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GdB und MTX

Dieses Thema im Forum "Schwerbehinderung" wurde erstellt von schütze 65, 18. Oktober 2015.

  1. schütze 65

    schütze 65 Neues Mitglied

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    Hallo liebe User und erstmal einen schönen Sonntag !
    Ich habe mal eine Frage und hoffe auf eure Hilfe . Ich habe neulich mal hier gelesen das es bei der Einstufung des GdB auch die Einnahme (spritzen) von MTX eine Rolle spielt stimmt das .
     
  2. Rotkaeppchen

    Rotkaeppchen Aktives Mitglied

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    Kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Aus eigener Erfahrung weiss ich nur, daß Risikotherapien wie TNF oder auch Morphintherapie, sofern länger als sechs Monate, höchstens mit 10 Punkten bewertet wird. Bringt insofern nichts, da nichts hinzuaddiert wird zur Grunderkrankung.
     
    #2 18. Oktober 2015
    Zuletzt bearbeitet: 18. Oktober 2015
  3. schütze 65

    schütze 65 Neues Mitglied

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    GiB und MTX

    Die höhere Einstufung soll mit der erhöten Infektionsgefahr wegen der verminderten Abwehrkräfte zutun haben.
     
  4. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Die ist unter MTX nach neueren Erkenntnissen fast zu vernachlässigen.....deshalb muss es auch nicht mehr regelhaft vor Operationen (selbst bei größeren Eingriffen an Gelenken) pausiert werden.
    Ich fürchte, dass das wenig Einfluss hat ;)
     
  5. Mni

    Mni Aktives Mitglied

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    nein, das halte ich für Quatsch

    habe selber jetzt eine Nachprüfung...

    es kommt beim GdB darauf an, wie schwer man tatsächlich im Alltag beeinträchtigt wird!! Das ist entscheidend!
     
  6. Heike68

    Heike68 Bekanntes Mitglied

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  7. Frau Meier

    Frau Meier Guest

  8. O-häsin

    O-häsin Aktives Mitglied

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    Hallo Schütze,
    so ganz pauschal läßt sich das wohl nicht sagen. So, wie es bei der GdB-Beurteilung nicht auf die Diagnose ankommt, kommt es nicht auf die vorweggenommene Beurteilung an, was eine aggressive Therapie ist. Wichtig sind allein die AUSWIRKUNGEN. Hier reagiert jeder Körper anders. Sofern Dich die Nebenwirkungen von MTX derart beeinträchtigen, dass sie Dich an der "Teilhabe am Leben in der Gesellschaft" (Alltag, Freizeit pp.) hindern, würde ich dies in einem Beiblatt aufführen. Vom Arzt bestätigen lassen.
    Einfach wird es allerdings beim Versorgungsamt erfahrungsgemäß nicht.
    LG häsin
     
  9. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Das ist sicher richtig; allerdings würde ich denken, dass eine derart beeinträchtigende Therapie mit MTX nicht verhältnismäßig ist und daher kaum dauerhaft durchgeführt werden wird. Es gibt (fast) immer Alternativen ;)
    Die Therapie soll ja den Gesundheitszustand nicht verschlimmbessern, sondern die Gestaltung des Alltags nebst Lebensqualität erhalten oder verbessern.
     
  10. schütze 65

    schütze 65 Neues Mitglied

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    Danke an alle die mir einen Rat gegeben haben , ich muss also noch weiter um die 50 % kämpfen ich hoffte auf Grund der Therapie etwas einfacher zuhaben .
     
  11. delphin

    delphin Aktives Mitglied

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    MTX hat mich in meinem Leben sehr eingeschränkt , es musste dann auch sehr schnell abgesetzt werden. Vielen hilft dies gut ,was auch eine Verbesserung darstellt. Ich kann mir nicht vorstellen das man durch
    das Medikament ein höhere GdB bekommt. Wenn man GdB beantragt ,mmüssen Krankheiten zu Grunde liegen und nicht Medikamente ,oder irre ich mich da ?
     
  12. Johanna Nielsen

    Johanna Nielsen Neues Mitglied

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    Da gebe ich dir Recht, Mtx gehört auch zu den Medikamenten die nicht wirkten.
    Hatten aber keinerlei Auswirkungen bezüglich meines Antrags.
    Da geht es grundlegend um Beschwerden die nachgewiesen, und auch bestätigt werden müssen.

    Darum sollte man sich schon bemühen, alles mit dem Hausarzt zusammen zu tragen, mein Antrag wurde sehr schnell bearbeitet, sowie auch ein Behindertenparkplatz vor meiner Tür.

    Schönen Sonntag euch allen von Joe.


     
  13. O-häsin

    O-häsin Aktives Mitglied

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    Gerade bei Gesundheitsstörungen, die keinen festen GdB-Werten zugeordnet werden können, ist der Beurteilungsspielraum der Behörde groß. Sicher ist nur, dass bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen die Auswirkungen einer über 6 Monate andauernden aggressiven Therapie zusätzlich zu berücksichtigen sind. Wie die Behörde das macht... hm. Sie kann sehr hartleibig sein.

    Ich kenne lediglich ein Urteil des LSG Sachsen-Anhalt aus dem Jahre 2011, das sich mit MTX als aggressive Therapie und dessen Auswirkung in diesem Einzelfall auseinandersetzt. (Der Kläger drang jedoch damit nicht durch, da er noch vollschichtig arbeiten konnte). Entweder klagen zu wenige deswegen, oder das Versorgungsamt lenkt vorher ein.

    Mir ist aber bekannt, dass mit der Beschreibung und ärztlicher Bestätigung von Erschöpfung, Müdigkeit und erhöhter Infektanfälligkeit unter oder wegen MTX der GdB erhöht wurde. Warum also keine Auswirkungen schildern? Streichen tut schon das Versorgungsamt, wenn es das meint, tun zu sollen. Ob es sich deswegen zu klagen lohnt, ist ja noch was anderes.
    Es können, wenn vorhanden, selbstverständlich auch psychische Auswirkungen infolge der Erkrankung beschrieben -und bestätigt- werden. Und berücksichtigt werden.
    LG häsin
     
  14. Hamo

    Hamo Mitglied

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    Meine Hausärztin hatte bei mir (habe RA) auch mit min. GdB30% gerechnet, weil nur "eindeutige Rheumadiagnosen mit starken Einschränkungen auf MTX gesetzt werden". Sie hat wohl einige Patienten die mit MTX fast ein normales Leben führen und höhere Einstufungen bekommen haben.

    Ich habe trotzdem nur 20% GdB bekommen - trotz MTX-Therapie und Rheuma. Inzwischen musste ich das MTX absetzen wegen Unverträglichkeit. Habe meine Arbeitszeit nun "freiwillig" von 40 auf 27 Stunden reduziert, weil ich es sonst nicht mehr schaffe. Ich will nicht jammern - immerhin kann ich noch etwas arbeiten. Aber irgendwie finde ich diese Einstufungen oft nicht nachvollziehbar.
    lg hamo
     
  15. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Hallo Häsin,

    Du hast vollkommen Recht - das A und O sind die tatsächlichen Beeinträchtigungen. Die zu schildern, kann gar kein Fehler sein.
    Meiner Erfahrung nach hat aber die Anwendung des Ermessensspielraums (zumindest in dem Bereich, in dem ich viele Entscheidungen erlebe) ziemlich angezogen, will sagen: die Einstufungen werden restriktiver.
    Ist mir irgendwie auch nachvollziehbar: wenn großzügig und häufig erhebliche Behinderungen festgestellt werden, die im Alltag nicht recht nachvollziehbar sind, könnte das Ganze ein wenig inflationieren....

    MTX ist ein häufig angewendetes Medikament und bedingt keineswegs regelhaft bedeutsame Einschränkungen.
    Meines Erachtens sind manchmal (ich weiß, das wird hier nicht gerne gehört bzw. gelesen, ist aber trotzdem meine Einschätzung) die Erwartungen seitens der Antragsteller überhöht, und zwar teils deutlich. Umgekehrt kann ich manchmal nur den Kopf schütteln, wie unangemessen niedrig reale Einschränkungen von Amtsseite gewürdigt werden.

    Ich finde, die Graduierung der tatsächlichen Behinderung ist alles Andere als trivial und aufgrund ihrer Bedeutung durchaus gesellschaftlich diskussionswürdig.
     
    #15 18. Oktober 2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 18. Oktober 2015
  16. O-häsin

    O-häsin Aktives Mitglied

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    @Frau Meier,
    vollkommen einverstanden.