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Fragen über Fragen bez. Rheumatoider Arthritis

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von zoey8611, 15. September 2014.

  1. zoey8611

    zoey8611 Neues Mitglied

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    15. September 2014
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    Hallöchen zusammen,

    ich habe seit ca. 8 Jahren Hashimoto und seit letzter Woche diagnostizierte mir meine Hausärztin Rheumatoide Arthritis aufgrund meines CRP-Antikörper Spiegels von 31 (Referenz <7, grenzw. 7-10, positiv >10 und CRP C-reaktives Proteom von 0,6 (Referenz bis 0,5) zudem liegt meine Blutsenkung bei 50. Außerdem bin ich genetisch vorbelastet da mein Vater Rheuma hatte und meine Mutter MS. Leider kann ich meinen Vater nicht mehr fragen, welches Rheuma denn er nun genau hatte, da er bereits seit ca. 15 Jahren verstorben ist und meine Mutter seit ca. 10... Dumm gelaufen... Wie dem nun auch sei, bekomme ich gerade zig Flashbacks aus meiner Vergangenheit über den Krankheitsverlauf meiner Eltern.

    Ich bin 28, stehe eigtl. fest im Leben, habe einen guten Job, eine tolle Partnerschaft und drei wunderschöne Felltiger die mir sehr viel Kraft geben. Und jetzt die Diagnose...Ich weiß nicht wie es weitergehen soll... Ich habe keine Berufsunfähigkeitversicherung wegen der Schilddrüse... Ich habe Angst dass mich die Medikamente für Rheuma so starkt verändern, dass mein Partner mich verlässt. Ich habe absolute Panik ein Pflegefall wie z.b. meine Mutter werden....Ich meine wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit mit Rheuma ein Pflegefall zu werden? Ich kann darüber über google nicht sehr viel finden... Ich habe keine geschwollenen Gelenke aber die Entzündung sieht man ja im Blutbild... Im Augenblick habe ich einfach nur Panik... Wie sage ich es meinem Arbeitsgeber?

    Kann man auch normal alt werden und Kinder kriegen mit einigen Beschwerden, oder zieht es immer so einen langen Leidensweg mit sich?

    Es tut mir schrecklich leid, wegen meiner vielen Fragen...
    Ich hoffe es kann mir hier jemand Mut geben...denn zur Zeit weiß ich nicht mal wie ich bis zu meinem morgigen Rheumatologen-Termin überstehen soll...

    Ganz liebe Grüße

    Zoey
     
  2. Kati

    Kati Bekanntes Mitglied

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    Hallo!

    Herzlich willkommen, und nur keine Panik!
    Der Verlauf Deiner Eltern, der schon etliche Jahrzehnte zurückliegt, ist nicht Dein Verlauf.
    MS ist nicht RA. Du musst mit Ra kein Pflegefall werden!
    Und Dein Vater hatte sicherlich nicht die Medis, die es heute gibt, zumindest nicht, wie es begann.

    Du schreibst nichts von furchtbaren Schmerzen. Und Du hast wohl ziemlich schnell reagiert.
    Es gibt ein Zeitfenster in dem man mit einer entsprechenden Therapie das Rheuma völlig zum Stopp bringen kann. Und es gibt sehr viele gute Medikamente. Du musst m.E. Deinem Arbeitgeber gar nix sagen.
    Warte doch erstmal ab, was der Rheumatologe sagt. Und dann was er Dir an Medikamenten vorschlägt.

    Ich habe die Diagnose seit mehr als 10 Jahren. Ich habe keine Veränderung in den Gelenken, arbeite ganz normal, bin vielleicht ein wenig schneller müde als andere… esse möglichst wenig Schweinefleisch und übernehme mich nach Möglichkeit nicht. Aber außer im ersten Jahr, in dem ich dachte ich sitze nach 10 Jahren im Rollstuhl, habe ich die Panik schon lange hinter mir gelassen.
    Heute nehme ich keine Basistherapie mehr, nur 5mg Cortison… es geht mir wirklich recht gut, und es gibt viele Tage an denen ich an mein Rheuma nicht mehr denke. In meinem Bekanntenkreis wissen nicht alle davon, und die Arbeitgeber schon ganz und gar nicht. Warum auch?

    Es gibt hier auch viele, die Kinder bekommen haben. Da spricht, wenn Du recht gut eingestellt bist, nichts dagegen. Nur solltest Du das Deinem Rheumatologen sagen, da manche Medis nicht mit einer Schwangerschaft vereinbar sind.

    Mehr fällt mir nicht ein… Schränkt Dich denn die Hashimoto so sehr ein? Ich habe davon keinerlei Probleme, und auch nicht mit einer kleiner Tablette jeden morgen.
    So ähnlich ist ein gut eingestelltes Rheuma. Es gibt sicherlich auch schlimme Verläufe, aber warum solltest gerade Du so einen haben? Dagegen spricht, dass es so schnell diagnostiziert wurde.

    Lass Dich vom Internet nicht beeindrucken. Es schreiben meist die, die schwere Verläufe haben. Die anderen gehen arbeiten, haben Familie und Kindern und wenig Zeit sich um sich um ihre Krankheit zu kümmern.

    Also, alles mit der Ruhe. Wenn Dein Freund Dich liebt, wird ihn auch das nicht stören.
    Gib der Krankheit keine Macht über Dich!

    Kati
     
  3. zoey8611

    zoey8611 Neues Mitglied

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    Vielen lieben Dank für deine so schnelle Antwort...Das war wirklich Balsam für die Seele...Ja du hast natürlich vollkommen Recht, damals war die Medizin absolut nicht so weit!!! Darauf hätte ich selbst kommen können:(...

    Ja ich habe Schmerzen in den Handgelenken und in den Knien und seit Donnerstag solche heftigen Rückenschmerzen...bekomme seit Donnerstag 60mg Prednisolon...bringt gar nichts :(... Zuerst wurde es immer auf die Hashimoto zurückgeführt oder Sehnenscheidentzuündung aufgrund meines Bürojobs und mir ist jetzt irgendwann der Kragen geplatzt und nun habe ich die Blutergebnisse. Jedoch wurde im April bereits Rheumawerte überprüft aufgrund meines Zahnblutens... Da war wohl aber alles negativ...Daher habe ich die leise Hoffnung dass ich hoffentlich noch früh genug dran bin... Habe nur Sorgen ob der Rheumatologe bei dem ich morgen bin auch der richtige für mich ist... Denn die Zeitspanne ist ja nicht sehr groß und überall wo ich angefragt habe ist der früheste Termin im November:eek:.... Jetzt habe ich nunmal das Glück binnen weniger Tage einen Termin bei Herrn Dr. Thomas Karger in Köln zu bekommen nur liest man sehr wenig über ihn und er ist schon recht alt und meine Sorge ist dass er zu eingefahren ist...

    Bezüglich des Internets ist deine Aussage äußerst amüsant, genau das gleiche hat mein Freund mir auch gesagt :D es wird kaum einer schreiben, dass es einem ganz gut geht, weil die dann ganz andere Sorgen haben :)...Aber es ist schön diese Sichtweise von einer anderen Person zu hören :)

    Es freut mich und erleichtert mich zu lesen dass es dir so gut geht mit deiner Krankheit...ich hoffe dass es weiterhin so bleibt :)

    GLG
     
  4. Töns

    Töns Mitglied

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    Hallo Zoey

    Mach dich bitte nicht verrückt.Ich habe RA seit ca. 20 Jahren und arbeite noch voll mit (bin Tischler ,ca.40Stunden pro Woche).
    Es liegen keine Fehlbildungen vor ,also vom Pflegefall bin ich noch weit weit weg.
    Wenn du die richtigen Medis bekommst wird es dir auch gut gehen.Klar geht es manchmal auf und ab, aber das muss nicht bei dir so kommen.
    Reden mit deinen Partner ,wenn es dir nicht gut geht,er sollte es verstehen und Kinder kriegen ist in absprache mit dem Rheuma Doc auch möglich.
    Dein Rheuma Doc wird schon die richtigen Medies für dich finden und dann geht es dir auch wieder besser.

    Gruß Töns