saurier
Bekanntes Mitglied
gelenkerkrankung (Knie PVS oder PVNS?)
@hallo marko,
hier einige erklärungen zu deiner Frage, wo der Unterschied bei PVS und PVNS liegt:
Gebräuchliche Abkürzungen sind PVS (Arthroskopisch findet sich bei der PVS eine weitgehende Tamponade des Gelenklumens durch das intensiv grau-braun verfärbte
Synovialmembranmaterial) und PVNS (Arthroskopisch findet sich eine Braun pigmentierte, villonoduläre synoviale Gelenktamponade bei pigmentierter, villonodulärer Synovialis.)
Gelegentlich wird auch die Bezeichnung auch tenosynovialer Riesenzelltumor vom diffusen Typ genutzt. (tumor bedeutet nicht, dass es sich um eine bösartige Erkrankung handelt!)
Nicht selten wird die PVS zufällig im Rahmen einer Gelenkspiegelung entdeckt. Es finden sich bräunlich-gelbe Schleimhautzotten.
Die pigmentierte villonoduläre Synovitis (PVNS) ist eine seltene proliferative Erkrankung der Binnenhaut von Gelenken, Schleimbeuteln und Sehnenscheiden.
Sie zeigt ein typisches monolokuläres Auftreten und betrifft bevorzugt Erwachsene im 3. und 4. Lebensjahrzehnt ohne Geschlechtspezifität. Ätiologisch und pathogenetisch wird die PVNS kontrovers hinsichtlich einer neoplastischen bzw. einer chronisch-entzündlichen Genese diskutiert. Die pigmentierte villonoduläre Synovitis wird aufgrund der Prognose und Therapieplanung in eine lokale und diffuse Form unterteilt. Als operatives Verfahren kommt die arthroskopische bzw. offene Synovialektomie in Frage.
Voraussetzung hierfür ist allerdings ein umschlossenes Gebiet, wie es sich innerhalb der Gelenkkapsel aber nicht längs von Sehnen findet. Wichtig ist es, zu diesem Zeitpunkt eine makroskopisch vollständige Entfernung der Läsion vorgenommen zu haben, da die ß-Strahlen wegen ihrer begrenzten Reichweite größere Tumormassen nicht durchdringen können. Das Verfahren ist prinzipiell wiederholbar, die Ergebnisse sind sehr erfolgversprechend.
blick ins kniegelenk bei PVNS über arthroskopie.
typisches zottengewebe der VNS
liebe grüsse sauri,
der liebe dino
@hallo marko,
hier einige erklärungen zu deiner Frage, wo der Unterschied bei PVS und PVNS liegt:
Gebräuchliche Abkürzungen sind PVS (Arthroskopisch findet sich bei der PVS eine weitgehende Tamponade des Gelenklumens durch das intensiv grau-braun verfärbte
Synovialmembranmaterial) und PVNS (Arthroskopisch findet sich eine Braun pigmentierte, villonoduläre synoviale Gelenktamponade bei pigmentierter, villonodulärer Synovialis.)
Gelegentlich wird auch die Bezeichnung auch tenosynovialer Riesenzelltumor vom diffusen Typ genutzt. (tumor bedeutet nicht, dass es sich um eine bösartige Erkrankung handelt!)
Nicht selten wird die PVS zufällig im Rahmen einer Gelenkspiegelung entdeckt. Es finden sich bräunlich-gelbe Schleimhautzotten.
Die pigmentierte villonoduläre Synovitis (PVNS) ist eine seltene proliferative Erkrankung der Binnenhaut von Gelenken, Schleimbeuteln und Sehnenscheiden.
Sie zeigt ein typisches monolokuläres Auftreten und betrifft bevorzugt Erwachsene im 3. und 4. Lebensjahrzehnt ohne Geschlechtspezifität. Ätiologisch und pathogenetisch wird die PVNS kontrovers hinsichtlich einer neoplastischen bzw. einer chronisch-entzündlichen Genese diskutiert. Die pigmentierte villonoduläre Synovitis wird aufgrund der Prognose und Therapieplanung in eine lokale und diffuse Form unterteilt. Als operatives Verfahren kommt die arthroskopische bzw. offene Synovialektomie in Frage.
Voraussetzung hierfür ist allerdings ein umschlossenes Gebiet, wie es sich innerhalb der Gelenkkapsel aber nicht längs von Sehnen findet. Wichtig ist es, zu diesem Zeitpunkt eine makroskopisch vollständige Entfernung der Läsion vorgenommen zu haben, da die ß-Strahlen wegen ihrer begrenzten Reichweite größere Tumormassen nicht durchdringen können. Das Verfahren ist prinzipiell wiederholbar, die Ergebnisse sind sehr erfolgversprechend.
liebe grüsse sauri,