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Gibt es nur besch...Ärzte auf dieser Welt???

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Christina29, 16. Juni 2005.

  1. Christina29

    Christina29 Guest

    Hallo,
    ich muss mich mal ausk.... und meinen Frust loswerden, ich hoffe, das ist in Ordnung. Früher bin ich dann einfach eine Std. gejoggt, aber das geht ja leider nicht mehr.

    Ich war heute beim Orthopäden, der Rheumatologe hatte mich ja zurück zu ihm geschickt. Ursprünglich, weil der Rheuamtologe meinte, dass es Fibromyalgie sein könnte, Die Tender-Points waren nämlich fast alle positiv und die anderen Symptome kommen auch hin. Der Rheumatologe wollte den Ortho anrufen und mit ihm besprechen, wie die weitere Therapie aussehen sollte.
    Er hat meinen Ortho aber nicht angerufen, sondern ihm einen Brief geschickt. Ich zietiere am besten mal:
    "Ausschluss einer rheuamtischen Grunderkrankung. Auffällig ist die lange Amnamnese der Patientin bei wechselnden Gelenkbeschwerden. Die Patientin konnte sehr genau über ihre Krankheit Auskunft geben, möglicherweise liegt hier eine Somatisierung einer psychischen Störung vor."
    Ich habe den Brief erst nach dem Gspräch beim ortho bekommen. Aber genauso lief das gespräch ab, jetzt weiß ich auch warum!!!
    Meine ISG-Beschwerden hat er überhaupt nicht ernst genomme, hat das noch nicht mal untersucht. Die anderen Gelenk- und Muskelbeschwerden bezog er zuerst darauf, dass meine beiden kniee und Hüften kaputt sind, da wäre es ja kein Wunder, dass die anderen gelenke auch anfangen weh zu tun. Bei Gelenkbeschwerden und muskelbeschwerden in den beinen kann ich das noch verstehen, aber nicht an den Händen und armen!
    Er meinte, vielleicht wäre ja mal ein Psychologe angebracht. Da meinte ich, da war ich schon vor eineinhalb jahren, weil mich der HA dahingeschickt hat.
    Der Psychologe hat mich gefragt schon beim zweiten mal, was ich denn bei ihm wolle, ich würde doch gut mit den Beschwerden und Krabnkheiten umgehen, dafür was ich alles habe und das seien doch nun wirklich orthopädische Beschwerden!!!!

    Die Neurontintabletten, die mir einigermaßen helfen, wollte mir der Ortho nicht verschreiben. Ich hätte ja keine Nervenschmerzen. Ich habe jetzt eine Überweisung für den neurologen, der könnte ja ggf. eine Therapie mit neurontin oder lyrica einführen und mcih da auch begleiten. Ja und den namen, den er mir genannt hat, ist auch gleich ein Psychiater! Wie passend!

    Weil man eine lange Amnamnese hat und über seine Krankheit Bescheid weiß und durchs internet informiert ist, ist die Ursache eine Somatisierung einer psychischen Störung. Alles klar, ich steigere mich in eine Krankheit hinein!

    Nur mein Krankengymnast nimmt mich ernst! Da hatte ich heute eh noch einen termin. Er meinte, das war ihm ziemlich klar, dass sie mich auf die psychische Schiene schieben werden. Sie finden nichts als Ursache und können mir nicht helfen!
    Weil sie es nicht zugeben wollen, müssen sie ja was anderes als Ursache finden und das ist die Psyche!

    So, ist jetzt sehr lang geworden, ich hoffe, das liest trotzdem jemand.
    Und ich hoffe, ihr versteht mich.

    Gruß Christina
     
  2. Chiara20

    Chiara20 Guest

    Hallo

    Hallo
    Ich verstehe dich sehr gut!
    Bei mir ist das auch so abgelaufen! Ich bin von einem Arzt zum anderen und war auch in einer Rheuma klinik und sogar dort haben sie gesat ich hätte nichts und ich soll mal zum psy. gehen! Naja aber jetzt habe ich einen sehr guten Reumatologen gefunden und der hilft mir echt weiter!
    Ich hoffe das du auch einen guten findest!

    LG Chiara
     
  3. Amulan

    Amulan Ich bin harmlos!

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    Hallo!

    das ist ja blöd gelaufen.
    Warum ist der Rheumatologe eigentlich der Meinung, dass er eine entzündliche Gelenkerkrankung ausschließen kann? Lag es an den Blutwerten?

    Meinst du, du kannst deinen Orthopäden überzeugen, dass er dich nochmal zu diesem oder zu einem anderen Rheumatologen schickt? Manche Rheumatologen sind ja ein wenig vorschnell beim Ausschließen von rheumatischen Erkrankungen, eine zweite Meinung ist immer besser.

    Ich glaube, manchmal ist es besser, wenn man nicht ganz so viele Details von der Vorgeschichte erzählt... aber mir fällt das auch schwer, man will ja nicht lügen und irgendwelche Voruntersuchungen verschweigen.

    Ich hoffe, du findest bald bessere Hilfe!
     
  4. lexxus

    lexxus Neues Mitglied

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    liebe christina,

    tut mir leid für dich, dass dein termin beim rheumadoc so doof gelaufen ist. da hilft wohl nur, tief durchatmen und schauen, wies weitergeht auch wenn dir das im momet sicher schwer fällt. möglicherweise kannst du ja versuchen bei einem anderen rheumatologen eine zweite meinung einzuholen.
    übrigens: neurologen haben meistens als zweiten fachbereich psychologie bzw. psychiatrie. es besteht da ein grosser unterschied zum psychotherapeuten. ich bin im laufe meiner behandlung auch schon einige male beim neurologen gelandet. der erste war ein echter a..., war sehr enttäuscht, besonders weil ich ihn vorher schon kannte (er hat die bewohner des heimes behandelt, wo ich mal gearbeitet habe) und ihn für einen guten arzt hielt. der meinte doch tatsächlich: "ignorieren sie doch mal ihre schmerzen und gehen sie mal in die sauna".
    aber so sind gott sei dank nicht alle. inzwischen bin ich bei einer sehr netten und kompetenten neurologin gelandet und fühle mich da sehr gut aufgehoben. sie hat als zweiten fachbereich auch psychiatrie. und sie ist eine von denen, die nicht jede erkrankung gleich als psychosomatisch abstempelt.
    also, liebe christina, kopf hoch!!! auf deinem weg durch das ärztevolk wirst du ganz bestimmt auf einen arzt treffen, der dir helfen kann und wird. leider heisst es aber bis dahin: am ball bleiben und auch mal gehörig nerven, wenns sein muss.

    in diesem sinne
    einen vorsichtigen knuddler und gute besserung
    lexxus
     
  5. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Christina,

    wie Dir gerade ging es mir über 10 Jahre. Meine heutige Diagnose: seropositive cP und Psoriasis.

    Es gibt zum Glück nicht nur diese besch... Ärzte, aber die guten zu finden, ist mitunter tatsächlich ein schwieriges Unterfangen.

    Ich hatte vor 6 Jahren das "Glück", mir eine EBV-Infektion einzufangen. Danach war das klinische Bild mehr als eindeutig - trotz weiterhin unauffälliger Blutbefunde (außer ANA bei 1 : 640, aber das sagt ja auch nix Besonderes aus). Aber die vielen geschwollenen Gelenke waren nicht zu übersehen, also ging man dem endlich mal konsequent nach.

    Ich weiß leider nicht, was ich Dir raten soll - außer am Ball zu bleiben und Dich nicht von dummen Sprüchen abschrecken zu lassen.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  6. Biglia

    Biglia Nachtkatze

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    Moin,

    ich war heute bei meiner Rheumatologin. Eigentlich halte (oder hielt?) ich doch sehr viel von ihr aber heute wäre ich beinahe heulend aus der Praxis raus. Wie anderweitig schon andeutungsweise zu lesen ist geht es mir echt nicht gut. Ich weiß nimmer wohin mit den Schmerzen und musste von 20mg Morphin auf 90mg erhöhen. Naja, mein Schmerztherapeut ein wenig irritiert von dem "Superschub", den ich am 02.06.05 hatte (kam mit schlimmsten Schmerzen in die Praxis und weiß auch nimmer viel was die mich alles gefragt haben und auch gesagt haben) und erhöhte dann eben die Dosis sowie verpasste mir am Montag drauf noch ein weiteres Medikament (Lyrica). Zuvor schon hat er mich zur Rheumatologin geschickt weil meine Schmerzkurve stetig aufwärts geht und meinte, dass ich evtl. neues Basismedikament brauchen würde, weil so kann es nicht weiter gehen. Wie dem auch sei, jetzt am 13. hatte ich Skelettszintigramm und heute war Besprechung davon. Tja, keine Entzündungen zu sehen ... nix ... absolut null! Im Endeffekt kam dann raus: ich würde mir das alles nur einbilden und solle doch mal zum Psychologen / Psychiater. :(

    Ich versteh' die Welt nicht mehr, wirklich. Meint die ich nehm die ganzen be...knackten Medis zum Spaß? Und als ich dann sagte, dass ich in Lyrica mein Fibromedikament gefunden hätte kam noch: naja, Fibro ist an sich ja keine richtige Krankheit, sie entsteht ... blabla .... psychisch .... usw. usf. ich glaube das muss ich nicht fortführen oder? Warum hat SIE dann bei mir diese diagnostiziert? Verlegenheitsdiagnose?

    Ist ja schön und gut, dass keine Entzündungen in den Gelenken sind, aber die Schmerzen sind real und da :( *wieder Tränen in den Augen bekommt*

    Hm, eigentlich wollte ich das alles nicht schreiben, aber ich weiß nimmer was ich machen soll und bin wirklich superenttäuscht von ihr :/

    Bis dann
    Biglia, die sich jetzt ins Bett verkrümelt (und nimmer raus kommt)
     
  7. Klaus

    Klaus Neues Mitglied

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    Hallo Christina,
    kenne ich, genauso hat man mich behandelt, kein Arzt Rheumatologe nahm mir die Sakroiliitis ab, mann sagte immer "die Sakroiliitis glaub ich ihnen nicht, eine Frau hat damit keine Probleme, der Rheumafaktor fehlt im Blut". Jetzt habe ich einen neuen Rheumatologe der bestätigte die Sakroiliitis beidseitig und sagte auch dass ich die Merkmale der Psoirasis in mir trage, bei mir ist die Psoirasis nach innen gegangen. Den besten Rat den ich dir geben kann, suche dir einen neuen Arzt!

    Heidemarie








     
  8. Christina29

    Christina29 Guest

    Gibt es wohl doch noch gute Ärzte?!

    hallo,
    vielen Dank für Eure lieben antworten.
    Habe mich etwas länger hier nicht gemeldet. Ich war erstens noch down und zweitens hatte ich stress wegen einer mündlichen Prüfung, die ich dann aber am mittwoch bestanden habe.

    Amulan: Ja, der Rheumatologe schloss eine entzündliche Gelenkerkrankung aus wegen den Rheumawerten. Die waren okay oder es gab nur kleine Abweichungen, nach den Ärzten nciht der Rede wert.

    Biglia: tut mir leid, dass du das auch erfahren mußtest, auf die psychoschiene abgeschoben zu werden. Hoffe, es geht Dir wieder besser.

    So, jetzt das neueste von mir: Ich hatte mir dann einen Termin bei einem Neurologen in Hamburg geholt, der gleichzeitig Schmerztherapeut und Sportmdeiziner ist. Er hat zwar eine Psychologin in seiner Praxis mit drin, aber er selsbt ist keiner. Am Telefon klang er sehr nett. Termin ist der folgende dienstag.

    Inzwischen war ich am Donenrtsag aber bei einer Internistin in Hamburg, da hatte cih schon länger einen Termin. Sie steht auf der Ärzteliste der fibro-Vereinigung. Aber cih dachte, dass heißt ja noch gar nichts. Also bin ich fast mit null-Erwartung dahinegagnegn. Wolte auch ncihts von Fibro selbst erzählen, nachdem Reinfall mit dem ortho und dem rheumatologen. Wollt vorwiegend mein Herz und meine Lunge abschecken lassen wegen den Atembschwerden.

    Aber manchmal kommt alles anders als man denkt:
    Das Erste bei der Anmeldung war, dass mich die sprechstd.gehilfin fragte, ob ich wegen fibro komme. ich meinte ja, aber ich habe davon doch am telefon gar nichts gesagt. Nein, meinte sie, aber sie kommen von soweit weg und das kommen bei uns die meisten Fibros. Oh, dachte ich, die Ärztin muss sich dann ja mit Fibroauskennen
    Als ich zur Ärztin kam, meinte sie auch, sie haben Glück, dass ich überhaupt da bin, sie haben ja nicht gesagt, dass sie wegen Fibro kommen, ich meinte, ich habe aber gesagt, dass ich bei ihnen einen termin haben will. dann meinte sie, ja, aber manchmal muss sie kurzfristig weg.
    Na, jetzt, wo sie das eh weiß, dachte ich, kann ich auch mit offenen karten spielen.
    Ich meinte dann, bei mir ist Fibro noch nicht diagnostiziert, aber ich will das mal abschecken lassen.
    Dann erzählte ich, wo ich alles schmerzen habe, dann meinte sie, also eigentlich überall.
    Dann meinte sie, sie fragt mal extra etwas genauer.
    Sie fragte nachMorgensteifigkeit, Gefühl von geschwollenen händen etc.). Konnte ich ja alles bejahen. Dann hat sie die tenderpoints abgescheckt, die meisten taten weh (vorwiegend hände und Ellenbogen, Schulter nicht so sehr, sie meinte, die wäre auch mehr verspannt). Dann hat sie die blutergebnisse, die ich schon hatte, angeguckt. Nach Yersinien will sie noch mal gucken, weil da vor einem Monat was positiv war, dann will sie ein großes Blutbild machen lassen (wurden bisher nur kleine gemacht), und dann noch andere Rheumawerte, die noch nciht überprüft worden sind (z.B. der für bechterew). Es waren insgesamt 8 Röhrchen, zum Glück waren meine venen heute spendierfreudig.
    Weiterhin hat sie wegen den Atembeschwerden ein EKG geamcht (war okay), ein Lungenfuntioonstest (war auch okay) und hat die Lunge angehört (meinte, sie hat auch das gefühl, dass ich schwer atme und schlecht Luft kriege. Also schickt sie mich jetzt zum Röntgen der Lunge und außerdem zum Röntgen beider Hände und Ellenbogen, weil die am meisten weh tun. Sie will halt andere Erkrankungen ausschließen.

    Sie meint, wenn beim den blutwerten und röntgen nichts rauskommt, dann steht eher der Verdacht auf Fibromyalgie. Sie meinte, es kann dann bei mir durch die Hüft-OP ausgelöst worden sein, durch den ganzen Stress dabei und danach, sie meint das kommt oft erst ein halbes bis einem Jahr später. Oder das metall im körper kann es durch eine allergische Reaktion ausgelöst haben oder durch die Yersinieninfektion. Genau wußte sie das nicht, aber die drei Möglichkeiten gäbe es.
    Na ja, mal gucken. Jedenfalls nenne ich das mal vernünftige Diagnostik. Komisch, dass ees alle anderen Ärzte vorher, bei denen ich deswegen war, macht. Aber immerhin, von ihr finde ich das klasse.

    Das Einzige komische fand ich, dass wenn der Fibromyalgieverdacht durch die Blut- und Röntgenuntersuchungen nicht widerlegt wird (also keine andere Krankheit besteht), dann würde ich Cortison (Decortin) bekommen als stoßtehrapie (2 Tage 20 mg, dann 10 mg und dann wenn es besser geworden ist, 5mg pro tag. Sie meinte, wenn der körper darauf anspricht, wäre das ein Indiz für Fibromyalgie. Sie meinte, alles andere an Tabletten würde bei Fibro nur die Schmerzsymptome versuchen zu dämmen, cortison würde an die Ursache gehen, nämlich an die Muskel- und sehenansätze, die bei der Fibro betroffen sind. Fand ich komisch, weil ich bisher gelesen habe, dass fibro nicht entzündlich ist und deswegen cortison nicht hilft.
    Aber, was habe ich zu verlieren? so, wie es jetzt ist, geht es auch nciht auf Dauer weiter und dann kann ich doch wenigstens testen, ob das cortison hilft. Es soll ein neueres cortison sein, dass nicht so vielen Nebenwirkungen hat wie die ursprünglichen Cortisonsorten.
    Also, am Montag soll ich wegen den Blutwerten anrufen und vorher habe ich noch den Röntegentermin. Zum cortsion würde ich auch ein Magenscutzmittel (Rantidin) bekommen.
    Ach so, nur als Klarstellung: ich will hier keine neue Diskussion über cortison bei Fibro entfachen, die gab es ja hier schon öfters und ich ahbe sie mir durchgelesen.
    Ich denke, dass ich das mal mit dem Cortison ausprobieren werde und wenn ich gut drauf anspreche, kann ich immer noch genauer abschecken lassen, ob es nicht vielleicht doch ein entzündliches Rheuma ist, dass man durch die blutwerte nicht sieht. Aber, ich hätte nur die Kraft dazu, wenn es mir erst einmal besser geht!
    Ich weiß, das Cortison nicht ohne ist, aber die Schmerzmitel, die ich zur zeit zusammen nehme, sind auch nicht ohne!

    Was ich jetzt noch beim Neurologen und schmerztherapeuten soll am dienstag, weiß ich auch nicht, aber jetzt wo ich den termin habe, gehe ich wohl hin. Der kann ja nochmal neurologisches ausschließen und vielleicht mal meine Kopfschmerzen schmerztherapeutisch behandeln. Außerdem mal gucken, was der sagt, ob er auch Fibro kommt! würde mcih schon interesieren!

    So, dann beende cih mal meinen Roman.
    Zur zeit bin ich einfach glücklich, dass mich mal eine Ärztin ernst genommen hat. Was dabhei rauskommt, muss ich halt sehen!

    Gruß Christina
     
  9. VerenaHH

    VerenaHH KrankeSchwester

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    irgendwie verstehe ich nicht warum sich viele immer so gegen eine "Psycho-Behandlung" wehren.
    Ich würde alle Psychtherapien machen die es gibt, wenn mich eine heilen könnte. Ist doch mir egal woher das kommt und warum es wieder geht, Hauptsache es geht wieder.
    Ich denke mit der gegenteiligen Einstellung kämen wir viel weiter. Also ich hab das versucht, leider hat es mir gegen mein Rheuma nicht geholfen, aber ich kann wenigstens den Versuch beweisen und hab das Thema dann ein für alle Mal los. :D Und die Therapeuten sind begeistert wenn jemand kommt und sich therapieren lassen WILL.
    Mir zumindest steht nicht auf der Stirn geschrieben das ich ne Psycho-Behandlung habe oder hatte. *ggg*
    Ein Arzt dem man von sich aus sagt man möchte ne Therapie machen, guckt relativ witzig aus dem Kittel und kann mir zumindest keine Verweigerung oder mangelnde Bereitschaft nachsagen.
    Ich kann den offensiven Umgang mit so etwas wirklich nur empfehlen....und wer hat keine Problemchen oder Probleme, die es unabhängig vom Rheuma, mal Wert wären mit einem Seelenklempner zu besprechen.


    Gruss aus dem gewittrigen HH
     
  10. Elke41

    Elke41 Guest

    Hallo Verena,
    ich versteh es soweit, weil es halt schnell heißt man wäre nicht ganz dicht und es immer so wirkt, als ob man selber schuld sei, an seiner Krankheit.
    So als ob wenn alle Psychoprobleme gelöst wären, dann sei auch die Krankheit weg.
    Außerdem glaube ich, das jeder Angst vor der eigenen Psyche hat und sich deshalb so schwer damit tut.
    Es ist einfacher dem Arzt zu sagen, gib mir was und hilf mir, schneid was weg, verschreib mir Tabletten, als an sich selber zu arbeiten.
    Was zuerst da war , die Krankheit und dann die kranke Psyche, oder anders herum, ist doch dann eigentlich Nebensache.
    Gerade bei Fibro denke ich spielt die Psyche eine große Rolle.
    Ich könnte mir vorstellen, das so manch Einer bei mir denkt, das es mir bestimmt noch nicht schlecht genug geht, weil ich keine Tabletten nehme.
    Das ist aber "leider" nicht der Fall, mir geht es Teilweise verdammt schlecht, nur wenn ich hier so lese, dann fällt mir oft auf, das es Leuten mit Fibro trotz Tabletten und Sonstigem auch nicht besser geht als mir, sondern das sie noch zusätzliche Probleme haben, wegen den Schmerzmitteln.
    Im Geschäft wurde hinter meinem Rücken gesagt: Man muß nur einen auf Psycho machen, dann kann man sich überall drücken.
    Na wer mag da schon noch offen zugeben, das er wirklich psychische Probleme hat und daraus eine Krankheit entstanden ist, oder andersherum?!
    Mir ist das inzwischen Banane, es ist einfach so und ich bin froh eine Möglichkeit gefunden zu haben, damit umzugehen.
    Aber schwer ist es so oder so!
     
  11. Mignon

    Mignon Guest

    Noch was zum Thema "Psychologe". Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen: Glück, wenn du auch noch einen guten Therapeuten hast. Ich habe mit meiner Therapeutin eine Menge Spass. Bei Ihr kann ich mich so richtig "auskotzen" über alles - auch Rheuma. Das ist meine Freistunde, wo ich mal so richtig losmeckern kann (bin nicht der Depressive Typ ;) ) ohne Freunde, Verwandte oder Kollegen zu belasten. Danach fühle ich mich richtig klasse und voller Energie.
     
  12. Christina29

    Christina29 Guest

    Hallo Verena,
    also, erst einmal, ich wehre mich nicht gegen die "Psycho-Behnadlung" selbst, sondern daggen, dass man Beschwerden und schmerzen ziemlich schnell auf die Psyche schiebt, nur weil man im blut nichts sieht. Ausserdem hatten die Ärzte noch gar nicht alle blutwerte kontrolliert und auch noch nicht röntgen lassen. Also, es wure noch gar keine richtige gute Diagnostik gemacht! Und darüber soll ich mich nicht aufregen?
    Sollte deswegn z.B. entzündliches Rheuma übersehen werden, kann es auch zeimliche schlimme Folgen für die gelenke haben, wenn das medizinisch nciht behandelt wird!

    Und davon mal abgesehen, ich bin jetzt 29 und habe mit 22 Jahren eine Gesprächstherapie bei einem Psychotherapeut gemacht, freiwillig, habe da z.B. den tod meines vaters verarbeitet und das war sehr gut!

    Vor eineinhalb Jahren hat mich mein jetziger Hausarzt zu einem Psychiater/ Psychologen geschickt, wegen Knieschmerzen, die ziemlich doll waren, obwohl per Röntgenbild und MRT bewiesen war, dass ich Kniearthrose habe. Seine Meinung war, von dem bischen Arthrose hätte man nicht solche Knieschmerzen! Also ich bin auch dahin, weil ich dachte okay, selbst wenn die Ursache körperlich ist, die Psyche beeinflusst das trotzdem und vielleicht kann ich damit lernen umzugehen. Ja, der fragte mich aber schon beim zweiten Mal, was ich denn bei ihm wolle, ich würde doch gut mit den Krankheiten umgehen, dafür, was ich alles habe (hatte noch mehr als Arthrose, will hier aber jetzt nicht alles aufzählen). und es wäre doch klar, dass das organische Ursachen hat. Ich habe zwar die behandlung da noch wieter gemacht und wir haben uns über familie etc. und Charaktereigenschaften unterhalten, aber gegen meine Schmerzen hat es nichts gebracht!!!
    Ich bin das schon alles durch!
    Und ausserdem: wenn Fibro wirklich bei mir diagnostiziert wird, dann werde ich wohl Schmerzbeältungungstraining machen wollen in einer art Verhaltenstherapie. Die geht das ganze prktisch an und das finde ich viel sinnvoller, zumindestens zur Zeit bei mir und in dem hintergrund, dass ich schon Psychotherapien hinter mir habe!

    Also, ich finde, man sollte nciht zu schnell beurteilen, wenn man nicht alle Hintergründe weiß!
    Ich hatte eigentlich auf Verständnis gehofft!

    Gruß Christina
     
  13. Biglia

    Biglia Nachtkatze

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    Moin,

    ich war mittlerweile bei meinem Schmerztherapeuten um eben u.a. auch das Gespräch mit der Rheumatologin mit ihm zu besprechen. Er ist ebenfalls der Meinung, dass eine Tiefentherapie bei mir nicht sinnvoll wäre, hingegen eine Verhaltenstherapie schon. Habe inzwischen auch schon bei der KK eine Liste unserer Ärzte hier beantragt und mit einer bereits schon gesprochen per Telefon. Leider hat sie derzeit keinen Platz frei, aber ich hoffe inständig, dass es in der nächsten Zeit doch klappt. Sie klang recht freundlich und hörte am Telefon auch zu was ich zu ihr sagte. Leider ist sie die einzige Frau scheinbar, die das hier macht :( Wenn ich mich schon öffnen soll, dann hätte ich doch gern eine Frau. Kann sein, dass das mit meiner Vergangenheit liegt, aber ich kann mich Männern gegenüber nicht wirklich so öffnen wie es sein sollte.

    Was ich mit dem ganzen Text sagen möchte: Ich habe nichts gegen Psychologen, nur war das gesagte von meiner Rheumatologin total daneben und deswegen werde ich mich auch bemühen eine andere zu bekommen. Sie war eh nur zweite Wahl, weil meine ursprüngliche damals eine zu lange Wartezeit hatte. :o

    Christina29: Doch, mir geht es mittlerweile ein wenig besser, dank zweier Freunde, die mich immer wieder aufbauen :)

    Bis dann
    Biglia
     
  14. smashy

    smashy Neues Mitglied

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    Hallo Christina,

    sicher hast ja jetzt mitbekommen, dass Du nicht alleine auf der Welt bist, mit dem Problem "gute" Ärzte zu erwischen. Mir ging es ähnlich wie Dir. Mein Hausarzt bescheinigte mir auch am Anfang eine Somatisierungsstörung und schickte mich zum Psychotherapeuten. Dieser meinte dann auch, ich würde doch einen äußerlich lockeren Eindruck machen und nachdem ich ihm meinen eigenen Verdacht auf Rheuma sagte, meinte er fairerweise das solle ich erstmal checken lassen und ich solle mich bei ihm dann wieder melden.
    Nachdem meine Blutwerte alle bene alles super war, glaubte mir mein Hausarzt erst Recht nicht, dass es Rheuma ist. Er sieht nichts, ergo hab ich auch nichts derartiges. Diesen Ärzten gehört eigentlich allen eine satte Beschwerde bei der jeweiligen Ärztekammer verpaßt. Aber bringt rein praktisch auch nix.
    Ich bin halt leider Gottes in einer Gegend, bei der es mehr und mehr schwierig wird, gute Ärzte zu finden. Und wenn, dann hat man entsprechend lange Wartezeiten. Es gibt hier in Friedrichshafen selbst (ca 50.000 Einwohner !!)
    keinen EINZIGEN internistischen Rheumatologen. Nur einen orthopädischen (meinem eigenen Ortho). Das sagt schon alles aus, denke ich. Hab jetzt nen Termin in einer anderen Stadt bei nem Rheumatologen Anfang Juli bekommen.
    Bin gespannt, was die sagt.
     
  15. Lilly

    Lilly offline

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    hallo christa,

    leider dauert es eben sehr lange, bis man eine diagnose gestellt bekommt. meine anfansdiagnose lautete fibromyalgie. ich war auch bei vielen ärzten, in verschiedenen fachrichtungen. meine erhöhten entzündungswerte im blut, sind schon seit 10 jahren zu sehen. die blutsenkung war immer schon erhöht, aber es wurde nie das crp oder der rheumafactor bestimmt. wegen der blutsenkung hies es nur, dass kommt vom rauchen :mad: . ein internist stellt `95 eine unterfunktion der schilddrüse fest. der orthopäde stellte fest, dass ich arthrose in der ws, bd. knien habe. ein neurologe meine polyneurophatie in den unteren extremitäten. lungenfacharzt - asthma bronch. und viele allergien. physikalist- schlimmste verspannungen (hartspann) hws- lws, schultergürtel- fibromyalgie; gyn - vorzeitige menopause; und immer wieder klagte ich über starke schmerzen in den gelenken, starke müdigkeit usw. wenn all diese ärzte zusammen gearbeitet hätten, dann wäre meine grunderkrankung schneller diagnosiziert worden.
    ich bin dann selber auf den verdacht gekommen, das ich rheuma haben könnte, dank dieser internetseite, und habe mich mit all meinen befunden an einen rheumatologen überweisen lassen. die diagnose stand dann nach 3 monaten fest : chron. polyarthritis. sek. fibromyalgie.
    ich hätte zu dieser zeit gerne eine psychotherapie gemacht. war total down, und da man mich sowieso auf die psychoschiene geschoben hat, hätte ich mir auch eine behandlung erhofft. aber leider bezahlt meine kk die therapie nicht. 80€ pro sitzung konnte ich mir nicht leisten.
     
  16. Elke41

    Elke41 Guest

    Ich lese immer : Die Ärzte hätten nichts gesehen!
    Aber vielleicht liegt das daran, das es einfach noch nichts zu sehen gibt.
    Und irgendwann, entwickelt sich dann aus so vielen Schmerzen irgend eine tatsächliche Rheumaerkrankung, welche man dann auch sehen und feststellen kann.
    Vielleicht vielleicht.... ich war auch schon bei vielen Ärzten, die nicht wie und was wußten, hat mich natürlich ebenso wütend gemacht wie euch.
    Doch das sind nur Menschen, wie wir , sie machen Fehler und wissen nicht alles, auch wenn es welche dabei gibt, die sich so darstellen.
    Einer meiner Ärzte hat sich mal bei mir entschuldigt, weil der total übertrieben reagiert hatte. Es war zwar nur zum Wohle für mich, aber die Untersuchung welche er da machen lassen wollte, hätte mich in meiner Schwangerschaft nur belastet.
    Meine Hausärztin fand eine Alternative, ich hab mit ihm dann drüber gesprochen und er hat sich bei mir entschuldigt.
    Es ist auch logisch, das man alles ausschließen möchte, ich bin da auch keine Ausnahme und mußte selber darauf bestehen, auf Fibro untersucht zu werden. Sonst würde ich das heute noch nicht wissen.
    Lilly,
    warum zahlt die Kasse das nicht? Ich geh seit 9 Jahren, davon 2 Jahre Pause bis zum neuen Antrag und sie haben es wieder übernommen.
    80.- Euro wäre mir auch zuviel. [​IMG]
    Das wären ja 640.- Euro im Monat für mich.
     
  17. Lilly

    Lilly offline

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    ist bei meiner kk wahrscheinlich noch nicht anerkannt und zu teuer. meine kk ist die KFA- wien, eine beamten-kk

    in meinem fall, gab es sehr viel zu sehen :D . die entzündungswerte im blut, die polyneurophatie (nebenerkrankung der cp), die vorzeitige menopause ( cp wirkt sich auch auf den hormonhaushalt aus), die arthrosen (denen ist eine arthritis vorrausgegangen) die schildrüsenunterfunktion (hashimotothyreoditis), und- und- und
    leider sind viele ärzte nicht flexibel, sie sehen nur ihr *fach*, obwohl ich immer wieder von den allgemeinsymthomen und den bisherigen diagosen erzählt habe, man musste nur eins und eins zusammenzählen. :cool: ich konnte es, die ärzte nicht?
     
    #17 25. Juni 2005
    Zuletzt bearbeitet: 25. Juni 2005
  18. Elke41

    Elke41 Guest

    Hallo Lilly,

    wahrscheinlich oder sicher?! Ich bin auch in der Beamtenkrankenkasse, aber halt Deutschland.
    Ich hab noch nie Probleme gehabt, wenn es um irgendwas ging, was ich beantragt habe.
    Ach, ich bin seit fast 20 Jahren beim gleichen Hausarzt und renne dort auch genauso lange hin mit Beschwerden und sie hat die Fibro auch nicht erkannt.
    Allerdings bei Werten die man sieht, sollten sie schon drauf kommen. [​IMG]
     
  19. VerenaHH

    VerenaHH KrankeSchwester

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    Hamburg
    Hallöchen;

    ich hatte niemanden persönlich gemeint, aber das Thema "Psycho" taucht immer wieder hier auf und fast jedes mal mit der gleichen Abwehrhaltung und so Aussagen wie "ich bilde mir doch nichts ein" und "ich bin doch nicht bekloppt".
    Ich bin eben der Meinung wenn man sich so sehr und mit derartigen "Argumenten" gegen eine Therapie stellt, weiß man nicht wirklich was eine Therapie bedeutet.
    Leider ist in unserer Gesellschaft "Psycho" seeehr stigmatisiert und die meisten Menschen wissen nicht wirklich was das ist und wie das geht.
    Ich war gerade fünf Wochen stationär auf einer psychiatrischen Station, freiwillig, ganz von mir aus. Es hat mir geholfen, ich habe mich wohlgefühlt, ich habe KEINE "Bekloppten" getroffen, sondern nur mehr oder weniger Gleichgesinnte und der Austausch hat mir ebenfalls viel geholfen.
    Ich denke auch, es ist etwas dran, dass der Körper mit dem Zeichen Schmerz vielleicht und ich manchen Fällen, auf sich aufmerksam macht und was das dann bedeutet und wie man damit umgehen soll, können meiner Meinung nach am besten die Fachleute erkennen.
    Dass bei entzündlichem Rheuma entsprechende Medikamente notwendig sind steht ausser Frage, aber letzendlich weiß man ja immer noch nicht, warum sich das Abwehrsystem, oder Anteile daraus, sich plötzlich schädigend gegen den Körper verhalten. Also ich kenne meine Seele / Psyche nicht so gut dass ich das völlig von der Hand weisen könnte.
    Ich sehe darin auch eine Gelegenheit meine Erkrankungen mal von einer völlig anderen Seite zu betrachten und schaden kann das auf jeden Fall nicht.

    Ich möchte auf keinen Fall jemanden bestimmtes damit ansprechen, das ist meine ganz persönliche Meinung und Einstellung und soll vielleicht allerhöchstens mal ein Denkanstoss sein.

    Freundliche Grüsse