1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Gelbfieberimpfung und Biologika

Dieses Thema im Forum "Biologische Therapien (Biologika und niedermolekul" wurde erstellt von kathrin.lieselotte64, 30. Mai 2015.

  1. kathrin.lieselotte64

    kathrin.lieselotte64 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. Mai 2015
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Halllo
    Mein Sohn 22J nimmt Simponi nun fließt er nach Ecuador und benötigt eine Gelbfieberimpfung .
    Die Ärzte warnen davor .

    Wer hat sich dennoch diese Impfung geben lassen und wie waren die Reaktionen.

    Danke
     
  2. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Hi,

    die Ärzte Deines Sohnes warnen nicht zu Unrecht davor.
    Die Impfung gegen Gelbfieber ist eine Lebendimpfung, also eine Art abgeschwächter Infektion mit dem Erreger des Gelbfiebers; der Knackpunkt ist der, dass die hierdurch eigentlich gewünschte und ausgelöste "Abwehrantwort" (die letztlich den Impfschutz bringen soll) des Immunsystems unter Biologica ausbleiben und statt der gewünschten Schutzfunktion die Erkrankung selbst auftreten kann.
    Deshalb sind Lebendimpfungen unter Biologica gegenangezeigt.

    Eine Impfung, die dennoch erfolgt, muss der Empfänger selbst verantworten, da die Risiken nicht korrekt berechenbar sind.

    Deshalb steht das im Infobogen für Biologica (hier das Exemplar für Golimumab = Simponi) erklärtermaßen drin:

    http://dgrh.de/fileadmin/media/Praxis___Klinik/Therapie-Ueberwachung/2013_2014/golimumab_pat_fin_2013_09.pdf

    Sinngemäß genau so steht es im Infobogen für Ärzte drin, der über die gleiche Seite einsehbar ist.

    Gruß, Frau Meier
     
  3. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    8.381
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    entenhausen
    hallo kathrin.lieselotte64, herzlich willkommen!

    mir bleibt noch der hinweis auf diese beiden links .....

    http://www.auswaertiges-amt.de/sid_94D168341BF50B974D09B33167A7A507/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/EcuadorSicherheit.html?nn=396966#doc396912bodyText6
    https://www.bnitm.de/reisen-impfen/reisemedizinische-beratung/ecuador/

    wenn du in der SUCHE gelbfieber eingibst werden dir einige ältere threads dazu angezeigt.

    alles gute, marie

    oh, alexis hatte auch schon dazu geschrieben ;-)
     
  4. kathrin.lieselotte64

    kathrin.lieselotte64 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. Mai 2015
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Vielen Dank für die Antworten , es ist die Angst das er das Gelbfieber bekommt .
    4 Tage sind sie im Regenwald wo die Gefahr wohl am größten ist durch einen Mueckenstich dies zu bekommen.
    Ansonsten sind sie in den Bergen unterwegs.

    Mein Sohn meint ,vielleicht passiert ja auch bei der Impfung gar nichts und alle machen nur Panik.
     
  5. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    8.381
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    entenhausen
    hi, wir können hier nur auf die gefahren hinweisen, nicht umsonst wird in den entsprechenden medizinischen seiten auf kontraindikation hingewiesen, welchen rat jemand dann annimmt...
    allerdings würde es mich wundern, wenn ihr einen arzt findet, der einen lebendimpfstoff impft,
    wenn überhaupt vermutlich nur mit schriftlicher absicherung.

    alexis, immer... ;-)

    lg marie
     
  6. Frau Meier

    Frau Meier Guest


    DAS ist natürlich seine Entscheidung, ob er das denkt. Ich persönlich würde mich da eher auf fachärztlichen Rat verlassen......ich bekäme eher Panik bei dem Gedanken an die Folgen einer gegenangezeigten Impfung ;)
     
  7. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Juli 2013
    Beiträge:
    1.008
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Raum Ulm
    Ich hab gerade mal nachgelesen, wie viele Gelbfieberinfektionen es eigentlich gibt:

    Tante Wiki sagt: 200 000 im Jahr, davon 90 % in Afrika. D.h. von allen Menschen, die in Süd- und Mittelamerika leben, stecken sich 20 000 im Jahr an (und das auf 365 Tage gerechnet), pro Tag also ca. 55.
    In Süd- und Mittelamerika leben ca. 550 Millionen Menschen - und von all denen stecken sich "nur 55" an.
    Das Risiko, tatsächlich bei einem so kurzen Aufenthalt an Gelbfieber zu erkranken, ist also ganz ganz minimal.

    Ich bin mir ziemlich sicher, das Risiko einer Lebendimpfung ist deutlich höher.

    LG
    Lächeln
     
  8. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Juli 2013
    Beiträge:
    1.008
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Raum Ulm
    Nachtrag: ich würde auf guten Moskitoschutz achten, das bringt sicher mehr.
    Wir haben mehrere Jahre in Afrika gelebt und festgestellt, dass das mit der oft empfohlenen langen Kleidung bei Hitze nicht sehr praktikabel ist - und bei dünnen Stoffen stechen die Viecher einfach durch.
    Wir haben gute Erfahrungen gemacht mit Autan (wir haben auch andere Mittel probiert, aber Autan hat die Moskitos am besten verscheucht. Das reichlich und wiederholt auftragen - und damit gut.
     
  9. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    31. Juli 2011
    Beiträge:
    5.613
    Zustimmungen:
    98
    Hallo kathrin.lieselotte64,

    herzlich willkommen bei rheumaonline!


    Die Impfung an sich bei einer Reise in diese Gegend finde ich schon sinnvoll, aber nicht unter den Gegebenheiten bzw. Umständen deines Sohnes mit Verbindung einiger Medikationen und Bioligika.

    Das dein Sohn mit seinen 22 Jahren Reisen und was erleben möchte, tzrotz Krankheit kann ich voll gut verstehen, auch wenn ich jetzt schon älter bin, so war ich bei Diagnose meiner Erkrankung ja auch noch sehr viel jünger (bin schon sehr lange erkrankt) und kann das gut nachempfinden.

    Als Mutter macht man sich ja dennoch Sorgen, auch wenn die Kinder schon erwachsen sind, so geht es mir ja auch mit mittlerweilen drei erwachsenen Söhnen und ja was soll ich sagen, auch da gab es schon Auslandsaufenthalte von bis zu ein bis zwei Jahren, der nicht ganz gesunden erwachsenen Kinder. Alles nicht so einfach für mich als Mutter, deshalb verstehe ich deine Sorge und Anfrage sehr gut.

    Ich selbst hab eine etwas seltenere entzündlich rheumatische Erkrankung und würde nie in ein solches Gebiet reisen, Auslandsaufenthalte hatte ich schon noch auch mit der Erkrankung, aber halt nicht Afrika und Co und Regenwald.

    Ich weiss natürlich das man erwachsene abenteuerlustige Kinder kaum abhalten kann, aber ganz ehrlich geagt, ich würde meinen Söhnen, habe drei, jetzt im Alter von 22 bis 30 Jahren , ein abenteuerliches etwas ungefährlicheres Reiseziel vor Augen halten. Einer meiner Söhne hat zB. ganz tolle Abenteuer in Irrland und Schwedenaufenthalten in etwas über einem Jahr erlebt, das nur mal als Beispiel. Er zehrt heute nocch von den Erfahrungen und dem Leben dort und es hat sein weitergehendes Leben sehr positiv beeinflusst. Es muss nicht immer Afrika und Co sein.;)
     
    #9 30. Mai 2015
    Zuletzt bearbeitet: 30. Mai 2015
  10. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Juli 2013
    Beiträge:
    1.008
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Raum Ulm
    Mein Sohn hat RA, seit er 18 ist. Er nimmt auch Biologicals. Von daher kann ich auch aus "Muttersicht" schreiben:
    Ich würde das Risiko, ohne Impfung zu reisen, für überschaubar halten. Ja, es bleibt ein Restrisiko - aber das gibt es auch beim Autofahren (und ich vermute, dass die Chance, einen Autounfall in Deutschland zu erleiden größer ist, als sich Gelbfieber in Ecuador zu holen).
    Ich würde meinem Sohn Mut machen, alles zu tun, was er tun möchte und sich von der Krankheit so wenig wie irgend möglich einschränken zu lassen. Aber ich würde ihm von der Impfung abraten (die Impfung halte ich für das größere Risiko)

    Wie gesagt, ICH würde so reagieren. Ich denke, es gibt in solchen Fragen kein "richtig" oder "falsch" - und letztendlich ist es die Entscheidung des jungen Mannes ;).
     
  11. Hamo

    Hamo Mitglied

    Registriert seit:
    9. April 2014
    Beiträge:
    46
    Zustimmungen:
    4
    Hallo,

    ich will auf keinen Fall Angst verbreiten - aber ich muss es trotzdem loswerden... Ein Kollege von mir ist trotz deutscher Intensivmedizin an einer Gelbfieberinfektion verstorben. Er war vorher in Zetralafrika. Das alles ist allerdings nur passiert, weil er selbst davon überzeugt war geimpft zu sein. Das hat er auch allen Ärzten so erzählt und deswegen kam er viel zu spät auf eine Intensivstation. Erst nach dem Tod wurde dann das Gelbfieber bestätigt. Später stellte sich heraus, dass er offensichtlich eine Hepatitisimpfung ("Gelbsucht") mit der Gelbfieberimpfung verwechselt hatte. Er war nie geimpft worden.

    Trotzdem denke ich, dass die Gefahr einer Infektion sehr gering ist. Wenn man vorsichtig ist und sich ausreichend vor Insekten schützt, geht es auch ohne Impfung. Gerade die Gelbfieberimpfung ist eine "harte Nuss" für das Immunsystem - die würde ich bei Kontraindikation nicht machen lassen. Mich hat die Impfung 2 Tage ins Bett gebracht (damals hatte ich noch kein Rheuma).

    lg hamo
     
  12. norchen

    norchen Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2011
    Beiträge:
    1.836
    Zustimmungen:
    19
    Ort:
    Thüringen
    Ich bin gegen gelbfieber geimpft, ich wurde im trop. Institut göttingen geimpft,
    Aaaaaber... ich musste sogar das cortison ausschleichen und danach noch 2 wochen ohne corti dann wurde ich geimpft.
    Unter biologika hätte ich es nicht gemacht, da alle ärzte dort eindringlich gewarnt haben. Ich musste sogar unterschreiben das ich keine medis in diese richtung nehme.

    Sollte er für die einreise diese impfung brauchen, kann er sich vom arzt eine bescheinigung ausstellen lassen das er auf grund von medikamenten nicht geimpft werden darf, die ist auch in englisch...
     
  13. kukana

    kukana Moderatorin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    10.414
    Zustimmungen:
    235
    Ort:
    Köln

    Ich auch - aber das war zu Zeiten als ich noch kein Rheuma hatte, da war mal eine Reise nach Afrika angedacht. Damals beim Tropeninstitut in HH hiess es das hält 10 Jahre, heute sagt man sogar lebenslang.

    Allerdings würde ich unter eine Behandlung von jetzt MTX und Humira mir das zweimal überlegen und eher auf so eine Reise wohl verzichten.

    LG Kukana
     
  14. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    31. Juli 2011
    Beiträge:
    5.613
    Zustimmungen:
    98
    Risiken gibt es natürlich in gewisser Weise immer und irgendwo im Leben, aber gewisse Risiken kann man auch versuchen zu minimieren, wenn man möchte, auch wenn du das anders siehst alexis!
     
  15. kukana

    kukana Moderatorin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    10.414
    Zustimmungen:
    235
    Ort:
    Köln

    Ich glaube das interesssiert die Mücke wenig von wo du kommst :D wenn ihr dein Blut gefällt sticht sie zu und wenn sie infiziert ist überträgt sie. Und die nächste gesunde Mücke die dich dann später mal sticht wird wieder zum Überträger für den nächsten. Ganz ausmerzen wird man das Gelbfieber wohl nicht.
    Die Gefahr muss jeder für sich abschätzen.

    LG Kuki *schon gepiekst worden von Bienen, Wespen, Bremsen, Flöhen (mit eiternden Wunden in der Kniekehle), Mücken, Zeckennymphe (leider mit Borrelien), Bullameise(in Sydney, mit enzündetem Knöchel), Minischlange, vermutlich Kreuzotter (mit dickem entzündeten Knöchel)und und und mich suchen die alle aus, ich wäre bestimmt dabei :eek:
     
  16. kathrin.lieselotte64

    kathrin.lieselotte64 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. Mai 2015
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Hallo

    Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.
    Wahrscheinlich ist das Risiko der Impfung hoeher als an Gelbfieber zu erkranken.
    Der Arzt hat heute nochmals angerufen und gesagt ,in Ecuador gibt es wenige Gelbfieber erkrankte bzw.Tote.
    Er würde raten zu fliegen ohne Impfung und ein guten Schutz zumachen ..zum Beispiel mit Deet spray .
    Die Impfung an sich selbst ist lebensgefährlich unter Simponi auch wenn es kurz pausiert.

    Alexis du reist viel und nimmt Simponi ,hast du es bei solchen Reisen pausiert ?

    LG.
    Kathrin.lieselotte
     
  17. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    1. Januar 2009
    Beiträge:
    2.137
    Zustimmungen:
    138
    Zitat Alexis:

    Tut mir leid, Alexis, kann mich Deiner Meinung über Dich selbst nicht anschließen.
    Mir hast Du letztens sehr geholfen!

    Kati
     
  18. kukana

    kukana Moderatorin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    10.414
    Zustimmungen:
    235
    Ort:
    Köln
    Versteh ich jetzt auch nicht alexis, deine Beiträge waren doch ok.
     
  19. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Juli 2013
    Beiträge:
    1.008
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Raum Ulm
    Hey, Alexis, du kannst mich hier im Forum nicht alleine lassen, wenn es um krank sein und Reisen geht ;):cool::D:D:D:D:D:D. Da müssen wir schon beide mit Infos und Erfahrungen schreiben!;)

    Ich denke, die Fragestellerin hat in ihrem Beitrag gezeigt, dass der Arzt ähnlich wie wir Reisefreudigen denkt, dass das Risiko einer Gelbfieberinfektion relativ gering ist. Von daher ist die Frage ja geklärt.

    Es wird immer Leute geben, die vor allem und jedem Angst haben und sich dadurch viel Lebensfreude und neue Erfahrungen versaggen - und es wird Leute geben, die völlig unvernünftig und ohne Einschätzung der Gefahren handeln.Und zwischen diesen beiden Polen sortieren wir uns alle irgendwo ein.
    Wenn man sich genauer informiert, merkt man, dass es wirklich nur Einzelfälle sind, denen beim Reisen etwas Schlimmes zustößt - genauso, wie auch Zuhause nur Einzelfällen etwas Schlimmes zustößt.
    Und man merkt, dass manches gar nicht so schlimm ist, wie man es aus der Entfernung befürchtet. Was hatte ich Respekt vor Malaria, aber nach dem ich öfters eine hatte, hab ich sie wie eine Grippe abgehakt (Diagnose, Medikamente, sich Ruhe gönnen - und fertig).

    Mein Spruch zu diesem Thema: Die meisten Leute sterben im Bett - und trotzdem legen wir uns jeden Abend rein!
     
  20. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

    Registriert seit:
    1. Januar 2009
    Beiträge:
    2.137
    Zustimmungen:
    138
    Hallo Alexis und Lächeln,

    ich reise nicht gerne. Und nicht weil ich Angst hätte, sondern eher, weil ich so ein Haus-Typ bin. Urlaub ist für mich, der ich ein Pendler bin, zu Hause zu sein... gemütlich!!!

    Aber es ist interessant manches zu beobachten: wer weiß, warum man in südlichen Ländern kein Schwein im Sommer isst? Tja... aber manche meinen man müsse im Süden wie in Deutschland essen. Und wundern sich dann über eine Fleischvergiftung.
    Oder Meer: warum eine Familie jedes Jahr ihre Sommerferien so verbringen muß, dass sie zwischen 11 und 15 Uhr an den Strand gehen, um dann völlig ROT verbrannt (mit den Kinder im Grundschulkindern) nach 10 Tagen den Meerurlaub zu beenden. Ich frage mich: hat denen noch niemand gesagt, dass Sonnenbrand nicht gerade gut für die Haut ist?!? Ich wundere mich jedes Jahr aufs neue...

    Ich meine noch etwas zu Euren Aussagen zu ergänzen: wer irgendwohin reist, sollte es mit ein wenig eingeschalteten Verstand tun... ich denke damit kann man nicht alles vermeiden, aber sind nicht 90% der Urlaubs/Reise"probleme" selbst gemacht (oder durch Dummheit)?

    Kati