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Gelenkrheuma Erfahrung von über 20 Jahren

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Flyer2912, 17. August 2013.

  1. Flyer2912

    Flyer2912 Neues Mitglied

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    Guten Morgen,

    Da ich selbst seit über 20 Jahren an Gelenkrheuma leide, möchte ich gerade Menschen die neu hier sind und sich informieren möchten
    meine Erfahrungen mitteilen.

    Als allererstes ist es wichtig, das sie sich frühzeitig in die richtige Behandlung begeben.

    Vergessen sie ihren Hausarzt an sich herumdoktoren zu lassen, und mit einfachen Schmerzmitteln abspeisen.

    Dies wird weder dauerhaft die Krankheit aufhalten, noch sie gesund machen.

    Sie behandeln damit nur die Symptome, sie betäuben nur den Schmerz.

    Suchen sie sich einen anerkannten Rheumatologen, der so früh wie möglich eine Basistherapie einleiten kann.

    Eine Basistherapie sind Medikamente die sie entweder für immer oder eine lange Zeit einnehmen müssen, damit das Rheuma wenn möglich zum Stillstand gebracht wird.

    Dies würde bedeuten das sämtliche Entzündungen in den Gelenken gestoppt werden, und es dann zu keinen weiteren Deformierungen kommt.

    Die Mediziner sprechen dabei von der vollständigen Remission.

    Ohne geeignete Medikamente nimmt die Entzündung ihren Lauf, und es kommt zu schmerzhaften Deformierungen der Gelenke.

    Nochmals wichtig, reine Schmerzmittel stoppen den Krankheitsverlauf nicht.

    Versuchen sie ihre Krankheit zu akzeptieren, damit zu leben, aber die Hilfen die es gibt in Anspruch zu nehmen.

    Aus eigener Erfahrung habe ich selbst auch vieles pflanzliche probiert.

    Weihrauchtabletten, Enzyme, homöopathische Mittel noch und nöcher, keines brachte Dauerhaft Hilfe.

    Auch Salben können sie vergessen, da keine Salbe bis in ein Gelenk vordringt.

    Diese können nur muskulär kurzfristig Entspannung bringen, helfen aber bei Rheuma dauerhaft nicht.

    Lassen sie sich auch keine Sachen auf Kaffeeefahrten aufschwätzen.

    Magnetmatratzen, oder Heizdecken aus Marsgestein haben 0 Nutzen, höchstens für den der es verkauft.

    Nochmals es gilt :

    Umso früher sie sich in die richtige Behandlung begeben, umso früher kann eine wirkende Basistherapie eingeleitet werden.

    Damit kann das Rheuma frühzeitig eingedämmt werden, und sie können mit Rheuma uralt werden.

    Eine nicht richtig behandeltes Rheuma kann zu starken Deformierungen der Gelenke führen, bis hin zur Unbeweglichkeit.

    Am Ende steht der Rollstuhl, und die Entzündung greift auch die inneren Organe an.

    Lassen sie sich nicht zum Spielball von Ärzten machen, die ausser guten worten und paar Schmerzmittel nichts tun.

    Seien sie ehrlich sich selbst gegenüber, und erkennen das es nur 1 Menschen gibt denen sie wichtig genug sind.

    Und zwar Sie selbst !

    Und wenn Sie sich nicht richtig um sich kümmern, wie soll es dann ein aussenstehender tun ?

    Ich wünsche Ihnen gute Besserung.

    Flyer
     
  2. Tortola

    Tortola Aktives Mitglied

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    Tortola an Flyer

    Hallo Flyer!

    Deine ganzen Ausführungen kann ich in vielen Zeitschriften lesen.
    Z.B. im Wartezimmer meines Rheumatologen.

    Trotzdem vielen Dank und Grüße von Tortola
     
  3. Flyer2912

    Flyer2912 Neues Mitglied

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    Hallo Tortula,

    es gibt aber leider sehr viele Leute die eben nicht beim Rheumatologen ihres Vertrauens Zeitschriften lesen.

    Die entweder noch nie beim Rheumatologen waren, oder sich mit ihrer Krankheit noch nicht richtig beschäftigt haben.

    Aus persönlichen Gesprächen und vom Rheumakongress, ist mir dies leider bekannt.

    Für die war mein Posting gedacht, die eventuell durch eine Art Eingebung bzw Zufall, auf die Seite hier gestossen sind.

    Liebe Grüsse

    Flyer
     
  4. anurju

    anurju anurju

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    Hallo Flyer,

    ich finde es sehr schön, dass du deine Erfahrungen mit anderen teilst - DANKE dafür.

    Und wenn nur einer das liest und darauf Anhaltspunkte zieht, um effektiv behandelt zu werden, hat sich deine Mühe gelohnt ;-).

    Ich habe das übrigens auch noch nie beim Rheumatologen in einer Zeitschrift gelesen - in Zeitschriften steht zu Rheuma meist der gröbste Unsinn oder es wird von "Wunderheilungen" berichtet, bei denen sich mir die Nackenhaare sträuben.

    DANKE und liebe Grüße von
    Anurju :)
     
  5. Putzel

    Putzel Mitglied

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    Meinen Dank an Flyer !
    Für mich war Dein Beitrag auch wieder ein Anstoß, weiter zu machen, nicht aufzugeben !

    Dass es immer noch Leute gibt, die an allem was rumzumäkeln haben und alles kritisieren, ist unerträglich !!!

    Ich finde es jedenfalls toll, dass Du über Deine Erfahrungen geschrieben hast und auch uns Mut gemacht hast, den verschiedenen Erkrankungen immer wieder den Kampf anzusagen.
    VIELEN DANK DAFÜR !!! UND LASSE DICH NICHT BEIIRREN !
    Liebe Grüße
    Grit
     
  6. took1211

    took1211 Guest

    Hallo Flyer,
    viele deiner Gedanken entsprechen der Realität.
    Im Sept. diesen Jahres werden es 28Jahre,in denen ich mich mit der "Rheumatoiden Arthritis" im ständigen Hin und Her bewege.
    Leider standen den Ärzten damals noch nicht die Medikamente zur Verfügung,wie es sie heute gibt.Dem geschuldet musste ich mich vielen Gelenkoperationen unterziehen,um nicht im Rollstuhl zu landen.Natürlich gibt es solche Ärzte und solche.Die einen behandeln gründlicher und umfangreicher,andere weniger(wie in jedem Berufsstand).
    Und doch kämpfen alle Ärzte mit ihrem Budget,der Zeit und ihrem Verdienst und ihrem Eid,Menschen zu helfen.Denn alles unter einen Hut zu bringen,ist oft auch für die Ärzteschaft schwierig.
    Ich habe für mich persönlich aus all den Jahren Schlussfolgerungen gezogen und lege viel Wert auf einige Kriterien.
    Für mich muß die Chemie zwischen dem Arzt und mir als Patient stimmen,sonst kann ich mich ihm nicht anvertrauen.Gibt es den Fall,wo es nicht funktioniert,so wechsele ich den Arzt,wenn es sein muß auch mit Unterstützung eines andern Arztes.
    In den Anfangsjahren meiner Erkrankung habe ich meistens gesessen und alles angenommen,was der behandelnde Arzt mir verordnete.Doch diesen Zustand habe ich zunehmends verändert.
    Gerade als Rheumatiker war ich in all den Jahren darauf bedacht,Medikamente,die sich extrem negativ auf meine inneren Organe auswirken,zurückzuweisen und nach anderen Behandlungsmöglichkeiten suchen zu lassen.
    Als Patient habe ich mich von Jahr zu Jahr wichtiger genommen.Heute befinde ich mich in einem Gespräch mit meinem Arzt und gehe nicht nach 5 Minuten heraus.Schon in der Vorbereitung auf den Termin habe ich Fragen und Probleme,die beantwortet bzw.geklärt werden müssten.Als Grundlage dafür dienen mir oft die Werte meiner Befunde, viele medizinische Beiträge zur RA aus Ärztezeitung,Internet,Erfahrungsaustausch mir Therapeuten(Physio/Ergo) und RO.
    Eine Sache ist mir besonders wichtig.In den Gesprächen mit meinen Ärzten bleibe ich immer ruhig und freundlich.Ich gebe dem Arzt nie das Gefühl,dass ich "mehr wissen würde als er",sondern stelle manche Wünsche in Frageform und erhalte somit die Balance des Miteinanders.
    Veränderungen in meiner Ernährung,im Bewegungsverhalten sowie Einlegen von Ruhe-und Entspannungsphasen runden das Ganze ab.Natürlich stellt sich das komplizierter dar,wenn man noch im Arbeitsprozeß steht.
    Bei den sozialen Kontakten habe ich die gemieden,die mir negative Energie vermittelten,und neue gefunden,die mir gut tun.
    Es geht mir gegenwärtig so gut wie nie zuvor und ich bin fast schmerzfrei,und das ist nicht nur auf die Medikamente zurückzuführen.Hoffentlich bleibt es so.
    Ich spritze z.Z. Humra 14tägig 40mg(seit 2009),nehme jetzt 2mg Lodotra täglich,1x monatl. 150mg Bonviva für meine Knochen und 1xwöchentlich
    20 000I.E. Dekristol.Desweiteren befinde ich mich in regelmäßiger Augenkontrolle.
    Alle anderen Vitamine und Mineralien führe ich über die Ernährung zu.

    LG took
     
  7. Tortola

    Tortola Aktives Mitglied

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    an anurju und Grit

    Hallo Ihr beiden!

    Ich habe nicht gemäkelt und auch nicht kritisiert.

    Es ist aber so, daß im Wartezimmer meines Rheumatologen keine "Frauenzeitschriften" rumliegen, sonder nur ausgesuchte Hefte mit speziellen Themen über Rheuma und ähnliche Erkrankungen.

    Viele Grüße von Tortola

    und einen besonderen Gruß an Frau Meier!
     
  8. took1211

    took1211 Guest

    @ Tortola,auch bei meinem Rheumaarzt liegen viele Broschüren über die verschiedenen rheumatischen Erkrankungen aus,dazu Flyer über Behandlungsmethoden
    und Angebote medizinischer Einrichtungen.Das ist kein Werbematerial,sondern dient der Information,ausgegeben von den medizinischen Abteilungen des
    Immanuel Krankenhauses Berlin,in denen ich behandelt werde.Zusätzlich dürfen sich die Patienten mit der aktuellen Tageszeitung die Wartezeit verkürzen.
    Leider habe ich im Wartezimmer sehr häufig beobachtet,dass sich nur wenige Patienten für diese Informationsangebote interessieren.Sind sie bereits umfassend
    informiert oder haben sie kein Interesse daran,wollen alles nur vom Arzt hören?Das widerum würde neue Diskussionsansätze bieten.

    LG took
     
  9. Barbara2003

    Barbara2003 Neues Mitglied

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    Mein Problem hier ist es einen guten Rheumadoc
    zu finden,die meisten sind schon satt.