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Gen für Autoimmunkrankheiten entdeckt

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Speedy (HeJo), 11. August 2005.

  1. Speedy (HeJo)

    Speedy (HeJo) Mitglied

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    Landkreis Hannover
    hallo,

    diesen artikel habe ich gerade bei www.pm-magazin.de entdeckt.

    Gen für Autoimmunkrankheiten entdeckt



    Australische Wissenschaftler haben ein neues Gen entdeckt, das in Verdacht steht, Autoimmunkrankheiten wie Typ I Diabetes oder Lupus zu verursachen. Dabei werden Organe wie Nieren oder Haut vom körpereigenen Immunsystem angegriffen.

    Die Immunologen der in Canberra gelegenen Australian National University (ANU) stellten bei ihren Untersuchungen fest, dass eine Mutation in dem von ihnen "Roquin" getauften Gen dafür sorgt, dass die für die Immunabwehr so wichtigen T-Zellen eigenes Körpergewebe angreifen. Diese Erkenntnis kann nun in die Entwicklung von Behandlungsmethoden einfließen, die eine Mutation des Gens verhindern sollen.

    In ihrer Untersuchung imitierten die Forscher mittels zufälliger Veränderungen am Mausgenom die spontane genetische Veränderung, die naturgemäß bei Bevölkerungswachstum auftritt. Dabei entstanden neuartige Modelle für Autoimmunkrankheiten. Nachdem die Wissenschaftler Anzeichen für Lupus entdeckten, arbeiteten sie sich von dort rückwärts vor und fanden das dafür verantwortliche veränderte Gen.

    Autoimmunkrankheiten treten auf, wenn das Immunsystem dahingehend aktiviert wird, eine Reaktion gegen normales Körpergewebe zu starten und dieses wie einen Krankheitskeim zu behandeln. Dabei wird das Gewebe dann beschädigt oder zerstört. Bei Typ I Diabetes tritt beispielsweise eine Immunreaktion gegen die Insulin-abgebenden Zellen der Bauchspeicheldrüse auf, bei Lupus kann nahezu jeder Teil des Körpers vom Immunsystem angegriffen werden.

    Professor Chrisopher Goodnow zufolge, Leiter des Immunogenomics Laboratory am JCSMR, hängt die jetzige Entdeckung von der Identifizierung einer einzigen Buchstabenabweichung im DNA Code des Roquin ab. "Ein sehr kleiner Teil des Genoms hat sich als großer Durchbruch herausgestellt", so Goodnow. "Diese einzige Nukleotidveränderung beeinträchtigt die Funktionsweise eines Autoimmungenes, das bisher gänzlich unbekannt war."

    Diese neuen Erkenntnisse ebnen nun den Weg für vertiefende Forschungsarbeiten, um die genaue Funktionsweise von Roquin näher zu untersuchen und um an der Entwicklung von Medikamenten zu arbeiten, die diese neu entdeckten Prozesse verstärken oder abschwächen können.