Geschichten und Gedichte

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von samira2000, 21. April 2012.

  1. Anja93

    Anja93 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    5. Januar 2012
    Beiträge:
    568
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Blankenburg (Harz)


    Gesundheit

    Wir wünschen sie uns
    und brauchen sie alle.
    Wir sollten sie pflegen,
    in jedem Falle.

    Sie ist weder käuflich,
    noch erblich.
    Sie lässt uns alt werden,
    doch nicht unsterblich.

    Wir sollten uns vor allen Dingen,
    auf ihren wirklichen Wert besinnen.
    Sie ist nicht alles - doch irgendwie,
    ist alles nichts ohne sie.

    © Günter Fritsch, 2011
     
  2. samira2000

    samira2000 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    29. April 2009
    Beiträge:
    290
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    freiburg
    Es ist ein still Erwarten in den Bäumen,

    Die Nachtigallen in den Büschen schlagen

    In irren Klagen, können's doch nicht sagen,

    Die Schmerzen all und Wonne, halb in Träumen.



    Die Lerche auch will nicht die Zeit versäumen,

    Da solches Schallen bringt die Luft getragen,

    Schwingt sich vom Tal, eh's noch beginnt zu tagen,

    Im ersten Strahl die Flügel sich zu säumen.



    Ich aber stand schon lange in dem Garten

    Und bin ins stille Feld hinausgegangen,

    Wo leis die Ähren an zu wogen fingen.



    O fromme Vöglein, ihr und ich, wir warten

    Aufs frohe Licht, da ist uns vor Verlangen

    Bei stiller Nacht erwacht so sehnend Singen
     
  3. Clown

    Clown Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    30. Mai 2012
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    0
    Das Versteck der Weisheit

    [TABLE]
    [TR]
    [TD]

    Das Versteck der Weisheit
    [/TD]
    [/TR]
    [TR]
    [/TR]
    [TR]
    [TD]
    Vor langer Zeit überlegten die Götter, dass es sehr schlecht wäre, wenn die Menschen die Weisheit des Universums finden würden, bevor sie tatsächlich reif genug dafür wären. Also entschieden die Götter, die Weisheit des Universums so lange an einem Ort zu verstecken, wo die Menschen sie solange nicht finden würden, bis sie reif genug sein würden.

    Einer der Götter schlug vor, die Weisheit auf dem höchsten Berg der Erde zu verstecken. Aber schnell erkannten die Götter, dass der Mensch bald alle Berge erklimmen würde und die Weisheit dort nicht sicher genug versteckt wäre. Ein anderer schlug vor, die Weisheit an der tiefsten Stelle im Meer zu verstecken. Aber auch dort sahen die Götter die Gefahr, dass die Menschen die Weisheit zu früh finden würden.

    Dann äußerte der weiseste aller Götter seinen Vorschlag: "Ich weiß, was zu tun ist. Lasst uns die Weisheit des Universums im Menschen selbst verstecken. Er wird dort erst dann danach suchen, wenn er reif genug ist, denn er muss dazu den Weg in sein Inneres gehen."


    Die anderen Götter waren von diesem Vorschlag begeistert und so versteckten sie die Weisheit des Universums im Menschen selbst.
    [/TD]
    [/TR]
    [/TABLE]

     
  4. samira2000

    samira2000 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    29. April 2009
    Beiträge:
    290
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    freiburg
    Seele aus Glas

    Du fühlst sehr tief was keiner sieht
    und kannst es doch nicht zeigen,
    es kann nicht raus, wird überspielt
    um Schmerzen zu vermeiden.

    Du möchtest sprechen doch die Angst
    raubt alle deine Sinne.
    Wer hört dir zu, wer spricht den schon
    über ernste Dinge?

    Oft fühlst du dich von mindrem Wert
    versuchst es zu verdrängen,
    so lange bis die Seele bricht
    und Zwänge dich bedrängen.

    Viele Seelen gibt’s aus Glas
    man kann sie meist nicht sehen,
    weil sie verletzbar sind wie du
    nicht leicht durch’s Leben gehen.

    Wenn der Schmerz die Seele trifft
    dann baue keine Mauer,
    öffne, offenbare dich,
    verliere deine Trauer.

    Spreche aus was dich bedrückt
    und such den Weg zu dir,
    rede wo der Andere schweigt
    deine Seele dankt es dir.
    von Joey Freud
     
  5. lucky08

    lucky08 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    19. Dezember 2008
    Beiträge:
    200
    Zustimmungen:
    0
    Manche Augenblicke im Leben möchte man einfangen
    um sie noch einmal erleben zu könne,
    manche Augenblicke möchte man vergessen,
    aus der Erinnerung streichen,
    doch es gelingt nicht.

    Manche Augenblicke im Leben sind so kostbar,
    daß sie im Herzen verankert sind,
    man sie nicht mehr missen möchte.
    Die Augenblicke im Leben sind kurz,
    aber die Gedanken halten sie fest.




    LG lucky08
     
  6. lucky08

    lucky08 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    19. Dezember 2008
    Beiträge:
    200
    Zustimmungen:
    0
    Sprichst du mit dem Herzen ,
    so sprichst du aus der Seele;
    dann spricht deine Ehrlichkeit.
    Sprichst du aber mit dem Verstand,
    so spricht dein EGO.
    Laß dein Herz sprechen,
    deine Seele wird dir dafür danken.
     
  7. medi

    medi Tagträumerin

    Registriert seit:
    25. Januar 2009
    Beiträge:
    347
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    NRW in der Nähe von Wuppertal
    Hoffnung ist…

    Eine Pflanze, die in einer Mauerspalte blüht
    Eine Liebe, die im Verborgenen glüht
    Ein Lächeln, wenn Du traurig bist
    Ein Zeichen von jemandem, den Du vermisst
    Ein Anker im Ozean der Gefühle
    Ein Antrieb, wie Windblätter einer Mühle
    Ein Rettungsboot auf den Wellen der Emotionen
    Ein Grundnahrungsmittel für Illusionen
    Ein Licht, das Dich durch die Dunkelheit führt
    Ein Sonnenstrahl, der das Herz berührt
    Ein Zuckerstückchen für die Seele und offenbar,
    für das Leben ganz einfach unverzichtbar.

    (von mir)
     
  8. samira2000

    samira2000 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    29. April 2009
    Beiträge:
    290
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    freiburg
    @ medi ...das hast du sehr schön geschrieben,gefällt mir sehr gut...:top:
    ich schreibe gerne Elfchen......lg sami

    Schritt
    Für Schritt
    Sein Tempo bestimmen
    Neue Erfahrungen, Neues entdecken
    Lebensfreude
     
  9. lucky08

    lucky08 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    19. Dezember 2008
    Beiträge:
    200
    Zustimmungen:
    0
    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht,
    gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben:
    die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.


    von Immanuel Kant
     
  10. anurju

    anurju anurju

    Registriert seit:
    13. März 2011
    Beiträge:
    6.014
    Zustimmungen:
    846
    Ort:
    Im schönen Rheinland
    So strampelt man sich durchs Leben...

    Ich habe gerade in einem anderen Thread etwas gepostet und da fiel mir auf, dass es auch hierhin passt...

    Da wir alle ja mehr oder weniger zu "strampeln" haben - hier 2 kleine Geschichten dazu.

    Zwei Mäuse im Sahnetopf

    Zwei Mäuse fallen in einen Topf, der mit Sahne gefüllt ist. Nach dem ersten Schreck müssen sie sich mit der Situation arrangieren.
    Die eine strampelt zwar los, gerät aber zunehmend in Panik, piepst und winselt und verschwendet viel Energie für Sprungversuche.
    Schließlich gibt sie auf und ertrinkt.
    Die andere Maus trinkt erstmal einen herzhaften Schluck Sahne, versucht die Ruhe zu bewahren, gerät zwar auch manchmal in Panik, fängt sich dann aber doch - vielleicht auch durch die Vision, was sie doch noch alles im Leben machen und dass sie mit ihren Freunden noch weiter Spaß haben will. Wenn es auch noch länger dauern wird, bis sie dieses Ziel erreicht.
    So strampelt sie immer weiter - mal langsam, mal schneller, mal mit viel Mut, mal mit Verzweiflung. -
    Und schließlich hat sie es geschafft - die Sahne ist zu Butter geworden ist und sie steigt cool aus dem Topf.
    Und so eine Maus sind wir doch auch - oder?


    Der Esel im Erdloch

    [​IMG]

    Eines Tages fiel ein Esel in einem Dorf in ein Erdloch. Die Dorfbewohner versuchten den Esel aus dem Erdloch herauszuziehen, aber es gelang ihnen nicht. Nach vielen Fehlversuchen, entschlossen sie sich, den Esel aufzugeben und zu begraben. Sie begannen, Erde auf den Esel zu schaufeln, aber der schüttelte die Erde von seinem Rücken ab. Schaufel um Schaufel schüttelte er ab, sodass die Erde auf den Boden fiel und den Boden langsam anhob. Schließlich war der Boden hoch genug, dass der Esel aus eigener Kraft aus dem Erdloch herausklettern konnte.
    "Moral": Wenn du gefallen oder gescheitert bist, wenn du im Loch hängst und immer mehr Aufgaben auf dich einprasseln - dann schüttel sie so gut es geht ab und tritt sie fest – dies ist der Weg aus dem Loch. ​

    Ich wünsche euch ein gutes Weiterstrampeltn - liebe Grüße von anurju :)
     
    #50 13. Juli 2012
    Zuletzt bearbeitet: 13. Juli 2012
  11. lucky08

    lucky08 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    19. Dezember 2008
    Beiträge:
    200
    Zustimmungen:
    0
    Die Geschichte vom Flaschengeist

    Ein Ehepaar spielt Golf. Zu ihrem Entsetzen fliegt ein gerafe abgeschlagener Golfball durch ein Fenster, welches in viele kleine Scherben zerbricht. Das Ehepaar,soch der Schuld bewußt, geht sofort in das Haus hinein, um den Eigentümer zu verständigen.Beide rufen laut, doch niemand antwortet. Sie gehen in den Raum, wo das zurbrochene Fenster ist und sehen eine kaputte Vase, daneben einen Mann mit einem Turban auf dem Kopf." Sind sie der Eigentümer des Hauses?" fragt der Ehemann. " Nein, ich war 1000 Jahre in dieser Vase eingesperrt, aber jemand hat diesen Golfball durch das Fenster
    geschossen, dabei die Vase umgeworfen und nun bin ich befreit!" antwortet daraufhin der Geist.
    Der Ehemann, nicht dumm, fragt auch gleich: "Oh, sie sind ein Flaschengeist!"
    "Korrekt. Ich erfülle euch zwei Wünsche.Weil ich so geizig bin, behalte ich den 3.
    für mich"
    Okay, denkt sich der Ehemann und sagt auch gleich: "Super! Also, ich will ein jährliches Einkommen von einer Million Euro, steuerfrei!"
    "Kein Problem. Dein zweiter Wunsch?"
    "Och.... immer leckeres Essen!"
    " Auch das ist gemacht. Nun mein Wunsch: Ich habe seit 1000 Jahren kein
    weibliches Wesen mehr gesehen, geschweige denn angefasst lass mich mit
    deiner Frau ins Bett gehen!"
    Das Ehepaar willigt ein und wenige Minuten später sind Frau und Geist kräftig
    dabei, während der Ehemann sich wieder seinem Golfspiel widmet.
    "Wie alt ist dein Mann?, fragt der Geist.
    "31!" antwortet die Frau.
    " Und da glaubt er noch an Flaschengeister?"
     
  12. anurju

    anurju anurju

    Registriert seit:
    13. März 2011
    Beiträge:
    6.014
    Zustimmungen:
    846
    Ort:
    Im schönen Rheinland
    ... ich lach mich kaputt !

    das ist ja wohl eine Supergeschichte !!!! DANKE !!!
     
  13. lucky08

    lucky08 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    19. Dezember 2008
    Beiträge:
    200
    Zustimmungen:
    0
    Ode an den Busen

    Beliebt ist bei der Männerwelt
    ein schöner Busen, der gefällt,
    der unsere Frauen herrlich ziert
    und immer wieder neu verführt.

    Den Reizen, denen wir erliegen,
    sobald wir sie zu fassen kriegen,
    soll dies Gedicht gewidmet sein,
    ganz gleich ob diese groß, ob klein.

    Wie launisch zeigt sich die Natur,
    wenn sie gestaltet die Figur:
    Da - läßt sie tolle Formen wippen
    dort- sieht man nichts, nur Haut und Rippen.

    Weil's unterschiedlich groß geformt,
    drum ist auch der BH genormt:
    Von 1-12 ganz kurz und schlicht
    so steigen Größe und Gewicht.

    Ganz ungeeignet ist zum Schmusen
    die Größe 1 der Mini-Busen.
    Kein Wunder, dass so schnell ermüdet,
    wer so ein flaches Weib behütet.

    Bescheiden ist auch das Vergnügen,
    in Busengröße 2 zu liegen.
    Immerhin ist was zu finden,
    man weiß, was vorne ist und hinten.

    Bei Größe 3 wird's schon erträglich,
    da hat man was, da wird's beweglich.
    Und wenn dann ein Bikini dies umhüllt,
    ergibt sich schon ein reizend Bild.

    Bei Größe 4 und schlanken Hüften,
    kann dich ein Weib sehr schnell vergiften.
    Du zappelst mit verwirrtem Sinne
    wie ein Insekt im Netz der Spinne.

    Welch Weib weiß nicht um ihre Trümpfe,
    steht im BH bei ihr die fünfe.
    Da bebt vor Lust die Männerhand,
    die solch ein Prachstück hält umspannt.

    Ein Mann, der nie in seinem Leben
    durft' nie die Größe 6 bewegen,
    der wurd' vom Schicksal arg betrogen,
    um den gings Glück im großen Bogen.

    Ein schöner Busen Größe 7
    gibt Anstoß zu besoneren Trieben,
    jagt Männer in die künsten Träume,
    wie Affen in die höchsten Bäume.

    Unbeschreiblich ist die Pracht
    bei einem Busen Größe 8.
    Wer solchen Weibes Gunst errungen,
    dem ist der große Wurf gelungen.

    Die Größe 9 taugt nur für's Bett
    für den der Kummer hat ist's nett.
    Hier kann er sein Gesicht vergraben
    und stundenlang der Welt entsagen.

    Bei Größe 10 da wird's beschwerlich,
    auch ist es nicht mehr ungefährlich,
    beugt sich ne Frau mit solchem Busen
    über den Mann bereit zum Schmusen.

    Das spiel mit Häkchen und mit Ösen
    so schön es bei Größe 6 gewesen,
    lustvoll spielend voller Feuer,
    hier wird's zum echten Abenteuer.

    Ist's letzte Häkchen dendlich auf,
    da nimmt das Schicksal seinen Lauf.
    Aus dem vollen, prallen Mieder
    stürzt es wie Lawinen nieder.

    Umhüllt des Mannes Haupt im Nu,
    deckt Nase, Augen, Ohren zu.
    So fühlt er sich ganz schnell bedroht
    vom plötzliche Erstickungtod.

    Doch keiner ist bislang verdorben
    und unter soviel Fleisch gestorben.
    Jedem ist es noch geglückt,
    dass er das Licht der Welt erbrickt.

    Mit Größe 11 befreit von Hüllen
    läßt sich ne ganze Bettstatt füllen.
    Wie Hefeteig bei Hitzewellen
    so sieht man's in die Kissen quellen.

    Bekümmert sieht der Mann hier ein,
    dass seine Hände viel zu klein
    zu hindern die befreiten Riesen
    nicht über den Bettrand wegzufließen.

    Bei 12 da wird es kolossal,
    ultra, super maximal.
    Doch hört ihr Campingfreunde her:
    Ist dieses Ding auch superschwer,
    spart man im Urlaub doch viel Geld,
    denn der BH ersetzt das Zelt.

    Die Größe 13 gibt es nicht,
    drum endet hier auch das Gedicht.
    Mit einem Wort an euch ihr Frauen,
    ihr wisst worauf die Mânner schauen.





    Will niemanden damit kränken oder verletzen. Jeder Mensch hat etwas Schönes Wünsch euch viel Spaß beim lesen LG lucky08


    ibt Anstoß zu
     
  14. anna1961

    anna1961 Katzenfrau

    Registriert seit:
    8. März 2012
    Beiträge:
    585
    Zustimmungen:
    2
    Ort:
    Rheinland
    ein Versuch von mir

    Die Blumen mögen zu blühen beginnen

    und ihren köstlichen Duft ausbreiten,

    wo immer Du gehst.



    aus Irland
     
  15. samira2000

    samira2000 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    29. April 2009
    Beiträge:
    290
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    freiburg
    Der Wassertropfen

    Du kennst ja wohl ein Vergrößerungsglas, so ein rundes Brillenglas, das alles viele Male größer macht, als es ist? Wenn man es nimmt und vor das Auge hält und dadurch den Wassertropfen draußen vom Teiche betrachtet, so erblickt man über tausend wunderbare Tiere, die man sonst nie im Wasser sieht, aber sie sind da, es ist wirklich so. Es sieht fast aus wie ein ganzer Teller voll Krabben, die untereinander herumspringen, sie sind sehr raubgierig, sie reißen einander Arme und Beine, Enden und Stücke ab, und doch sind sie auf ihre Weise froh und vergnügt.
    Nun war einmal ein alter Mann, den alle Leute Kribbel-Krabbel nannten, denn so hieß er. Er wollte immer das Beste von jeder Sache haben, und wenn das durchaus nicht gehen wollte, dann nahm er es durch Zauberei.
    Dieser Mann saß eines Tages und hielt sein Vergrößerungsglas vor das Auge und betrachtete einen Wassertropfen, der von draußen aus einer Pfütze im Graben genommen war.
    Wie es da kribbelte und krabbelte! Alle die tausend Tierchen hüpften und sprangen, zerrten aneinander und fraßen voneinander.
    "Aber das ist ja abscheulich!" sagte der alte Kribbel-Krabbel. "Kann man sie nicht dahin bringen, in Ruhe und Frieden zu leben und dass sich jedes nur um sich bekümmert?" Er dachte und dachte, aber es wollte nicht recht gehen, und deshalb musste er zaubern. "Ich muss ihnen Farbe geben, damit sie deutlicher gesehen werden können!" sagte er, und dann tröpfelte er etwas, einem kleinen Tropfen Rotwein ähnlich, in den Wassertropfen, aber das war Hexenblut von der feinsten Art zu sechs Pfennigen aus dem Ohrläppchen. Nun wurden die wunderbaren Tierchen über den ganzen Körper rosenrot, es sah aus wie eine ganze Stadt voller nackter, wilder Männer.
    "Was hast du da?" fragte ein anderer alter Zauberer, der keinen Namen hatte, und das war gerade das Feine an ihm.
    "Ja, kannst du raten, was es ist", sagte Kribbel-Krabbel, "so will ich es dir schenken, aber es ist nicht leicht herauszufinden, wenn man es nicht weiß!"
    Der Zauberer, der keinen Namen hatte, sah durch das Vergrößerungsglas. Es sah wirklich aus wie eine ganze Stadt, wo alle Menschen ohne Kleider herumliefen. Es war schauerlich, aber noch schauerlicher war es, zu sehen, wie der eine den andern puffte und stieß, wie sie gezwickt und gezupft, gebissen und gezaust wurden! Was unten war, sollte nach oben, und was oben war, sollte wieder nach unten! "Sieh! Sieh! Sein Bein ist länger als meins! Bah! Weg damit!" Da ist einer, der hat eine kleine Beule hinter dem Ohr, ein kleines, unschuldiges Beulchen, aber sie quält ihn, und darum soll sie ihn noch mehr quälen. Sie hackten in sie hinein, und sie zerrten ihn, und sie fraßen ihn der kleinen Beule wegen. Da saß einer so still wie eine kleine Jungfrau und wünschte nur Ruhe und Frieden. Aber nun sollte die Jungfrau hervor, und sie zerrten an ihr, und sie zerrissen und verschlangen sie.
    "Das ist sehr belustigend!" sagte der Zauberer.
    "Ja, aber was glaubst du wohl, was es ist?" fragte Kribbel-Krabbel. "Kannst du es ausfindig machen?"
    "Nun, das ist ja leicht zu sehen!" sagte der andere. "Das ist irgendeine große Stadt, sie gleichen einander ja alle. Eine große Stadt ist es!"
    "Es ist Grabenwasser!" sagte Kribbel-Krabbel.

    Hans Christian Andersen
     
  16. anna1961

    anna1961 Katzenfrau

    Registriert seit:
    8. März 2012
    Beiträge:
    585
    Zustimmungen:
    2
    Ort:
    Rheinland
    Gedicht

    die Jahre vergehen,
    das Alter häuft sich,
    doch der Anblick der Blumen
    befreit mich von allen Sorgen.

    Alt-Japanisch
     
  17. samira2000

    samira2000 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    29. April 2009
    Beiträge:
    290
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    freiburg
  18. lucky08

    lucky08 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    19. Dezember 2008
    Beiträge:
    200
    Zustimmungen:
    0
    Gönn dir etwas Zeit

    Zeit um einmal auszuruh'n,
    Zeit um Eigenes zu tun,
    Zeit zum Träumen und zum Denken,
    Zeit um Anderen Zeit zu schenken.

    Zeit zum Schmusen und genießen,
    Zeit das Trübsal wegzuschließen,
    Zeit für Ein Glas Wein, Musik, Gesang,
    Zeit für großen Schaffensdrang.

    Zeit für Familie, Freunde und ganz flott,
    Zeit um zu fliehen aus dem Alltagstrott !



    Wünsche allen einen schönen Sonntag
    LG lucky08
     
  19. samira2000

    samira2000 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    29. April 2009
    Beiträge:
    290
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    freiburg
    [h=1]Eine kurze Schegichte[/h]
    Letzten Hut verlor ich meinen Herbst,
    ich findete lange ehe ich ihn suchte.
    Da hauste ich an ein Kam,
    lochte durch ein Guck
    und sah drei Stühle auf ihren Herren
    die Karteten Spiele.
    Ich trat ein, nahm meinen Kopf vom Hut
    und sagte "Gute Herren, mein Tag!".
    Da lachten sie an zu fingen bis ihnen der Platz bauchte.
    Als das Telebimmel fonte, bin ich die Rannte runtergetreppt
    und gegen die Bums getürt.
    Da hörte ich die Zwitschlein vögeln.
    wie sie asten von Hüpf zu Hüpf.
     
  20. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

    Registriert seit:
    27. September 2006
    Beiträge:
    11.149
    Zustimmungen:
    5.898
    Ort:
    Herne
    Gefällt mir, Samira, danke
     
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden