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Frust nach Besuch beim Rheumatologen :-(

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Fusili, 4. August 2013.

  1. Fusili

    Fusili Registrierter Benutzer

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    Hallo Ihr Lieben,

    ich habe mich nun auch mal hier angemeldet, da ich auch einfach Redebedarf mit Gleichgesinnten hege.
    Aber zunächst möchte ich gerne meinem Ärger Luft machen und eure Meinung dazu wissen.

    Ich bin 27 Jahre jung. Ich habe seit 2 Jahren Schmerzen in den Fingern mit morgendlicher Steifheit von mitllerweile mindestens 1 1/2stunden, manchmal wird es den tag über auch nicht besser. Seit 1 1/2 Jahren Schmerzen in den Füßen und an den Sprunggelenken. Seit 1 jahr Schmerzen in den Knien, aber hauptsächlich nachts und/oder in Ruhepositionen. Seit Februar diesen Jahres hat sich mein Allgemeinzustand verschlechert....ich leider an starker Müdigkeit, fühle mich oft sehr abgschlagen und Muskelschwach. Oft fiel es mir sehr schwer meine Arbeit wie früher auszuführen.Ich habe auch in 4 Monaten 13kg abgenommen. Vollzeitberufstätigkeit, Haushalt und Kinder, hat vorher nie ein Problem dargestellt, aber plötzlich konnte ich mein Pensum nicht mehr erfüllen...hinzu kamen ständige Fieberschübe ohne bestimmte Infektanzeichen....nach einem Ohnmachtsanfall und einem erneuten Fieberschub, beschloss meine Ärztin im Juni mich in die Klinik einzuweisen...wo ich dann 10 Tage lag.
    Entlassen wurde ich mit der Diagnose Rheumatoider Arthritis. Die Knie- und Sprunggelenke waren geschwollen und gerötet. Außerdem wurden ein leicht erhöhter Rheumafaktor, sowie deutlich erhöhte CCP Antikörper nachgewiesen...Crp und BKS ebenfalls erhöht. In den Röntgenbildern und beim MRT wurden keine starken Gelenkveränderungen fest gestellt.
    Ich wurde auf das Medikament Quensyl eingestellt.
    Nun war ich letzte Woche dass erste mal beim einem niedergelassenen Rheumatologen. Dieser Besuch hat mich nun sehr gefrustet,als wäre alles nicht schon schlimm genug, macht der mich nieder.
    Er sagte ich sollte mein "starkes Übergewicht" reduzieren, ja ich habe ein wenig übergewicht, aber eben ein wenig. Ich wiege 65kg bei einer Körpergröße von 1,60cm. Im Moment sind äüßerlich keine Schwellungen zu sehen und ich habe auch keine sonderlich starken Gelenkschmerzen, die Müdigkeit, Abegschlagenheit, Muskelschwäche und Fieberschübe bleiben. Da für ihn an den Gelenken mit bloßem Auge nichts auffälliges zu erkennen war, sieht er die Diagnose als nicht gesichert trotz deutlich erhöhter Anti CCP. Er meinte ich sollte das medikament nun erstmal wieder absetzten und wenn der Verlauf dann doch voran schreitet , da könne er mich wieder einstellen, er weiss ja net was die in der Klinik da gemacht haben und ob dies alles so wahrheitsgemäß ist :vb_confused:
    Ich weiss das ein erhöhter Rheumafaktor nichts aussagt, aber die Werte wie Anti CCP , CRP und BKS sichern doch diese Diagnose, laut meiner Info.... und die Medis sollten ja den starken Verkauf eindämmen und nicht erst dann genommen werden, wenn es schon so weit ist?!
    Ich hatte mich in der Klinik schon gut aufgehoben und gut beraten gefühlt und nun so etwas?! Meine Hausärztin kommt erst am 12.08. wieder und ich habe dann auch direkt um 8Uhr einen Termin, ich habe beschlossen die Medikamente bis dahin weiter einzunehmen und werde sie befragen, was sie zu den Aussagen des Rheumatologen sagt.
    Was meint ihr?

    Entschuldigt für den langen Text....und danke im vorraus
    :)
     
  2. Sigi

    Sigi Mitglied

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    Hallo Fusili und herzlich Willkommen im Club.

    Sag mal,was ist das denn für ein Knallkopf,dieser Arzt,der sagt,Du bist fett mit 65 kg. Gehts noch? Diesem Typen würde ich nicht mehr vertrauen. Such Dir einen anderen Rheumatologen,oder eine Ambulanz,wo Du hingehen kannst Auch wenn Du weiter fahren musst,aber da geh bloss nicht mehr hin!
    Es ist nicht zufassen,auf was für Ärzte man manchmal trifft. :rolleyes::mad:
    Wie gehts Dir denn mit den Medikamenten?
    Lass Dich bitte nicht unterkriegen und warte auf Deine HÄ. Ich hab ja keine Ahnung,wo Du wohnst,sonst könnten wir Dir vielleicht Rheumaärzte in Deiner Nähe empfehlen.

    Liebe Grüße und lass Dir bloss nichts einreden
    Sigi
     
  3. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo Fusili,

    herzlich willkommen hier im Forum.


    Besteht die Möglichkeit das du auch ambulant in der Klinik, in der du stationär warst weiter betreut wirst, gibt es vielleicht dort eine Ambulanz? War das eine Rheumaklinik ?
     
  4. Fusili

    Fusili Registrierter Benutzer

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    Hallo Sigi,

    danke für deine schnelle Antwort. Ich wohne in Mannheim.
    Die Medikamente vertrage ich eigentlich ziemlich gut, zu Beginn hatte ich oft Durchfall, dass hat sich aber eingependelt. Ansonsten habe ich eine erhöhte Empfindlichkeit auf die Sonne und reagiere mit Ausschlag, aber meine HÄ meinte, das wäre normal auf die Medis.
    Also habe ich es richtig gemacht und nehme die Medis auf jeden Fall weiter.... das beruhigt mich....

    LG
     
  5. Fusili

    Fusili Registrierter Benutzer

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    Liebe Lagune,

    nein dass war keine reine Rheumaklinik....aber eine Uniklinik mit allen Fachgebieten.
    Hab nun mal auf der Homepage geschaut und die bieten tatsächlich eine Rheumaambulanz an.
     
  6. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @Fusili

    Erst einmal sei willkommen hier und gräme dich nicht über sowas!
    Gehe ich recht in der Annahme, dass dein Rheumatologe ein smarter Mann in den "besten Jahren" ist und in Mannheim praktiziert?
    Falls ja, dann würde mir das Einiges erklären.
    Ich nehme des Weiteren an, dass du in Mannheim (oder wo sonst?) stationär warst und die RA-Diagnose von erfahrenen Ärzten gestellt wurde.

    Die Konsequenz aus meiner Sicht: du brauchst JETZT eine Therapie, und den Schmarr´n (wie die Bayern sagen würden) vom "starken Übergewicht" vergisst du einfach möglichst bald ;)

    Schicke dir noch eine PN.

    Grüße, Frau Meier :)
     
    #6 4. August 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 4. August 2013
  7. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Vielleicht versuchst du erst mal dort weiter zu bleiben bzw. dich dort in der Ambulanz vorzustellen.

    Ich war auch jahrelang in einer rheumatologischen/immunologischen Ambulanz einer Uniklinik, in der ich meine Diagnose bekam. Habe später in eine rheumatologische Schwerpunktpraxis gewechselt und bin dort bei einem Rheumatologen, den ich schon aus der Uniambulanz kannte, weil er da früher auch tätig war.

    Deine Hausärztin könnte dir auch behilflich sein wegen einer Terminvereinbarung in der Uniambulanz. Medikamente würde ich jetzt auch erst mal weiter nehmen, bis zum Gespräch mit deiner Hausärztin.
     
  8. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    Huhu.darf ich mal fragen, in welcher Klinikdu stationär warst?
     
  9. Judy_Tiger

    Judy_Tiger Mitglied

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    INteressant, Rheumatologe in Mannheim, der die Diagnose von Kollegen nicht anerkennt... Jetzt weiß ich , warum mir meine Rheumatologin, als ich zum Studium dorthin zog, riet die 200 km Anfahrt in Kauf zu nehmen und bei ihr zu bleiben, wenn ich meine Therapie behalten will. Offenbar kennen sie sich ganz gut untereinander die Rheumatologen ;-)

    Ansonsten gehe doch wirklich in die AMbulanz der Uniklinik. Ich bin zwar bei meiner Rheumatologin in Freiburg geblieben, aber das schlimmste, was dir dort in der AMbulanz passieren kann sind wechselnde Assistenzärzte und dass du jedem von neuem deine "Lebensgeschichte" erzählen musst. Vorteil hiervon: Wenn dich ein Arzt neu anschaut, bemerkt er vielleicht Dinge, die einer bei dem du schon ewig bist als "normal" abgespeichert hat...

    Nimm deine Medis auf jeden Fall erst mal weiter, denn ich halte nach gestellter Diagnose wenig von Tests, ob sich die Krankheit verschlimmert (Anders wäre es bei einem Absetzversuch nach Erreichen von Remission, aber danach hörst du dich nicht an ...)

    Viel Erfolg!
     
  10. Putzel

    Putzel Mitglied

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    Hallo Fusili,
    diesen Herrn kannst Du getrost völlig vergessen. Ahnung hat der überhaupt keine !!!!!!!!!!!
    Wenn die Gelenkveränderungen auf einem Rö.-Bild zu sehen sind, ist es längst zu spät !!!!!!!!!!!!!
    Mach das, wie Du es geschrieben hast, nimm die Medikamente weiter, wie sie Dir von der Klinik vorgeschrieben wurden. Ich würde mich auch mit dem behandelnden Arzt in der Klinik nochmal in Verbindung setzen und dem das erzählen, was der furchtbar schlaue Rheumatologe Dir weismachen wollte.
    Hör Dich mal um und wechsele den Arzt, besprich das mit Deiner HÄ, vielleicht kann die Dir jemanden empfehlen. Hoffentlich hast Du eine gute........................meinen HA kannste vergessen...
    Der hatte zu meinen hohen Entzündungswerten damals gesagt, das wäre nicht schlimm........
    Lb. Grüße
    Grit
     
  11. Agaw

    Agaw Neues Mitglied

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    Äpfel oder Birnen - oder - Äpfel und Birnen?


    Hallo,

    mein Beitrag ist mit Vorsicht zu genießen, da sich bei mir einige Diagnosen miteinander vermischen und ich mich deshalb zu weit über den Tellerrand hinauslehnen könnte.
    Es könnten Missverständnisse auftreten, wenn Müdigkeit bei mir Oberhand gewinnt und ich mich nicht ausreichend konzentrieren kann, ungenau formuliere oder was auch immer.

    Du schreibst : Ich habe auch in 4 Monaten 13kg abgenommen.

    Müdigkeit, Muskelschwäche und der doch ansehnliche Gewichtsverlust in kurzer Zeit läßt mich die hier Anwesenden Fachleute fragen, ob dies bei rheumatischen Erkrankungen in diesem Zusammenhang bei der gegebenen Diagnose durchaus so vorkommt.

    Könnten nicht Äpfel und Birnen gemischt sein? Manchmal steht ein Apfelbaum nicht weit von einem Birnbaum. Das eine schließt womöglich das andere nicht aus.

    Womöglich hat dieser Arzt Zusammenhänge vermutet, die zur deiner derzeitigen Diagnose nicht passen. Ich kenne mich leider im rheumatischen Formenkreis nicht aus, der Gewichtsverlust hat mich nur stutzig gemacht in Zusammenhang mit den von dir beschriebenen Symptomen. Es gibt sicher viele andere Ursachen, ich denke jetzt nur an eine der Möglichkeiten. Es gibt eine Reihe an Infektionserkrankungen, die die von dir beschriebenen Symptome auslösen können. Dabei wäre die Behandlung der Infektion erfolgsversprechender als nur eingleisig mögliche Folgen, wie z.B. Autoimmunerkrankungen zu behandeln.

    Es tut mir leid, dass du mit einer widersprüchlichen Meinung eines Arztes konfrontiert wurdest, es kommt drauf wer etwas sagt und es Kund getan wird. Diagnose A wie Apfel, schließt B wie Birne nicht immer zwingend aus. Muss aber ganz bestimmt auch nicht heißen, dass wer A sagt auch B sagen muss.

    Ich wünsche dir alles Gute, viel Erfolg im Kampf um deine Gesundheit und einen klaren Kopf
    Agaw
     
  12. Fusili

    Fusili Registrierter Benutzer

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    Hallo Agaw,

    also der Rheumatologe in der Klinik hatte gesagt, dass die Müdigkeit, der Gewichtsverlust und die Abgeschlagenheit/ Muskelschwäche durch die RA kommen kann.
    Ander Erkrankungen konnten ausgeschlossen werden, da ich 10 tage in der Klinik lag und sehr umfangreiche Tests / Untersuchungen gemacht wurden.

    LG