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Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von bise, 15. Mai 2007.

  1. bise

    bise Neues Mitglied

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    Was haltet ihr davon?

    das habe ich zufällig heute in www.physio.de gelesen:

    "...Meiner Ansicht gibt es einen großen Unterschied: GKV-Pat bekommen die med. notwendige Behandlung und PKV-Pat. die med. bestmögliche Behandlung..."

    das schrieb ein physio zu einem urteil eines AG-gerichts in köln und alle anderen schreiber stimmten dem zu.

    ich bin nur entsetzt über solch eine bemerkung. das darf doch nicht wahr sein?.
    wie seht ihr das? sind wir ges. vers. nur noch patienten 2. oder gar 3. klasse?

    gruss
    bise
     
  2. kerstin

    kerstin Mitglied

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    Hallo bise,

    die von Dir zitierten Äußerungen finde ich sehr befremdlich und nicht allgemein gültig.

    Ich bin zu 50 % privat krankenversichert und zu 50 % beihilfeberechtigt.

    Nachdem ca. 1 Jahr bei mir die Krankengymnastik und Bindegewebsmassage bezahlt wurde, hat die Krankenversicherung dann einen ärztlichen Bericht angefordert. Daraufhin hat die PKV mit einer Noch-Ersattungsfrist von 2 Monaten die Erstattung eingestellt.

    Zukünftig sind nur noch ein großem Abstand in geringer Menge Erstattungen möglich.

    Ziel der KG wäre, eine Anleitung für die selbständige Übung zu erhalten und diese in großen Abständen zu überprüfen. Ein meinem Fall war es unerheblich, dass mir nichts gelernt wurde, sondern nur passive KG erfolgte. Die Aussage der PKV war dann sinngemäß: Pech gehabt, wir ändern unseren Bescheid nicht.

    Ich kenne einige GKV-Patienten die schon einige Jahr durchgehend die Physiotherapie bezahlt bekommen.

    Aus meiner persönlichen Erfahrung frage ich mich auch manchmal nach 1. und 2. Klasse.

    Viele Grüße
    kerstin
     
  3. bise

    bise Neues Mitglied

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    mit diesem zitat sollte von seiten der physiotherapeuten erklärt werden, weshalb von privat patienten für eine kg behandlung mehr geld verlangt wurde und wird als der betrag, den die ges. kken den physiotherapeuten für solch eine behandlung zahlen.
    mit privaten wird im allgemeinen eine honorarvereinbarung abgeschlossen. manchmal akzeptieren die priv. versicherungen diese höheren beträge, manchmal nicht.
    vdak satz ist wohl 1,8 fache
    privat satz geht wohl bis zum 2,3 fachen oder evt. auch schon drüber.

    mich hat aufgeregt und geärgert, dass ges. versicherte nur die mediz, notwendige behandl. erfahren sollen und die privaten, die mehr bezahlen als die ges. vers., die bestmögliche behandlung, was ich dahingehend interpretiere, dass damit ein "mehr" an leistung verbunden ist. denn auch wir ges. vers. brauchen die bestmögliche behandlung und keine "nur" ausreichende.(das ist meine interpretation dieser äusserung).

    gruss
    bise

    im übrigen auch die ges. versicherten erhalten nicht unbegrenzt physio rezepte. die docs haben ein budget. ich muss z.b. für ein 6er rezept sehr "betteln".
     
  4. bise

    bise Neues Mitglied

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    schön, dass du zu uns gefunden hast. willkommen bei ro-l.
    aber:
    könntest du bitte obigen beitrag unter Rheuma setzen?
    DANKE.
    gruss
    bise
     
  5. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Hallo Bise,

    der von Dir genannte Satz stammt von einem Physio, also von einem der behandelt.

    Wenn Du weitere Diskussionen dort liest - und ich kenne viele - wirst Du feststellen, dass es große Unterschiede in den Behandlungszeiten gibt, zwischen Kassenpatienten und Privatpatienten.
    Das ist nicht so vorgegeben, es wird aber so gehandhabt.

    Die Kassensätze sind nicht üppig, da werden manchmal die Privatsätze dafür angehoben. Das machen die Privatkassen aber auch nicht mehr mit.

    Im übrigen ist der Satz "Jeder bekommt, was er braucht", den Ulla gerne in die Kamera lächelt unvollständig. In Schriftform klingt sie anders. Dort schreibt sie: "Jeder bekommt, was er braucht, WENN es ausreichend, notwendig und wirtschaftlich ist."

    Dass die normale Kasse nur das Notwendige zahlt ist im Sozialgesetzbuch festgeschrieben. So wie die Budgets/Richtgrößen auch dort geschrieben sind.
    Verwunderlich ist nur, dass so viele Leute Ulla´s Fernsehauftritten glauben und nicht dem, was sie ins Gesetz geschrieben hat.

    Mehr noch, sie hat den Kassen quasi untersagt, mehr als das Notwendige zu erstatten ( und den Ärzten, mehr als das Notwendige zu bewirken ).
     
  6. Gitta

    Gitta Aktives Mitglied

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    Bärlin :-)
    **

    passt das mit dem eid zusammen,die ein arzt leisten mußte?wie soll er wissen,ob es wirtschaftlich ist?oder geht es dann soweit,mit jedem jahr das wir älter werden,werden wir unwirschaftlicher eingestuft?ich habe einen unbändig zorn auf diese frau und ihre leute,nur,wer kann das alles noch stoppen?
    ich gehe lieber raus aus diesem thread,sonst kann ich vor lauter zorn heute nacht nicht schlafen.
    alles guten wünsche und soviel gesundheit,wie ihr eben erhalten könnte,
    das wünsche ich allen.
    biba
    gitta
     
  7. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Zitat aus dem Sozialgesetzbuch V

    § 12 Sozialgesetzbuch V
    Wirtschaftlichkeitsgebot
    (1) Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.

    Zitatende.

    Das haben nicht die Ärzte geschrieben. Das Sozialgesetzbuch ist vom Gesundheitsministerium verfasst worden.

    Wenn die Ärzte protestieren und sagen, sie können so nicht arbeiten, dann dreht Ulla wieder alles auf die Einkommensfrage hin.

    Aktueller Ärztetag: Präsident der Ärztekammer warnt vor kommender Fliessbandmedizin aufgrund der neuen Gesetze.

    Ulla Schmidt: Alles ist bestens geregelt.

    Sie hat die neue Gesundheitsreform angekündigt als Reform, um die Wirtschaftlichkeit des systems zu verbessern. Das hat nur kaum jemand so verstanden, wie sie es gemeint hat.

    Ulla Schmidt hat das auch definiert:

    Notwendig... (nach Definition Ulla Schmidt) Zitat
    "ist eine Behandlung, die nicht über den Umfang dessen hinausgeht, was im Einzelfall zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit unentbehrlich ist."

    Die Begrenzung auf das Notwendige ( und keinesfalls mehr) ist Gesetz.

    Die magischen Worte von Ulla ( notwendig, ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich) hängt sie bei allen Zusagen an. Der Eid der Ärzte hat keinen Gesetzescharakter. Das Sozialgesetzbuch von Ulla ist aber Gesetz und nur das gilt.
     
  8. bise

    bise Neues Mitglied

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    bei Frau Antje
    @ Frank,
    was mich beunruhigt, aufregt ist, dass jetzt schon behandler vertreten, dass sie keine gute leistung bei ges. vers. zu erbringen haben. so interpretiere ich diese von vielen physios akzeptierte äusserung. klar, dass die behandlung von 15 - 25 minuten dauern kann, steht so in deren rahmenvertägen; im gegensatz zu privaten, die eine 30 minütige behandlung erhalten. doch bitte schön sollte während der behandlungszeit immer die den physios bestmögliche behandlung erfolgen. schlimm genug, dass es keine geregelten behandlungszeiten gibt - in machen praxen werden in der stunde 4 patienten behandelt. doch dann bitte in der kurzen zeit die best mögliche arbeitsleistung.

    bei den 15 minuten behandlungen fällt mir immer mehr auf, dass dies unmöglich ist. dokumentation gehört in die behandlung, der physio sollte sich nach jedem patienten die hände waschen, ein frisches laken sollte auf der liege liegen, in erkältungszeiten sollte nach jedem pat. kurz gelüftet werden. wie lange wird dann am patienten gearbeitet? immerhin fällt an- und ausziehen auch noch in diesen zeitrahmen. die 15 minuten taktung ist m.e. nix wert.
    ich vergass, terminabsprache, kassieren gehört ja auch noch dazu.
    gruss
    bise
     
  9. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    @Bise

    In den Rahmenverträgen steht 15-25 Minuten als Richtzeit. Das ist im Sommer bei einem Kind, das nur ein T-Shirt ausziehen muss was anderes als im Winter mit viel Kleidung bei einem Rheumatiker.
    So war es gedacht. Die Zeit sollte nach Krankheitsbild länger oder kürzer sein.

    Inzwischen gehen viele Physios dazu über 20 Minuten als Regel zu verwenden, egal bei wem. Im Forum von Physio.de wird dies sogar als Norm propagiert. In diese Zeit fällt dann noch das Umkleiden, die Vorbereitung etc.

    Ich kann da keinen Sinn dahinter sehen. Da bleiben zur Behandlung gerade noch 5 Minuten, das ist zu wenig und auch nicht so gedacht gewesen.

    Termin ausmachen und Kassieren gehört nicht zu den Vorbereitungen und fallen somit nicht in die Behandlungszeit.

    Die Richtzeit muss bei einem Rheumatiker länger sein und Du solltest auch darauf bestehen (ohne eigene Zuzahlung).

    Es heisst nicht 15 Minuten im Rahmenvertrag sondern 15-25 Minuten. Bestehe also auf den 25 Minuten.

    Manche machen dann 30 Minuten und rechnen 2 Behandlungen dafür oder verlangen eine Zuzahlung. Das ist nicht richtig.

    Du solltest dies nicht einfach hinnehmen und auch nicht zuzahlen.
     
  10. Funkel

    Funkel mal Komet, mal Fixstern

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    Ich bin sicher kein Fan von Ulla, ganz im Gegenteil. Aber um fair zu bleiben: das SGB V ist weit aus länger in Kraft als Ulla im Amt. Das Gebot der Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit hat nicht Ulla erfunden.
    Genau so wenig verabschiedet das Ministerium Gesetze. Das tut immer noch ausschließlich der Bundestag.

    Ich persönlich fühle mich derzeit sehr viel besser versorgt (gesetzlich versichert) als meine an Krebs erkrankte Schwester, deren private Versicherung mit Hinweis auf die Vertragsbedingungen alle möglichen Leistungen abschmettert, auf die ich per Gesetz einen Anspruch hätte (Haushaltshilfe, Fahrtkosten zur Chemo, regelmäßige und rechtzeitige Zahlung des Krankengeldes bspw.)

    Grüße
    Funkel
     
  11. anbar

    anbar Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,
    ich glaube, ich habe mit meinen 2 letzten Physios richtig großes Glück gehabt.
    Vor 2,5 Jahren ging auch immer alles rucki zucki,alles zusammen max.20 Min.,dann fand ich eine Therapeutin (alleine arbeitend) tja und da ging es bei "normaler" (WS2 oder so) mind. 40 Minuten.Wärme stand auf dem Rezept mit drauf und das wurde kombiniert,die Lampen waren die ganze Zeit der Behandlung an.
    Wenn auf dem Rezept stand: WS2 und untere Extremitäten,tja das war dann echt gut und auch hilfreich.Leider ist sie im letzten Nov. verzogen.Habe mich dann echt umgehört und lieber verzichtet,bis ich dann wieder eine gute fand.
    Jetzt die Praxis,(Rezept außerhalb des Regelfalls)da läuft es ähnlich.Die Kabine ist frei und ich darf mich dann schon unter die Wärmelampen legen und behandelt wird außerdem noch mind. 25-30 Min. (ohne an und ausziehen). Das finde ich gut. Ich bin Kassenpatient.
    Ich habe mit einigen Leuten gesprochen,die ebenfalls auch eine Fibro außer CP haben. und da bin ich auf diese Praxis gekommen.
    Es geht alles sehr gefühlvoll und gut für mich ab.
    Ich denke, es kommt auf die Praxisführung an.Wie das da gehändelt wird.
    Schönes Wochenende
    Gruß Anbar
     
  12. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Es ist richtig, das SGB ist älter als Ulla. Aber noch nie wurde es derart verändert. Das Gesetz wurde durchgewinkt. Eine Umfrage vorher ergab, dass die wenigsten Mitglieder des Bundestages das Gesetz in den Einzelheiten kannten.

    Immerhin war die letzte große Reform 2004. Und nun 2007 musste schon wieder reformiert werden.

    Bei den Reformen wurden 2 Krankheitsbilder bevorzugt ausgenommen. Das sind die Carcinompatienten mit Chemo und es sind die Patienten mit Niereninsuffizienz mit Dialyse.
    Rheumatiker fallen nicht unter diese Begünstigungen.

    Bei allen anderen sind die Transportrichtlinien nicht so günstig.
    Noch nie gab es so hohe Zuzahlungen, soviel Bürokratie.

    Vor Ulla gab es etwa 25 Formulare in einer Arztpraxis, jetzt sind es über 90.
    Und das seit 2004.

    Ihr nächstes Projekt ist die Gesundheitskarte. Es ist das weltgrößte Datenprojekt, größer noch als die LKW Maut. Der einzige Nutzen ist eine riesige Datensammlung über jeden einzelnen Patienten auf einem Server, dessen Betreiber niemand kennt.
    Wenn dann dort das Wort Psycho gespeichert ist, dann begleitet es Dich lebenslang, unauslöschlich.

    Die Versorgung klappt noch in den meisten Bereichen. Es ist nur wesentlich teurer geworden.
    In Sachsen, Thüringen sieht es anders aus. Dort sind die Notfalldienst-Bezirke inzwischen 80 km groß. Das heisst im Notfall fahren Ärzte oder Patienten 80 km zum nächsten diensthabenden Arzt. Nach den Reformen wird dies noch schlimmer werden.
    Seit Ulla reformiert gehen 50 % der Medizinstudenten nicht mehr in die Patientenversorgung.

    Wie Du hier im Forum lesen kannst, ist der Patientenalltag oftmals verbunden mit einem täglichen Kampf um die zustehende Behandlung. Das hat stark zugenommen in den letzten 5 Jahren.
     
  13. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Anbar, so sollte es sein und ist auch heute noch möglich.

    Ansonsten hat die Physiobehandlung keinen Sinn.

    Du hast ganz Recht, das liegt an der Praxisführung.

    Eine 5 Minutenbehandlung sollte man nicht akzeptieren bei der Physiotherapie.
    Soweit ist die Reform noch nicht gegangen.
     
  14. bise

    bise Neues Mitglied

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    bei Frau Antje
    @ an alle, so sollte es sein. doch wo findet man so eine tolle praxis?

    die realität sieht anders aus. wenn sich mehrere physios einig sind, hast du keine chance mehr, auf längere behandlungszeit - 20 minuten - zu pochen. früher war alles anders? vielleicht,

    du mevkerst? dann kannst du die praxis vergessen, die behandeln dich nicht mehr.
    du suchst ne praxis? sagst dass du chronisch krank bist? die winken ab. oder sie wollen sich erkundigen mal beim nächsten stammtisch. alles so hintergrundgespräche, ich kann kein telefon mehr halten, habe einen raumlautsprecher, sage immer sofort, dass ich diesen benutze (es hallt etwas), doch die angerufenen bedenken nie, dass ich dann auch bei ihnen hintergrundgeräusche etwas mithören kann (hand auf der muschel reicht dann nicht aus!). neulich kam die antwort des chefs: "notier dir namen, frage mak bei den andern nach, rheumis machen nur arbeit, der arbeitsaufwand lohnt sich finanz. nicht..."
    da überlegt man sich mehrmals, ab man bitten sollte, doch die regelbehandlungszeit einzuhalten.

    ich habe eine physio seit langem, sie kommt nur noch sporadisch (sie ist weggezogen, will mich aber nicht im stich lassen). seit 2 jahren versucht sie vergeblich, mich
    bei einem kollegen unterzubringen. diese lehnen dankend ab. zu aufwendig etc.
    viele jüngeren physios wollen zudem nicht mit den deformietäten konfrontiert werden. der einzige erfolg ihrer arbeit liegt im aufhalten, verlangsamen der gelenkzerstörung, das ist ihnen zu wenig. und nicht zu vergessen: je älter der chronisch kranke ist desto jünger sind meist die behandler. ich bin bereits für viele "uralt", auch das stösst jüngere physios ab. und die älteren physios? die haben keine lust mehr, sind praxisinhaber, häufig burn-out.

    schönes wochenende
    bise, die mal wieder die nächsten 3 wochen ohne kg behandlung sein muss. habe rezept und keinen behandler gefunden und die teuren privatpreise kann ich mir nicht mehr leisten (für 30 minuten - 40 €). so geht es im leben, dabei brauche ich so dringend kg.
     
  15. bise

    bise Neues Mitglied

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    bei Frau Antje
    ULLA hat die änderungen eingeführt.
    , die so gravierend sind und die alle abgesegnet haben. abgeordnete sind sicherlich nicht ges. versichert. sie kennen die feinheiten nicht.
    private versicherung hat vertragsbedingungen, die man vor abschluss genau lesen sollte. je geringer die prämie - je weniger die leistung. nicht jeder beschäftigt sich mit dem inhalt. man sieht die prämie - und das war es.

    sicherlich hat man in der ges. versicherung ansprüche. doch auch die sind nicht immer durchsetzbar. so ohne weiteres erhält man nix. ich habe mehrerewidersprüche laufen wg. ablehnung. das verfahren zieht sich nicht über monate sondern jahre hin. wahrscheinliches motto: regelt sich durch zeitablauf. - so interpretiere ich das kkverhalten. - ich habe jahrzehntelang hoch einbezahlt!
    und hilfen? wer verordnet die und wenn, zu wessen lasten? so einfach ist es nicht wie du es darstellst.

    gruss
    bise
     
  16. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

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    dann bin ich wohl immer ziemlich naiv an die Sache rangegangen, hatte gedacht, wenn ich in die Physio-Praxis komme, die MÜSSEN mich annehmen.

    Hab aber, ehrlich gesagt, wohl eine von den guten erwischt. Die Termine werden halbstündlich vergeben, also ca. 25 Min. Behandlung. Bislang kann ich mich nicht beschweren, bin auch, Gott sei's gedankt, noch nicht so schlimm betroffen.
     
  17. Funkel

    Funkel mal Komet, mal Fixstern

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    Moment mal, ich habe nicht behauptet, dass es einfach sei. Ich habe lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass das Gebot der Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit schon seit in Kraft treten des SGB V existiert. Die Reformen konnten so "durchgewunken" werden, eben weil das SGB V bereits die Grundlagen dafür geliefert hat.
    Ich habe früher im Sozialbereich gearbeitet und (damals für unsere Patienten) schon vor fast 20 Jahren erbitterte Diskussionen und Kämpfe mit den Kostenträgern geführt.
    Chroniker waren schon immer mies dran, auch das ist leider nichts Neues.

    Im Übrigen bin ich eurer Meinung. Die jetzigen Zustände sind teilweise untragbar. Nicht nur auf dem Land müssen Kranke immer weitere Wege zurücklegen. Selbst hier in HH gibt es ganze Stadtteile, in denen es kaum noch Hausärzte gibt (und noch viel weniger davon machen Hausbesuche). D. h. im Falle einer Erkrankung oder eine Akutsituation einer chronischen Erkrankung müssen die Patienten über 20 km zurücklegen, nur um zu ihrem Hausarzt zu gelangen. Mit starken Schmerzen und Fieber in Bussen und der S-Bahn dahin zu krauchen, ist toll, ganz toll...!
    Engangierte Ärzte, die sich für ihre Patienten einsetzen und aus unserem maroden System herausholen, was immer möglich ist, sind seltene Ausnahmen. Dabei sind die Patienten darauf angewiesen, denn die wissen noch viel weniger, was evtl. machbar sein könnte.

    Frank, ich weiß, dass onkologische und Dialysepatienten die beiden Ausnahmen darstellen. Ich wollte nur aufzeigen, dass auch für Privatpatienten nicht mehr alles ganz so easy und selbstverständlich ist.

    Also bitte denkt dran: ich bin grundsätzlich eurer Meinung.
     
  18. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    @Bise

    Einer meiner Lieblingssprüche ist

    "So wie man es anfängt, so muss man es treiben"

    Wenn Du früher immer privat dazu gezahlt hast und nun nicht mehr, dann wird sich das auch herum sprechen bei den Gesprächen der Physios.

    Verweise auf die Kassenzulassung. Diese beinhaltet, dass Kassenpatienten angenommen werden müssen.

    Vermeide private Zuzahlungen . Wie man es anfängt...

    Wenn Du nun ein Rezept hast und warten musst, dann bedenke, dass das Rezept innerhalb von 10 Tagen begonnen werden muss. Es verfällt sonst.
     
  19. bise

    bise Neues Mitglied

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    @ Funkel, galt deinem einwand, ges. vers. stünden in einigen fällen besser da als priv. pat. - bsp. deine schwester. nix weiter. einfach ist nix mehr. doch vieles wurde zu schnell, zu unüberlegt beschlossen. weitreichende konsequenzen wurden nicht bedacht.

    @ Frank: ich war immer der depp bei dieser aggressiv verlaufenden erkrankung. du tust alles, wenn du hilfe brauchst und noch hoffnung, etwas bewirken zu können.

    inzwischen sind die zeiten rauher geworden, auch physios denken betriebswirtschaftlich. ihre zeiten sind vorbei, in denen sie viel kohle kassiert haben für wenig leistung.
    woher kommen denn u.a. die defizite?
    welcher doc wusste über dauer der behandlung bescheid?
    viele patienten sind nicht informiert, auch heute noch nicht. viele haben keinen internetzugang.
    noch heute kann "geschummelt" werden, selten merkt es der patient. häufig surfe ich bei physio de. manchmal bin ich nur entsetzt von den postings dort. wer bislang noch nicht auf gedanken gekommen ist, evt. "mehr" kassieren zu können, wird es spätestens dann überlegen. von vielem wusste ich bislang gar nicht, dass so etwas möglich ist. und die jungen forschen typen von heute sind fit im informationsfluss.
    dagegen helfen nur knallharte kontrollen, fragezettel der patienten und auf patienten und doc seite die kenntnis der einschlägigen rahmenverträge inc. vergütung sowie besonderheiten für den einzelfall. ich wusste bislang nicht, dass an- und ausziehen nicht zur regelzeit gehört! bei mir dauert alles etwas länger durch die behinderung und auf dem flur will ich keinen "strip" machen.

    4 patienten innerhalb einer stunde durchzuschleusen, wie immer wieder vorgeschlagen, wie soll das gehen?

    schau dir doch mal praxen an. nicht alles ist so, wie es sich ein patient wünscht, der abwehrgeschwächt ist. für legehennen gibt es richtgrössen, sollte es m.e. auch für toiletten in praxen, für kabinen geben. etc. praxen sollten barrierefrei zugänglich sein. wieviele gibt es davon? praxen sollten auch verkehrsgünstig gelegen sein.
    wahrscheinlich ist das für praxeninhaber mit nur ges. versicherten nicht zu leisten. das ist die crux.
    gehst du in eine praxis, die alles anbietet, haste als kkpatient immer schlechte karten. private werden vorgezogen. so ist es leider...
    gruss
     
  20. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    @Bise

    Ich will es nochmal klarer ausdrücken.

    Es gibt Kassenleistungen und Nicht-Kassenleistungen.

    Kassenleistungen wie KG und Massage sind mit dem Kassenhonorar bezahlt.

    Es ist VERBOTEN zu einer Kassenleistung zusätzlich Geld zu fordern.

    Beispiel:

    1) Dein Physio macht Fussmassage. Keine Kassenleistung, Du zahlst es, das ist in Ordnung.

    2) Dein Physio macht KG auf ein Rezept von Dir. Hier ist es verboten, ein Zusatzhonorar für eine längere Behandlung zu fordern !

    Das kann den Physio die Kassenzulassung kosten.

    Im übrigen wären 40 Euro Zuzahlung für 30 Min KG absoluter Wucher. Das ist weit mehr, als der Kassensatz, der ja zusätzlich noch abgerechnet wird.

    Nochmals: Ist etwas eine Kassenleistung, dann darf kein zusätzliches Honorar gefordert werden.
    Zusätzliches Honorar ist nur bei Nicht-Kassenleistungen (= IGel-Leistungen) möglich.