1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Gefühlvolle Gedichte

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von alteschachtel, 27. Juni 2009.

  1. alteschachtel

    alteschachtel Gabriele

    Registriert seit:
    9. September 2008
    Beiträge:
    135
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Wangerland bei Jever
    nun haben wir schon Natürgedichte und alles mögliche gemacht.
    Nun wer von euch hat gefühlvolle Gedichte? Also Liebesgedichte, Schmerzgedichte, Hass und was da da alles noch so gibt......

    Ich fang einfach mal an:

    Gedankengänge

    Jeder sendete einen Gedanken

    sie schwebten frei
    schwirrten durch den Raum
    trafen sich
    tanzten miteinander
    umarmten sich zärtlich
    küssten sich innig
    versanken in Liebesspiele
    verschmelzen ineinander

    trennten sich
    und gingen ihren Weg
    zurück zum Ausgangspunkt

    dann taten wir das, was die Gedanken taten


    Sonnenaufgang

    Jeden Tag sehe ich ihn
    diesen unglaublichen Sonnenaufgang

    Jeden Tag wache ich auf
    und kann es kaum erwarten das er mich anstrahlt

    Jeden Tag kann ich sie spüren
    diese Wärme die ich geschenkt bekomme

    Jeden Tag werde ich geblendet
    von dieser absoluten Helligkeit die mich umgibt

    Jeden Tag dieses gleiche Gefühl
    wenn meine Seele Purzelbäume schlägt

    Es ist so wunderschön

    Jeden Tag auf ein neues in DEINE Augen schauen zu dürfen



    Kinderaugen

    Kinderaugen sind so klein und doch so groß
    sie schauen dich an und fragen:
    kann ich das verstehen?

    Kinderaugen freuen sich über jede Kleinigkeit
    und sie schauen dich an und fragen:
    bitte erkläre mir das

    Kinderaugen schauen dich so niedlich an
    und sagen ich mag dich
    doch auch fragen sie
    kann ich das auch?

    Kinderaugen schauen sich alles sehr genau an
    sind sie ängstlich sind sie groß
    sind sie traurig sind sie nass
    und wenn sie glücklich sind
    strahlen sie heller als ein Stern am Himmel

    Kinderaugen brauchen keine Stimme
    sagen alles mit einen Blick
    drücke dir die Gefühle aus
    und sagen ich hab dich lieb

    Kinderaugen darf man nie bestrafen
    sie sind von Natur neugierig
    möchten alles wissen
    man sollte ihnen alles sagen



    Mein Baby
    Kleine Ãugelein schauen mich an
    Kleiner Schmollmund zeigt sich trotzig
    Kleine Fäuste ballen sich

    Ja du mein kleiner Liebling bis gemeint
    So klein und doch so Ausdrucksstark
    Weiß ganz genau was du willst

    Kein Tag möchte ich dich missen
    Keine Woche darf ohne dich vergehen
    [FONT=&quot]Du bist der Mittelpunkt meines Lebens[/FONT]
     
  2. Neli

    Neli Optimistin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    11.725
    Zustimmungen:
    19
    Ort:
    Rheinland
    Hallo Alteschachtel,

    da mach ich natürlich gerne mit!



    Ich liebe dich, so wie du mich,
    Am Abend und am Morgen,
    Noch war kein Tag, wo du und ich
    Nicht teilten unsre Sorgen.

    Auch waren sie für dich und mich
    Geteilt leicht zu ertragen;
    Du tröstetest im Kummer mich,
    Ich weint in deine Klagen.

    Drum Gottes Segen über dir,
    Du, meines Lebens Freude.
    Gott schütze dich, erhalt dich mir,
    Schütz und erhalt uns beide.


    Karl Friedrich Wilhelm Herrosee (1764-1821)



     
  3. alteschachtel

    alteschachtel Gabriele

    Registriert seit:
    9. September 2008
    Beiträge:
    135
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Wangerland bei Jever
    ist sehr schön Nelli

    hier ein Gedicht für eine Frau die wir alle haben
    Mutter

    Jahre warst du immer für uns da
    bei Sorgen und Probleme konnten wir mit dir reden
    hast immer versucht zu helfen
    wolltest stark sein und hast nicht erkannt
    das dich das krank gemacht hat

    hast uns gelernt wie wir durchs Leben kommen
    hast uns gelernt wie wir stark werden
    damit wir nicht untergehen
    hast uns gelernt zu Lieben

    heute bist du ein Mensch
    gezeichnet von Leben
    gezeichnet von den Sorgen
    gezeichnet von Alltag
    heute wissen wir wie sehr du uns brauchst
    heute helfen wir dir

    helfen dir durch Leben zu gehen
    helfen dir die Sorgen zu tragen
    helfen dir den Alltag zu meistern

    Mutter
    Wir lieben dich
     
  4. fleckchen63

    fleckchen63 Mandy

    Registriert seit:
    12. Januar 2009
    Beiträge:
    142
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Steinberg
    Sachliche Romanze



    [FONT=Times New Roman, Times, serif]Als sie einander acht Jahre kannten
    (und man darf sagen sie kannten sich gut),
    kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
    Wie andern Leuten ein Stock oder Hut.

    Sie waren traurig, betrugen sich heiter,
    versuchten Küsse, als ob nichts sei,
    und sahen sich an und wussten nicht weiter.
    Da weinte sie schliesslich. Und er stand dabei.

    Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken.
    Er sagt, es wäre schon Viertel nach vier
    und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken.
    Nebenan übte ein Mensch Klavier.

    Sie gingen ins kleinste Café am Ort
    und rührten in ihren Tassen.
    Am Abend sassen sie immer noch dort.
    Sie sassen allein, und sie sprachen kein Wort
    und konnten es einfach nicht fassen.

    Erich Kästner
    [/FONT]
     
  5. Neli

    Neli Optimistin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    11.725
    Zustimmungen:
    19
    Ort:
    Rheinland
    Ich denke Dein, wenn mir der Sonne Schimmer
    Vom Meere strahlt;
    Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer
    In Quellen malt.

    Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
    Der Staub sich hebt;
    In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege
    Der Wandrer bebt.

    Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen
    Die Welle steigt.
    Im stillen Haine geh ich oft zu lauschen,
    Wenn alles schweigt.

    Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne,
    Du bist mir nah!
    Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne.
    O wärst du da!



    Johann Wolfgang von Goethe
     

    Anhänge:

  6. fleckchen63

    fleckchen63 Mandy

    Registriert seit:
    12. Januar 2009
    Beiträge:
    142
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Steinberg
    Ich sah dich weinen

    Ich sah dich weinen,- hell und schwer
    Die Trän` im tiefsten Blau;
    Da däuchte mir, daß Auge wär`
    Ein Veilchen, feucht von Tau.
    Ich sah dich lächeln,- bleich und fahl
    Erschien des Saphiers Glühn,
    Besiegt von dem lebend`gem Strahl.
    Den deine Blicke sprühn.

    Wie das Gewölk den goldnen Saum
    Von jener Sonn` empfängt,
    Den selbst der Abendschatten kaum
    Vom Himmelszelt verdrängt,
    So strahlt dein Lächeln all sein Glück
    Ins finstere Gemüt
    Und läßt den Sonnenschein zurück,
    Der hell das Herz durchglüht.

    (Lord Byron)
     
  7. medi

    medi Tagträumerin

    Registriert seit:
    25. Januar 2009
    Beiträge:
    347
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    NRW in der Nähe von Wuppertal
    Etwas bleibt...

    In einer Zeit, in der es dem Schicksal gefällt,
    dass kein schmerzfreier Tag unser Antlitz erhellt

    In einer Zeit, wo die Nacht den Tag besiegt
    In der die Zahl der dunklen Stunden überwiegt

    In einer Zeit, in der ein Schatten die Seele berührt
    In der man das Nachlassen der Kraft allzu deutlich spürt

    In einer Zeit, in der Zukunftsängste entstehen
    In der es schwerfällt nach vorne zu sehen

    In einer Zeit, die oftmals die Träume vertreibt,
    ist die Liebe das einzige, was uns noch bleibt.
    .
    .
    .
     
  8. Neli

    Neli Optimistin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    11.725
    Zustimmungen:
    19
    Ort:
    Rheinland
    Alles fügt sich und erfüllt sich
    musst es nur erwarten können
    und dem Werden deines Glückes
    Jahr und Felder reichlich gönnen.

    Bis du eines Tages jenen
    reifen Duft der Körner spürest
    und dich aufmachst und die Ernte
    in die tiefen Speicher führest


    Christian Morgenstern
     

    Anhänge:

    • 123.JPG
      123.JPG
      Dateigröße:
      156,4 KB
      Aufrufe:
      50
  9. Ducky

    Ducky Guest

    Clown

    Bitter ist die Erkenntnis,
    wenn ein Anderer Einen sieht
    und man selber in einen
    blinden Spiegel schaut.
    Schmerzhaft, wenn man ihn mit einem
    Tuch freizurubbeln versucht
    und das alte Gesicht zum Vorschein kommt.
    Bitter wieder für Andere zu tanzen und es nicht zu merken.

    Der Clown,
    der Hoffnungslosigkeit,
    der Tränen,der Belustigung.
    Gefangen in seinem Kostüm.
    Alles sehen es und klatschen
    und blicken doch nicht weiter,
    als bis zu den bunten Stofffetzen,
    die ihn umgeben, fesseln.

     
  10. manu1111

    manu1111 Wasserfrau

    Registriert seit:
    17. Januar 2009
    Beiträge:
    568
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Ich wohne im Kreis Unna/NRW
    Spuren....

    Spuren im Sand

    Eines Nachts
    hatte ich einen Traum;
    Ich ging am Meer entlang
    mit meinem Herrn.
    Vor dem dunklen Nachthimmel
    erstrahlten, Streifenlichtern gleich,
    Bilder aus meinem Leben....
    ...Und jedes Mal sah ich
    zwei Fußspuren im Sand,
    meine eigene und die meines Herrn.





    Als das letzte Bild an meinen
    Augen vorübergezogen war,
    blickte ich zurück. Ich erschrak,
    als ich entdeckte, dass an
    vielen Stellen meines Lebensweges
    nur eine Spur zu sehen war.
    Und das waren gerade die
    schwersten Zeiten meines Lebens.





    Besorgt fragte ich den Herrn:
    „Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
    da hast du mir versprochen,
    auf allen Wegen bei mir zu sein.
    Aber jetzt entdecke ich,
    dass in den schwersten Zeiten
    meines Lebens nur eine Spur
    im Sand zu sehen ist.
    Warum hast du mich allein gelassen,
    als ich dich am meisten brauchte?“





    Da antwortete er: „Mein liebes Kind,
    ich liebe dich und werde dich nie
    allein lassen, erst recht nicht
    in Nöten und Schwierigkeiten.
    Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast,
    da habe ich dich getragen.

    (Margret Fishback Powers)
    Damit verabschiede ich mich für die nächsten 14 Tage - am Donnerstag ist meine OP.

    Euch ganz viele liebe Grüße

    manu

     
  11. fleckchen63

    fleckchen63 Mandy

    Registriert seit:
    12. Januar 2009
    Beiträge:
    142
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Steinberg
    Mutter

    Der schönste Nam' im Erdenrund,
    Das schönste Wort im Menschenmund
    Ist: Mutter!
    Ja, keines ist so tief und weich,
    So ungelehrt, gedankenreich
    Als: Mutter!
    Und hat es wohl die große Macht,
    Weil es von Kinderlippen lacht:
    O Mutter!
    Weil es aus Kinderaugen winkt,
    Weil es in Kinderherzen singt:
    Die Mutter!
    Ja, wem auch dieses Wort erklang,
    Hat hohe Würde lebenslang
    Als Mutter!
    Und die's besessen und entbehrt,
    Der ist das Erdenglück verwehrt
    Der Mutter!

    [SIZE=-2]Carmen Sylva . 1843 - 1916[/SIZE]


     
  12. fleckchen63

    fleckchen63 Mandy

    Registriert seit:
    12. Januar 2009
    Beiträge:
    142
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Steinberg
    Abschied

    Nun sind sie vorüber, jene Stunden,
    Die der Himmel unsrer Liebe gab,
    Schöne Kränze haben sie gebunden,
    Manche Wonne floß mit ihnen ab.


    Was der Augenblick geboren,
    Schlang der Augenblick hinab,
    Aber ewig bleibt es unverloren,
    Was das Herz dem Herzen gab.