie.
     
  13. Dustin84

    Dustin84 Neues Mitglied

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    Hallo an alle

    Lustig zu hören, bzw. zu lesen.....nein nicht lustig, doch ich habe das selbe problem mit meiner freundin, bei mir ( m 26 grad in der ausbildung zum altenpfleger,seid ca 6monaten cP), nur meine freundin ist auch grad schwanger im 5 monat, hatte auch schon die diversen stimmungsschwankungen.....einigen von euch evt. bekannt. Jetzt sitzten sich gerade zwei menschen gegenüber die selber probleme und starke belasttungen aushalten können, jeder möchte von dem anderen verständnis habe und bekommt evt nur das gegenteil.....
    was kann man da machen...???:(
     
  14. Katjes

    Katjes Bekanntes Mitglied

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    miteinander reden................

    dazu gehört den anderen ausreden lassen und zuhören und nachfragen ob man den anderen richtig verstanden hat...........

    eigentlich ganz banale dinge,die im alltag aber oft anders gehandhabt werden................
    man muß nicht immer einer meinung sein.............aber den anderen zu verstehen,das erleichtert das miteinander doch ungemein :)
    viel spass beim austausch,
    liebe grüße
    katjes
     
  15. Doni

    Doni Neues Mitglied

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    Ich möchte gerne mal eine komplett andere Art beschreiben.

    Bei mir ist es der Partner der mir immer wieder versucht klar zu machen, das ich ein gewisses Handycap habe, weil ich dazu neige ständig über meine Grenzen zu schiessen.
    Es scheint fast so als wäre meinem Freund meine Erkrankung bewusster als mir selber. ( cP)
    Ich bin im Berufsleben und oft feht mir dann die Kraft noch zu hause perfekt zu funktionieren.
    Klar merke ich wie mich Schmerzen im Altag beeinflussen, aber mein Kampfgeist ist so goß das ich immer weiter laufe, ja und ich weiss das ich mir damit nix gutes tue.
    Ich weiss das Mein Partner( zukünftiger Mann) mir mehr bei Seite steht als ich es ertragen kann, aber es ist für mich ignoranten Sturrkopf wohl auch ganz gut.

    Also von meiner Seite aus kann ich sagen das ich mehr Verständnis habe, als ich selbver ertragen kann.

    Liebe Grüße Doni
     
  16. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Hallo Doni,


    wenn Du selbst für Dich gut sorgst, dann brauch Dein Mann das nicht mehr tun ;)

    Wichtig ist ja, daß man es akzeptiert wie es ist, ohne sich aufzugeben oder dauerhaft eigene Grenzen zu überschreiten.
    Die Zeit wird es regeln und Du wirst das gute Mittelmaß finden :)

    ich bin auch ein Sturkopf, aber man kann ja für sich selbst gut sorgen und trotzdem stur sein :D

    LG
    Sabinerin
     
  17. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    Hi,
    ich kann mich sabinerin nur anschließen.
    frau/mann merkt es irgendwann von selber.
    den weg mit der ungesundheit umzugehen,ist ein langer.
    vor allem,wenn man von natur aus hummeln im hinter hat.
    meine familie freut sich,wenn ich mich mittummele.
    es gab zeiten,da kam ich nirgendwo hin.
    dickkopf in mir,der setzt alles dran,das ich irgendwie am
    leben teilhaben kann.
    biba
    gitta
     
  18. Silberpfeil

    Silberpfeil Bekanntes Mitglied

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    es geht bei dir um eine Freundin..

    Eine echte Freundin mag dich , weil sie dich versteht.
    Aber sie mag dich auch dann , wenn sie dich mal nicht versteht.....

    Dieser Spruch hat mir damals die Augen geöffnet...

    Aber hier ging es um Frauenfreundschaft....

    LG
     
  19. Freydis

    Freydis BullyGirl

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    In denke stets sehr viel nach, grüble und wälze meine Gedanken hin und her. Seit ein paar Wochen ist es noch schlimmer als sonst. Ich hab so verschiedene Phasen: manchmal brauche ich geistigen Input, kann gar nicht genug davon bekommen, zieh mir tage- und nächtelang alles mögliche an Dokus und Büchern rein, ohne auch nur eine Minute zu schlafen. Ich hab dann das Gefühl, dass meine Lebenszeit niemals ausreichen wird, um noch all das zu lernen, was ich noch wissen möchte.
    Dann wieder habe ich Ruhephasen, in denen liege ich nur rum oder setze mich hin, stehe nur auf, um ins Bad zu gehen. Dann grüble und grüble und grüble ich und rede kaum.
    In meinen kreativen Phasen schreibe ich fortlaufend an meinem Buch, das immer dicker wird und vermutlich niemals fertiggestellt sein wird, weil ich es immer noch perfekter machen möchte. Dann male ich und mache mir Gedanken was ich noch so alles in meinem Leben machen könnte.
    Das einzige, was stets gleichbleibend ist, das ist meine Renitenz hinsichtlich des Rausgehens. Ich will nicht, dass jemand vorbeikommt und ich will nicht raus unter Leute. Wenn ich dann wegen eines Arzttermins doch draußen bin oder in der Stadt, freue ich mich eine Weile darüber, bin aber froh, wenn ich dann wieder daheim bin. Ich hasse es, einkaufen zu gehen und versuche es dauernd, nicht mitgehen zu müssen. Ich weiß, dass dies für meinen jüngsten Sohn und meinen Lebensgefährten nervig ist, meistens ohne mich einkaufen zu gehen. Sie bemühen sich immer, mich zu überreden und manchmal setzen sie mich auch unter Druck oder erpressen mich. Dann reagiere ich zickig, was ich früher nie war.

    Mich ärgert, dass mein Freund sich genervt fühlt, wenn ich sag, dass ich Schmerzen hab. Er sagt dann, dass er das eh weiß und ich nicht rumjammern soll. Es ärgert mich auch, dass er sich in den 6,5 Jahren, die wir nun schon zusammen sind, nicht einen einzigen Artikel über Rheuma oder Fibromyalgie gelesen hat. Und wenn ich mich gegen irgendwelche "höheren" Instanzen zur Wehr setzen möchte, unterstützt er mich nicht darin, sondern hält mich davon ab und ich lasse mich abhalten...

    Ich weiß nicht ob mein Freund wirklich bei mir bleibt, weil er es will oder weil er nur eine Veränderung scheut. Zwischendurch könnte ich ihn auf den Mond schießen und denke, ich wäre ohne Partner besser dran. Aber ich kann nicht ohne ihn sein. Woran liegt das? Ich weiß es nicht. Anderen kann ich stets gut raten, aber mir selbst leider nicht.

    Wenn ich schlafe, träume ich von meinem Exmann und all den Sachen, die passiert sind in meiner 16 Jahre dauernden Ehe mit dem Alkoholiker. Ich träume dann auch von meinen Eltern und im Traum verweigert mir meine Mutter stets die Antwort auf meine Frage weshalb sie mich so im Stich gelassen hat. Wenn ich aufwache, stelle ich jedesmal erneut fest, dass meine Eltern tot sind, der Schmerz trifft mich immer wieder neu und nimmt nicht ab. Als nächstes spüre ich meinen Körper in seiner ganzen Schmerzhaftigkeit und tue mir schwer dabei, in den Alltag reinzufinden. In den letzten drei Jahren hab ich so sehr zugenommen, dabei esse ich kaum. Im Spiegel sehe ich eine Fremde, mir inzwischen widerwärtige Person. Und wenn mich dann mein Freund in den Arm nimmt, bin ich nur noch dankbar und glücklich und froh, dass er bei mir ist. Ich möchte auch ihn glücklich machen, aber ich kann es irgendwie nicht. Er sagt ich habe verlernt zu lachen und ich glaube er hat recht.
     
  20. Silberpfeil

    Silberpfeil Bekanntes Mitglied

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    Hallo Freydis,

    erstmal sei von mir lieb umarmt.
    Es ist ein schwierige Sache für manche Menschen, wenn sie mit einem KRANKEN zusammen leben müssen.
    Einige ignorieren es auf ihre Art und Weise, Andere wollen voll mit involviert werden, andere nehmen reiß aus......
    Mein Mann z.Bsp. konnte es nicht verstehen, wenn ich aus heiterem Himmel einen Fibroschub hatte. Er meinte: es kann doch nicht sein, eben liefst du noch rum, und nun ist Fuß und Bein steif und schmerzt unausstehlich...Davor bin ich wegen starker Magenkrämpfe zusammengebrochen, Notarzt-Klinik- Diagnose Fibroschub.
    Bei der Sache mit dem Fuß/Bein fur mein Mann mich in die Notaufnahme-- dort habe ich kurz mit dem Arzt gesprochen, dass mein Mann das nicht verstehen kann--- da hat er ihm aber ein paar Takte erzählt....Mein Mann würde niemehr meine plötzlichen überstarken Schmerzen in Frage stellen...:eek:
    Bist du in Arbeit oder z.Zt. krank geschrieben?
    Ist es nicht möglich, dass du mit deinem Partner mal einen kleinen Urlaub machen könnt-event. ohne Kindchen??Einen schönen Abend alleine.
    Dein Gewicht??? was nimmst du an Medis?? wie sind deine Schildrüsenwerte?
    Du denkst an eine event. Trennung von deinem Partner?? Beantrage doch eine Reha oder Kur!
    Vielleicht hilft da schon etwas Abstand....
    Sage ihm auch klipp und klar, dass bei ihm auch noch nicht alle Tage -Abend ist, was event. Erkrankungen/Beschwerden betrifft.....

    Ich finde es schon schlimm, wenn sich Freunde und Bekannte bezgl. der Unverständlichkeit mit einer Erkrankung distanzieren oder blöden Kommentar abgeben-- aber in den eigenen 4 Wänden sollte Verständlichkeit da sein. Man hat es sich ja nicht ausgesucht--diese Krankheit.
    Aber, liebe Freydis, du musst dich selber auch etwas anschupsen, und wenn du es nicht alleine schaffst, dann musst du dich psychol. helfen lassen....Du scheinst mir auch sehr in ein depressives Loch zu sein...

    LG S.

    Deine Träume zeigen, dass du dich nach Liebe und Harmonie und Verständnis sehnst und wenn diese Träume immer wieder kehren.....musst du was tun.