1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Gelenksschmerzen

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Anima Trista, 14. September 2005.

  1. Anima Trista

    Anima Trista Guest

    hy leute!

    ich hab vor kurzem ein neues Schmerzmittel "Deflamat" bekommen das mir kaum hilft. ich habe ständig im linken Knie und im linken Ellbogen scherzen.
    Könnt ihr mir ein gutes Schmerzmittel sagen?
    Wisst ihr vielleicht auch etwas gegen die Schmerzen in den Händen(hab auch Raynaud)?
    Ich habe Angst vor dem Winter. Weil ich weiß, dass es bei der Kälte immer schlimmer wird. ich habe jetzt schon Problem, wie soll es dann erst in ein paar wochen/monaten sein........

    liebe grüße!
     
  2. Angie Mecklenburg

    Angie Mecklenburg Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juli 2005
    Beiträge:
    183
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Mecklenburg Vorpommern ca. 100 km von Berlin entfe
    Hallöchen,

    deine Symptome kenne ich nur zu gut. Nimmst du auch Cortison? Das hat bei mir schnell Abhilfe geschaffen. Gegen die Schmerzen habe ich Rantudil. Kälte ist für den einen gut für den anderen schlecht. Ich mag auch die Kälte nicht unbedingt vor allem stört mich diese Dunkelheit am Abend wenn es im Sommer noch so schön hell ist und man draußen sitzen kann.

    In der Apotheke gibt es Wärmekissen die sich durch Druck auf die innenliegenden Plättchen erwärmen. Bei nochmaligen benutzen kann man sie bevor man raus geht in heißen Wasser legen sie speichern die Wärme einige Zeit. Die kannst du in deinen Handschuh oder in die Manteltasche stecken. Hoffe es hilft dir.

    Gute Besserung wünscht dir Angie
     
  3. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    1.809
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Sachsen - Anhalt
    hallo anima trista,

    was hast du für eine rheumatische diagnose? kollagenose?
    ja der raynaud. sehr lästig, schmerzhaft. es gab zeiten, da bin ich sommers wie winters mit handschuhen rumgelaufen, auch drinnen bei 20°c in der wohnung. für draussen dicke winterhandschuhe und für drinnen und sommer mindestens zwirnshandschuhe. die haben aber auch nicht immer wirklich gut geholfen. erst regelmäßige prostavasininfusionen ( in zusammenhang mit hochdosiertem cortison).... das wird z.b gegen raucherbein verabreicht ... gaben etwas linderung. man kann auch mit einer durchblutunsfördernden salbe ..... komme eben leider nicht auf den namen .... linderung erzielen.
    hast du hautprobleme an den händen? lebertransalbe dick auftragen, zwirnshandschuh drüber .... hat mir zeitweise gut geholfen.
    als grundregel beim raynaud gilt: warmhalten warmhalten warmhalten, stress vermeiden, gründlichste hautpflege betreiben.
    bei mir sind vom raynaud auch die füße, die nasenspitze, ohren betroffen. es gab / gibt zeiten, da hatte ich das gefühl, sogar "kalte stellen im gehirn" zu haben.
    warst du schon einmal beim angiologen? der schaut sich die fingerkapillaren an und kann dir sogar bei der rheumatischen diagnostik behilflich sein.

    such hier mal bei ro unter dem schlagwort raynaud .... du findest schon sehr viele texte, die von betroffenen geschrieben worden sind.

    ich wünsche dir alles gute
     
  4. Anima Trista

    Anima Trista Guest

    ich habe mischkollagenose(lupus und vaskulitis).
    werde mich ziemlich diesen winter eh wieder ins krankenhaus begeben und mir prostavasininfusion geben lassen. cortison nehm ich zur zeit 5mg. möchte es nicht wirklich erhöhen, aber wenns nicht anderst geht....
    hab trockene haut und leider immer wieder warzen an den daumen. die sind echt lässtig und ich muss dauernd zum hautarzt rennen.
    wo kriegt man solche zwirnhandschuhe her?
    die fingerkapillaren wurden schon 3mal oder so kontrolliert. aber außer zusätzlichen frust von der diagnose, hat es mir auch nicht geholfen.

    ich hab nur höllische angst wie sich das entwickelt. ich bin jetzt 21, hab vor 3jahren die diagnose bekommen und statt besser, werden die schmerzen immer schlimmer, jahr für jahr.
    für den raynaud kenn ich schon einige tipps, danke. klar, man kann nie genug davon kriegen:)
    aber noch mal zu meiner eigentlichen frage, welche schmerzmittel nehmt ihr?
     
  5. Monsti

    Monsti das Monster

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    6.880
    Zustimmungen:
    15
    Ort:
    am Pillersee in Tirol
    Hallo Anima,

    sei erst mal ganz herzlich willkommen in unserer großen Rheumi-Runde!

    Ich habe cp, und wenn ich im Schub stecke, kann ich alle mir bekannten Schmerzmittel glatt vergessen - sie helfen einfach nicht wirklich. Ich greife dann stets zu Cortison, das ist das Einzige, was mir kurzfristig und durchgreifend hilft. 5 Jahre lang hatte ich das Cortison durchgehend genommen. Als ich Anfang letzten Jahres endlich die passende Basistherapie für mich gefunden hatte, konnte ich das Cortison bis zum Sommer ausschleichen. Seitdem nehme ich es immer nur noch kurzfristig (2-3 Wochen) im Falle eines Schubs. Damit lauf ich bestens.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  6. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    1.809
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Sachsen - Anhalt
    hallo anima,

    ja, die prostavasininfusionen helfen, die gefäße zu öffnen und somit mal wieder insgesamt den körper besser mit sauerstoff und nährstoffen zu versorgen. ich bekomme die auch regelmäßig und sie tun mir gut. nur leidet das gefäßsystem sehr darunter. mittlerweile habe ich einen port, der für alle infusionen und immer häufiger auch zum blut abnehmen benutzt wird, da meine gefäße einfach weg sind. kaputt. man findet nirgends mehr eine stelle, wo man an blut kommen könnte geschweige denn eine infusion legen kann. der port ist für mich ein segen.
    tgl. schmerzmittelkonsum ....z.zt.
    - transtec - pflaster 122,5µg/h
    - + temgesic sl 0,2mg bei bedarf
    - + katadolon 3x1
    - + sympal 3x 25mg
    - + cortison (ab heute 40mg ..bin am rückschleichen auf 20mg <==sonst tagesdosis)

    das sind jetzt nur die medis, die sich direkt auf die schmerzen auswirken. transtec + temgesic sind gute medis, aber eben morphine und irgendwie wird die dosis immer höher. katadolon ..hmmmm für mich eher, das die muskulatur etwas weicher wird, aber wirklich helfen???? schulterzuck. sympal habe ich erst seit kurzem und es wirkt eben bei einem frischen schub (akutes fussgelenk) ganz gut ... oder es ist eher das cortison.
    ja, muss monsti recht geben. das mittel der wahl ist wirklich immer noch das cortison. davon nehme ich jetzt schon mehr als 2 jahre .... solange wirklich schon???:confused: ... tgl. 20mg. trotzdem bekomme ich ständig schübe, habe hohe entzündungswerte ...
    als basistherapie hatte ich quensyl, cyclosporin, sandimmun, arava ..irgendwas fehlt da noch ...und jetzt bekomme ich endoxaninfusionen... trotzdem schübe. also sicher immer noch nicht das richtige mittel.
    meine erkrankung begann etwa vor 10 jahren .... auslöser eventuell sogar noch jahre davor, aber wer weis das schon so genau. ich bin jetzt 43, seit ca. 1,5jahren eu-rentner bis ans 65.lebensjahr.
    ich versuche, für den tag zu leben, habe mir planung die letzte zeit fast verkniffen, weil ich jedes mal wieder wegen mir alles über den haufen schmeissen mußte. das leben ist nicht einfacher geworden, auch nicht als rentner. die krankheit vereinnahmt einen zu sehr.
    man muss für sich einen weg finden, das beste draus zu machen. andere können einem dabei nicht wirklich helfen,sie können einen begleiten, stützen, unterstützen, trösten .... aber wirklich verstehen??????
    ich will dir nicht den mut nehmen, sorry, wenn das vielleicht stellenweise so durchkommt, ich möchte, das du auf deinen körper achtest, das du dir nicht alles von den ärzten antun läßt, dich nicht als "versuchskaninchen" missbrauchen lässt und das du weist, das diese erkrankungen hammerharter tobak sind.
    ideal wäre es, wenn du einen prima hausarzt hättest, der gut mit deinem rheumatologen und oder der rheumaklinik zusammenarbeitet, der dich versteht, der dir auch mal die hand hält, oder dich knufft ;) , damits wieder weitergeht, denen manwohl aber medikamentös von jahr zu jahr besser begegnen kann.
    ohje, das ist mal wieder ein roman geworden. aber man kann soviel zum thema schreiben, das kein ende gefunden wird. wenn du fragen hast, jederzeit gerne.
    alles gute für dich!