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Gehört eigentlich nicht hierher, aber ich bin hilflos gerade :-(

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von mamaela, 5. Juli 2007.

  1. mamaela

    mamaela Neues Mitglied

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    Hallo Ihr lieben,



    Wir haben heute den Bescheid bekommen mein Sohn hat heute 50% und H bekommen zwecks ADHS und Autismus. Ich sag Euch ich bin nicht wirklich glücklich darüber, aber irgendwie schon. Meine Gefühle fahren Achterbahn, weil ich immer gehofft hatte, das ich doch ein gesunden Jungen habe, nur der halt sehr auffällig ist, wie halt Jungs so sind.

    Ich bin etwas ratlos gegenüber von dem. Ich weiß gar nicht mehr wie ich mich verhalten soll. Das Jugendamt wurde von mir informiert, die meinten auch, das sie damit nicht gerechnet hätten. Ich ja auch nicht. Irgendwie finde ich es gut, das wir den Bescheid haben, aber irgendwie komm ich mit dem Gedanken nicht klar.

    Nun habe ich selber vom Versorgungsamt auch noch 30% wegen meinem Rheuma bekommen, so langsam frag ich mich wofür ich das alles mache und ob meine Kinder nicht besser wo anders aufgehoben wären. Sorry, ich fühl mich gerade überfordert mit der Situation. Unsere Familienhilfe hat Urlaub und ich dreh am Rad.

    Ich fühl mich als Mutter, die nicht mal Kinder erziehen kann.

    Sorry für mein Beitrag hier.

    Gruß mamaela
     
  2. lexxus

    lexxus Neues Mitglied

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    hallo mamaela,

    sei mal vorsichtig trostgeknuddelt.
    als mensch sag ich dir, ich kann dich echt verstehen. man wünscht sich ein gesundes kind zu haben und ein schwerbehindertenausweis macht das einfach zunichte.
    als erzieherin sag ich dir: adhs und autismus sind erkrankungen bzw. verhaltensauffälligkeiten auf die man mit erziehung wenig einfluss hat, schon gar nicht kann man sie anerziehen. über die ursachen wird bei beiden noch gestritten. und es ist somit auch nicht vorhersagbar ob jemand ein kind mit adhs und/oder autismuns bekommen wird. ich denke, das einzige, was man tun kann, ist einen klar strukturierten tagesablauf anzubieten, denn gerade autistische kinder mögen oftmals keine abweichungen von eingefahrenen abläufen. das ihr bereits eine familienhilfe habt ist super, auch wenn sie gerad im urlaub ist. so habt ihr zumindest unterstützung und beratung und steht mit euren problemen nicht allein da.

    lass den kopf nicht hängen, eure familienhelferin ist ja sicher nicht ewig im urlaub und im zweifel, falls du es bis zu ihrer rückkehr nicht aushältst, kannst du dir beim jugendamt einen termin bei der familienberatung geben lassen um zu sehen, welchen einfluss die festgestellten 50% nun auf euer leben haben werden.

    lieben gruß
    lexxus
     
  3. mamaela

    mamaela Neues Mitglied

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    Hu hu,

    vielen Dank ffür die aufbauenden Worte. Ich bin gerade dabei, dies dem Finanzamt nun nachzureichen, damit wir das Geld/Steuern für die letzten Jahre zurückbekommen. Das kommt teuer zu stehen für das Finanzamt :rolleyes:

    Ja ich mußt erstmal schauen was ich jetzt alles damit anfangen muss, da soviel dran hängt. :confused:

    Danke dir Gruß mamaela
     
  4. Burwil

    Burwil Neues Mitglied

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    Hallo mamaela,

    nicht verzweifeln !

    Ich bin auch eine Mutter von zwei ADHS Kindern und habe PSA.

    Auch wenn Leute gerne Kommentare wg. "schlechter Erziehung" machen, darf man sich das nicht einreden lassen.

    Nicht Betroffene können absolut nicht beurteilen, wie das Leben mit diesen Kindern ist.

    Dass man selbst auch krank ist, macht die ganze Geschichte natürlich nicht einfacher, deswegen sollte man sich am besten einen Schutzpanzer gegen unqualifizierte Bemerkungen aufbauen.

    Deine Selbszweifel finde ich auch unbegründet, dein Posting zeigt mir, daß du eine Mutter mit Herz bist, die das beste für ihr Kind will - also nicht den Kopf hängen lassen auch wenns mal nicht so rund läuft (wie fast jeder Tag mit ADHS-Kindern [​IMG]).


    LG, Burwil
     
  5. Mimimami

    Mimimami Immer ein (B)Engel

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    Hallo Mamaela, :mad:

    hallo, du und schlechte Mutter? Nur weil du dich gerade überfordert fühlst?
    Und es dir im Moment gesundheitlich auch nicht gerade gut geht? Da muss ich aber jetzt mit dir schimpfen!!!!!!!!!!!!!!!!!!! (Ist nicht bös gemeint;) )

    Ich habe auch einen ADHS-Jungen (9 Jahre) der wahrscheinlich auch Zeichen von Authismus hat. Und ich kenne deine Probleme und Sorgen bestimmt gut.
    Auch ich habe ab und an Zweifel, ob ich das richtig mache, ob ich das schaffe. Vor allem wenn es mir auch so daneben geht, wie zur Zeit.

    Mach dir bitte keine Vorwürfe, ich glaube, du bist eine sehr gute Mutter und liebst deine Kiddis. (Und wenn sie noch so nervig sind :D ).

    Ich denke mal, dass die 50% mit H auch positives beinhaltet. Was, kann ich dir aber nicht sagen. (Und wenn es nur Steuerrückerstattung ist.) :)

    Halte durch, bis die Familienhilfe wieder kommt, und schau, ob du dann für dich ein bischen Auszeit nehmen kannst. :p

    Ich habe für meinen Sohn auch den Tip mit Behindertenantrag bekommen.
    Kannst du mir sagen, wo und wie ich das mache?

    Liebe Grüße von einer auch kämpfenden Mutti
     
  6. Mimimami

    Mimimami Immer ein (B)Engel

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    Liebe Lexus,

    du steigst in meiner Hochachtung immer mehr. Was du alles weisst? Ich bin enorm beeindruckt. [​IMG]

    Mit dem struktuierten Tagesablauf hast du vollkommen Recht. Ist etwas mal so wie sonst nicht, fängt mein Tobias gleich an zu rotieren. Und es dauert dann ein paar Tage, bis er wieder "normal" ist.

    In Sachen Erziehung wissen Nichtbetroffene immer, was gut und besser ist. Aber vom wirklichen Leben und der Anstrengung haben sie absolut keine Ahnung. Aber wir betroffenen Mütter bringen uns alles bei, verschlingen Bücher und Internetforen bis auf den Letzten Buchstaben, weil Hilfe gibt es ja keine.

    Die Erzieherinnen im Kiga haben sich fast täglich bei mir über den Jungen beschwert. Stört Stuhlkreis, ist so unruhig usw. aber dass er nur geistige Nahrung gesuch hat, haben sie nicht gemerkt. (Er hat einen hohen IQ, was bei diesen Kindern nicht selten ist.

    Gott sei Dank sind wir seit 3 Jahren bei einem sehr guten Kinderarzt, der speziell für solche Kinder ausgebildet ist. (U. a. in Toronto jahrelang in ADS Klinik geschafft.) Er war der erste, wo mir geholfen hat, und mich auch verstanden hat. Von anderer Stelle hatten wir immer eine Wartezeit von mehreren Jahren.

    Jetzt wird er leider in der dritten Klasse von der Lehrerin gemobbt, und ich kann nicht viel machen, da er es sonst wieder büssen muss.
     
  7. mamaela

    mamaela Neues Mitglied

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    Ich danke Euch erstmal für die Antworten.

    Also den Antrag holst du dir von der Gemeinde und füllst den aus und schickst den ans Versorgungsamt, bekommst alles von der Gemeinde.
    Achja gleich 50% beantragen, wenn du nur 30% beantragst, genehmigen sie dir nur die 30%, also höher gehen, runter gehen die von alleine. Gutachten brauchst nicht, gib Ärzte alle an und schick es ein.

    Ich muss erstmal schnell zur Logo, dann auf Gemeinde, wegen Freibetrag beantragen und ja zur Post :mad: Manchmal frag ich mich wie ich das noch hinbekomme.

    Gruß mamaela
     
  8. Mimimami

    Mimimami Immer ein (B)Engel

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    Ach du arme, [​IMG]

    Das Gefühl der Überforderung kenne ich zur Genüge. Ich war auch immer mit allem alleine. Und das, obwohl meine Schwägerin nur 1 Ortschaft und meine Schwiegermutter 2 Ortschaften weg wohnte. Selbst als ich beim jüngsten eine Brustentzündung hatte, mit fast 41 Fieber, kam keiner, um mir zu helfen. Und mein Mann war hundert Km entfernt zum schaffen.

    Mein Grosser hatte bei der Geburt eine Hasenscharte. Er war nicht makellos,
    (In den Augen der Schwiegerfamilie, nicht in meinen oder meinem Göga) mit ihm konnte man ja erst ausser Haus, nachdem die erste OP rum war, und man nichts mehr gesehen hatte.

    Egal ob einkaufen, Arztbesuche oder sonst was, ich musste beide Kinder immer mitnehmen,

    Bei der Komplikationsvollen Schwangerschaft vom Kleinen hat meine Schwiegermutter zu mir gesagt, ich solle diesmal ein gesundes Kind auf die Welt bringen, obwohl ich Anfangs 7. Monat mit schweren Wehen in der Klinik lag. Mit Mühe und Not haben die Ärzte es geschafft, dass er nicht noch am selben Tag auf die Welt gekommen ist, so hat mich das geärgert.

    Meine liebe, starke Mamaela. Versuche, immer eins nach dem anderen zu erledigen. Notfalls schreibe es dir auf. Sonst kommt dir alles übermässig viel vor, bzw. lässt sich besser erledigen.

    Halte die Ohren steif und lass dich nicht unterkriegen. Du bist stark und du schaffst das.
    [​IMG]
     
  9. Diana1970

    Diana1970 Ruhrpottgöre

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    hallo ihr lieben,
    ich reihe mich hier auch mal ein in die liste der adhs-mütter ;)
    meiner ist jetzt 12 und ich bin alleinerziehend mit ihm seit nun 10 jahren schon.
    zum glück ist er mein einziges kind!
    bitte nicht falsch verstehen - das sage ich ganz bewußt und nur für mich,weil ich es anders nicht haben wollte,und nicht um jemanden anzugreifen ;)
    das ist schon als gesunde nicht einfach und war auch da oft von selbstzweifeln begleitet,mit dem rheuma jetzt ist es oft noch schwieriger.
    da fehlt oft einfach die kraft die so wichtigen grenzen zu stecken und beständig klare linien zu ziehen.denn bei diesen kindern bedarf es ja doch an noch mehr überzeugungskraft und durchsetzungsvermögen.
    aber das ist manchmal eben auch einfach nicht drin,wenn dir jede gräte schmerzt :(

    ich kann dich gut verstehen,mamaela,dein sohn hat zusätzlich noch autismus - ich knuddel dich mal vorsichtig :)
    guck mal,ihr habt eine familienhilfe weil du das eben allein alles nicht schaffen kannst - und das ist nachvollziehbar und stellt dich nicht in ein schlechtes licht!
    dir wird das gerade jetzt ganz besonders bewußt,weil die belastung derzeit viel stärker ist als sonst,da die hilfe fehlt - und auch das ist ok!
    dennoch gibst du dein bestes und läßt dich nicht hängen - du bist eine starke mutter!
    und du bist die beste mutter für deine kinder - für jedes einzelne! :)

    laß die leute reden soweit es dir möglich ist und alles nicht mehr so nah an dich ran - gehe deinen weg mit deiner familie,wie ihr ihn für richtig haltet und vor allem,halt die ohren steif und überlege einmal,wo du alle fünfe gerade sein lassen kannst bis die hilfe wieder da ist.

    alles liebe dir,
    diana :))
     
  10. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Mamaela,

    bin gerade in der Diagnostik mit meinem 5jährigen ADSler... + Wahrnehmungsproblematik...

    Gute Infos bekommst Du auch unter

    http://www.adhs-anderswelt.de/index.php

    Leider müssen wir trotz unserer rheumat. Erkrankungen auch noch extrem stark für unsere Kinder sein, da diese auch sehr enge Grenzen haben müssen. Nur so fühlen sie sich einigermaßen sicher.

    Trotz dieser Problematik ist es ganz wichtig, dass Du für Dich immer wieder Entspannungsmomente einbaust... die werden für Dich enorm wichtig sein und bekommen nicht nur Dir, sondern der gesamten Familie....

    Viele Grüße
    Colana
     
  11. mamaela

    mamaela Neues Mitglied

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    Hallo Ihr lieben,

    wiedermal zeigt es mir, das ih nicht alleine da stehe und trotzdem bin ich momentan in einer Depriphase.

    Immer mehr kommt bei mir das Gefühl auf, irgendwas falsch gemacht zu haben und das Gutachten bestätigt das ja irgendwie auch. Er war so früh in der Krippe, die Eltern hatten wenig Zeit usw. Dann kommen die Momente wo ich mir wieder sage, was ich mit den Kinder die im Internat sind, die reichen Kinder, die Kinder die auch in die Krippe müssen, weil die Eltern arbeiten müssen. Dann tröstet mich das wieder für kurze Zeit, aber das Gutachten besagt halt, das wir zuwenig Zeit für Alex hatten damals. Aber dann müßten doch alle Kinder krank sein. Fragen über Fragen kommen nun auf mich zu. Was hab ich falsch gemacht, wieso hab ich das getan, hab ich ihm zuwenig liebe gegeben, obwohl er mich immer weggestoßen hat. Hab ich als Mutter versagt, nur weil meine Mutter versagt hat und mir keine Liebe gegeben hat, das sagt man ja immer.

    Ich befinde mich in einem Kreislauf, das Jugendamt hilft mir sehr, trotzdem hab ich Angst, das man mir die Kinder wegnehmen will. Ich war bereits selber in einem Heim. Ich hab Angst das sich das alles wiederholt. Das Jugendamt weiß das das meine Angst groß ist, sie meinten das wird nicht passieren, sie werden uns helfen. Aber es ist für mich ein kleiner Trost.

    Die Zwillinge hätte ich nie bekommen, wenn ich gewußt hätte, das ich Krank werde, wenn ich gewußt hätte, das Alex so ist wie er ist. Ich bin überfordert mit der Situation und hab Angst immer das falsche zu tun. Mein Mann ist mir dabei keine große hilfe, er arbeitet viel und versucht uns zu ernähren, was nicht der Sinn der Sache ist, nein das versucht das Jugendamt und ich ihm nun klar zu machenl. Da gab es in der letzten Zeit viele Streitereien *schnief* Was natürlich alles wieder nicht das beste ist für unser Kind. Ich dacht an Trennung, nur sollen meine Kinder so aufwachsen wie ich aufgewachsen bin? Er ist ein toller Vater auch wenn er wenig Zeit hat. Man muß ihn nur etwas in den Hintern treten.

    Ich bin momentan wieder an dem Punkt angelangt, das ich weglaufen könnte.

    Colana, danke bei der Truppe bin ich schon und da hab ich den selben Thread eröffnet.



    Gruß mamaela und vielen lieben dank das ihr mir zugehört habt. Schön Euch zu haben.
     
  12. sito

    sito wölfin

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    hallo mamaela,

    ich wollte mich nur kurz bei dir melden, um dir zu sagen dass du nicht alleine bist.
    ich habe auch 3 kinder, einer meiner söhne hat ADHS und mein großer wird gerade getestet.
    an manchen tagen ist es wirklich hart, eigentlich braucht man die kraft für sich, aber die kinder brauchen auch die ganze aufmerksamkeit. die "gerade linie" immer zu führen ist nicht einfach, wenn man mit sich selbst zu kämpfen hat.
    ich tröste mich dann immer, dass es als sie noch kleiner waren, viel aufwendiger für mich war und es durch das älter werden viel einfach geworden ist.
    vor kurzem waren wir beide (LEGE und ich) völlig am ende, es war einfach alles zuviel, (meine krankheit, die arbeit, kinder...) aber genau in diesem moment ist uns klar geworden, dass wir niemals mit irgendwelchen anderen kindern oder eltern tauschen möchten. denn die kinder sind so wie sie sind völlig in ordnung, ok es ist oft schwierig aber sie sind einmalig!
    das größte problem haben wir nach wie vor mit der schule, aber auch das hat sich in dem letzten jahr bei beiden meiner söhne "normalisiert" So ein ruhiges halbes jahr als das letzte hatte ich noch nie, keine mitteilung, kein verweis keine mündlichen sechser wegen nichtgemachter hausaufgaben oder sonstigen vergehen.
    ich wünsche dir/euch viel kraft und viele schöne aufbauende momente aus denen ihr neue kraft schöpfen könnt!

    lg
    sito:)
     
  13. Anja1

    Anja1 Aktives Mitglied

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    Hallo mamaela!

    Ich wollte mich mal den anderen Muttis anschließen und mich auch als ADHS-Mutti outen.:)

    Ich glaube, du machst Dir ganz unnötig vorwürfe! Ich kann nicht verstehen, das in dem Gutachten st4eht, Dein Kind hat ADS weil du zu wenig Zeit hattest?!:eek:

    Bei uns wurde nicht nach einer Ursache gesucht.

    Allerdings kenne ich die Momente, an denen man am verzweifeln ist nur zu gut. Leider bekommt man auch oft von unqualifizierten Leuten erzählt, das das Kind schlecht erzogen sei. Alles quatsch!

    Es ist so, das ADS-Kinder einen geregelten Tagesablauf brauchen. Aber das das mit 3 Kindern nicht immer zu schaffen ist, weißt du sicher selber.

    Ich habe anfangs auch gedacht, das ADS komme davon weil ich nicht genug Zeit für mein Kind hatte. Inzwischen habe ich mich über ADS informiert und weiß, das eine Stoffwechselstörung im Gehirn des Kindes als Ursache vermutet wird. :) Jetzt erkläre mir mal was das mit Vernachlässigung, buzw. zu wenig Zeit zu tun hat.

    Ich kenne mich zwar nicht mit Autismus aus, aber ich glaube nicht das man irgendwie beeinflussen kann, das ein Kind autist wird!(Das Du Dir darüber Gedanken machst, Dein Kind nicht oft genug in den Arm genommen zu haben, kann ich verstehen, aber... Du kannst Dein Kind ja nicht fesseln und knebeln, damit es still hält, oder?)

    Darum solltest du dir ein dickes Fell zulegen und Dir solche Äußerungen, egal von wem, nicht zu Herzen nehmen.

    Du weißt doch am Besten, das du Dein Kind liebst. Und welche Mutter möchte nicht ein gesundes Kind haben.

    Übrigens hat mein sohn ab der 5. Klasse Ritalin bekommen. Dadurch konnte er sich gut konzentrieren. allerdings hat das nicht seine Probleme im sozialen Bereich gelöst. Deshalb würde ich jeder Mutter mit ADS-Kind empfehlen sich einen guten Kinder-Psychologen zu suchen und mit dem Kind in eine Therapie zu gehen.

    Mein Sohn hat eine Hochbegabung und dadurch hat er natürlich noch mehr gemerkt, das er anders ist und nicht so angenommen wird wie andere Kinder.

    Leider hatten wir hier vor einigen Jahren, als es für meinen Sohn wichtig gewesen wäre keine Therapiemöglichkeit. Inzwischen haben wir eine gute Beratung durch die Kinder-Und Jugendpsychatrie und unser Sozialpädiatrisches Zentrum. (Obwohl mein Sohn fast 18 ist, hat er immer noch Probleme)

    Die Gedanken, die Kinder hätte ich nicht bekommen, wenn ich gewußt hätte... kennen hier sicherlich einige Frauen. Grade in letzer Zeit habe ich oft in die Richtung gedacht, wenn ich sehe das meine Kinder Asthma, Allergien und noch andere Erkrankungen haben. Aber das nützt ja doch nichts. Wenn man die Kinder hat, muß man da durch und es hilft ja nichts, wenn man sich sagt: Hätte ich mal.

    Ich finde es gut, das du trotz Deiner Ängste, das Jungendamt will dir die Kinder wegnehmen, die Hilfe angenommen hast.

    Denke immer daran, es wird auch wieder besser werden!

    Ich wünsche euch alles gute!

    Liebe Grüße

    Anja
     
  14. mamaela

    mamaela Neues Mitglied

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    Hallo Anja,


    hat bei mir auch lange gebraucht, die Hilfe anznehmen. Erst der Druck, als Alex entlassen werden sollte aus der Kindpsychologischen Klinik, blieb mir nichts mehr anders übrig. Das erste Gespräch verlief super mit dem JA. Naja mit vielen Hintergedanken.

    Naja wir haben das Gutachten nicht ganz gelesen, nur ein Teil davon. Und da stand es so ähnlich drin. Da ist mir der Kragen gebplatzt, vor dem Jugendamt. Sie meinte nur, das Gutachten kommt ja von der Klinik und sie richten sich nicht nachdem was hier drin steht, sondern was der Junge braucht. Trotzdem wr ich sehr fassungslos. Vorallem wurde es meinem mann vorgeworfen :-( Nur einer muss ja ds Geld herbringen, wie sollen wir sonst leben von was?

    Die Krankheit ist da aber bestimmte Einflüsse erschweren die Krankheit, das ist ja das Problem. Toll das ich aber schon ewig hinterher gerannt bin, warum mein kind nicht spricht? Alle sagen Jungs sind später, bis es mit 3 1/2 Jahre zu spät war. Ich hätte mehr mit der Faust auf den Tisch hauen solle, aber es war mein erstes Kind, jetzt bin ich schlauer.

    Ich weiß selbstvorwürfe bringen mich nicht weiter. Aber im Moment bin ich wirklich mit der Kraft am Ende und das Rheuma hab ich das gefühl, es wird nicht besser, sondern schlimmer in diesem Jahr. Im letzem Jahr konnte ich noch gut leben mit :-( Und nun.

    Dann die Angst vor der Zukunft. Ich kann nicht arbeiten gehen, mein Mann schuftet sich zu Tode :-( Überstunden schruppen ohne Ende, damit wir überleben können, Schulden sind ja auch noch da :-(

    Jetzt kommen Lara und Luca noch. Lara Logopädie und Luca heilpädagogische Unterstützung. Wie bitte soll ich da arbeiten gehen? Ich hab keine Ahnung, wie schafft ihr das, wie bekommt ihr das alles unter einem Hut. Ich wollte vormittags arbeiten gehen ab September, wird beim wollen bleiben, ich bekomm für lara und luca nur vormittags termine :-(

    Ich hab keine Ahnung, ich werd dann mir ne Putzstelle suchen und wenigstens einpaar Euro verdienen.

    Gruß mamaela
     
  15. Diana1970

    Diana1970 Ruhrpottgöre

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    liebe mamaela,
    da hattest du aber wirklich schon in jungen jahren ein päckchen zu tragen *knuddel*
    so aufwachsen zu "müssen" birgt natürlich die gefahr,daß man an sich selbst viele zu hohe erwartungen stellt,sich selbst auch viel eher in frage stellt - aber ob das richtig ist?
    was das gutachten aussagt ist echt hart - versuche es so weit wie möglich zu ignorieren!
    ich habe mich getrennt als mein sohn 2,5 jahre alt war.schon ein jahr später gab ich ihn in einen kindergarten,in dem er das einzige übermittagkind war.
    ich wollte und mußte uns allein versorgen.
    damals zeichnete sich schon ab daß er adhs hat.ich hatte mich damals schon schlau gemacht,die ärzte haben bei meinen bedenken aber nur abgewunken.
    aufgrund der probleme in diesem kindergarten gab ich ihn ein weiteres jahr später in eine kita.
    dort fühlte er sich zwar etwas wohler,weil er mittags nicht der einzige war,hat aber trotzdem darunter gelitten,daß ich erst spät nachmittags zeit für ihn hatte.
    so nahm ich mir in meiner not erstmal einen krankenschein um zu sehen wie es um ihn steht.in dieser zeit holte ich ihn schon mittags wieder ab,wir mußten auch nicht mehr so früh raus und siehe da,mein kind war wie ausgewechselt.
    schweren herzens aber voller überzeugung gab ich meinen job auf und blieb zuhause.

    damals habe ich nach bestem wissen und gewissen gehandelt,so wie dein mann und du es auch getan habt.
    denn wie du schon sagst,es sind ja nicht längst alle kinder krank.
    ich mußte mir auch sprüche anhören wie z.b. andere eltern müssen ja auch arbeiten,und habe mich davon u.a. auch beeinflussen lassen,sonst hätte ich sicher eher die notbremse gezogen.

    heute sage ich mir,ich würde es nicht noch einmal so tun und es gibt auch zeiten,an denen das wieder an mir nagt.
    aber ich konnte diese entwicklung,genau wie ihr,nicht voraussehen,und das adhs ist ganz sicher nicht dadurch entstanden.
    die psychologen sind immer gut darin,defizite bei den kindern in den eltern zu suchen.
    sie berücksichtigen dabei nur nicht die beweggründe und umstände,unter denen man gehandelt hat.
    wenn man das für sich selbst aber verknüpft kann man sich leichter verzeihen.

    ach mensch,ich kann dich so gut verstehen.....
    du hast nichts falsch gemacht sondern wie gesagt,immer nach bestem wissen und gewissen gehandelt.
    ich muß jetztwacker weg,hab mit junior gleich einen doctermin.....

    ich drück dich,liebe mamaela - auf bald!

    diana :))
     
  16. lexxus

    lexxus Neues Mitglied

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    liebe mamaela,

    ich glaube, du machst dir selbst sehr viele vorwürfe für dinge, auf die du keinen einfluss hast. aus deinen zeilen lese ich heraus, dass du für deine kinder nur das beste willst. mehr kannst du nicht tun und auch nicht leisten. wie hättest du vorhersehen wollen, dass du nach der geburt der zwillinge rheuma bekommst? was hättest du mehr tun wollen, als es immer wieder anzusprechen, als dein sohn nicht altersgemäß anfing zu sprechen? selbst ich als erzieherin (mit hang zur heilpädagogik) habe in der ausbildung gelernt, dass man erst, wenn ein kind etwa vier ist, eine empfehlung zur sprachförderung geben sollte, wenn es hinterherhinkt. viel zu spät, wie ich meine. und dass die erzieher in der kita nix besseres zu tun hatten, als das häufige stören deines kindes zu beklagen, anstatt daran zu erkennen, dass möglicherweise ein förderbedarf besteht, spricht für eine gewisse pädagogische hilflosigkeit/inkompetenz. auch darauf hast du keinen einfluss.
    im osten sind wir alle frühzeitig in die krippe geschickt worden und ganz ehrlich, auch wenn heute viele alternativpädagogen was anderes meinen, es hat uns nicht geschadet. ausserdem ist es manchmal einfach auch nicht anders möglich, schließlich muss auch für das einkommen gesorgt werden.
    ich finde, du legst, nach dem, was du hier schreibst, sehr viel engagement für deine kinder an den tag. zum jugendamt zu gehen und sich hilfe zu suchen ist für viele eine hemmschwelle, weil sie sich allein nicht eingestehen können, dass sie hilfe benötigen. schon allein diese erkenntnis ist ein großer schritt, denn es ist nicht schlimm, wenn man hilfe braucht. eltern sind einfach nicht dafür ausgebildet pädagogische wunder zu vollbringen, schon gar nicht dann, wenn es schwierig wird.

    nun sitze ich hier schon seit gut einer stunde und überlege, wie ich dir mut zusprechen kann und wie ich das forumuliere. es ist schwierig die richtigen worte zu finden, um zu versuchen deine selbstzweifel auszuräumen, denn tief in dir drinnen weisst du vermutlich selbst, dass du manches nicht ändern kannst und auch keinen einfluss darauf hast/hattest. aber das zuzulassen, ist nicht immer einfach. mir ist gerade ein kurzer spruch eingefallen, der hier ganz gut passt:
    gott gebe mir die gelassenheit, dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den mut, dinge zu ändern, die ich ändern kann
    und die weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden. :)

    in diesem sinne
    lieben gruß und knuddler
    lexxus

    ps, @mimimami, vielen dank für das lob *rotwerd*. naja, nach 5 jahren ausbildung sollte man wenigstens n bißchen was wissen :rolleyes: :D .
     
  17. üpoi

    üpoi Neues Mitglied

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    50% sind viel zuwenig!!!

    Es trifft dich keine Schuld, das Leben ist nicht gerecht und gibt auch kein Pardon.

    Das Versorgungsamt erteilt ein Stück Papier mit einer Zahl. Mit dessen Hilfe kannst du ein paar Taler retten und einige wenige Erleichterungen erlangen, die dir niemand missgönnt und die auch keiner von dir haben wollte, wenn er dafür deine Probleme mit übernehmen müsste.

    Ich bin wieder gesund geworden, aber wenn nicht, hätte ich hemmungslos versucht, mich zum Wrack zu schreiben, je mehr Prozente, je besser.:D Also wunder dich nicht über die hohen Prozentzahlen, sondern beklage dich besser, dass es nur sowenig sind. Wenn du für den Jungen mehr gekriegt hast, als allgemein erwartet wurde, halt die Klappe. Ab 50% kann man ja schon etwas anfangen. Was dich betrifft, solltest du alsbald "Verschlimmerungen" feststellen, wenn du etwas an den Haaren herbeiziehen kannst.

    Ich habe meine Frau mal eine Zeit auf 80 % G, B geschrieben, heute ist sie weitgehend gesund und bekäme wahrscheinlich gar keine Prozente mehr. Aber mit solchen Papieren kannst du wuchern und überall an amtesstelle behaupten, dass du das ärmste Schwein unter der Sonne bist. In diesem Lande sorgen alle für sich selbst am besten. Vor allem die, die ohnehin die Hand an der Macht und der Kohle haben. Also lang' ohne Scham zu.:cool:

    Alles Gute für dich und deine Familie