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Fragen zum Arztbericht

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von annie1, 18. Oktober 2013.

  1. annie1

    annie1 Neues Mitglied

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    Hallo Forum,
    ich habe einen Arztbericht von meinem Schmerzarzt bekommen, der sich liest, als ob er da zwei Personen verarbeitet hat.
    Was mich am meisten verunsichert, ist die Klassifizierung der chronischen Schmerzen.
    Er schreibt von einem Chronifizierungsgrad III nach Gerbershagen.

    Meine Recherche im Netz hat dazu eine Tabelle ergeben.
    Die Positionen unter dem Chronifizierungsgrad III werfen in meinen Augen ein extrem negatives Licht auf mich, zumal dort nur ein Punkt (der erste), zutrifft.
    Den nächsten Termin dort habe ich erst im November.

    Nun würde ich mich freuen, von euch näheres zu lesen.
    Habt Ihr Erfahrungen mit dieser Gerbershagen Tabelle, seit ihr selber da irgendwie eingestuft?
    was für Auswirkungen hat das?
    Reicht vielleicht eine zutreffende Position aus um in Grad eingestuft zu werden?

    Wäre für Meinugen echt dankbar, LG Annie
     
  2. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo Annie1,

    In wie fern meinst du das es ein negatives Licht auf dich wirft ? Also was dich daran stört mein ich.
     
  3. Lächeln

    Lächeln Aktives Mitglied

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    Ich hab mir die Tabelle grad mal im Internet angeschaut. Die ist ja wirklich komisch.

    Mal ins laienhafte übersetzt:

    Stadium 1: man hat erträgliche Schmerzen an einer ganz bestimmten Stelle, geht zum Arzt und befolgt die Anweisungen und hat sozial keine Probleme

    Stadium 2: Man hat meistens schwere Schmerzen, es gibt Medikamentenmissbrauch und Entzugsbehandlung, ziellose Arztkonsultationen und man macht nicht die richtigen Dinge zur Schmerzbewältigung

    Stadium 3: Man hat immer schwere Schmerzen, massiven Medikamentenmissbrauch, rennt von Arzt zu Arzt und versagt in Familie und Beruf.

    Hä?

    Das würde bedeuten:
    einen Patienten, der schwere Schmerzen hat, von seinem Arzt gut betreut und angemessen mit Schmerzmitteln behandelt wird, sich an ärztliche Anweisungen hält und ein gutes Familienleben führt - den gibt es nicht.

    Wahrscheinlich macht das ganz nur Sinn, wenn man es Achse für Achse (so nennen die da die einzelnen Bereiche, die angeschaut werden).

    Dann könnte es jemand geben, der zwar Schmerzen in stufe 1 hat, aber beim Medikamentengebrauch schweren Missbrauch der Stufe 3betreibt.
    Oder jemand, der Schmerzen in Stufe 3 hat, aber bei den Medikamenten auf Stufe 1 ist, weil die Medikamente absprachegemäß eingesetzt werden.

    Ich versuch mal den link einzustellen:

    http://www.neuro24.de/show_glossar.php?id=628


    LG
    Lächeln
     
    #3 18. Oktober 2013
    Zuletzt bearbeitet: 18. Oktober 2013
  4. annie1

    annie1 Neues Mitglied

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    Nun ja, kennst du die Tabelle?
    Die Positionen treffen, bis auf die Erste, nicht auf mich zu.
    Unter Anderem wird da über mich ausgesagt, dass ich langjährig Medikamentenmissbrauch betrieben hätte und ich in Beruf, Familie und Gesellschaft versagt hätte.
    Ich finde, das ist ganz schön starker Tobak!

    Was ist, wenn ich jetzt wegen akuter Beschwerden zum HA gehe und der mir nicht die benötigten Medikamente verschreibt, weil er der Aussage des Arztberichtes Glauben schenkt?

    Und die Aussage über das Umfangreiche soziale Versagen ist jawohl sowieso völlig daneben, wenn es nicht stimmt!

    Daher meine Frage wie ihr so eingestuft seit und was es für Auswirkungen hat.

    Bewirkt das eine Einstufng für einen GdB?
     
  5. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Ja kenne die Tabelle. Der Arzt wird vielleicht anderer Meinung sein, sieht das anders bei dir.

    Es kann ja auch bedeuten, das man eben Familienangelegenheiten, Haushalt und so weiter und Beruf nicht mehr bewältigen kann, eben wegen der Dauerhaften Fast-Ganzkörperschmerzen. Ebenso das soziale und kulturelle Leben in der Gesellschaft, weil einfach es wegen der starken Schmerzen nicht mehr geht.

    Das man aus Verzweiflung, viele Ärzte aufgesucht hat und ebenso aus dem Grund viele Medikamente versucht hat um irgendwie diese Schmerzen zu lindern.

    Keine Bewältigungsstrategien erkennbar könnte auch bedeuten, Patient kommt nicht gut klar mit dem Schmerz, weiß im Moment nicht mit welchen Strategien er sich helfen könnte und so in der Art.
     
    #5 18. Oktober 2013
    Zuletzt bearbeitet: 18. Oktober 2013
  6. annie1

    annie1 Neues Mitglied

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    Aber, wie kommt er darauf?
    Ich habe nicht viele Medikamente versucht, noch so viele Ärzte aufgesucht wie in der Tabelle steht!
    Ich wurde nicht operiert und war nur zur Rheumaabklärung ambulant in einer Klinik.
    Ich habe keine fast Ganzkörperschmerzen und auch keine Schmerzausstrahlung in entfernt liegende Areale.
    Ich fülle meinen Job erfolgreich aus und mein Familenleben stimmt zu 100%.
    Meine weiteres soziales Umfeld ist völlig in Ordnung.
    Genauso habe ich es auch dem Arzt berichtet.
    Ich habe lediglich ungewöhnliche, dauerhafte Rückenschmerzen (ok, in letzter Zeit auch häufiger Kopfschmerzen)
    Ich bin zum Schmerzarzt gegangen um von einem Facharzt begleitet die richtige Medikamention zu finden, gerade weil ich nicht einfach alles mögliche austesten will.

    Tja und nun das!
     
  7. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Wie der dann drauf kommt, keine Ahnung, wenn es wirklich nicht zutreffen sollte.

    Und wenn du es in einem Gespräch mit dem Arzt mal ansprichst und ihn eben fragst warum er das bei dir so sieht ?

    Das mit dem GdB ist individuell, das richtet sich hauptsächlich nach den Einschränkungen im täglichen Leben.
    Da schaffst du ja noch viel mit so schlimmen Schmerzen, Beruf voll, Familie top, ist bei mir alles nicht mehr so. Ich schaffe das nicht mehr so. Auch soziale Kontakte außerhalb kann ich nicht mehr so gut und viel aufrechterhalten, wegen Schmerzen, Erschöpfung und anderen Einschränkungen durch meine Erkrankung.
     
    #7 18. Oktober 2013
    Zuletzt bearbeitet: 18. Oktober 2013
  8. annie1

    annie1 Neues Mitglied

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    Danke an dich!
    Ich habe ja vor das beim Arzt anzusprechen. Der Termin ist aber erst Ende November.
    Ich wollte ja hier mal hören, ob jemand anderes eine solche Einstufung hat.
    Was ihr so für Erfahrungen damit habt...

    LG Annie
     
  9. annie1

    annie1 Neues Mitglied

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    Gibt es hier tatsächlich kein Mitglied oder Bekannten oder, oder, oder, der irgendwie nach dieser Gerbershagen Sache eingestuft wurde?
    Niemand hat sonst etwas davon gehört, gelesen etc?
     
  10. Mni

    Mni Aktives Mitglied

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    sorry, aber

    ich halte das für ....naja....

    so eine Tabelle kann evtl eine grobe Orientierung geben- aber jemand in eine Schublade stecken...da machen es sich die Ärzte viel zu einfach.

    SUch Dir einen Arzt, der Dich individuell behandelt-wird aber schwierig, wenn man kein Privatpatient ist...

    Alles Gute, viele GRüße! mni
     
  11. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Ich wollte eigentlich hierzu nichts sagen, aber jetzt dann doch:

    Es ist eine m. E. durch nichts belegte Unterstellung, dass jemand durch die Zuordnung des Grades/Stadiums einer Erkrankung (hier der anhaltenden, offenbar komplexen Schmerzsymptomatik) "in eine Schublade gesteckt wird".
    Die Stadieneinteilung zur Chronifizierung des Schmerzes nach Gerbershagen (übrigens ein Professor der Anästhesiologie und Schmerztherapeut, ehemaliger Direktor des Schmerzzentrums Mainz) dient der multifaktoriellen Einschätzung des "Leidens" am Schmerz - dass das mehr als nur das reine Vorhandensein von "starken, unerträglichen, dauerhaften oder wiederkehrenden" Schmerzen umfasst, dürfte doch klar sein, oder?

    ISG-Arthritis oder Tumoren oder Bluthochdruck und zahlreiche andere Erkrankungen werden schließlich auch in Schweregrade/Stadien eingeteilt. Niemand muss sich dadurch "bewertet" fühlen. Eine derartig strukturierte Betrachtung dient der Entscheidung zum weiteren therapeutischen Vorgehen und nicht einem "Urteil" über den betroffenen Menschen.
    Dabei steht nirgends, dass alle Aspekte eines der 3 Stadien vollständig erfüllt sein müssen....

    http://www.fibromyalgie-aargau.ch/files/2011/2011_06_17_Schmerz_Stadieneinteilung.pdf

    Also: keep cool ;)
     
  12. annie1

    annie1 Neues Mitglied

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    Danke Frau Meier!
    nun ja, meine Dienstherr bekommt das Ding ja Glücklicherweise nicht zu sehen, sonst müsste er dringend meine letzte Beurteilung ändern...
    ...und meine Mann hat herzlich gelacht und gefragt, ob der Bericht für eine andere Patientin ist.

    Aber bei manchen landet man eben doch in einer Schublade, das unterstelle ich nicht, das ist letzte Woche so passiert.
    Ich war beim HA, letzte Woche und in einem Nebensatz hat er gefragt, ob ich schon über eine Entgiftung nachgedacht hätte ...
    Natürlich nicht! Was sollte ich auch entgiften:confused:
    Der Arzt hat überhaupt keinen Anlass sowas zu fragen. Ich habe dort inb der Praxis netztes Jahr ne Packung Ibu verschrieben bekommen und auch seit dem nichtsweiter gefordert.

    Erst als ich aus der Praxis raus war und den Arztbericht des Schmerzarztes las, wusste ich warum die Frage gestellt worden war.

    ...und nochmal meine Frage, gibt es hier jemanden, der von einem Arzt mit einer Chronifizirungsstufe bedacht wurde oder bin ich tatsächlich der einzige Mensch hier im Forum?
     
  13. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @annie1

    Hak es einfach ab ;); "Entgiftung", "Ausleitung" und vergleichbare Begriffe sind Schlagwörter, die bei Rheumakranken nicht wirklich etwas zu suchen haben und oft etwas diffus verwendet werden.
    Ich glaube nicht, dass damit eine Entgiftung im Sinne eines Entzugs von abhängig machenden Substanzen gemeint war....
     
  14. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    @anni1 - Ist dein Schmerzdoc ein entsprechend ausgebildeter Arzt auf diesem Gebiet(FA für Schmerztherapie) oder hat er sich hier selbst(Literatur, CME-Weiterbildung o.ä.) darauf spezialisiert? Gerade aus der "Not heraus", weil es in manchen Regionen keinen adäquaden Ansprechpartner gibt, haben sich einige Ärzte sich deren angenommen und versuchen hier zu unterstützen. Oft sind es Anästhesisten die vom Fach her schon einiges Wissen mitbringen.
    Weil es mich persönlich interessiert hat, habe ich meinen Doc angerufen und mal nachgefragt was diese Einstufung für dich bedeutet. Er (als FA für spez. Schmerztherapie) meinte nur, dass man einige Dinge bei der Einstufung "unter einen Hut" bringen muss. Wobei bei Grad III nicht jeder Patient zwingend Missbrauch betreibt oder wie du meintest "im Leben auf ganzer Linie versagt hast". Grundsätzlich bedeutet diese Einstufung für dich, dass du einen Dauerschmerz ohne einen Wechsel in der Intensität besitzt, welcher dich im berufl. und sozialem Leben beeinträchtigt. Sollten wirklich ein Missbrauch vorliegen, dann würde dies explizit noch einmal dargelegt. Einfach aus dem Grund, damit andere Ärzte die Problematik kennen. Denn kein Arzt kennt, wenn er nicht täglich mit diesem Thema zu tun hat, alle Stufen aus dem Kopf.

    Also Ruhe bewahren und chillig sein!
    LG
    Waldi
     
  15. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    @hallo annie

    willkommen im klub, sag ich nur.
    solch diagnose stand in meinem rehabericht von....glaube 2009 auch auf einmal.
    obwohl ich mit solcher diagnose bis dahin im schmerzzentrum nicht mal ansatzweise
    konfrontiert wurde. anschliessend ist darauf dort (eine uniklink) nicht mal einer drauf
    eingegangen.

    klar hängt erstmal aus unserer sicht der makel an einem, etwas zu haben was nicht
    ist und jeder der weiss was gerbershagen bedeutet, weiss was das heisst.

    nur heute erfolgt die schmerztherapie kontrolliert mit hochdosierten medikamenten in
    massen (ist eben so) aus allen bereichen und man sagt, dass das eine abhängigkeit zwar
    herstellen kann, nicht muss. das sind eben neuere erkenntnisse als vor einigen jahren.

    hinzu kommt, dass die schmerztherapie wie sie jetzt gehandhabt wird, vor gut 8-10 jahren
    noch völlig in den kinderschuhen steckte.

    bisher habe ich ein arztwechsel zur schmerztherapie vorgenommen, weil die vorhergehende
    mich nicht weiter gebracht hat. wobei ich dort immer hin 4 jahre behandelt wurde und
    das nicht schlecht. aber nicht optimal. operationen erfolgten aufgrund von schäden an den
    gelenken, dank rheuma und nicht aufgrund von schmerzen. dass ist ein kleiner wenn auch
    feiner unterschied.

    mein jetziger schmerzdoc nimmt diese "diagnose" nicht mal ansatzweise in sein vokabular
    auf. es steht bei ihm in keinem arztbericht, den er regelmässig an den versicherungs-
    träger stellt. er ist bei uns der begründer der mutlimodalen ambulanten schmerztherapie
    und führt das grösste schmerzzentrum der stadt. von daher mache ich mir deshalb keine
    sorgen.

    ich melde mich bei dir noch mal per pn. bitte etwas geduld.

    grüsse vom sauri
     
  16. annie1

    annie1 Neues Mitglied

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    Vielen Dank an euch für eure Meinungen!
    Tja, es könnte so einfach sein, wenn Rheuma diagnostiziert wäre.
    Für meine Schmerzen und die schwindenden Muskeln gibt es bisher keine Diagnose (Fibro schwirrt manchmal raum).
    Ich bekomme keine Therapie und keine Medikamente.

    Zum Schmerzarzt bin, weil 3 Jahre Dauerschmerz irgendwie dann auch mal reichen.
    Er versuchte es mit Novalgin, die bei mir heftige Nebenwirkungen hervorriefen und meinte dann ich solle erstmal Reha Sport und ne Psychtherapie machen, bevor er andere Medikamente versucht.
    Selbst eine Cortison Stoßtherapie um zu testen, ob das vielleicht doch hilft, wurde abgelehnt.
    Auch weitere Diagnostik wurde abgelehnt...
    Reha Sport bringt garnichts zumal ja nicht wirklch raus ist, warum die Muskulatur, nach der Reha im letzten Jahr abgebaut hat und ne Psychotherapie kann auch ich nicht einfach so Morgen beginnen...

    Also was soll ich tun, zu einem anderen Schmerzarzt:confused:
    Dann stimmt in der Tat bald die Position der häufigen Arztwechsel.

    Lt. Praxistext (Gemeinschaftspraxis) ist er Facharzt für Anästhesiologie und macht eben spezielle Schmerztherapie (als weiterer Spiegelstrich).

    Bin für weitere Infos dankbar, auch per PN!

    Jetzt ruft die Arbeit...
    LG Annie
     
  17. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Ohne Diagnose ist eine medikamentöse Therapie ja auch nicht ganz einfach.
    Warum dein Schmerztherapeut keine weitere Diagnostik veranlassen möchte, kann hier aufgrund der fehlenden Kenntnis der Vorbefunde niemand beurteilen.

    "Muskelschwund" kann jedoch ursächlich eingegrenzt werden; Cortison "blind" mag manchmal gegen die Schmerzen UND die Ursache helfen, birgt jedoch die Gefahr weiteren Muskelabbaus - insofern ist diese Idee nicht trivial ;)
     
  18. annie1

    annie1 Neues Mitglied

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    Nun ja, lt Ärzten habe ich ja keinen unerklärlichen Muskelabbau.
    Also gibt es aus ärztlicher Sicht keinen Grund gegen einen Cortisonversuch.

    Der Cortisonstoß wurde mit der Begründung abgelehnt: "Nach Cortison geht es einem immer irgendwie, irgendwo besser.
    Mach Sie mal erstmal Reha Sport und ne Psychotherapie"
     
  19. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Dies wäre für mich ein Grund, mir einen anderen Arzt zu suchen. Wem geht es nicht gut, wer hat Schmerzen und wer verliert wertvolle Zeit seines Lebens? Der Doc sicher nicht!
    Bei mir wollte man auch so "herumwurschteln" - nichts Halbes und nichts Ganzes. Es hätte notgetan ich hätte den Ärzten meine Diagnose mitgeteilt. Leider ist nicht jede Erkrankung wie aus dem Lehrbuch und zu oft verlässt sich der Arzt rein auf diverse Laborwerte. Würden bei problematischen Fällen besser mal die Ohren gespitzt und genau zugehört, würde sich oftmals schneller etwas in Richtung Diagnose drehen.
    Am Ende hatte ich drei Ärzte verbraucht bis zur Diagnose.

    LG
    Waldi
     
  20. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    @hallo Annie,

    ich hab was gefunden, was dich bestimmt interessiert!

    http://www.medwis.de/chronisch.htm

    (...)
    Schmerzchronifizierung.
    Die Stadieneinteilung der Schmerzchronifizierung nach dem

    Modell der Schmerzchronifizierung nach Gerbershagen
    (zum Herunterladen ist der Acrobat Reader © erforderlich),
    über diesen Link sind die Testanweisungen
    einsehbar.

    Das Modell nach Gerbershagen ist in die Jahre gekommen
    und Ausdruck einer „asymetrischen“ Medizin.

    In früheren Zeiten sagte der Arzt was die Krankheit ist und wie
    sie zu behandeln ist. (...)


    grüsse vom sauri p.s. PN ist in arbeit ;)