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Gelenkschmerzen - ohne Rheuma?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von vinbergssnäcka, 1. März 2011.

  1. vinbergssnäcka

    vinbergssnäcka Mitglied

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    Hallo alle zusammen,

    bei mir wird es immer merkwürdiger und meine Diagnose (Polymyalgie) finde ich auch langsam unhaltbar. Ich habe ja schon so einiges geschrieben, aber aufgrund neuer Erkenntnisse möchte ich hier einfach nochmal fragen, wem geht es auch so.

    Also ich habe Schmerzen (Pulsieren, Hackend, Brennend) in folgenden Gelenken: Fussgelenke, Knie, Hüftgelenke, Ellbogen und Handgelenke.
    Die Schmerzen lassen sich entweder durch Kortison oder aber durch Orudis (NSAR) stark mindern.
    Im Blut sind keine Entzündungswerte zu finden. Angeblich sind auch keine Marker für Rheumakrankheiten gefunden worden. Ich kann das hier nicht spezifizieren, da ich die Werte angefordert, aber nur Werte für ganz normale Bluttests bekommen habe. Ich werd nochmal nachhaken.

    Meine Muskelschmerzen und Sehnenansatzschmerzen lassen sich gut mit Akupunktur, Bewegung und vor allem mit TENS bekämpfen. Nach nur ganz wenigen TENS anwendungen haben sich diese Schmerzen extrem gebessert.

    Keiner weiss was es ist. Die Rheumatologen meinen es wäre kein Rheuma. Was kann es dann noch sein? Und wie soll ich jetzt weitermachen. Auch wenn es kein Rheuma wäre habe ich doch sehr grosse Probleme.

    Ohne NSAR halte ich die Schmerzen nicht aus und von dem NSAR (glaube ich) habe ich Nebenwirkungen. Verstopfung (trotz Medizin problematisch), Höhr- und Sehstörungen bei Anstrengung. Konzentrationsprobleme (zB beim Arbeiten)und Probleme beim Autofahren. Trotzdem es mir weit besser geht bin ich nicht in der Lage mehr als zwei Stunden am Tag zu arbeiten. Danach wird das Autofahren (vor allem längere Strecken) echt gefährlich und ich bin dermassen kaputt, das ich nicht in der Lage bin noch etwas zu tun.
    In der Zeit, in der ich Kortison genommen habe hatte ich zumindest diese Probleme nicht.

    liebe Grüsse
    Heike
     
  2. vinbergssnäcka

    vinbergssnäcka Mitglied

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    Psa?

    Naja, wahrscheinlich kann mir hier keiner richtig weiterhelfen. Und irgendwie fühle ich mich mit Schmerztabletten aufs Abstellgleis geschoben. Mein Schmerzarzt und letzte Hoffnung ist nun auch noch krank geworden. Nun hab ich einen Telefontermin mit seiner Vetretung. Frage mich echt wie das funktionieren soll.

    Ich bin jetzt auch mal wieder über das PSA gestolpert. Und über einen Beitrag, das es neben der häufigsten Form auch eine Form gibt, die einer symmetrischen Polyartritis ähnelt. Also die symetrische Verteilung über mehrere Grossgelenke. Was ja genau auf mich zutreffen würde.

    Psoarisis vulgaris wurde bei mir 1996 auf dem Kopf diagnostiziert. Zwischen vereinzelten Schüben, die etwa 9-12 Monate anhalten bin ich symtomfrei, jedenfalls was ich selber erkennen kann. Da die Diagnose in Deutschland stattfand scheinen die schwedischen Ärzte skeptisch zu sein, wobei ich mein Patientenjournal schwarz auf weis habe.

    Meine Frage: Gibt es jemanden hier der die genannte Art der PSA hat (symetrischer Befall der Grossgelenke) und der mit mir diskutieren möchte?

    liebe Grüsse
    Heike
     
  3. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Heike!
    Wenn Du schon an einer Psoriasis vulg. erkrankt warst/bist, warum hat der Rheumatologe nicht in diese Richtung weiter untersucht?
    Ich selber habe auch PSA und es hat 7 Jahre gedauert, bis ich endlich die Diagnose hatte. In dieser Zeit war ich 2x in einer Rheumaklinik, nicht wegen der PSA, sondern nach 2 Bandscheiben-Ops, aber auch in der Klinik wurde das einfach ignoriert, weil eben die Psoriasis auf der Haut nicht aktiv war.

    Vor ca 2 Jahren ist meine Schwester an fast der gleichen Symptomatik erkrankt, wie ich, das ging sogar soweit, daß sie eine zeitlang im Rollstuhl saß.
    Auch ich bin leider zu Fuß sehr schlecht unterwegs. Bei uns beiden ist neben der Gelenkproblematik auch das muskuläre bzw die Sehnenansätze stark betroffen.

    Bei mir sind beide ISG betroffen, beide Sprunggelenke, beide Knie, beide Handgelenke und beide Mittelfinger.

    Ich habe jetzt die Diagnose PSA, Spondylarthritis mit peripherer Gelenkbeteiligung.

    Ich bekomme jetzt schon seit 10 Monaten MTX, habe aber nicht das Gefühl, daß es wirklich hilft, wobei bei den letzten 2 Blutuntersuchungen die Entzündungswerte rückläufig waren.
    Richtig gut geht es mir, seit ich nach einem gripp. Infekt einen Schub hatte und dann Cortison bekam.
    Bei der Dosis 7,5-0-2,5mg ging es mir richtig gut. Mit 7,5-0-0 mg wurde es schon wieder schlechter. Im Moment soll ich aber diese Dosis bis zum nächsten Termin beim Rheumatologen beibehalten.

    Ich könnte mir sehr gut vorstellen, daß es sich bei dir um eine PSA handelt, auch wenn dein Rheumatologe das anscheinend nicht so sieht.
     
  4. Artep

    Artep Neues Mitglied

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    Hallo Heike, hallo josie16,
    es gibt noch andere Erkrankungen, die mit Gelenkschmerzen einhergehen. Wie z.B. Nebennierenmissfunktionen, Schilddrüsenmissfunktionen und andere.
    Aber bei einem PSO-Befund und Gelenkschmerzen sollte der Doc doch mal auf PsA eingehen.
    Schade josie, dass bei Dir das MTX nicht wirkt. Ich spritze nun seit fast 3 Jahren, bis auf die Schmerzen in den Sehnenansätzen der Sprunggelenke bin ich schmerzfrei. Aber leider sehr infektanfällig.
    Der letzte grippale Infekt hat über 4 Wochen gedauert.
    Meine kleine Schwester hat die gleiche Problematik wie ich vor MTX, war beim gleichen Arzt wie ich. Ich habe die Diagnose Psoriasis Artritis (ohne PSO- mein Vater war Träger, hatte aber Bechterew), meine Schwester hat -NICHTS-.
    Da versteht man die Welt nicht mehr, oder?
    LG
    Petra
     
  5. vinbergssnäcka

    vinbergssnäcka Mitglied

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    Hallo ihr beiden,

    vielen Dank erstmal für die Antworten. Zum Glück ist meine Psoriasis im Moment nicht aktiv und ich bin auch garnicht scharf drauf. Irgendwie stört das die Rheumatologen. Allerdings hat die Rheumatologie in unserer Klinik den Ruf, die schlechteste von ganz Schweden zu sein (stand zumindest vor ein paar Tagen in der Zeitung).
    Und irgendwie hab ich das Gefühl, die sind froh um jeden Patienten, der NICHT zu ihnen kommt. Andere Ärzte haben mich nämlich auch schon gefragt ob es nicht PSA sein könne.
    Allerdings bin ich ja erst seit Juni 2010 krank, allerdings so akut, das ich max 2 Stunden am Tag arbeiten kann und das ist frustrierend.

    Wie ist es denn bei Euch beiden mit den Entzündungswerten? Bei mir ist CRP und Senkung in Ordnung. Grund genug für die Rheumatologen nichts weiter zu unternehmen.

    Wie fühlen sich denn Eure Gelenkschmerzen an? Ich habe immer das Gefühl, die Ärzte zweifeln, das es die Gelenke sind, die mir wehtun.

    Ich habe ganz leichte Schmerzen in Ruhe (wohlgemerkt mit starkem Schmerzmittel) bei Bewegung scheint es besser zu werden, unter Belastung tut es teilweise richtig weh. Die Gelenke sind nicht sonderlich druckempfindlich. Seit ich Kortison genommen habe und nun NSAR habe ich keine Schwellungen mehr.

    Die Sehnenansätze an den Gelenken schmerzen auch, aber hier wenn ich drauffasse auf die Stellen. Und das sind auch nicht genau die Punkte, an denen ich meine Gelenkschmerzen lokalisiere.

    Übrigens josie, Kortison hatte mir ja auch sehr gut geholfen. Aber das darf ich ja nicht mehr nehmen (dank der Rheumatologen).

    liebe Grüsse
    Heike
     
  6. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Heike!
    So war das bei meiner Schwester auch, sie kann seither überhaupt nicht mehr arbeiten, sie kann nicht mal ihren Haushalt mehr machen und bei mir ist das leider das selbe "in grün", nur daß es bei mir schon ein paar Jahre länger dauert.
    Meine Schwester hat übrigens keine Psoriasis, erst als bei ihr die Diagnose PSA gestellt war, hat sie auch die Schuppenflechte bekommen.

    Ich hatte jahrelang keine erhöhten Entzündungswerte und auch keine Rheumafaktoren, deshalb ging bei mir ja auch nichts vorwärts!

    Kurz bevor ich mit dem MTX angefangen habe, sind meine Entzündungswerte erhöht gewesen, das CRP lag dann bei 16 und die Leukos waren zwischen 14-und 18000, aber wie gesagt, erst seit kurzer Zeit.

    Die Schäden, die PSA in den 7 Jahren angerichtet haben sind leider nicht so gering und die werden mir wohl erhalten bleiben, ich kann nur froh sein, wenn nichts neues dazu kommt.

    Für mich ist das keine Frage, daß es sich bei dir um PSA handelt und mein meuer Rheuamtologe würde das genauso sehen. Zumindest hat er es bei mir auch so erklärt. Er hat ´die Diagnose auch bei meiner Schwester gestellt, obwohl sie eben noch keine Psoriasis hatte, er hat gesagt, daß einer in der Familie reichen würde, um die Diagnose zu stellen.

    Ich habe auf alle Fälle auch einen Ruheschmerz und die Schmerzen bei Bewegung erst nach einiger Zeit besser, ich darf allerdings nicht zuviel machen, weil es bei zu großer Belastung auch gleich wieder schlechter wird.
    Ich habe geschwollene Gelenke- beide Knie, beide Sprunggelenke, beide Mittelfinger. Die Gelenke sind aber nicht heiß. Allerdings ist auch teilweise ein Erguß drin.

    Was mir massive Problem macht sind die ISG, aber auch die viiiiiiiiiele Sehnenansätze die entzündet sind und das ist mein größtes Problem.
    Bei Belastung baut sich im LWS Bereich eine massive Spannung auch, ich kann dann nicht mehr Stehen, Laufen oder Sitzen und das zieht bds über die Hüfte seitlich am Oberschenkel runter, die Sehnenansätze an Hüfte und Schulter sind entzündet.
    DAs gleiche Procedere geht von der HWS über die Schulter bis unterhalb des Ellbogens.
    Die Muskulatur wird dabei fas spastisch, wenn ich z.B. unterwegs bin zu Fuß, zieht sich die Muskulatur dermaßen zusammen, daß ich nur noch in kleinen Kinderschritten vorwärts komme.

    Das wurde jetzt durch die Cortisoneinnahme wesentlich besser, so daß ich mich inzwischen auch schon Frage, ob da vielleicht eine entz. Muskelerkrankung auch noch eine Rolle spielen.

    Das wurde damals bei meiner Schwester auch gedacht, sie wurde auch komplett durchgequeckt mit Lumbalpunktion und Muskelbiopsie, allerdings alles o.B.

    Ich kann dir nur den Rat geben, dir einen neuen zu suchen und wenn deine Beschwerden dir zu sehr Probleme bereiten, dir das Cortison solange vom HA verschreiben zu lassen, falls es notwendig wird.
     
  7. Freydis

    Freydis BullyGirl

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    Mein jetziger Hausarzt, bei dem ich inzwischen seit etwas mehr als sechs Jahren bin, überwies mich vor fünf Jahren zum Rheumatologen. Dieser sollte abklären, ob ich Fibromyalgie oder seronegative chronische Polyarthritis habe, oder ob mein Krankheitsbild einer anderen oder womöglich gar keiner rheumatischen Erkrankung zuzuordnen sei. Dies war das allererste Mal, dass mich ein praktischer Arzt an einen Rheumatologen verwies. Fünfzehn Jahre haben wechselnde praktische Ärzte und Orthopäden nur auf die Rheumafaktoren im Blut geachtet und wegen des Fehlens dieser Rheumafaktoren eine rheumatische Erkrankung völlig ausgeschlossen. Heute weiß ich wie falsch sie alle lagen und es macht mich sehr wütend, zumal diese heute noch alle weiterhin praktizieren.
    Mein CRP-Wert im Blut war niemals erhöht. Allerdings war er auch nicht im mindesten erhöht, wenn ich nachweislich eine entzündliche Erkrankung hatte. Zum Beispiel hatte ich einen Tubaovarialabszeß, der schließlich in einer Notoperation an einem Mittwoch entfernt werden mußte (auch der betroffene Eierstock und Eileiter) und an den zwei Tagen davor, wie auch an diesem Mittwoch unmittelbar vor der OP war der CP-Wert im Blut nicht im mindesten erhöht. So gehe ich nun davon aus, dass auch bei anderen Entzündungen möglicherweise mein CRP-Wert nicht unbedingt ansteigt.
    Info zum Laborwert CRP im Blut:
    http://www.jameda.de/laborwerte/crp-im-blut/

    Eine Skelett-Szintigraphie, die mein Orthopäde zuvor in Auftrag gegeben hatte, zeigte an allen Gelenken einen fortgeschrittenen schweren Gelenkverschleiß, der meinem Alter nicht entsprechen würde. Aber trotz starker Schmerzen an verschiedenen Gelenken konnte der Nuklearmediziner keine aktuellen Entzündungsherde feststellen. Dennoch half mir Cortison direkt ins Gelenk gespritzt, ein wenig, aber nicht sehr lange, was ja eigentlich gegen Fibromyalgie spricht.
    Zum Termin beim Rheumatologen nahm ich meinen jüngsten Sohn mit, weil es mir damals ziemlich schlecht ging. Er ergänzte meine Beschreibungen zum Krankheitsbild nachdem der Arzt mit mir gesprochen hatte. Der Rheumatologe untersuchte die Tender-Points und ich sprach auf sechzehn davon an. So kam es bei mir letztendlich zur Diagnose Fibromyalgie.

    Unabhängig davon hat ein Neurologe und Psychiater bei mir Depressionen und posttraumatisches Belastungssyndrom diagnostiziert. Depressionen gehören aber ohnehin mit zum Krankheitsbild der Fibro und soweit ich weiß haben auch viele an Fibromyalgie Erkrankten PTBS vorzuweisen.

    Ich bekam übrigens auch zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Medikamente außer Tramal und Antidepressiva. Das lag bei mir aber daran, dass ich Allergien auf mehrere Medikamentengruppen habe.

    Das wird Dir im Bezug auf Deine Erkrankung nicht unbedingt weiterhelfen. Aber ich will damit nur unterstreichen, dass man eben doch auch eine rheumatische Erkrankung haben kann, auch wenn keine Rheumafaktoren im Blut nachzuweisen sind.

    Mag sein, dass zukünftige Forschungen noch weitere Erkenntnisse über Rheumaerkrankungen bringen und dass dann auch meine Diagnose revidiert oder geändert werden muß. Aber ich bin froh, dass diese Schmerzen endlich einen Namen haben und dass ich Leute gefunden habe, die mich ernst nehmen und mir meine Schmerzen glauben.
    Ich weiß noch wie ich damals beim Nuklearmediziner zu heulen anfing, als dieser mir sagte, dass er keinen wirklich krankhaften Befund hat. Ich wäre froh gewesen, wenn er mir gesagt hätte, dass ich Knochenkrebs habe, einfach deshalb, weil das Ding dann einen Namen gehabt hätte und ich endlich gewußt hätte wogegen ich kämpfen muß. Der Arzt nahm mich damals in den Arm und überzeugte mich, dass "ohne Befund" nicht unbedingt bedeuten muß, dass man bei der Aufklärung nicht weitergekommen ist, weil es auch Krankheiten gibt, denen eben kein solcher Befund zugrunde liegt. Außerdem sagte er mir, dass ich nicht die einzige bin, der es so geht wie mir - aus irgendeinem Grund hatte ich angenommen, dass es niemanden gibt, dem es so geht wie mir. Als ich dann irgendwann diese Homepage entdeckte, da freute ich mich ungemein, weil da endlich jemand war, mit dem ich mich austauschen konnte. Du bist auf diese Internetseite schon relativ früh gestoßen, was Dich erfreuen sollte.

    Also laß bitte den Kopf nicht hängen und schau öfter mal hier rein. Ich finde es zum Beispiel eine tolle Sache, dass man sich hier auch mal, wenn einem danach ist, richtig auskotzen kann. Oder dass man Fragen unterschiedlicher Art stellen kann und entsprechende Hilfe bei der Lösung von allerlei Problemen bekommt.

    Ich wünsche Dir noch alles Liebe,

    Freydis :vb_smile:
     
  8. vinbergssnäcka

    vinbergssnäcka Mitglied

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    Hallo ihr beiden,

    vielen Dank für Eure so ausführlichen Schilderungen. Das hat mir sehr geholfen, mich auf das heutige Telefongespräch mit dem Arzt vorzubereiten.

    Eigentlich sehr merkwürdig....ein Arztbesuch per Telefon...naja, die Ärztin machte einen sehr guten Eindruck und hatte sich sehr gut in mein Krankheitsbild eingearbeitet. Sie hat mir wirklich in allem zugehört.
    Als ich sie auf die Sache mit der Psoriasis Artritis angesprochen habe, meinte sie das sie das nicht für unmöglich halte. Als ich ihr dann noch erzählt habe, das ich eine diagnostizierte, aber zur Zeit inaktive Psoriasis habe, hat sie sich nur noch gewundert, warum die Rheumatologen sich nicht weiter um mich gekümmert haben. Und dann habe ich etwas erstaunliches erfahren!

    Mir wurde ja von dem Rheumatologen zugesichert, das mein Blut auf vermeintliche Rheumawerte oder Rheumaanzeiger untersucht wurde und, das keinerlei Anzeichen gefunden wurden! Die Ärztin heute konnte die Blutuntersuchung einsehen. Untersucht wurden die normalen Blutwerte, Blutsenkung, CRP, sowie solche Werte wie Calcium, Natrium, Kalium usw. Von weiteren Untersuchungen wurde dann abgesehen, da keine Entzündungszeichen im Blut gefunden wurden. Was soll ich davon halten? Der hat mich doch glatt angelogen oder ist das so üblich.

    Nun weis ich nur soviel, der Rheumawert ist bei mir negativ, das hat mein Hausarzt schon vorher abklären lassen.

    Für mich steht jetzt eines fest....ich muss versuchen einen anderen Rheumatologen aufzusuchen, notfalls privat....anders komme ich nicht weiter.

    Kein Wunder das die Rheumatologen sagen sie wüssten nicht was ich habe....

    Achso, zusätzlich zum Orudis habe ich heute noch Citodon (500mg Paracetamol/30mg Kodein) bekommen, das ich nach Bedarf nehmen soll. Hat jemand Erfahrung damit? Ich bin mir nicht richtig sicher, was mir das bringen soll, aber ich werde es wohl mal ausprobieren.

    liebe Grüsse
    Heike
     
  9. Freydis

    Freydis BullyGirl

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    Schön, dass Dir die Ärztin endlich mal zugehört hat, das ist schon eine Menge wert, wenn man schon ewig auf taube Nüsse getroffen ist.


    Paracetamol und Kodein sind beides schmerzstillende Wirkstoffe. Vermutlich kennst Du Kodein bisher nur in Verbindung mit Hustentropfen bei Reizhusten, die abends einzunehmen sind. Die wirken nämlich auch hustenstillend.
    Paracetamol ist ein schmerzstillender Wirkstoff, der zum Beispiel auch schon in Zäpfchen für Kleinkinder enthalten ist. Oral eingenommen führt es nach längerer Anwendung meines Wissens zu Organschäden, z.B. bei Magen und Leber. Eine Überdosierung kann zu Magenkrämpfen und Schmerzen im Bereich der Leber führen. Also nicht länger als der Arzt sagt einnehmen und auch nicht mehr als Dein Arzt Dir höchstens erlaubt.
    Kodein ist ein Morphinderivat. Als solches führt es bei dauerhafter Anwendung zu Abhängigkeit. Meines Wissens kommt es hiermit aber nicht zu Organschäden.

    Frag am besten nochmal in der Apotheke nach oder beim Arzt oder sieh Dich im Internet um.
    Ich nehme ja schon seit vielen Jahren Tramal beziehungsweise Tramadol. Das führt auch sehr schnell zur Abhängigkeit. Aber im Vergleich zu den Schmerzen ist es für mich die erheblich bessere Alternative. Durch die Einnahme von Paracetamol war ich irgendwann allergisch drauf. Ich hatte Magenkoliken und mußte zwei Jahre eine strenge Diät für Magen und Leber einhalten. Aber es gibt viele Leute, die das erheblich besser vertragen. Ich hatte ja schon als Kind eine Leberschädigung erfahren.


    So wie ich das sehe, hat der Arzt nur nach aktuellen Entzündungszeichen gesucht. Vermutlich wird Deine neue Ärztin eine vernünftige Blutuntersuchung machen wollen.

    Es haben schon einige meiner Bekannten, ihre Befunde anonym an die Internetseite http://www.washabich.de geschickt und nach 14 bis 20 Stunden eine kostenlose Auswertung in normal verständlichem Deutsch erhalten. An anderer Stelle hier im Forum steht was darüber. Ich schicke auch bald meine Befunde hin. Dies nur als Hinweis falls Du mal einen Befund nicht wirklich verstehen solltest.


    Du mußt keinesfalls zu einem Rheumatologen gehen, den Du privat zahlen mußt. Sieh Dich am besten erstmal hier um:
    http://www.rheuma-online.de/aerzteliste.html

    Du hattest geschrieben, dass Du mal nach Dänemark gezogen bist. Wohnst Du da immer noch oder lebst Du inzwischen in Deutschland? Eventuell kennt hier jemand einen guten Rheumatologen in Deiner Nähe.

    Ich drück Dir die Daumen, dass alles klappt! :angel2:

    Alles Liebe,

    Freydis :vb_smile:


    EDIT: das hier kam mir auch noch unter heute auf der Seite der Krankenkasse, ist allerdings nichts neues:
    Nochmal beste Grüße,

    Freydis :)
     
    #9 9. März 2011
    Zuletzt bearbeitet: 11. März 2011
  10. Bilse

    Bilse Neues Mitglied

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    Hallo Zusammen - seronegative Polyarthritis

    Ich habe Eure Kommentare gelesen und denke, dass es sich um RA handeln könnte. Dies wurde bei mir diagnostiziert. Sero=Blut, negativ=nicht nachweisbar, seronegative Polyarthritis.
    Schmerzende Sprunggelenke, Schulterschmerzen, manchmal Daumen usw. starke Schwellungen,
    im Blut konnte Rheuma NICHT nachgewiesen werden, auch nicht in einem sog. Gen-Test. Dennoch sind die Entzündungen bei bildgebenden Untersuchungen (Röntgen und MRT) sichtbar.
    Ich bekomme jetzt einmal wöchentlich MTX-Spritzen und täglich Cortison.