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Fragen zum Rehaantrag

Dieses Thema im Forum "Rente und Rehabilitation" wurde erstellt von Frau Grau, 26. August 2013.

  1. Frau Grau

    Frau Grau Registrierter Benutzer

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    Hallo.
    Ich werde zu meinen Fragen irgendwie nicht fündig, daher frag ich jetzt doch mal direkt. Vielleicht hat jemand genug Erfahrung, um mir ein paar Hinweise zu geben.

    Ich habe seit 2 Jahren die Diagnose rheumatoide Arthritis seronegativ. Nehme mtx und immer noch in wechselnder Höhe Cortison.
    Ich arbeite Vollzeit in einem vor allem psychisch stressigen Job mit viel Kundenkontakt. Meist klappt das gut, meine Fehlzeiten haben sich aber schon deutlich erhöht. Ich fühle mich oft schlapp und ausgelaugt, hab immer mal wieder Schmerzen. Aber meist so, dass es irgendwie geht. Ich merke aber, dass ich immer mehr an kraft verliere und möchte eigentlich nicht warten bis gar nichts mehr geht.
    Ich versuche dem ganzen aktiv zu begegnen: manuelle Therapie, Physiotherapie, Psychotherapie, leichten Sport, Ernährung. Bin aber dennoch oft einfach nur fertig.

    Ich spiele seit mehreren Monaten mit dem Gedanken, eine Reha zu beantragen oder eine Kur zu machen, die ich mir finanziell jedoch schlecht leisten kann.

    Morgen möchte ich mit meiner Ärztin sprechen bzgl. Reha. Ich habe aber die Befürchtung, dass es mir "zu gut geht", auch wenn ich persönlich das natürlich anders empfinde.

    - "reicht" Müdigkeit und Erschöpfung aufgrund der Entzündungen im Körper und die Überbelastung, die ich aktuell durch die Arbeit empfinde für einen Rehaantrag?
    - wie gehe ich am besten vor?

    Ich lasse liebe Grüße da und hoffe, dass der ein oder andere einen hilfreichen Tipp hat. Danke schonmal.
     
  2. Sigi

    Sigi Mitglied

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    Hallo Frau Grau,

    wenn es Dir so gut gehen würde,brauchtest Du kein MTX und Cortison nehmen und Du wärst nicht immer so kaputt ;).

    Eine Reha ist doch auch dafür da,dass die Arbeitskraft erhalten bleibt und den Ausdruck "Kur" gibt es wohl nicht mehr,bzw. damit werden dann wohl Kururlaube gemeint sein,wo die Anwendungen der Versicherungsträger zahlt und man selber Verpflegung und Unterkunft.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg!

    Liebe Grüße
    Sigi
     
  3. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo Frau Grau,
    natürlich kannst du eine Reha beantragen, schließlich bist du chronisch krank und die Ausfälle werden immer mehr. Da geht es dir sicherlich nicht zu gut.
    Was das finanzielle betrifft: Wenn du unter ca. 1100 € netto verdienst, brauchst du keine Zuzahlung zu leisten. Und es staffelt sich, wenn du nur etwas mehr verdienst, zahlst du nur wenig dazu usw.
    Ich hab bei der RV einfach angerufen und mir ein Antragsformular zuschicken lassen. Da kann man sich dann gleich eines zur Zuzahlungsbefreiung mitschicken lassen. Ruf einfach an und lass dich beraten. ;)
     
  4. Frau Grau

    Frau Grau Registrierter Benutzer

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    Danke

    Danke euch beiden schon mal!

    Ein Versuch ist es ja auf alle Fälle wert. Manchmal denke ich einfach, dass es ja noch viel schlimmer geht und ich noch nicht das "Recht" habe auf Reha und einen so langen Ausfall beim Arbeitgeber... aber ist natürlich ne blöde Denke.

    Liebe Grüße und gute Nacht.
     
  5. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Reha

    Hi, also einen Anspruch hat man mit 4-Jahresfrist, ausser wenn dringende medizinische Gründe einen früheren Zeitpunkt bedingen.
    Antrag bei der Krankenkasse anfordern, anrufen genügt, das wäre eine vollstationäre Reha, oder ambulante Kur. Bei Berufstätigkeit den Antrag beim Rententräger anfordern oder über die Krankenkasse weiterleiten lassen-das geht auch.
    Einen Teil füllt der Arzt aus, Einen Du. Umfangreich, aber kriegt man hin.
    Vorraussetzungen sind häufig "Möglichkeiten an Ort müssen ausgeschöpft sein". Damit meinen die ambulante Behandlungen, Physiotherapie und Soetwas. Oder der Arzt verweist direkt auf "notwendige Behandlungen stationär in einer Rehaeinrichtung, balneophysikalisch" zur Vermeidung einer Verschlechterung und Erhaltung der Erwerbsfähigkeit.
    Du würdest bei Berufstätigkeit Lohnfortzahlung bekommen, max. 6 Wochen.
    Der Arzt kann eine Reha-Einrichtung benennen, oft wird die aber festgelegt, muss man dann sehen.
    Bei Ablehnung sofort Widerspruch einlegen.
    Ja wenn Fragen hast schick ne PN.
    Gruss "merre"
     
  6. BlaueBlume

    BlaueBlume Neues Mitglied

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    Hallo Frau Grau,

    ich habe mir die Antragsformulare aus dem Internet gezogen, die sind auf der Seite der RV Bund in ein Bündel gepackt zu finden. Man kann sie entweder am Bildschirm ausfüllen oder den Ausdruck von Hand. Es gibt Formulare für die Krankenkasse und für den behandelnden Arzt. Das Arztformular hat meine Rheumatologin für mich ausgefüllt. Die bekommt dafür 25 Euro vom RV-Träger erstattet, da musst du dir also keinen Kopf drum machen. Bei der Krankenkasse reicht ein Anruf mit der Bitte "Füllen Sie für mich die Krankenkassenbestätigung zum Rehaantrag aus und schicken Sie mir das zu", dann ist das auch erledigt.

    Nachdem ich alle Formulare ausgefüllt beisammen hatte, habe ich sie in einen Umschlag gesteckt und dem Rentenversicherungsträger zugeschickt. Eine knappe Woche später hatte ich die Eingangsbestätigung.

    Ich arbeite bei einer Krankenkasse und kann dir versichern, dass das Kriterium "Erhalt der Erwerbsfähigkeit" für alle Arthritispatienten zutrifft, mach dir keine Sorgen und habe kein schlechtes Gewissen in der Richtigung "Mir geht es zu gut für eine Reha"! Meine Rheumatologin versicherte mir sogar, dass in ihrer langjährigen Praxis noch kein Rehaantrag eines Patienten mit Arthritis als Rehaindikation abgelehnt wurde.

    Mach es und fang schon mal an, dich auf eine erholsame Zeit zu freuen!!
     
  7. TheBlackVelvet

    TheBlackVelvet Mitglied

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    Hallo Frau Grau!
    Klar kannst du eine Reha beantragen! Bei mir ist es sehr ähnlich, habe PsA nehme Simponi und immer mal wider Cortisonstoß und auch auf Dauer 5mg lodotra zur Nacht. Mir geht es überwiegend okay, aber der Stress und Druck auf der Arbeit belastet mich phasenweise sehr und oft wird dann auch mein Rheuma schlechter. Ich arbeite als Betreuerin für schwer psychisch Kranke im Schichtdienst in einer 24-Std Wohnbetreuung. Das ist schon manchmal extrem, grade wenn es einem selber nicht so gut geht hat man nicht mehr die kraft auch noch anderen so zu helfen wie man es bei mir im Job müsste.. Ich hab auch oft mit Müdigkeit und Schwäche etc. zu tun seit ich das biologica nehmen muss. Ich habe vom Rheumatologen empfohlen bekommen mal eine Reha zu machen und hab diese dann auch selbstständig beantragt. War gar kein Problem und wurde auch zügig bearbeitet. Ich musste die Formulare ausfüllen und eines dann vom Rheumatologen ausfüllen lassen, dann noch ein mal zur Krankenkasse damit die einen Bogen ausfüllen wo alle AU-Zeiten drin stehen. Als ich dann alles zusammen hatte hab ich es abgeschickt und nach 6 Wochen hatte ich die Bewilligung. Leider war es zuerst nicht meine "wunschklinik" die ich mir rausgesucht hatte, habe dann Widdrspruch eingelegt und begründet warum ich unbedingt in die Klinik nach Bad Eilsen in meinem fall möchte und binnen einer Woche wurde dem stattgegeben und ich habe mit der Klinik einen Termin gemacht. Jetzt geht's nächsten Dienstag los und ich freu mich sehr drauf. Leider geht's mir seit vorgestern gar nicht gut mit den Rheuma und der Rheumatologe hat mich jetzt bis zum rehabeginn AU geschrieben und macht wider einen Cortisonstoß mit mir. Das wird schon werden damit. Ich selber erhoffe mir von der Reha hauptsächlich Hilfe in bezug auf meine Arbeitsfähigkeit. Ich arbeite gerne dort wo ich jetzt bin aber ich schaffe einfach den Schichtdienst nicht.. Und auch sonst ist die 24-Std Betreuung für mich zu "eng". Ich will versuchen im betrieb ins betreute Einzelwohnen zu wechseln, das liegt mir mehr und ist auch besser mit meiner Krankheit zu vereinbaren, Schichtdienst hätte ich da auch nicht. Langfristig möchte ich nächstes Jahr noch studieren gehen da ich mir als Sozialarbeiterin dann für später bessere jobmöglichkeiten ohne Schichtdienst erhoffe. Naja, irgendwie wird das schon gehen. Bin ja erst 26. ich drücke dir die Daumen das deine Reha auch schnell befürwortet wird und du eine gute Zeit dort hast! :)
     
  8. herzibobberl

    herzibobberl Neues Mitglied

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    hallo frau grau,

    natürlich kannst du eine reha beantragen...wenn du rente einbezahlst sind die doch froh wenn du noch ein paar jahre arbeiten kannst...ich hab erst seit dezember entzündliche polyarthrits,habe im mai reha beantragt und bin im juni/juli schon drei wochen in oberammergau gewesen...was super toll war,eine schöne gegend und tolle leute da.es wird keine medikation durchgeführt aber alles passte super..

    bin so erholt gewesen das ich in der dritten woche nichtmal mehr gewusst habe was für ein tag ist ,-)
    also antrag von hausarzt beantragen lassen ausfüllen und bitte schreibe hier rein wenn das durch ist..

    allses gut :o