Hallo,
ich habe von meiner Krankenkasse und von der BfA die Information, dass man mit einer zweifelsfrei diagnostizierten rheumatischen Erkrankung alle zwei Jahre einen Antrag stellen kann und dass der in der Regel bei entsprechender Begründung durch den behandelnden Rheumatologen auch genehmigt wird. Die Begründung liegt in der Erhaltung der Arbeitskraft, dem Versuch ein schnelleres Fortschreiten zu unterbinden und so eine gewisses Maß an Arbeitsfähigkeit zu erreichen.
Ich war vergangenes Jahr in der Aschoff-Klinik in Bad Kreuznach und dort haben mir der Oberarzt und die behandelnde Stationsärztin angeraten auf alle Fälle nicht vier Jahre zu warten; vor allem dann nicht wenn ich weiter arbeiten gehen möchte. Sie wollten mich schon teilerwerbsunfähig schreiben und es war einige Überzeugungsarbeit von mir zu leisten, dass das nicht im Entlassungsbericht steht. Allerdings haben sie einige Einschränkungen reingeschrieben, mit denen ich aber leben kann.
Ich habe einen GdB von 60 %, bin 52 Jahre alt, arbeite Vollzeit im Büro und halte einiges aus um möglichst wenige Fehlzeiten zu haben. Allerdings hat mir meine Hausärztin vor einiger Zeit mal gesagt, dass es trotzdem Probleme geben könnte, auch wenn die Ärzte einen zweijährigen Rhythmus befürworten, weil ich zu wenig krank bin. Ich spritze Humira, esse täglich Kortison, Magenschutz und Blutdruckmittel, Schmerzmittel bei Bedarf, häufig Celebrex und gehe mindestens 30 Minuten Gymnastik bei der Rheuma-Liga, 60 Minuten krankengymnastisches Pilates und 40 - 60 Minuten manuelle Therapie und KGG unter therapeutischer Aufsicht pro Woche. Trotzdem habe ich dieses Jahr schon drei Schübe hinter mir die sich gewaschen haben. Der letzte im September hat mir zwei Wochen den gelben Schein aufgezwungen; es ging einfach garnichts mehr.
Mal sehen was daraus wird. Auf jeden Fall lasse ich mich nicht krank schreiben wenns nicht unbedingt sein muss; schon damit ich auf Dauer keine Probleme an meinem Arbeitsplatz bekomme.
Liebe Grüße
Gabi (bibi ro-lerin seit 2003)