Fußgelenk- Versteifung oder ein Gelenkersatz

Dieses Thema im Forum "OP/Chirurgie, Synoviorthese, Gelenkpunktion usw." wurde erstellt von Die Tänzerin, 8. Oktober 2012.

  1. Die Tänzerin

    Die Tänzerin Registrierter Benutzer

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    Hallo Ihr Lieben,

    ich habe schon längere zeit nichts mehr geschrieben hier im Forum, aber immer mal wieder reingeschaut.
    Nun brauche ich mal wieder Rückmeldung über ein für mich sehr wichtiges Thema.
    Ich habe seit einigen Jahren RA, Beschwerden hauptsächlich linkes Fußgelenk und linkes Daumengrundgelenk.
    Besondere Beschwerden macht mir immer noch das linke Fußgelenk, in welchen ich jetzt leider auch noch eine starke Arthrose habe.
    Beides zusammen bereiten mir starke Schmerzen. Und da das Gelenk ja nun zerstört ist, müsste dringend etwas passieren,
    was mir wenigstens ein bisschen Erleichterung verschafft. Nun besteht die Möglichkeit entweder einer Versteifung des Fußgelenks
    oder aber eines Ersatzes. Hat jemand von euch Erfahrungen damit gemacht? Vielleicht sogar auch mit dem Fußgelenk?
    Ich würde mich sehr über Rückmeldungen freuen.

    Viele liebe Grüße:vb_cool:
     
  2. Reisemaus

    Reisemaus Reisemaus

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    Hallo Tänzerin,

    bei mir wurden beide Sprunggelenke versteift, bin sehr zufrieden damit. Kunstgelenke hätten bei mir nicht gehalten, die Gelenke waren deformiert! Primär habe ich RA und sekundär habe ich eine Arthrose.

    Würde eine Klink wählen, wo Du stationär 10 bis 14 Tage bleiben kannst, wegen der Hilfestellung und den Schmerzen in den ersten Tagen. Ich war im St. Josef Stift in Sendenhorst und würde nur dort wieder hin gehen. :top:
     
  3. Manuela Müller

    Manuela Müller Registrierter Benutzer

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    Die Frage ist, was ist möglich. Bei mir war eine TEP nicht mehr möglich, weil der Knochen zu stark geschädigt war. Deshalb musste es versteift werden. Ich würde auf jeden Fall einen erfahrenen Rheuma-Orthopäden fragen, ob eine TEP bei Dir noch möglich ist.

    Falls ja, würde die TEP Dir die Beweglichkeit Deines Fußgelenkes erhalten. Die Gefahr von Folgearthrosen in anderen Gelenken bestünde dann erst mal nicht. Auf der anderen Seite kommt es wohl immer wieder vor, dass die TEP's viel Ärger verursachen und dass dann ohnehin versteift werden muss, weil TEP's irgendwann nicht mehr halten. Und dann ist möglicherweise die Versteifung schwieriger durchzuführen.
     
  4. rheumaBirke

    rheumaBirke Neues Mitglied

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    Hallo, ich bin hier neu. Habe ganz schlimme schmerzen am linken Füssgelenk kann noch kaum laufen. Hatte jemand auch sowas? Wer kann mir einen rat geben, was ich tun kann . Würde dankbar sein. Habe schon vieles ausprobiert ,aber leider hilft nicht.
     
  5. B.one

    B.one Registrierter Benutzer

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    Hallo rheumaBirke,
    warst du schonmal beim (Rheuma)orthopäden und hast eine genaue Diagnose, was mit deinem Fuß los ist?
    Ich selbst war mit meinen Fußproblemen in der Rheumaorthopädie Sendenhorst und dort bin ich auch operiert worden. Bei mir war die Versteifung vom CC Gelenk und dem TN Gelenk erfordetlich. Ich wurde in Sendenhorst gut versorgt.
     
  6. Clödi

    Clödi Registrierter Benutzer

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    Hallo rheumaBirke,

    ich bin momentan in der gleichen Situation, leider. Der rechte Fuß ist betroffen und seit Ende April kann ich nur noch humpeln. Abrollen ist auch mit Schmerzmitteln nicht mehr möglich.

    Meine Rheumatologin hat mich jetzt zum MRT geschickt und da wurde unter Anderem eine schwere erosive Arthrose im Talonavicular Gelenk festgestellt. Dann ist noch ein Gelenk deformiert (laut Google das Würfelbein) und eine Sehne und eine Kapsel sind entzündet.

    Die Befundbesprechung steht noch aus, aber es steht im Bericht ein Hinweis auf eine mögliche Versteifung und dass man dann zur Vorbereitung noch ein CT bräuchte :(. Um ehrlich zu sein, hatte ich das bei den Schmerzen auch nicht viel anders erwartet. Ich bin allerdings deutlich jünger als du und deshalb tue ich mich bei dem Gedanken noch etwas schwer.
    Wenn allerdings keine Besserung mehr zu erzielen ist, dann gibt es eigentlich keine Alternative zu einer OP.

    Bist du denn auch bei einem Rheumatologen in Behandlung? Oder bei einem Orthopäden? Und was hast du schon alles ausprobiert? Berichte doch mal ein wenig, wenn du magst.

    Ich habe Schmerzmittel bekommen, eine Bandage für das Sprunggelenk und Physiotherapie. Cortisonstoß in Form von Tabletten hat nur wenig Linderung gebracht. Aktuell probiere ich es selber mit Wob...ym, denn die Hoffnung stirbt ja zuletzt ;). Wäre allerdings ein kleines Wunder, wenn das etwas bewirkt.

    Lg Clödi
     
  7. B.one

    B.one Registrierter Benutzer

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    Liebe Clödi und rheumaBirke,
    da ich weiß, wie schmerzhaft das ist und wie sehr man damit eingeschränkt ist, drücke ich euch die Daumen, dass ihr schnell Hilfe bekommt.
    Ich kann mich gut an diese Zeit erinnern....
     
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  8. Tiger1279

    Tiger1279 Bekanntes Mitglied

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    Hallo,
    bei mir ist die Versteifung auch ein Thema oder evtl. auch ein künstliches Sprunggelenk. Ich bin gerade mal 40 Jahre alt.
    Wie sieht es denn mit dem Heilungsprozess nach dieser OP ungefähr aus? Weiß das jemand?

    Liebe Grüße
    Tiger
     
    #8 19. Oktober 2020
    Zuletzt bearbeitet: 19. Oktober 2020
  9. B.one

    B.one Registrierter Benutzer

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    Hallo Tiger, meine Erfahrung ist zweigeteilt. Nach der ersten Versteifungsop sind die Knochen nicht so gut zusammengewachsen. Ich hatte auch danach nie das Gefühl von ein bisschen Stabilität. Lag es an meinen schlechten Knochen oder am Operateur? Der Operateur meinte danach leicht vorwurfsvoll: " Sie haben sber weiche Knochen".Keine Ahnung.

    Nach der Rearthrodose in Sendenhorst sind sie dann sehr gut zusammengewachsen. Insgesamt dauert es halt auf alle Fälle 12 Wochen, bis man so halbwegs laufen kann.
    Inzwischen bin ich zufrieden, aber so wie es mal war ist es trotzdem nicht. Aber ich kann wieder laufen und die Schmerzen sind minimal. Kein Vergleich mit vorher.
    Ich meine, früher mal gelesen zu haben, dass künstliche Sprunggelenke (noch?) nicht so optimal sind.
    Ich würde, nach der Erfahrung meiner ersten OP, auf alle Fälle nur noch in eine rheumaorthopädische Klinik gehen,
     
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  10. Tiger1279

    Tiger1279 Bekanntes Mitglied

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    Danke B.one für Deinen Bericht. Das mit dem künstlichen Sprunggelenk sehen selbst Fachärzte kritisch. Da liegst Du richtig.
     
  11. Clödi

    Clödi Registrierter Benutzer

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    Ich wollte kurz berichten, dass ich einen ambulanten Termin zu einer OP Vorbesprechung am 17.12. in der Rheumaorthopädie in Sendenhorst bekommen habe. Bei mir ist nur das untere Sprunggelenk betroffen und da hauptsächlich das Talonaviculargelenk.

    Meine Ärztin meinte, dass ich auch alternativ eine RSO probieren könnte, die zumindest die Entzündung reduzieren würde. Allerdings ist laut MRT Befund die Entzündung nur moderat und im Vordergrund steht eine schwere erosive Arthrose. Diese bleibt natürlich trotz RSO und wird sich weiter verschlechtern. Also sagt mir mein Bauchgefühl, dass die OP sowieso unausweichlich ist.

    Wenn ihr Tipps für mich habt, was ich im KH oder zu Hause in der Zeit auf jeden Fall brauche und jetzt schon organisieren kann...immer gerne. Bin für jeden Tipp dankbar und vielleicht nimmt mir eine gute Vorbereitung ein bisschen die riesige Angst vor dem Schritt.
    Noch eine Frage: habt ihr die Nachbehandlung z.B. Verordnung der Physio oder Kontrolle per Röntgen über einen örtlichen Orthopäden gemacht oder läuft das alles jeweils über Sendenhorst? Wir wohnen da nicht gerade um die Ecke, daher meine Frage. Bisher ist alles über meine Rheumatologin gelaufen.
     
  12. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hi,
    ich hatte ja ein gebrochenes Sprunggelenk und war die erste Zeit zu Hause im Rollstuhl.

    1. Stolperfallen wie kleine Teppiche weg
    2. alles was du täglich brauchst in Griffhöhe
    3. genug vorher einkaufen evtl auch Fertigsachen

    Ich weiß ja nicht ob du Gehstützen oder Rollstuhl (leihweise) bekommst. Aber für die Dusche einen Duschhocker verordnen lassen.
    Paketboten Bescheid geben dass es länger dauert bis du an der Tür bist oder Nachbarn bitten was anzunehmen.

    Mein Physio kam die erste Zeit ins Haus. Später dann an Gehstützen hin. War auch nur 100m weg bei mir. Zum Arzt bin ich mit Taxi.

    Fürs Krankenhaus Ladekabel und Tablet einpacken. Gutes Buch. Sporthosen mit weitem Bein damit die leicht über den Fuss geht.
     
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  13. Clödi

    Clödi Registrierter Benutzer

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    Vielen Dank kuki! :)
     
  14. Tinchen1978

    Tinchen1978 Registrierter Benutzer

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    Wichtig finde ich auch eine rutschfeste Einlage in Dusche oder Badewanne und einen fest sitzenden Hausschuh am funktionierenden Fuß. Ein paar Handschuhe, die nicht rutschig sind, für die Gehstützen, da du im Winter operiert wirst, sind auch gut.
    Gutes Gelingen! :top:
     
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  15. stray cat

    stray cat Bekanntes Mitglied

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    Und falls Ihr einen Unterschrank unter dem Waschbecken habt, kurzzeitig abmontieren, damit Du Dir die Zähne putzen kannst etc. Das hatte ich mal für meine Freundin getan und so klappte es gut.
    Und ich brauche immer das Gefühl meines Eherings, wenn ich Angst habe. Vor der OP oder bei schwierigen Besprechungen oder so. Vielleicht hilft Dir auch ein Mondstein oder ein kleines Kuschelwesen.
    Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute, liebe Clödi!
     
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  16. B.one

    B.one Registrierter Benutzer

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    Die Vorschreiberinnen haben schon viele gute Tipps gegeben.
    Ich bin nach meiner Fußop gar nicht gut mit Gehstützen klar gekommen. Hatte bei der ersten OP sogar einen Sturz. Deshalb habe ich mir bei den folgenden OPs immer einen Rollstuhl aufschreiben lassen. Damit war ich sehr unabhängig.
    Ich habe mir für die erste Zeit mit Liegegips auch Hilfe zum Putzen geholt. Einkäufe etc. hat mein Mann gemacht. Nach den ersten 6 Wochen habe ich es mit Rollstuhl selbst gemacht. Habe mir dann Sauger/Wischer hinstellen lassen und losgelegt. Ging ganz gut.
    Ich habe mir im Wohnzimmer einen schönen Liegeplatz mit erhöhter Ablage fürs Bein gemacht und rund um mich alles Nötige aufgebaut (Telefon, Lesestoff, Trinken, Kekse,....).
    Die Physiotherspeuten in Sendenhorst zeigen dir gute Übungen, welche du liegend machen kannst. Unbedingt zuhause machen, man belastet das gesunde Bein doch sehr und braucht etwas Ausgleich.
    Das mit dem Unterschrank von Straycat kann ich nur unterstreichen. Im Bad, WC und sonstwo habe ich mir alles rollstuhlgerecht hingelegt.
    Falls du in einem Haus wohnst und eine Treppe bewältigen musst (bekommst du auch in Sendenhorst gezeigt):
    Ich habe oben Schlaf- und unten Wohnzimmer. Runter ging es mit Gehstütze einigermaßen, aber trotzdem aufpassen. Rauf bin ich ehrlich gesagt auf dem Po hoch. Fand ich einfacher und sicherer.
    Überlege schon einmal welche Schuhe du nach OP anziehen willst. Die bekommen dann in Sendenhorst eine Versteifung und Einlagen. Ich hatte da leichte Wanderschuhe genommen.
    Ich drücke dir ganz doll die Daumen, dass du hinterher einen guten Zustand erreichst.
    Für später:
    Wenn die Fäden entfernt sind gute Narbenpflege betreiben, sonst spannt das und gibt Probleme. Ich habe Narbensalbe und Schrundenschaum von dem Drogeriemarkt mit 2 Buchstaben genommen, das hat gut geholfen. Natürlich schön einmassieren
    Ich bekomme seither regelmäßig von meinem Orthopäden Schuhe von LUCRO und Einlagen verschrieben. Mit den kann ich mit deb Versteifungen im Alltag gut laufen. Da nehme ich immer die knöchelhohen sportlichen Schuhe, die sehen auch ganz gut aus. Für längere Spaziergänge / Wanderungen nehme ich leichte Wanderschuhe.
     
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  17. Tiger1279

    Tiger1279 Bekanntes Mitglied

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    Hallo,
    es gibt ein super Hilfsmittel für die Zeit nach der OP. Schade, weil man hier keine Werbung machen darf. Ich war dadurch immer mobil, konnte alleine einkaufen, an die frische Luft, kochen und mich selbst versorgen.

    LG
    Tiger
     
  18. Sinela

    Sinela Registrierter Benutzer

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  19. Tiger1279

    Tiger1279 Bekanntes Mitglied

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    Habe es Clödi schon geschickt.

    Finde es sehr, sehr schade weil nur wenige Ärzte und Kliniken dieses geniale Hilfsmittel kennen.
    Vielleicht darf ich so viel dazu sagen, die Firma ist aus Bayern.
     
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  20. Tiger1279

    Tiger1279 Bekanntes Mitglied

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    Mit einem Rollstuhl hätte ich große mentale Probleme gehabt, auch wenn es nur auf Zeit gewesen wäre.
     
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