Funktionstraining - ich will nicht!!!

Dieses Thema im Forum "Physiotherapie, Ergotherapie, Sport usw." wurde erstellt von Gertrud, 19. April 2017.

  1. Gertrud

    Gertrud Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    13. August 2010
    Beiträge:
    1.421
    Zustimmungen:
    258
    Hallo Gemeinde!

    Ich habe hier schon seit einigen Wochen eine Bewilligung von der Krankenkasse für 2 Jahre Funktionstraining. Mein Rheumatologe meinte, das würde mir gut tun - wegen allgemeiner Müdigkeit, Gewichtszunahme usw. Im Grunde hat er ja recht - und ich habe abgenickt. Jetzt habe ich den Zettel also hier liegen. Ich habe mir auch schon ein Studio ausgesucht, nicht weit von hier, Zeiten wären auch ok. Soweit so gut.

    Problem:
    Ich will nicht! Ich kann nicht! Mich fesselt und knebelt bleierne Müdigkeit und allein der Gedanken, dorthin zu müssen, verursacht Übelkeit und fast schon Panik.

    Ich muss dazu sagen, dass ich halbtags arbeite und auch sonst noch div. familiären Stress habe. Das zusammen mit Haushalt - und das war es auch schon. Ich habe noch nicht mal Kraft, mich nachmittags (geschweige denn abends!!!!) mit Freundinnen zu treffen oder irgendwelche Hobbys o.ä. zu pflegen. Ich bin einfach zu platt für alles. Oberste Priorät hat mein Halbtagsjob - das will ich ja auf jeden Fall weitermachen.

    Nun habe ich mir gesagt - ok, dann mache ich das einfach nicht, also das Funktionstraining. Dazu kann mich ja wohl keiner zwingen. Und 30 Min. Gehüpfe in der Woche wird wohl nicht kriegsentscheidend für mein Allgemeinbefinden sein!? Außerdem sagt ja jeder, man soll auch mal "NEIN" sagen - also sage ich nun auch mal nein.

    Frage:
    Kann man mir da irgendwie einen Strick draus drehen - wenn es z.B. in Zukunft mal um eine REHA oder gar Berentung o.ä. geht. Man weiß ja nie, wie das so kommt. Könnte dann die KK sagen: "nö, Sie haben ja noch nicht alles versucht, was man Ihnen angeboten hat!" Oder so ähnlich - ihr wisst sicher, was ich meine!?

    Danke für Tipps!
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    11.697
    Zustimmungen:
    1.543
    Ort:
    Köln
    Hallo,
    das ging mir genauso - vor 2 Jahren. Dann habe ich mich überwunden und bin hingegangen, bei mir waren es 50 Einheiten Rehasport.

    Es stellte sich heraus, dass die Gruppe dort sehr nett ist, der Trainer super, jede Woche etwas anderes gemacht wurde. Inzwischen habe ich mich nach Ende der Verordnung dort weiter angemeldet und zahle einen Beitrag, mit dem ich auch das angeschlossene Fitness Center nutzen darf.

    Ergebnis: Müdigkeit weg, Durchblutung verbessert, Schmerzen weniger, sogar meine Dauerbaustellen Handgelenk sind besser, ich habe Muskeln stabilisiert, sogar neue aufgebaut (sogar da wo ich keine vermutet hatte), ich gehe aufrechter, kann besser atmen, kann besser Treppen bewältigen.

    An der Erkrankung selbst hilft es nichts, aber ich fühle mich rundum wohler. Also Versuch macht klug! Funktionstraining ist wichtig für unsere Gelenke, ich mache inzwischen einige Übungen zu Hause automatisch, beim Kämmen, Zähneputzen etc.

    LG Kukana
     
    Katinka 2017 gefällt das.
  3. Kati

    Kati Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    1. Januar 2009
    Beiträge:
    2.595
    Zustimmungen:
    582
    Hallo!

    Also ich hab kein Funktionstraining und kann Dir auch nix sagen zu Deiner Frage... aber wie Kukana tut auch mir - trotz manchmal bleierner Müdigkeit und Schmerzen - Bewegung gut. Ich gehe gewöhnlich spazieren... (also recht flott auch 1 Stunde).

    Wollte Dir als Tip geben: vielleicht kann die ersten Male Dich jemand begleiten. Also z.B. Dich zu Fuß oder mit dem Auto begleiten, und sogar dort bleiben. Wenn ich sehr Müde bin, dann habe ich oft die Kraft nicht "zu denken". Und wenn man sozusagen "an der Hand genommen" wird, dann ist es weniger anstrengend. Irgendwann müsste es Routine werden. Oder Du hast eine so nette Gruppe, die Dich "zieht". Aber so für die ersten Male, ist das vielleicht eine Hilfe.

    Liebe Grüsse,
    Kati
     
  4. Clara07

    Clara07 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    19. Oktober 2011
    Beiträge:
    1.157
    Zustimmungen:
    3
    Hi Gertrud,

    mir tut Funktionstraining im Wasser sehr gut. Allein diese Leichtigkeit in dem warmen Becken. Ich weiß noch gut, wie es mir mit Berufstätigkeit ging, alles anstrengend und Stressig und die Arme und Beine wurden immer schwerer, Denken wie ein Gummiband... Das sind nur 20, bei der Rheuma-Liga 30 Minuten. Trotzdem erfrischt mich das kurze Abschalten vom Alltag enorm.

    Wie Kukana hab auch ich angefangen tagsüber mit den Beinen zu schaukeln, mich zu stretchen ... :D

    Mir fiel aber auch auf, dass du jetzt doch sehr 'ausgepowert' klingst. Wenn dem so ist, überleg doch mal, ob eine vollstationäre Reha hilft; ganz weg von Familie, Haushalt und Arbeit. Dein Arzt hat sicher Verständnis dafür. Mit Labor und Berichten über dein Rheuma kann sogar dein Hausarzt den Arztteil für den Antrag ausfüllen.

    Liebe Grüße
    Clara
     
  5. Mni

    Mni Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    2.083
    Zustimmungen:
    12
    D o c h ! ! !
    unglaublich, aber wahr- sie sind es wirklich!

    Siehe auch Kukis Beitrag!


    Es ist erwiesen, dass jede noch so kleine Bewegungseinheit hilfreich ist und absolut sicher ist, dass Bewegung bei leichter bis mittelschwerer Depression hilft,d.h. auch Antriebslosigkeit und Erschöpfung bessern sich....

    Der positive Effekt dieser 30 Minuten kann und wird Dein Leben verändern- wenn Du dem Ganzen eine Chance gibst- von sagen wir mal 3 Monaten??

    komm, ich mach mit!

    Bin nämlich auch grade in so einem kraftlosen Loch , auch weil mir mein Job über alles geht...genau so wie Du es beschreibst ists auch bei mir...und ich hab m ich jetzt auch angemeldet....weil ich was tun muss und w i l l

    komm, gemeinsam schaffen wir das!
     
  6. kukana

    kukana Moderatorin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    11.697
    Zustimmungen:
    1.543
    Ort:
    Köln
    Wenn ich doch nur besser zeichnen könnte - dann könnte ich ein paar Übungen die wir machen, aufmalen. Beschreiben ist immer schwierig.
    Allerdings braucht man für Übungen zu Hause (zumindest was wir beim Rehasportmachen machen):

    1 Matte
    1 großen Sitzball
    1 kleinen weichen Ball
    Therabänder und Expander
    Hanteln in 1, 2, 3kg
    1 Bank
    1 Feder-/Wippstange
    1 Balanzierbrett

    ...ja und somit wohl ein Sportzimmer
    :rolleyes:

    wenn ihr wollt versuche ich das mal mit beschreiben.
     
  7. moi66

    moi66 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    23. März 2014
    Beiträge:
    547
    Zustimmungen:
    76
    1. Ich habe schon eine Reha abgelehnt bekommen, weil ich nicht alle Möglichkeiten vor Ort ausgeschöpft habe. Dabei habe ich nicht einmal eine Verordnung / Genehmigung "geschwänzt". Ausschließen würde ich die Argumentation der Kasse nicht.
    2. Ich kann meinen "Vorschreibern" nur zustimmen - es kann "kriegsentscheidend" sein.
    Wenn Du es wirklich nicht schaffst (das Gefühl kann ich nachvollziehen), geh zurück zum verordnenden Arzt und berate Dich mit ihm. Falls eine Reha möglich ist, schaffst Du es dann anschl. bestimmt, die Verordnung zu nutzen und den Kurerfolg zu verlängern.
    Oder vielleicht fällt dem Arzt noch eine andere Möglichkeit ein.
    Ich habe es auch nur über den "Zwang" der Gruppe geschafft. Jetzt gehe ich noch zusätzlich ein- bis zweimal pro Woche ins Fitness-Studio.
    Einfach "aussitzen" und nicht hingehen halte ich für die schlechteste Option - siehe oben.
    Ich schiebe Dir mal eine große Portion Motivation rüber!
     
  8. Mona-Lisa

    Mona-Lisa habe RA seit 2011

    Registriert seit:
    7. November 2011
    Beiträge:
    857
    Zustimmungen:
    218
    Ort:
    ... am Bodden

    https://www.aktiv-gegen-rheumaschmerz.de/angebote/bewegungsserie/trockengymnastik/


    Ich bin schon seit Jahren dabei, erst Wasser- und Trockengymnastik, jetzt nur noch Wassergymnastik.
    Liebe Gertrud, mit "30 Minuten Gehüpfe" hat Funktionstraining nichts zu tun. ;)
    Schau mal in den Link, da kannst du dich durchklicken, da sind paar Übungen erklärt.
    Mir tut es sehr gut... klar muß man sich erst mal aufraffen... aber ich wünsche dir die Kraft dass du dich doch noch motivieren kannst!

    Liebe Grüße
    Mona :)
     
  9. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Ich rate dir Gertrud, denke an erster Stelle an DICH und dein WOHLBEFINDEN. Also, geh da unbedingt hin!

    Lass lieber was anderes schleifen, Haushalt oder familiären Stress, pack das auf die Seite, soll sich wer anders darum kümmern.

    Es wird dir gut tun, anfangs ist es anstrengend, mit der Zeit wirds dir bestimmt gefallen. Nur so kannst du wieder Wachheit, Fitness und Wohlgefühl erlangen, nicht indem du dich aufopferst für Nebensächlichkeiten.
    Wenns sein muss, melde dich mal in der Arbeit krank und mach dich zur ersten Priorität.

    Gruß und Ansporn wünsche ich
    Mara
     
  10. roco

    roco Guest

    hallo gertrud,

    bist du bei einem psychologen in behandlung? es hört sich nach depressionen an...

    ich gebe den ganzen "motivatoren" hier recht. auch 30 minuten "gehüpfe" können viel bewirken...

    aber manchmal leider auch nicht... ich leide unter anderem an depressionen, auch, weil ich mich nie gut genug fühle ...

    ich habe jetzt nach 1,5 jahren aufgegeben. war 1 jahr fast immer zur wassergymnastik... gegen meinen inneren willen, mit abwehr ... nicht weil ich den sport nicht wollte... sondern weil ich jedes mal unglaublich kraft aufbringen musste dorthin zu gehen. weil meine depressionen mich eig. zu hause festhielten. diese kraftanstrengung hat zu immer mehr müdigkeit geführt, zu negativen gedanken, weil ich eben nicht, wie andere, immer besser drauf wurde, mich besser bewegen konnte, weniger schmerzen hatte... nicht mal das hat bei mir geklappt... jaa... ich habe in absprache mit meiner psychologin diesen "kampf" nun beendet und es geht mir besser vom kopf her... und ich schaffe es jetzt sogar immer öfter, mich selbst zu bewegen... ohne festen termin - wenns mir "gut" geht, wenn ich denke das ich jetzt einen spaziergang machen könnte ... nicht weil die zeit ran ist, sondern weil mir grade so ist... und ich weiss, das ich jederzeit abbrechen kann, wenn es doch nicht geht.

    ich weiss nicht, wie ich es erklären soll... aber nicht für jeden sind feste termine das richtige und wenn man bei solchen verordnungen öfter fehlzeiten hat kanns auch ärger geben... mit der kasse oder dem verein. das erzeugt zusätzlichen druck, dem nicht jeder gewachsen ist.

    wie gesagt, ich weiss nicht, ob du in psychologischer behandlung bist... aber wenn, dann wäre das sicher ein thema für dich. nicht jedem hilft der druck eines festen termins, wenn man eh schon überlastet ist. ich will dich nicht demotivieren, dir nur zeigen, das ich dich voll verstehen kann und das es nicht nur eine entscheidung gibt. und das du kein schlechtes gewissen haben musst - auch wenn du dich dagegen entscheidest...
     
  11. Gertrud

    Gertrud Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    13. August 2010
    Beiträge:
    1.421
    Zustimmungen:
    258
    Vielen Dank für eure Antworten!

    Ich gebe denen recht, die meinen, dass ich mich aufraffen sollte - dass es mir dann (evt.) besser geht usw. Aber ... das Problem ist nicht die Bewegung, sondern das Aufraffen, der Termin an sich. Da ekelt es mich dann schon 3 Tage vorher, dass ich dahin muss .... ! Und das wieder ist negativer Stress, der sich insgesamt auch wieder negativ auswirkt. Durch die generelle Müdigkeit wird das natürlich noch verstärkt. Ich muss einfach für mich sehen, dass ich die negativen Dinge in meinem Leben so gering wie möglich halte, weil das immer eine Kettenreaktion auslöst. Und so kann der Druck eines solchen Termins schon 3 Tage vorher eine noch größere Müdigkeit und Schmerzen auslösen .... ich weiß nicht, ob das wer versteht ... vermutlich nur die, denen es ähnlich geht.

    Es ist ja auch nicht so, dass ich mich gar nicht bewege - ich gehe spazieren, aufs Laufband (gehend), Nordic Walking ... je nachdem, wie gut es mir geht. Das tut mir auch gut - aber nur dann, wenn es passt. Wenn ich mich dazu zwinge, dann schlägt es gleich ins Gegenteil um.

    Ich habe sicherlich irgendwas wie eine depressive Verstimmung ... schon die Schmerzen schlagen auf die Stimmung, dann habe ich 20 kg zugenommen und fühle mich nicht wohl in meiner Haut, gehe nicht mehr gern irgendwohin, ekele mich vor Menschenmassen an sich ... usw. ... Aber eine wirkliche Depression ist es nicht. Ich habe einfach eine doofe Krankheit - und viel emotionalen Stress. Alles keine gute Mischung. Bei einer Psychologin war ich schon mal - das hat mir aber nichts gebracht ... die hat mir Sachen erzählt, die a) schon wusste, b) schon gemacht habe ... und dann wurde mir gesagt, ich "würde mich auf nichts einlassen wollen". Nee danke, das habe ich eine Zeitlang durchgezogen, aber dann hat es mich nur noch genervt ... eine junge, gesunde Frau, die nicht ansatzweise weiß, was ich durchmachen muss, was soll die mir erzählen .... !? Egal.

    Ich muss jetzt mal sehen, wie ich es mache. Vernünftig ist, wenigstens einmal zum Funktionstraining zu gehen und zu gucken, wie das dort ist und ob es mir vielleicht tatsächlich gefällt. Wenn nicht, dann kann ich ja immer noch fernbleiben. Das sagt mir die Vernunft - mein Gefühl sagt mir "Decke übern Kopp"! :rolleyes:
     
  12. moi66

    moi66 Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    23. März 2014
    Beiträge:
    547
    Zustimmungen:
    76
    Liebe Gertrud,
    die Stimme der Vernunft hört sich gut an - wenigstens einmal hin gehen.
    Decke überm Kopp - nee... wenn Du Dich so gegen diese Termine ansiehst, geh nochmal zum Doc und kläre das. Nicht einfach "nix tun" - da hätte ich Angst, dass das nach hinten los geht.
    Und - eine Psychologin ist nicht der ganze Berufsstand. Sprech mit den Ärzten, die Dich besser /länger kennen.
    Ganz subjektiv laienhaft hört es sich für mich an, als würdest Du immer weiter rein rutschen - ob Du das nun eine Depression oder eine depressive Verstimmung nennst, ist egal. Du scheinst aber nicht allein wieder auf einen "grünen Zweig" zu kommen.
    Irgendwie kommt mir wieder die Idee einer Reha für Dich - Neustart :vb_redface:
    Ich drück Dir ganz fest die Daumen!
     
  13. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Ich kenne diese extreme Müdigkeit auch, schon generell oft, einfach durch die Krankheit und wenn emotionale Belastungen hin zu kommen wird das noch schlimmer, da wollte ich mich dann nur im Bett verkriechen.
    Ich habe jedoch mittlerweile gut gelernt emotionale Belastungen abzubauen und mich davon zu lösen, das klappt prima.

    Welchen emotionalen Stress hast du Gertrud, lässt sich da nicht was abbauen?

    Und ich finds auch gut, wenn du das Training zumindest einmal ausprobierst, vielleicht kannst du die Leute dort gut leiden und hast Spaß mit denen :top:

    Viele Grüße
    Mara
     
  14. kukana

    kukana Moderatorin

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    11.697
    Zustimmungen:
    1.543
    Ort:
    Köln
    *****Aber ... das Problem ist nicht die Bewegung, sondern das Aufraffen, der Termin an sich. Da ekelt es mich dann schon 3 Tage vorher, dass ich dahin muss .... !*****


    Hm - du arbeitest doch noch Teilzeit, wie motivierst du dich da denn? Wenn du da mit Freude hingehst, dann versuche diese Motivation mit in Richtung Sporttermin zu nehmen. Kannst du nicht versuchen den Sport als Belohnung zu sehen?

    Walken, Laufband etc. ist nicht das gleiche wie beim Funktionstraining. Bei uns ist es eine Mischung aus Bodengymnastik, Yogaübungen, bisschen Krafttraining beim CircuitTraining, Gleichgewichtsübungen. Der Tariner sucht sich jedes Mal eine andere Muskelgruppe aus, die dann beübt wird.

    Wie machst du das denn mit Arztterminen, die ja auch fix sind? Hast du da das gleiche Ekelproblem weil es ja auch ein fester Termin ist? Dann kann das durchaus sein, dass dein Problem ein Grundsätzliches ist und du dich da nochmal auf eine Gesprächstherapie einlassen solltest.

    LG Kukana
     
  15. Ni.Ka

    Ni.Ka Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    7. September 2009
    Beiträge:
    505
    Zustimmungen:
    81
    Ort:
    Schleswig-Holstein
    Wieso probierst du es denn nicht erstmal aus, bevor du ein Urteil fällst? Ich habe auch viele Termine, die mich nerven, sogar oder gerade Arzttermine nerven mich, das aufraffen, Infusionen, Blutabnehmen, Zahnarzttermine. Aber das schöne ist: Die Welt dreht sich einfach weiter und die Zeit schreitet voran und der Termin ist dann auch mal irgendwann zu Ende. Eine Situation, die nicht in Ewigkeit gemeißelt ist:top:.

    Jeder, der schon mal ein Fitnessabo gehabt hat oder Rehasport oder oder oder fühlt so, da bist du sicher nicht die Einzige;)
     
  16. Mni

    Mni Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    2.083
    Zustimmungen:
    12
    @ roco und @ Gertrud,

    wenn es für Euch beide so extrem ist mit dem Sich-Aufraffen- Müsssen, dann würde ich aber schon an eine medikamentöse Behandlung denken- denn sowas auf Dauer ist ja schrecklich und führt in eine Sackgasse….nämlich in die depressive Abwärtspirale..

    Bitte sprecht mir Eurem Arzt drüber!


    @NiKa,
    das was Du beschreibst, ist im „normalen“ Bereich, aber bei den beiden hat es offenbar deutlich eine Grenze überschritten, die m.M. nach behandlungsbedürftig ist!

    Alles GUte allen hier!
     
  17. Mara1963

    Mara1963 Guest

    :eek:, ich kann nicht verstehen, dass du hier gleich an Medikamente denkst, nur weil die Selbstdisziplin etwas aus dem Ruder geraten ist und weil man halt manchmal einfach keinen Bock hat.

    Denkst du wirklich, da pfeift man sich mal ein paar Phsychopharmaka rein und alles ist paletti?
    Antidepressiva sind sehr umstritten, die Nebenwirkungen grausig und der Nutzen nicht bewiesen.
    So was schluckt man doch nur im äußersten Notfall.

    Antidepressiva sollten eigentlich die Stimmung heben. Inzwischen weiss man jedoch, dass sie auch unerwartet zum Tode führen können. Immer länger wird die Liste jener Medikamente, zu deren Nebenwirkungen offenbar auch lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen gehören sollen. Mit Citalopram zählt jetzt auch eines der am häufigsten verschriebenen Antidepressiva zur Kategorie der potentiell tödlichen Psychopharmaka.

    Auszug aus *** www zenrtum der gesundheit*** Direktverlinkung entfernt
     
    #17 20. April 2017
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. April 2017
  18. roco

    roco Guest

    naja, eigentlich will ich hier nicht schon wieder über nutzen oder schaden von medikamenten diskutieren.

    nur soviel, mein rentenantrag beruht sich HAUPTSÄCHLICH auf der diagnose chronische schwere depressionen, PTBS... Angst-/Panikstörung, dann chronische schmerzen - was sich beides gegenseitig bedingt. fibromyalgie, arthrose und noch paar kleinigkeiten.
    deshalb fragte ich gertrud ja auch, obs bei ihr auch in richtung depression geht, weil ich mich sofort in ihr wiedererkannte...

    das problem ist einfach, das man nicht immer nur eine diagnose/krankheit im blick haben darf... nem herzpatienten gibt man ja auch kein medikament, das ihm dann noch seine eh schon kaputten nieren zerschiesst.
    und so ists halt auch mit dem "sport" ... gut gegen schmerzen, rheuma usw... aber evtl. zerschießts einem das bissl leben, was einem die depression noch lässt, weil man eben nicht "normal" reagiert, sich nicht dran gewöhnt ... sondern sich noch selbst vorwürfe macht... oder negative gedanken verstärkt, weil man gegen seine überzeugung, gegen seine wünsche und gegen seine lust handelt, nur um anderen "zu gefallen"...

    ich bin damit in besten händen, keine sorge... das sollte auch nicht das thema sein... aber wenn sich alles in einem gegen etwas sperrt, so wie bei gertrud, dann sollte man vormals diesem problem auf den grund gehen und das sportliche mal verschieben...

    bin mal gespannt, wie lange sich meine pöse, bissl aus dem ruder geratene SELBStDISZIPLIN!!! noch so breit in meinem leben machen will ...
     
  19. käferchen

    käferchen Guest

    Ich denke, jedes Medikament hat seine Daseinsberechtigung und auch jedes Medikament hat seine Nebenwirkungen die auftreten können oder auch nicht. Antidepressiva können für jemanden, der sie aufgrund einer entsprechenden Erkrankung benötigt, durchaus hilfreich sein.

    Ob man das " Zentrum der Gesundheit " als seriöse Quelle bezeichnen kann mag jeder für sich selbst entscheiden.

    Zum Thema zurück: ich kenne das auch sehr gut, den inneren Schweinehund überwinden zu müssen um sich für sportliche Aktivitäten zu motivieren. Das hat aber nichts mit Antriebsarmut im Sinne einer möglichen Depression zu tun, sondern liegt daran, dass ich einfach faul diesbezüglich bin.

    Wenn ich mich aber erstmal aufgerafft habe geht's, und hinterher bin ich froh, weil ich mich wirklich wohler und ausgeglichener fühle.

    Viele Grüße vom
    Käferchen
     
    #19 20. April 2017
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. April 2017
  20. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Weshalb sollte diese Seite nicht seriös sein?

    Mich erschreckt es, wie schnell doch immer gleich zur Tablette gegriffen werden soll. Ich persönlich finde, das ist die allerletzte Option. Jedes Medikament macht was kaputt, auch wenn keine Nebenwirkung bemerkbar ist. Und deshalb kann ich das nicht verstehen. Und schon gleich gar nicht, bei Antriebslosigkeit. Vielleicht hilft es, die Hindernisse erstmal aus dem Weg zu räumen. Probleme im Job, ungute Beziehung (en), privaten Ärger .... und wenn etliche Belastungen weg fallen, dann gehts vielleicht doch wieder besser. Gertrud schrieb ja, dass sie viel emotionalen Stress hat. Der lässt sich ja vielleicht auch ohne Tablette bearbeiten.

    Es ist mittlerweile bekannt, dass Antidepressiva gefährliche Medikamente sind. Heilen können die sowieso nicht, nur als vorübergehende Krücke dienen und die meisten bleiben trotzdem depressiv damit, trotz Chemiekeule.

    Das fatale daran ist, dass sie die Krankheit mit der Zeit verschlimmern und einen unglücklich machen.
    http://www.huffingtonpost.de/2015/03/02/depressionen-antidepressiva-medikamente_n_6785592.html

    Es ist die Biochemie im Hirn. Ein paar Stoffe sind ins Ungleichgewicht geraten, das Gehirn ist krank geworden, so wie der Magen krank wird.
    Das ist eine schöne, tröstende Geschichte. Sie wird seit mehr als zwei Jahrzehnten Menschen erzählt, und stimmt aber nicht. Keine wissenschaftliche Studio kann das bisher belegen, dass es am Serotonin liegt....
    https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article146588050/Das-Versagen-der-Pillen-gegen-die-Depression.html

     
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden