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Fragen... nun sortiert :-)

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Sunshine74, 8. April 2003.

  1. Sunshine74

    Sunshine74 Guest

    Also, nach meinem Frustgeschwafel von gestern heute mal etwas präziser...

    Muß bei Rheuma eigentlich immer etwas geschwollen und entzündet sein? Oder gibt es auch das eine ohne das andere?

    Z.B. als mir bei der Überlastung vor ein paar Wochen alle Finger angeschwollen sind, waren später nur noch die üblichen geschwollen, aber weder Druckempfindlich noch heiß oder rot. Dafür war ein weitere neues Gelenk rot und druckempfindlich. Beweglichkeit ist aber okay gewesen. ?:-(

    Wenn mir nun neuerdings alle Finger ganz anschwellen (bislang waren es eben nur die üblichen Verdächtigen), heißt das dann, das Rheuma hat sich ausgebreitet?


    Wie ist das nun mit dem Auseinanderdividieren von Sehnen und Gelenkbeteiligung. Manchmal fühlt es sich eindeutig nach Gelenk an, aber andere Male "nur" wie verkürzte Sehnen die unter schmerzhafter Spannung stehen. Die Bewegung ist meist noch voll möglich, nur anstrengender.

    Letzte Woche hatte sich wie gesagt die Achillessehne entzündet, leider auch soweit, dass ich nicht richtig auftreten konnte. Nun ist das wieder okay, auch die Schwellung ist weg (war übrigens nicht heiß), dafür tut es jetzt innen-seitlich weh. Äh... kommt sowas bei PsorA vor?

    Überhaupt: was macht denn nun wirklich einen Schub aus? Muß sich erst richtig was entzünden (so wie im Moment) oder wie ist es mit ansteigender Müdigkeit und Schmerzhaftigkeit ohne Anschwellen usw. Ich meine jetzt nicht die Wetterempfindlichkeiten. Und gibt es da zeitliche Rahmen, ab wann man sagen könnte, das ist ein Schub?


    Wie ist das bei Euch mit Müdigkeit und Belastbarkeit?
    Komme nicht dauerhaft auf 6 Stunden Belastbarkeit (das wäre ein Traum!) mit hoher Schwankung. Brauche nach solchen Dauerbelastungen aber auch viel Auszeit und sehr viel mehr Schlaf insgesamt. Unabhängig davon, ob die sonstige Rheumaaktivität sichtbar höher wird. Wenn ich mir diese Pausen nicht nehme, dann wird der Rest eben auch deutlicher. Das fiel bislang nicht so deutlich auf, weil ich wegen Studium eine relativ günstige Zeiteinteilung hatte und somit durchaus mittags mal 1-2 Stunden schlafen konnte + in den Lernpausen.


    Mir fällt bestimmt noch mehr ein... ich bin einfach sehr verunsichert, weil meine Rheumatologin bis letzte Woche ja immer meinte, das wäre alles nur halb so schlimm und sie hätte schon ganz anderes gesehen. Nur macht mir das doch immer mehr Angst, weil die Stabilität so anfällig ist und selbst im Vergleich der letzten 4 Monate (die volle Wirkung der Medis gilt erst seit etwa Dezember) doch noch mehr dazu kam. Dabei springt eher selten alles gleichzeitig an und es gibt auch "Favoriten". Daneben kommen aber auch immer wieder solche Überraschungskandidaten oder Dinge, die ich so gar nicht gekannt habe (Achillessehne).


    Vielleicht kann mir der eine oder andere noch was dazu schreiben? Die Infos meiner Doc waren ja eher sehr pauschal und unwillig... und mich würde einfach mal eine Beleuchtung aus unterschiedlichen Sichtweisen interessieren. Manchmal denke ich nämlich schon selbst, das kann alles eigentlich gar nicht angehen

    :-(


    Danke für die (Lese-)Geduld! LG Christina, immer noch etwas ratlos
     
  2. Andrea M.

    Andrea M. Guest

    Liebe Christina,

    als erstes muss ich dir recht geben, dass auch ich unter Müdigkeit leide auch merke ich selber, dass ich nach einem 8 Stunden Tag Irre kaputt bin und nur noch ins Bett möchte. Ich habe früher, als ich noch nicht krank war sehr gut durchgehalten und keine Probleme damit gehabt. Jetzt fallen mir im laufe des tages schon öfter mal die Äuglein zu und ich werde sehr müde und habe keine Kraft mehr noch etwas zu erledigen.

    Zu deiner Achillessehne kann ich nur sagen, dass ich seit Oktober auch Schmerzen dirt habe. Durch´s Rontgen hat mein Arzt nun rausgefunden, dass der Schleimbeutel stark entzündet ist und ich dann noch einen kleinen Fersenspor habe. Das tut Höllisch weh und man kann nicht auftreten und die Ferse gar nicht belasten. Dann sagte er auch noch etwas, dass sich die Kochen schon (an der Ferse) schon ein bisschen verschoben oder besser angegriffen sind! Hm! Na ja, ich habe mir jedenfalls Geleinlagen geholt aber, das laufen mit diesen ist sehr schwierig, weil dann merkt man erst wie die Fußstellung richtig sein sollte.

    Ich habe auch das Gefühl, dass trotz der guten Medikament, wie MTX immer wieder neue betroffende Gelenke dazu kommen.

    Ist denn deine Entzündung an der Achillessehne einfach so weg gegangen? Das wäre ja zu schön. Ich muss morgen zu Rheumadoc und ich habe ein wenig Angst. Er meinte nämlich am Telefon zu mir, dass er da spritzen müsse, was sehr unangenehm sei und auch etwas schmerzhaft.

    Ich wünsche dir eine Schmerzfrei Zeit und gute Besserung.

    Vielleicht konnte ich dir ja etwas helfen?

    Sei lieb gegrüßt

    Andrea

    P.S. Wie lange hast du schon Psoathri?
     
  3. VerenaHH

    VerenaHH Guest

    Hallo Christina;

    ich denke Du wirst auf Deine Fragen sicher noch ne Menge Antworten bekommen.
    Ich kann damit nicht dienen, aber ich würde Dir dringend raten zu einem anderen Arzt zu gehen.
    Ein guter Arzt beantwortet Dir Deine Fragen und nimmt Deine Erkrankung entsprechend ernst. Das Geschwafel was es sonst noch so gibt, nützt dem Betroffenen reichlich wenig. Ich finde das arrogant, inkompetent und nicht sehr menschenwürdig.

    Wenn Du hier gezielt nach einem Doc in Deiner Umgebung frägst, bekommst sicher gute Tipps.


    Gruss
     
  4. kukana

    kukana Guest

    hallo christina,

    es gibt tatsächlich auch mal das eine ohne das andere. rheuma hat viele gesichter und eines dass dazu gehört, ist der schmerz an sehnen und muskeln. dies macht oft wenn es zu anfang auftritt, die diagnose schwer, weil ja auch fibromyalgie mit diesen schmerzzuständen einhergeht.

    auch ich habe entzündete gelenke gehabt, ohne dass diese geschwollen waren. manchmal aber auch geschwollene gelenke, ohne das es einen erhöhten entzündungwert gab.

    es scheint so, dass du deine eigene ganz persönliche erkrankung tag für tag neu kennenlernst. einerseits ganz nett - ich lerne gerne neue leute kennen - aber beim rheuma eben ganz schön nervig.

    wenn du meinst dein arzt gibt dir nicht die optimale behandlung, dann versuche einen zweiten arzt dazu zu hören. denn du musst lange mit dem rheuma auskommen, für deinen arzt bist nur eine unter vielen.

    lieben gruss
    kuki
     
  5. monsti

    monsti Guest

    Hallo Christina,

    richtig klassisch mit leichten Fieber, entsetzlicher Schlappheit und stark geschwollenen, äußerst schmerzhaften Gelenken hatte ich die Schübe nur, als ich noch kein Cortison und auch noch kein Basismedi genommen hatte.

    Inzwischen passiert es oft, dass ich es an allgemeinem Missempfinden und langer Morgensteifigkeit - plus natürlich schmerzender Gelenke, die aber oft kaum geschwollen sind, merke, dass wieder mal ein Schub da ist.

    Was ich damit sagen will: Es ist lange nimmer so schlimm wie früher, aber nichtsdestotrotz nervig. Ürigens waren bei mir die Gelenke auch bei bei den starken Schwellungen von früher so gut wie nie rot - eher teigig, als wäre Wasser drin. Hab mal einen Fuß während einer Gicht-Attacke gesehen: geschwollen und hochrot, so war es bei mir nie.

    Ein bisserl rot wird es bei mir nur, wenn die Sehnen beteiligt sind (oft Hand-Innenfläche), und eben auch dieses Gefühl, als wären die Sehnen verkürzt, so dass ich die Finger nicht gerade ausgestreckt kriege. Hab auch oft Probleme, Entzündungen der Gelenke von denen der Sehnen auseinanderzuhalten, zumal sie im Schub fast immer gemeinsam vorkommen.

    Meine Erfahrung ist, dass Schübe ganz unterschiedlich lange andauern können. Mein bisher längster dauerte 4 Monate (wurde durch Cortison-Stoßtherapie beendet), der kürzeste gerade mal vier Tage. Anfangs, als ich zwischen den Schüben oft noch monatelange Pausen hatten, dauerten sie im Durchschnitt 3-5 Wochen.

    Selbst jetzt, wo meine neuerliche Goldtherapie endlich zu wirken beginnt, sind 4 Stunden Belastung am Stück das allerhöchste der Gefühle. Auch ich war früher jemand, der sich ewig konzentrieren konnte und auch mal 80 Stunden Arbeit in der Woche sogar über 3 Wochen halbwegs locker wegstecken konnte. Heute frag ich mich, wie sowas möglich war. Die Antwort ist eigentlich logisch: Damals war ich gesund.

    Zu den Achillessehnen kann ich Dir überhaupt nix sagen - diese Region ist eine der wenigen meines Körpers, die wirklich top in Ordnung sind und es hoffentlich auch bleiben. Dazu könnte Dir eher mein Göga Tipps geben, der ständig Entzündungen drin hat, und bei dem eine im vorigen Sommer ohne besondere Belastung durchgerissen war. Jetzt will er sich spezielle Einlagen verschreiben lassen.

    So, mehr fällt mir jetzt nimmer ein, aber vielleicht ist etwas Hilfreiches für Dich darunter :)

    Liebe Grüße von Monsti
     
  6. Sunshine74

    Sunshine74 Guest

    Hallo Ihr.

    Danke! Manchmal bin ich doch am Zweifeln, ob das alles so richtig sein kann. Und meine Ärztin hat mir bislang immer das Gefühl gegeben, als sei das alles sowas von banal und unwichtig und überhaupt. Jedenfalls fühle ich mich jetzt etwas sicherer:)

    @ Andrea
    Ja, die Entzündung ist einfach so wieder weg gegangen. Dafür ist wie gesagt was anderes angegriffen und von meinem Muskelkrampf letzte Woche tut immer noch das Bein weh. Ich schätze mein Mineralstoffhaushalt bruacht mal wieder eine Streicheleinheit.
    Kann auch sein, dass die Achillessehne sich so rasch wieder beruhigt hat, weil ich Reiki mache? Jedenfalls geht es mir immer sehr viel dreckiger, wenn ich über ettliche Tage damit schlampe. Dann brauch ich auch mehr Tabletten, jedenfalls war das mein Eindruck - ohne Gewähr.

    PsorA - wenn es das ist... - hab ich seit Nov 2001. Meine Diagnose steht nachwievor nicht fest, aber die meist einseitigen Schwellungen sprechen wohl dafür. Atypisch ist allerdings der Rheumafaktor. Was sagte meine Ärztin: wissen wir, wenn sich die Gelenke verändern. Ob nun mit oder ohne SpondA. ... was weiß ich. *seufz*


    @ Kuki
    Auch mal eine Idee, neugierig auf seine Erkrankung zu werden. Vielleicht erträglicher als davor Angst zu haben:). nur sehr sehr schwierig, finde ich.

    @ Monsti
    Oh man. Das beruhigt mich jetzt aber wirklich. Bei mir ist es auch mehr teigig und selten rot. Das nur ganz selten, wenn sie nicht geschwollen sind. Und dann eigentlich auch eher bläulich. Sieht halt komisch aus.

    Schmerzen hab ich oft. Nur eben bei weitem nicht mehr so schlimm. Es ist mehr die Intensität und die Anzahl betroffener Gelenke, die schwankt. Ich nehme an, dass es sich jetzt zugespitzt haben wird, denn Schwellungen hatte ich dann doch eher selten (immer im Zusammenhang mit Überlastung) und dann nur bei alten Bekannten.

    ***************************************

    Wie tolerant ist denn Euer Körper? Wenn ich darauf achte, mein Schlaf- und Ruhebedürfnis zu befriedigen und auch die Anstrengung anpasse, dann bleibt es meist bei sehr unterschwelligen Warnhinweisen. Die Toleranz ist da aber nicht sehr groß. Richtig doof wird es, wenn ich eine Belastung nicht vermeiden, z.B. auch wenn ich ein andere Gelenk entlasten will. Oft springt dann gleich einiges mehr an.

    :)) Ein positiven Aspekt hat das ja *lach* Gestern erntete ich holde Bewunderung, wegen meiner hoch organisierten Art, mein Studium doch noch irgendwie zu bewältigen. Ist leichter geworden. Letztes Jahr durfte ich noch abwägen, ob ich heute ne Runde Einkaufen gehen will oder doch besser 2 Stunden lerne... So schlimm ist es ja nicht mehr.


    Und noch eine Frage

    Ich hab bemerkt, dass die Adern an meinen Händen sehr ausgeprägt sind. Das waren sie eigentlich schon immer, nur jetzt sind sie es auch an den Fingern (diese Adern waren so vorher noch nicht da) und das pulst da oft ganz gewaltig durch. Früher war das nur der Fall, wenn ich richtig was gearbeitet habe (Zäune ziehen oder sowas). Kennt ihr das auch?


    LG Christina - superfroh über diesen Austausch!!!
     
  7. monsti

    monsti Guest

    Hallo Christina,

    die Venen (die meinst Du wohl :))) kommen mit zunehmendem Alter immer mehr raus, das ist völlig normal. Schau Dir doch mal die Arme und Hände von alten Leuten an, bei denen treten sie fast immer stark heraus. Bei mir ist es mittlerweile nur deshalb anders, weil ich arg viele Infusionen bekommen hab, durch die meine, einst wunderschönen und selbst für den größten Deppen treffbaren, Venen zerschossen wurden.

    Mit der Diagnose scheint es Dir wohl ganz ähnlich zu gehen wie mir: Erst hieß es "Seronegative cP", dann "PsA vom cP-Typ", jetzt, da der Rheumafaktor deutlich ist, wieder eher cP. Da beides weitgehend identisch behandelt wird, ist mir die genaue Diagnose mittlerweile egal, freue mich, dass meine seit Februar laufende Goldtherapie seit einer guten Woche anschlägt und wende mich jetzt wieder erfreulicheren Dingen zu - z.B. dem Wandern und meinem Garten :p.

    Bussal aus Tirol von
    Monsti
     
  8. Sunshine74

    Sunshine74 Guest

    Hallo Monsti,

    na dann alter ich aber geschwind :)) (bin 29)

    normalerweise sieht man nichts, nur manchmal (ohne eindeutige Zusammenhänge) ist die Durchblutung deutlich angeregt und dann sind das echt die Hammer. Auf dem Handrücken hatte ich das auch schon länger ein wenig, nur Quantität + an den Fingern ist das neu (innerhalb eines Jahres). Das brachte mich neulich dann doch zum Staunen. Früher hab ich das immer mit schweren Arbeiterhänden assoziert, vielleicht weil ich das nach zwei Sommern Zäune ziehen bekommen habe

    :-I

    Viel Spaß im Garten! Hier schneit es und wenn es so weitergeht, kann ich die Winterschuhe wirklich wieder herausholen...

    LG Christina