Gelenkschmerzen durch das fehlen von Pregnenolon?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Cabrito, 6. Juni 2020.

  1. Cabrito

    Cabrito Registrierter Benutzer

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    Hallo Leute, bin immer noch auf der Suche nach einer Erleichterung. Seit vielen Monaten bin schwer krank. Ich fühle mich wie Hartgummi, kann mich kaum bewegen. CPR 12 (<0,5 normal). Mit 10 mg Cortison komme ich gar nicht mehr aus. Früher immer nur 3mg. Alles ist anders geworden. Aus Verzweiflung war ich nun bei einem Arzt für Naturheilmedizin. Er hat viele Bluttest gemacht. Dabei kam heraus, dass mein Pregnenolonspielgel und das DHEAS kaum noch messbar sind. Cortisol ist auch weit unter dem Mindestbereich. Ich bin entweder depressiv oder aggressiv. Kann meine Stimmung nicht mehr ausgelichen.
    Aber dieser Schulmediziner der sich auf die Naturheilmedizin spezialisiert hat, meint er könnte mir helfen. Ich nehme seit heute das Hormon Pegnenolon. Das soll meine Speicher auffüllen und somit mir die Schmerzen nehmen, damit ich ganz langsam das Cortison ausschleichen kann und meine Nebennierenrinde wieder anfängt, selber Cortisol zu bilden. An Morbus Addison leide ich zum Glück nicht.
    Wer von euch hat schon mal davon gehört, dass man durch das fehlen von Pregnenolon (Gelbkörperhormon) so starke Schmerzen bekommen kann wie ich sie jetzt habe.
    Nächsten Monat habe ich einen Termin in der Endokrinologie. Bitte drückt mir die Daumen, dass alles wieder gut wird. Ich habe jetzt 20 Pfund abgenommen, weil mir der Hunger fehlt, kaum noch Lebendsfreude und bin wirklich sehr, sehr traurig und verzweifelt.
     
  2. Sinela

    Sinela Registrierter Benutzer

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    Hallo!

    Ich kann dir zwar nicht zum Thema Pregnenolon sagen, aber ich wollte dich einfach mal virtuell umarmen und dir viel Kraft wünschen, damit du diese Krise überstehen kannst! :knuddel:
     
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  3. stray cat

    stray cat Bekanntes Mitglied

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    Moin Cabrito!

    Meinst Du vielleicht Progesteron, den hormonellen Gegenspieler zum Östrogen?

    Das Hormonsystem ist ja ein sehr feines, vielfältiges System mit unglaublichen Auswirkungen. Ich habe keine Ahnung, ob man von Progesteronmangel auch Schmerzen bekommen kann, ich weiß nur, dass ihm eine bedeutende Rolle bei Schwangerschaften zukommt.
    Doch genau dafür gibt es ja zum Glück Endokrinologen- ich wünsche Dir sehr, dass Du dort Hilfe finden wirst!
     
  4. teamplayer

    teamplayer Registrierter Benutzer

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    Gut, dass Du so kurzfristig einen Termin beim Endo bekommen hast. Mein Gelbkörperhormonmangel hat nur Zyklusstörungen und stärkere Blutungen verursacht, aber keine so heftigen Nebenwirkungen. Zu Deinen Werten könnte eine schwächelnde Hypophyse passen, könnte. Das herauszufinden, ist Aufgabe des Endos.

    Gute Besserung!


    Edit Nachdem ich etwas über Pregnenolon gelesen habe, finde ich den Ansatz interessant. Es ist ein Prohormon und wird in bestimmte, fehlende Hormone umgewandelt. Allerdings finde ich kein zugelassenes Präparat, woher bekommst Du es?
     
    #4 7. Juni 2020
    Zuletzt bearbeitet: 7. Juni 2020
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  5. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Hi Cabrito,

    ich kann verstehen, dass Du verzweifelt bist.
    Was mir allerdings auffällt: ein um den Faktor 24 erhöhter CRP-Wert gehört für mein unmaßgebliches Dafürhalten abgeklärt - und zwar ursächlich, weil es eine Menge Ursachen dafür geben kann, die mir spontan einfallen und die einer spezifischen Behandlung zugeführt werden können und auch sollten.
    Ein Mangel an Gelbkörperhormon gehört nicht dazu - der macht andere Probleme - und eine Behandlung auf dieser Basis vor Stellung einer soliden Diagnose erscheint mir vorsichtig ausgedrückt sportlich.

    Das Terrain ist sehr groß, auf dem gedacht werden kann.
    Möglicherweise hilft Dir ja die Untersuchung beim Endokrinologen weiter.....auch da kommen spezifische Ursachen in Frage für die (Achtung, sehr allgemeiner Begriff!) Entzündung, die der CRP-Wert widerspiegelt.
     
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  6. teamplayer

    teamplayer Registrierter Benutzer

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    Das CRP habe ich leider ausgeblendet, sorry.
     
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  7. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    Kein Problem ;)
     
  8. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Hallo Cabrito,

    bei dir ist doch eine entzündlich rheumatische Erkrankung bekannt, falls ich mich richtig erinnere?

    Warum bist du damit nicht bei einem internistischen Rheumatologen in Behandlung?, mir scheint du könntest in einem Schub stecken, Gelenkschmerzen, Entzündungswerte erhöht, Gewichtsabnahme usw. all das würde ja dafür sprechen.

    Für entzündlich rheumatische autoimmunbedingte Erkrankungen gibt es neben Cortison Basismedikamente https://www.rheuma-online.de/medikamente/langwirksame-antirheumatika/, meist kann dann, wenn diese wirken auch das Cortison auf kleine Erhaltungsdosis reduziert werden, oder sogar ganz ausgeschlichen werden.
     
    #8 7. Juni 2020
    Zuletzt bearbeitet: 7. Juni 2020
  9. Cabrito

    Cabrito Registrierter Benutzer

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    erst einmal vielen lieben Dank für die Worte. Die Blutewerte des Rheumatologen waren alle unauffällig. Kein Wert war erhöht, das ist das unglaubliche. Ich wünsche mir endlich, dass man herausbekommt, was ich habe. Ich darf die Hoffenung und den Mut nicht verlieren und muss weiter kämpfen. Sonst habe ich verloren. Bitte dürckt mir weiter die Daumen. Und bei jeder Veränderung und Besserung sage ich euch bescheid. Schön, dass es euch gibt. Das tut mir so gut. DANKE
     
  10. Catwoman55

    Catwoman55 Aktives Mitglied

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    Hallo Cabrito,

    Tut mir leid, dass es Dir schlecht geht. Ich schliesse mich Resi an.
    Möchte aber noch anmerken, dass das Fehlen von Rheumafaktoren eine rheumatische Erkrankung nicht per se ausschliesst. Es gibt auch sogenannte "seronegative" rheumatische Erkrankungen (mir vor allem bei RA bekannt).
     
  11. Cabrito

    Cabrito Registrierter Benutzer

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    Mittwoch wird der CRP Wert wieder überprüft.
     
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