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Gelenkrheuma

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Rosi.S, 14. August 2006.

  1. Rosi.S

    Rosi.S Registrierter Benutzer

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    Hallo zusammen,
    ich möcht mich mal kurz vorstellen, ich Rosi 48 Jahre, verh., 2 erw. Kinder. Ich bräuchte mal einen Rat und Unterstützung. Ich schreib mal meine Geschichte,wird vielleicht ein bischen länger.
    Vor 2 Jahren begannen meine Schmerzen, Oberarme Hände und Füsse, meine Ärztin überwies mich zum Rheumatologen, er konnte allerdings nicht`s feststellen, er gab mir Psychotropfen-da hab ich schon eine Vorgeschichte-,aber die halfen nicht. Die schmerzen wurden immer heftiger, mit diclo und Voltaren und anderen Mitteln hielt ich mich über Wasser bis ich nicht mehr konnte, im Feb. diesen Jahres wurde dann doch Rheuma festgestellt, irgendwo war ich froh, denn meine Schmerzen nahm ja keiner mehr ernst. Meine Ärztin verschrieb mir Prednisolon, am Anfang 50 mg, dann wurde es heruntergesetzt auf 5 mg. Ich war so glücklich endlich keine Schmerzen mehr zu haben, ich konnte wieder all meine Arbeiten machen und das Gejammere hörte schlagartig auf, auch konnte ich wieder schlafen, ich war so dankbar.
    Mitte April bemerkte ich, das in meinem Kopf irgendetwas nicht in Ordnung war, immer schwankte ich weg nur für ein paar Sek. Am 13. Mai ging es mir am Morgen schon nicht so gut, am Vormittag als ich mit dem Auto unterwegs war-es war der schrecklichste Moment in meinem Leben- glaubte ich, ich müsste sterben, mein Kopf und meine Brust zog sich zusammen, meine Beine gaben nach, Herzinfarkt oder Schlaganfall waren meine Gedanken, ich drückte auf`s Gas fuhr zu meinem HA, da ich schon hyperventilierte war die Diagnose klar "Panikattake", danach bekam ich Valium. Kurz und gut, nächste Attacke, 1 Woche Krankenhaus, alles untersucht, entlassen-kerngesund, immer noch nahm ich Cortison und Citalopram für die Psyche.
    Von selbst hab ich dann das Cortison abgesetzt weil ich glaube das es mit den Attacken zusammenhängt.
    Prombt kamen die Schmerzen wieder, unerträglich, mit Voltaren konnte ich sie dann ein wenig mindern.
    Es begann alles wieder von vorne. Jetzt bin ich wieder beim Rheumatologen und bekomme seit 4 Wochen Metex gespritzt, ich verspüre eine Besserung der Schmerzen nur die Kraft in den Beinen und Händen ist noch nicht da.
    Bei der wöchentlichen Blutabnahme stellte sich jetzt heraus das meine Leberwerte erhöht sind,das macht mir natürlich schon wieder Angst. Meine Frage ist jetzt ob irgendwer solche Erfahrungen gemacht hat, ich würde mich ehrlich über eine Antwort freuen.
    Herzlichst Rosi
     
  2. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

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    Hallo Rosi,
    herzlich willkommen bei RO! Gut dass Du hier reingeschaut hast, da wird Dir sicherlich Unterstützung zugute kommen.
    Vorweg: Ich bin kein Arzt odr Apotheker, aber ich bin Betroffene und kann Dir aus dieser Sicht antworten.

    Wenn Dir Cortison und Diclo geholfen haben, ist es ein sicheres Zeichen, das Du ein entzündliches Rheuma hast. Im einfachsten Fall z.B. wie ich RA, früher cP genannt, rheumatoide Arthritis oder chronische Polyarthrithis. Diese Form des Rheumas befällt die Gelenke, und zwar in der Regel zuerst die Hand- und Fingergelenke, wie das standardmäßig abläuft, kannst Du hier unter Rheuma A-Z nachlesen. Von entzündeten Gelenken habe ich aber bei Dir nichts gelesen, sondern nur von Schmerzen. Das kann es auch geben, bes. bei Fibromyalgie, die reagiert allerdings nicht auf Cortison. Es gibt aber x verschiedene Rheumaarten, so dass Du weiter am Ball bleiben musst, die Suche nach einem kompetenten Rheumatologen gehört leider dazu.

    Dieser totale "Zusammenbruch" wie Du ihn erlebt hast, den kenn ich auch mit RA. Dann hat einen die Entzündung voll im Griff und man ist nicht mehr man selbst. Ich kam mir oft vor wie in einer schweren Grippe (und mit den Nerven am Ende). Das ist für die Ärzte auch sehr schwer zu diagnostizieren, was wirklich mit einem los ist. Was die Krankheit auch so komplizier macht. sie tritt in Schüben auf. In den Laborwerten zeigt sie sich oft erst spät.

    Wenn es Dir durch Metex symptommäßig besser geht, ist das auch wieder ein Zeichen für die Diagnose Rheuma, wie hoch sind denn Deine Leberwerte? Sind sie schon außerhalb der Norm für Rheumatiker? Manche vertragen MTX nicht mit der Leber. Die Oberwerte für GOT und GPT liegen bei 35, GGT bei 38. Wenn es ein bisschen drüber ist, macht es nichts. Ich spritze das schon seit 5 Jahren und bin langsam an der oberen Grenze angekommen. Vor MTx waren meine Werte normal. Man setzt MTX nur ab, wenn es wirklich übermäßig ist. In der Regel zeigt sich das ziemlich schnell. Es gibt aber auch noch andere Präparate, die man anstelle von MTX versuchen kann.

    Ich drück Dir die Daumen, dass Du in guter Behandlung bist. Erkundige Dich weiterhin hier bei RO und lies auch die entsprechenden Seiten unter Rheuma von A - Z. Nur so kann man gut mit der Krankheit fertig werden.
    Beste Grüße von Susanne
     
  3. Rosi.S

    Rosi.S Registrierter Benutzer

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    Hallo Susanne,
    vielen lb. Dank für deine schnelle Antwort. Ich hab schon gedacht ich werd verrückt, dein schreiben hat mir sehr geholfen ich hab`s gleich ausgedruckt das ich`s immer wieder mal lesen kann.
    Meine Leberwerte weiss ich leider nicht, nur das sie leicht erhöht sind und man das jetzt beobachten muss. Ich wär natürlich sehr glücklich wenn ich MTX weiternehmen könnte. Morgen ruf ich den Rheumatologen an und besprech das mit ihm.
    Auf deine Frage, ja es ist entzündliches Gelenkrheuma, hab ich wahrscheinlich gestern in der Schreibaufregung vergessen.

    Lieben Dank
    Rosi
     
  4. Lilly

    Lilly offline

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    hallo rosi,

    herzlich willkommen im forum. :)

    ich kann dich sehr gut verstehen *tröst*, die panikattacken sind schlimm,- beeinträchtigen sehr das leben.

    ich hatte meine erst nach einem absturz mit dem aufzug- von da an begleiteten sie mich einige jahre lang, bis ich auch citalopram bekam.
    ich habe das antidep. über 5 jahre genommen, es half mir gleichzeitig gegen meine rheumaschmerzen (chron. polyarthritis) und ich benötigte kaum noch schmerzmittel.

    bei cortison ist bekannt, dass es depressionen auslösen kann (bei vorbelasteten menschen), und da panikattacken auch in verbindung mit depressionen auftreten können, ist es möglichich, dass cortioson bei dir auch der mögliche wieder- auslöser ist.

    ich hatte während der therapie mit citalopram auch des öfteren wieder cortioson eingenommen- aber die panikattacken blieben gott sei dank - aus.
     
  5. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Hallo Rosi,

    auch von mir ein liebes Willkommen. Bin auch kein Fachmann - nur Patient ( chronische Polyarthritis ). Mir fällt auf, dass du Voltaren nimmst - meines Wissens nach, ein kaum wirksames Schmerzmedikament, dass aber natürlich auch die Leber belastet. Da fände ich das Cortison schon besser - aber, wie gesagt, ist nur meine Meinung, weil mir Cortison half, wo selbst die stärksten Schmerzmittel versagen.

    Wichtig ist es generell - nimmt man Medikamente - auf Alkohol möglichst zu verzichten (vor allem auf die harten Alkoholika!) und zu schauen, dass möglichst viele Giftstoffe flugs den Körper wieder verlassen und dadurch die Leber geschont wird. Dafür sorgt beispielsweise auf natürlichem Wege Brennnesseltee - jeden Tag in der ersten Tageshälfte ein Liter (einfach vorkochen und nach und nach trinken - achtung: harntreibend!) und du hast schon viel viel dafür getan.

    Schööönen Tag
    Rosarot
     
  6. Marie2

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    hi rosi,

    herzlich willkommen im forum! :)

    ich möchte dich hinsichtlich deiner panikattacke ebenfalls beruhigen, so eine erfahrung (hyperventilationstetanie) hatte ich auch im auto - gottseidank war meine tochter dabei, die panisch einen rettungswagen rief :D , und ich sehe noch heute die wohlmeinenden augen des notarztes über mir, der mir eine ordentliche portion sauerstoff verpasste, statt mir die luft "abzudrehen" :D ......wenn man weiss, was das ganze ist,
    ist es nur halb so schlimm! ;)

    gib mtx noch etwas zeit, eigentlich ist schon sehr gut, wenn du nach 4 wochen sagen kannst, du merkst eine besserung! auch zu mtx kann ich dir positives mitteilen, nach 1,5 jahren mtx war ich in einer längeren remission! zu den leberwerten kann man ohne genaue angaben nicht viel sagen, ausser dass eine leichte erhöhung auch wieder rasch vergehen kann. tipp, lass dir von deinem arzt immer eine kopie deiner befunde mitgeben.

    lieben gruss marie
     
  7. Rosi.S

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    Hallo Lilly,
    lieben Dank für deine Zeilen.
    Mein Bauchgefühl sagte mir im Mai, der Auslöser ist das Cortison. Aber immer wieder kommt so ein Gefühl-ohne Cortison-ich werd verrückt, diese Benommenheit, keine Energie,die Angst alleine zu sein und die kleinste Veränderung im Innern und im Äusseren machen mir Angst, autofahren kann ich nicht alleine und vor meiner Arbeit als selbstständige Fusspflegerin machen mir Angst. Ich sollte wahrscheinlich auch in ein Panikforum gehen, aberirgendwie bring ich das mit dem Rheuma in Verbindung,
    Vielen Dank nochmal für die Aufklärung von Cortison,da war ich ein wenig zu blauäugig, die Ärzte sagen ja immer nein- die habens ja auch verschrieben.
    Schönen Tag noch
    Rosi
     
  8. Rosi.S

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    Hallo Rosarot,
    lieben Dank für deine Zeilen, ich weiss das mich Cortison schmerzfrei macht habe aber zu viel Angst es könnte wieder eine Panikattacke auslösen.
    Alkohol trink ich überhaupt nicht, ich leb eigentlich recht gesund. Danke für die Idee mit dem Brennesseltee, ich hab mir immer Birkenblättertee gemacht und mich mit Beinwellöl eingeölt.

    Schöne Zeit noch und alles Gute
    Rosi
     
  9. Rosi.S

    Rosi.S Registrierter Benutzer

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    Hallo Marie2

    dank für deine Antwort. So eine Attacke ist sclimm, schlimmer ist bei mir aber das danach, ich erhol mich dann kaum,Benommenheit, Ohrengeräusche, kalte Hände kalte Füsse und dann immer die Angst in meinem Kopf stimmt etwas nicht.
    Ja das mit Mtx werde ich so lange durchziehen wie meine Leber in der Lage ist.

    Lieben Dank

    Rosi
     
  10. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    sorry, ich will nur noch rasch etwas nachschieben,
    weil häufiger mal brennnesseltee empfohlen wird, aus gutem glauben. vor längerer zeit habe ich auf einer seriösen seite im netz gelesen, (finde sie leider nicht mehr) dass man b-t nicht trinken soll, wenn man medikamente nimmt. eigentlich auch sehr einleuchtend, nicht wahr? ich habe selber noch einige gläser getrocknete b.-blätter, und verkneife mir den tee.

    lieben gruss marie
     
  11. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Hallo Marie,

    das würde mich aber jetzt doch interessieren! Einleuchtend? Wieso?

    Ich weiß, dass man bei Herz- und Nierenfunktionsstörungen keinen Brennnesseltee trinken soll - aber viele Seiten berichten sogar über den Einsatz gerade bei rheumatischen Erkrankungen.

    Zum Beispiel:
    http://www.tee.org/BHSD/brennes.html
    http://de.wikipedia.org/wiki/Brennnessel
    http://www.naturel.biz/die_brennnessel_allen_bekannt_von_vielen_verkannt.htm
    http://www.teesorten.de/teeabc/brennesseltee.htm

    Bitte, wer Hinweise hat, dass Brennnesseltee negativ wäre für uns medischluckende Rheumis, dann her damit!

    Schöne Grüße
    Rosarot
     
  12. Marie2

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    hi rosarot, ich wollte keinen feldzug führen gegen den tee,
    und einleuchtend für mich, wegen der ausschwemmenden wirkung.

    lieben gruss marie
     
  13. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Ja, aber die Stoffe der Medikamente, die die Leber belasten, sollen doch ausgeschwemmt werden ... oder seh ich jetz was falsch?

    Ein Medikament soll wirken und dann muss es wieder raus ... der Tee hilft dabei.

    *grübel*
    Rosarot
     
  14. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo rosarot,

    es liest sich soweit richtig, wie du das schreibst,
    es ist schade, dass ich mich nicht an die besagte seite erinnern kann. andererseits, man nimmt ja keine medis ein, um sie gleich wieder auszuschwemmen, denke ich. also, wenn man denn b.-tee trinken will - (oder einen anderen ausschwemmenden tee)
    ich würde ja auch gern - müsste man entweder eine gewisse zeit
    abwarten, oder es von der art der medis abhängig machen.
    es ist auch gut möglich, dass es interreaktionen zwischen einzelnen stoffen der pflanze gibt und bestimmten medis.
    es war auf der seite sehr logisch erklärt, wenn ich sie mal wiederfinde, füge ich den link ein.

    lieben gruss marie
     
    #14 15. August 2006
    Zuletzt bearbeitet: 15. August 2006
  15. Rosi.S

    Rosi.S Registrierter Benutzer

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    Hallo Marie2,

    bei uns in Bayern gibt es eine Kräuterfrau, die auch ein Buch geschrieben hat.
    Eva Aschenbrenner heisst sie und ihr Buch "Die Kräuterapotheke Gottes" sie stellt auch Tee`s zusammen den man bei uns in den Apotheken kaufen kann. Sie hat ein sehr grosses Wissen und schreibt über den Brennesseltee folgendes. Die Brennessel ist die Königinunter den Kräutern hilft bei rheumatischen Beschwerden aber nur einen Viertelliter am Tag und nicht länger als 3 Wochen weil er viele Mineralstoffe ausschwemmt.
    In einer kürzlich angeschauten Fernsehsendung über das Trinken hat ein Arzt
    gesagt man sollte am Tag 2-2 1/2 Liter zu sich nehmen, weil sonst eben auch die Mineralstoffe ausgeschwemmt werden die der Körper braucht.

    So nun fahr ich mit meinem Mann einkaufen heut hab ich den Mut dazu, schönen Tag wünsch ich euch

    herzlichst Rosi
     
  16. Kiwi

    Kiwi Neues Mitglied

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    Hmmm - das wundert mich aber grad, 2 - 2,5 Liter am Tag...
    Da reden meine Ärzte aber ganz anders, wie viel man (Kiwi) trinken soll. Eigentlich soll ich 3 Liter am Tag trinken, wenn ich krank bin aber am liebsten noch mehr. (Vielleicht kann das aber auch dran liegen, dass meine Nieren öfter mal "motzen"?)