Gefährliche Kontrastmittel - Gadolinium

Dieses Thema im Forum "Sonstige Medikamente und Schmerztherapie" wurde erstellt von Maggy63, 9. Juli 2018.

  1. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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  2. Eumel2

    Eumel2 Registrierter Benutzer

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    Vielen Dank für den Link, Maggy.

    Ich bin auch verunsichert........habe schon so etliche MRT´s gehabt, unterschrieben, daß ich auch mit der Gabe von Kontrastmitteln einverstanden wäre-wenn erforderlich-aber leider ohne jedwegige Kenntnis darüber,
    welche Neben/Nachirkungen das haben könnte.
     
  3. Lavendel14

    Lavendel14 Die Echte ;)

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  4. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Danke @Lavendel14, genau den meinte ich.

    @Eumel2, genau so ging es mir bisher auch. Ich war ganz erschrocken, welche Auswirkungen das haben kann.
     
  5. concorde

    concorde Mitglied

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    Habe den Bericht auch gesehen und mach mir keine Sorgen aus folgenden Gründen:
    • es ist noch nicht bewiesen, daß Gadolinum sich im Hirn ablagert/ anreichert
    • eine Vermutung bedarf des wissenschaftlichen Beweises
    • als "Rheumi´s" erhalten wir relativ wenige MRT ( wenn nicht noch andere Erkrankungen vorliegen) und diese werden bis auf das MRT der ISG immer ohne KM gefahren, da für die Darstellung sowohl knöcherner Strukturen als auch Weichteile ( Sehnen, Bänder, Spinalkanal) kein KM notwendig ist. Kleiner Tip: je mehr Flüssigkeit und/ oder Fett eine Zelle enthält ( oder ein Organ) desto mehr KM ist notwendig. Da Knochen und Gelenke eher flüssigkeitsarm sind (selbst bei einem Erguß) ist KM dort nicht nötig.
    • onkologische Patienten erhalten ca 80% mehr MRT mit KM, dazu in kürzeren Abständen und vorallem in der Anzahl
    • bei funktionierender Hirn- Blut- Schranke (das heißt wirklich so) kommt Gadolinum nur in geringer Konzentration im Hirn an- ist diese durch Entzündungen, Oedeme nach Bestrahlung oder aber durch erhöhte Vaskulisation bei Hirntumoren gestört erhöht sich natürlich die Konzentration.

    Persönlich mag ich zwar MRT überhaupt nicht ( nur unter Diazepam), sehe aber fachlich eindeutig Vorzüge gegenüber CT und speziellen Röntgenuntersuchungen mit jodhaltigen KM. Phlebographie, Herzkatheter, Angiographie sind solche speziellen Röntgenuntersuchungen. Und wenn das 5x allergiefrei gut ging bedeutet das nicht, daß es beim nächsten mal auch wieder gut läuft. Meine Mama bekam trotz gesunder Schilddrüse bei der nächsten Untersuchung mit jodhaltigem KM einen anaphylaktischen Schock und mußte reanimiert werden.

    Risiko- Nutzen- Abwägung ist wohl immer das Beste. Und wir sind mündige Patienten, sollten uns gut aufklären lassen.
    Wem nach solchen Berichten das Thema zu heiß wird verzichtet einfach auf ein MRT, wenn es nicht überlebenswichtig ist.
    Ein guter Radiologe hat entweder Argumente oder bietet andere Untersuchungsmethoden an, die aber eben auch nur halb so aussagekräftig sind.

    Sollte jeder für sich selbst entscheiden, oder?
    und übrigens...MTX lagert sich auch in ALLEN Zellen des Körpers ab...nach Absetzen braucht der Körper ca die Hälfte der Zeit zum Abbau von der Einnahme- bei mir also dann 7 Jahre.

    Wünsch Euch eine schmerzfreie Zeit
    LG
    concorde
     
  6. Kati

    Kati Registrierter Benutzer

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    MRTs haben keine Strahlung... im Gegensatz zum CT.
    Alles hat vor und Nachteile.
    Wenn eine Untersuchung nötig ist, muss man ein Risiko in Kauf nehmen.
    Kati
     
    Resi Ratlos und Lavendel14 gefällt das.
  7. Sinela

    Sinela Registrierter Benutzer

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    Ich hatte letztes Jahr im April ein MRT des linken Ellenbogens - mit Kontrastmittel!
     
  8. concorde

    concorde Mitglied

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    Hallo Sinela,

    dann bist Du eine Ausnahme.
    Mir erschließt sich zwar der Grund nicht aber das muß ich auch nicht wissen. Kann hier nur auf das Lehrbuch " Radiologie- Einführung in Methoden, Diagnostik und therapeutische Aspekte" verweisen. Da steht eigentlich das drin was mir in "meiner" radiologischen Praxis auch immer erklärt wird: je weniger flüssigkeithaltiges (oder auch fetthaltiges) Gewebe um den Untersuchungsort, desto unwahrscheinlicher KM. Da ich Füße, Ellbogen, HWS und LWS auch schon im MRT hatte und diese ohne KM gefahren wurden kann ich das nur bestätigen. Und bei den ISG erklärt sich die KM- Gabe ja von selbst, tief im Körper liegend umgeben von fett-und wasserhaltigem Gewebe ( Organen) ist ohne Gadolinum nur verwaschenes Graufeld zu sehen, egal in welcher Wichtung.

    Ich betone hier nochmal, daß ich selbst kein Freund der "Röhre" bin und das nur zugedröhnt ertrage...10 min im MRT erscheinen mir wie eine Ewigkeit im Gegensatz zu den "normalen" 2 min im CT( bei Untersuchungen im knöchernen Bereich).
    Therapeutische Manipulationen wie PRT im CT sind natürlich dann auch eine Qual ( aufgebockt in Bauchlage auf einem "schwimmenden" Tisch im CT ca 60 min), aber hier gings ja um Diagnostik.

    LG
    concorde
     
  9. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Das Diazepam wird wahrscheinlich genauso schädlich sein wie das Kontrastmittel,
     
  10. Sinela

    Sinela Registrierter Benutzer

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    @concorde: Meine Rheumatologin hat es so angeordnet: MRT mit KM - und so wurde es dann gemacht.
     
  11. Ducky

    Ducky Registrierter Benutzer

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    Sinela
    , bei mir war's die Schulter, die mit KM in die Röhre sollte.
    Nachdem man mir den Arm gefühlt einmal um sich selbst gedreht hat um dann zu spritzen
     
    #11 9. Juli 2018
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juli 2018
  12. Illyria

    Illyria Bekanntes Mitglied

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    Bei mir muss meine Hand am Freitag auch in die Röhre, zum Glück nur die Hand, die haben da extra so eine Kleine, in die eine Hand mit Handgelenk oder ein Fuß paßt, während man auf einem Sessel daneben sitzt. Aber Kontastmittel steht bei mir auch auf dem Überweisungsschein. Ich hoffe, einmal ist nicht so schlimm.
     
    #12 9. Juli 2018
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juli 2018
  13. concorde

    concorde Mitglied

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    Kann ich nichts dazu sagen.
    Mein Rheumatologe und meine Neurochirurgin erörtern auf dem " Überweiser" nur Diagnose und zusätzliche Fragestellung, die eben im MRT abgeklärt werden soll.

    Und ganz am Rande bemerkt: aus eigener Erfahrung weiß ich daß auch die Geräte unterschiedlich sind. Meine Bilder (alt 2006) von der HWS wurden in einem 1,6 Tesla- Gerät gefahren, die von 2011 in einem 3,0 Tesla- Gerät. Die Unterschiede in der Bildgebung sind gravierend. Und die 5,0 Tesla- Geräte sind momentan wohl die Besten, was zur Reduzierung von KM- Einsatz führt.
    Und das waren damals noch geschlossene Geräte, wo man nach oben 20 cm Luft hatte und hinter einem das Gebläse lief mit Sauerstoffanreicherung. Sogenannte Tunnel, keine Röhren.
    Heute hat meine Praxis recht großzügige "Röhren", die auch hinten offen sind. Das alte Gerät wird nur noch für Untersuchungen der Extremitäten benutzt, Füße oder Knie. Da bleibt man nämlich draußen und nur das Bein liegt im Tunnel.

    Meine Radiologische Praxis ( wo ich auch ganz banal Lunge röntgen lasse und die ca 35 Aufnahmen von verschiedenen Frakturen in allen Heilungsphasen von mir haben seit 1993) ist nicht nur top ausgestattet sondern hat auch 11 versierte Radiologen beschäftigt. Ich vertraue denen! Ob ich zur Szinti dorthin gehe oder MRT, ob zum klassischen Barium- Brei- Schluck ( Oesophagus- Magen- Passage) oder wegen einer speziellen Fußaufnahme erstmal ein Röntgengerät umgebaut werden muß und 3 Fußbänke herzugeschafft werden...

    Jeder kann selbst entscheiden welche Untersuchungen man über sich ergehen läßt oder eben nicht und mit welchen Methoden.

    Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

    LG
    concorde
     
  14. Sinela

    Sinela Registrierter Benutzer

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    Das ist richtig, aber wir müssen ja anderseits auch den Ärzten, die die Untersuchungen anordnen, vertrauen.
     
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  15. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Es ist ja gar nicht allen Ärzten bekannt, welche Nebenwirkungen und Spätfolgen auftreten können. Hätte ein Betroffener nicht ein Forum ins Netz gestellt, wäre das ganze Ausmaß überhaupt nicht bekannt.

    Bei einigen Posts hab ich das Gefühl, dass die Ersteller den Bericht gar nicht gesehen haben. Es geht ja nicht allein darum, ob sich das Zeug irgendwo einlagert, sondern vor allem um die verheerenden Auswirkungen, die Jeden treffen können.
     
  16. Sinela

    Sinela Registrierter Benutzer

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    @Maggy63: Mir wurde gesagt, dass das KM, das man beim MRT anwendet, ungefährlich sei. Das vom CT wäre tausendmal schlimmer. Darauf habe ich mich verlassen. Von diesem Bericht hatte ich damals noch keine Kenntnis.
     
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  17. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Der Bericht kam auch erst kürzlich. Ich hab gestern zufällig die Wiederholung gesehen, leider auch nicht ganz von Anfang an, aber ich war ganz schön geschockt. Bis jetzt hab ich auch immer gedacht, das Zeug wäre Pillepallekram.
     
  18. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Ich hatte im Juni erst ein CT der Lunge mit Kontrastmittel. Ich hatte mir gar keinen Kopf gemacht, da die Untersuchung wichtig war und was hätte man denn tun können als Alternative? Da blieb mir nichts anderes übrig. Nun hoffe ich mal, dass das Zeug nicht irgendwo in meinem Körper abgelagert ist und wenn doch könnte ich jetzt auch nichts mehr machen. Ein wenig Sorgen macht mir das schon :(

    Es ist ja bei allen Medikamenten ebenso, dass neben der direkten Wirkung auf die Beschwerden anderes nebenher belastet / geschädigt wird. Und da machen sich wenige einen Kopf solange sie das nicht spüren.
     
  19. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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  20. Illyria

    Illyria Bekanntes Mitglied

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    Das hört sich wirklich nicht gut an. Ich habe bisher noch nie Kontrastmittel bekommen, und weiß nicht, ob ich allergisch drauf reagieren werde.

    Auf der Seite der Radiologie, bei der ich am Freitag bin, steht zum Thema KM folgendes: "Bei der Gabe von MRT-Kontrastmitteln verwenden wir an allen unseren Standorten, außer bei speziellen Untersuchungen der Leber, nur noch "makrozyklische" Kontrastmittel, welche zur Gruppe der sichersten und verträglichsten MRT-Kontrastmittel gehören."

    Wenn man nach makrozyklischen KM googelt, kommt z.B.

    Quelle: https://www.drg.de/de-DE/3436/mrt-kontrastmittel-neue-studie-spricht-fuer-sicherheit/

    Ich werde aber vor dem MRT fragen, ob ein KM wirklich notwendig ist. Wenn ich "Glück" habe, sind meine Hand und meine Finger so stark geschwollen und entzündet wie heute, das ist ja nicht immer so. Und ich werde vor der Untersuchung kein Cortison nehmen.
     
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