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Gewichtszunahme / Erschöpfung

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Tennismieze, 11. Februar 2007.

  1. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    Hallo Leute,
    inzwischen bin ich in der 7. Krankheitswoche angelangt, nachdem ich mich ein Viertel Jahr lang heruntergewirtschaftet habe, ohne es richtig zu bemerken. Das Rheuma macht sich durch Dicke- bzw Klobigkeitsgefühl in den Händen und Knien bemerkbar. Die Hände lassen sich somit meistens nicht richtig einsetzen und Bewegungen generell sind mühsam, besonders Treppensteigen. Der allgemeine Energielevel reicht durchschnittlich für 1,5 Stunden, dann ist Pause angesagt.

    Unter diesen Umständen habe ich inzwischen 5kg zugenommen, wobei ich die Schallgrenze überschritten habe (bis zu der das Gewicht noch akzeptabel war und mich nicht sonderlich störte). Nun nervt mich sowohl das zuviel an Gewicht als auch diese mühsamen Bewegungen. Das Cortison-Gesicht trotz Mini-Dosis von 4mg stinkt mir ebenfalls.

    Wenn ich mich zu mehr Bewegung zwinge, hilft das beim Gewichtverlieren? Wie sind hierzu Eure Erfahrungen bzw. wie schaffe ich es, aktiver zu werden?

    Danke (verzweifelt)
     
  2. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Hallo Tennismieze,

    wenn der Körper mehr Energie verbraucht, als ihm über die Nahrung zugeführt wird, sollte er eigentlich abnehmen bzw. nicht zunehmen. :rolleyes:

    Klingt so einfach ... *lach*

    Ich kenne Deine "Schallgrenze" nicht, meine liegt bei 80 Kilo. Seit ich vor drei Jahren aufhörte zu rauchen, gings gewichtig schnell Berg auf (das Essen schmeckte plötzlich soooo guuuut! :D), dann Anfang 2006 ein paar Wochen akuter Bewegungsmangel wegen meinem "Rheumagedöhns" und dann war das Cortison, dass wiederum 3 Dauerkilos dazutat, das "i-Tüpfelchen" ... *soifz*

    Ich schwimme seit etwa 6 Monaten mehrmals die Woche mindestens eine Stunde am Stück und gehe wenigstens einmal die Woche stramm spazieren - lieber wandern - wenigstens 3 Stunden am Stück. Das hilft zumindest Gewicht zu halten, ohne jetzt allzusehr Kalos zu zählen oder generell auf Süßess und Sündiges :cool: zu verzichten. Wobei ich schon relativ lange auf gesunde Ernährung achte - erst recht, seit ich Rheuma habe.

    Schwimmen ist herrlich - man gewöhnt sich schnell daran und es schont die Gelenke. Und in der Natur oder einer schönen Stadt ein paar Stunden rumzurennen, ist selbst für mich alter Sportmuffel eigentlich kein Problem.

    Um von meinen hübschen 78 Kilos wenigstens wieder in die Richtung der U70 zu kommen, habe ich mir für das Frühjahr vorgenommen, JEDEN Tag wenigstens eine halbe Stunde zusätzlich stramm zu gehen. Morgens oder Abends einmal um zwei Blöcke. Als sitzender Worker ist das nicht nur der Figürlichkeit zuträglich, sondern auch Herz und Kreislauf.

    Wär das nicht auch was für Dich? Kein richtiger Sportstress - täte Dir sicher generell gut (natürlich neben der richtigen medizinischen Einstellung Deiner rheumatischen Beschwerden) und Deinen Gelenken!

    Denn: Bei vielen Gelenken wird die äußere Gelenkkapsel mit Hilfe von Bändern verstärkt. Wird das Gelenk für längere Zeit "ruhiggestellt", so verkürzen sich die Bindegewebsfasern. Dann kann die Gelenkkapsel schrumpfen. Durch diesen Prozess kann die Beweglichkeit des Gelenkes stark eingeschränkt sein.
    Der Gelenkknorpel wirkt wie ein Stoßdämpfer. Gelenkkopf und Gelenkpfanne bilden die Gelenkfläche. Sie sind mit Knorpel ausgekleidet. Meistens besteht der Gelenkknorpel aus hyalinem Knorpel. Er besitzt die besten Stoßdämpfereigenschaften. Diese Eigenschaften hängen eng zusammen mit dem Aufbau aus kollagenen Fasern, großen Molekülen und Wasser.
    Der Knorpel enthält keine Blutgefäße. Seine Versorgung erhält er über die Gelenkflüssigkeit, die Synovia. Damit das gut funktioniert, muss eine regelmäßige Belastung und Entlastung stattfinden. Durch diese Bewegung wird die Synovia in den Knorpel "eingewalkt". Das kann man ungefähr mit dem Einkneten von zusätzlichem Mehl in einen fertigen Brotteig vergleichen. Wenn Sie eine Hand voll Mehl in einen Brotteig kneten wollen, dann reicht es auch nicht aus, das Mehl einmal fest an den Teig zu drücken. Vielmehr wird das Mehl nur durch dauerndes Drücken und Entlasten mit dem Teig verbunden. Auf diese Weise ernährt sich auch der Knorpel. Bei Bewegungsmangel und wenn zu starke Bewegungen über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden, kommt es zu einem Versorgungsdefizit des Knorpels. Der Knorpel leidet sozusagen Hunger und kann regelrecht unterernährt sein. Er degeneriert dann und es bilden sich Arthrosen. Quelle: http://www.medizinfo.de/rheuma/anatomie/gelenke.htm

    Viel trinken - bevorzugt Kräutertees - und eine angepasste Ernährung (siehe auch http://www.cortisonpartner.de/-newsl...ernaehrung.htm und Alpha-Linolensäure) sind natürlich die beste Basis für meine Vorschläge.

    Schönen Tag!
    Rosarot
     
  3. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    Danke Dir, Rosarot,
    das war mir noch nicht geläufig. Der Link ist auch sehr hilfreich.:)
     
  4. Amulan

    Amulan Ich bin harmlos!

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    Hallo,

    also wegen 5-10 kg Übergewicht brauchst du dir wirklich keine Sorgen machen. Studien aus USA belegen, dass Menschen mit geringem Übergewicht sogar eine höhere Lebenserwartung haben, weil sie bei Krankheiten mehr Widerstandskräfte und Reserven haben. Nur was darüber liegt, macht Probleme.

    Spaziergänge wären sicher gut, mehrmals in der Woche eine halbe Stunde oder mehr, falls du kannst (geht bei mir leider z.Zt. nicht, kann überhaupt keinen Sport machen im Moment:( ).

    Du könntest auch evtl. mal deine Schilddrüse überprüfen lassen, weil eine Unterfunktion auch Müdigkeit und Gewichtszunahme verursachen kann. Die Untersuchung sollte am besten ein Endokrinologe oder ein Internist machen.

    Lg
    Sonja
     
  5. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    @Amulan
    Wenn es wirklich nur 5kg zuviel wären, hätte ich damit auch kein Problem. Leider liegt die Schallgrenze bei mir (174cm) bei 80kg, weswegen mir die jetzigen 85kg einfach zuviel sind. Sie stören mich, weil es am Bauch sitzt und spannt. Mit den bisherigen 80 kam ich gut klar, aber nun ärgert es mich einfach nur.
    Die Schilddrüse ist nicht das Problem. Es sind die Entzündungen und die Medikamente, die mich so down und erschöpft sein lassen.