Hallo Bultz,
gut dass Du den Weg hierher gefunden hast. Es ist gut zu reden statt Frust in sich rein zu fressen.
Können deine Stimmungsschwankungen auch von deinen Medikamenten kommen? Ich nehme Amitriptylin. Und wenn ich das erhöhe, fühle ich mich total antriebslos. Schau mal in die Beipackzettel und spreche deinen Arzt darauf an.
Und Stimmungsschwankungen sind in deiner/unserer Situation auch logisch, denn an manchen Tagen gehts einem gut, und am nächsten Tag ist man völlig unerwartet ko. Wie soll unsere Psyche das auch einfach so hinnehmen. Du stehst mitten im Leben, wahrscheinlich kurz vor Schulabschluss. Du hast Träume, Zukunftsvorstellungen, willst vielleicht Party machen. Und dann, ja dann kommt da dieses beschissene Rheuma und haut dich aus der Bahn, und du fragst dich besorgt, wie das jetzt alles weitergehen soll....
Ich kann dich nur zu gut verstehen, mir gehts auch oft so. Und dass das nur pubertär bedingt ist, glaube ich auch nicht. Aber du hast immer eine Wahl. Du kannst dich nicht gegen das Rheuma entscheiden, im Gegenteil, du musst es annehmen (nicht als gut befinden, aber für dich akzeptieren). Aber du hast die Wahl, wie du damit umgehen möchtest: Hast du Freunde, mit denen du darüber reden möchtest und mit denen du Unternehmungen machen kannst, die dich nicht überfordern? Möchtest du dir Hilfe von einem Psychologen holen (denke nicht, du seist bescheuert, sondern du hast eine Erkrankung, bei der deine Psyche auch eine große Rolle spielt: je mehr Lebensqualität und Zufriedenheit, desto besser für deinen Körper!)? Wie kannst du dich ein wenig entlasten? Es ist keine Schwäche, sich Hilfe zu holen, sondern eine Stärke, seine Probleme in die Hand zu nehmen.
So, nun habe ich genug philosophiert

). Vielleicht kannst du etwas mit meinen Überlegungen anfangen.
Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und bleib am Ball. Wenn du Fragen hast oder dich mal ausquatschen willst, bist du hier richtig!
Gruß Enrike